Tarifrunde 2018

Ganztägiger Streik

16.3.2018

Ganztägiger Streik

mit vielen Bildern

Über 300 Streikende!

Die Gewerkschaft ver.di hat am Freitag, den 16.3 zu einen ganztägigen Warnstreik im Rahmen der Tarifrunde öffentlicher Dienst (Kommunen und Bund) bei der Stadt Erlangen, beim Zweckverband Verkehrsüberwachung, bei der GGFA und bei Kommunalbit aufgerufen.

"Die öffentlichen Kassen verzeichnen Rekordeinnahmen und trotzdem haben die öffentlichen Arbeitgeber in zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt, dies ist eine Frechheit und zeigt die fehlende Wertschätzung für die Beschäftigten", kommentiert der städtische ver.di Sprecher und Personalratsvorsitzende Roland Hornauer bei der Streikkundgebung.

Wegen des Streiks sind u.a. Müllabfuhr und Straßenreinigung ausfallen, einige Außenstellen des Jugendamtes wie Lernstuben, Horte oder Kindertagesstätten blieben geschlossen. Weitere städtische Dienststellen mussten wegen des Streiks ihren Service reduzieren. Dies war erst der Streikauftakt, wenn die Arbeitgeber sich nicht bewegen, wird es weitere Streiks in Erlangen geben.

Städtischer Bauhof rh Städtischer Bauhof
Streikgelderfassung rh Streikgelderfassung
Streiklokal rh Streiklokal
Streiklokal is Streiklokal
Streiklokal is Streiklokal
Demo ab Bauhof rh Demo ab Bauhof

Die Streikenden hatten sich ab 8.00 Uhr in der Nägelsbachstr. 26, 2. Stock und ab Arbeitsbeginn im städtischen Bauhof, Stintzingstr. 46. Vom Bauhof startete ab 9.00 Uhr eine Demonstration über die Stintzingstraße und Nürnbergerstraße. Gegen 9.15 Uhr schloßen sich weitere streikende Kolleginnen und Kollegen am Neuen Markt an und es ging zum Marktplatz. Dort fand dann um 9.45 Uhr eine kurze Kundgebung vor der Bücherei statt. Redner waren Roland Hornauer und unser ver.di Sekretär Christian Kleefeld.

Demo kommt zum Neuen Markt is Demo kommt zum Neuen Markt
und trifft auf weitere Streikende rh und trifft auf weitere Streikende
lange Demo is lange Demo

Der Warnstreikaufruf

Auch die zweite Verhandlungsrunde der Tarif- und Besoldungsrunde mit dem Bund und den Kommunen wurde ohne ein Ergebnis und ohne Angebot vertagt. Die Arbeitgeber waren nicht bereit, die Höhe oder die Struktur unserer Forderung zu akzeptieren. Vor allen Dingen den geforderten Mindestbetrag lehnen sie als falsch und gefährlich ab! Sie wollen eher in den höheren Entgeltgruppen stärkere Entgeltsteigerungen ermöglichen. Damit liegen wir in zentralen Punkten fundamental auseinander! Trotz „Festtagsstimmung“ in der Wirtschaft und hohen Steuereinnahmen sind sie nicht bereit, die Arbeit im öffentlichen Dienst entsprechend zu würdigen! Wir wollen deutliche Lohnerhöhungen für alle Beschäftigten – vor allem aber die unteren und mittleren Einkommen deutlich anheben! Großen Widerstand gegen die geforderten Entgelterhöhungen leisteten die Arbeitgeber der Sparkassen, die für ihre Beschäftigten deutliche Entgelterhöhungen ohne eine fundierte Begründung ablehnen. Diese Blockadehaltung der Arbeitgeber trägt in keiner Weise zu einer Lösung bei. Jetzt muss die Antwort aus den Betrieben kommen: Wir müssen jetzt ein starkes Signal setzen und werden unsere Streiks ausweiten!
Deshalb fordern wir weiterhin:
Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 6 Prozent, mindestens um 200,- Euro
Erhöhung der Auszubildendenvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro
Laufzeit: 12 Monate
Unbefristete Übernahme der Auszubildenden
Tarifierung der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und
Praktikantenverhältnisse
Anhebung des Nachtarbeitszuschlags in Krankenhäusern auf 20 Prozent
Für die Durchsetzung dieser Forderungen müssen wir
gemeinsam unsere Entschlossenheit zeigen!

lange Demo is lange Demo
Kundgebung is Kundgebung
Roland Hornauer redet is Roland Hornauer redet
Kundgebung rh Kundgebung
Christian Kleefeld spricht is Christian Kleefeld spricht
schee wars - wir freuen uns auf`s nächste Mal is schee wars - wir freuen uns auf`s nächste Mal

Der Bericht in den Erlanger Nachrichten vom 17.3.2018 kann nachstehend runtergeladen werden: