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Betriebszeitung der ver.di Betriebsgruppe Stadt Erlangen

verdi-Info Nr. 3/2018

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Info Nr. 3/2018 39. Jahrgang (seit 115 Jahren bei der Stadt aktiv!) vom 8. März 2018

 

Inhalt:

  • Tarifrunde 2018 – Jetzt wird es ernst
  • Rechte und Pflichten im Streik
  • Streikgeld
  • Frank Bsirske zum Thema Arbeitszeitverkürzung
  • Filosofen
  • Kasseler Konferenz Teil II
  • Dienstag 10.4.2018 Mitgliederversammlung
  • Berlin Fahrt ?
  • Kurz & knackig (Neues von Werner, Preisrätsel Auflösung und Neues, anfordern, surfen 191, WM Planer, Culdur – Kettcar und DVD Tipp)

 

Ver.di seit 115 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

 

Tarifrunde 2018 – Jetzt wird es ernst

Wir haben am 22.2. mit der Mittagspausen- und Feierabendbieraktion außerhalb der Arbeitszeit auf unsere Forderungen von 6 % mindestens 200 Euro aufmerksam gemacht. Die öffentlichen Arbeitgeber haben in der 1. Verhandlungsrunde am 26.2. kein Angebot gemacht, sondern nur erklärt, dass sie die soziale Komponente, den Mindestbetrag von 200 Euro kategorisch abgelehnt. Stattdessen wollen die Arbeitgeber die oberen Entgeltgruppen finanziell stärker verbessern. Dies heißt, wenn die öffentlichen Arbeitgeber in der 2. Verhandlungsrunde kein vernünftiges Angebot vorlegen, wird ver.di zu Warnstreiks aufrufen. Deshalb nachstehend die arbeitsrechtlichen Hinweise zum Streik.

TRÖD ver.di TRÖD

Rechte und Pflichten im Warnstreik oder im Erzwingungsstreik

Der Streik ist ein Grundrecht (Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz) und das rechtmäßige Mittel zur Durchsetzung der Tarifforderung (Bundesarbeitsgericht vom 12. September 1984 – 1 AZR 342/83). Dies gilt für Warnstreiks genauso wie für den Vollstreik. Der Streik ist immer das letzte Mittel, um unsere Forderungen durchzusetzen. Daher ist es gerade dann notwendig, dass möglichst alle zum Streik aufgerufenen Arbeitnehmer/innen sich auch beteiligen.

Jede Kollegin und jeder Kollege – egal, ob gewerkschaftlich organisiert oder nicht – darf an einem (Warn-) Streik teilnehmen. Der Arbeitgeber darf das nicht verhindern. Benachteiligungen wegen der (Warn-)Streikteilnahme sind unwirksam.

Die Teilnahme an einem rechtmäßigen Streik ist keine Verletzung des Arbeitsvertrags. Maßregelungen durch den Arbeitgeber wegen der Teilnahme an einem Streik sind verboten. Der bestreikte Arbeitgeber darf deshalb Streikenden nicht kündigen. Nach Ende des Streiks besteht ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung. Während des Streiks ruht das Arbeitsverhältnis. Die Beschäftigten brauchen keine Arbeitsleistungen erbringen. Ein Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht für die Dauer des Streiks nicht.

Um einen reibungslosen, und vor allem ordnungsgemäßen und erfolgreichen Ablauf des Streiks zu gewährleisten, müssen sich alle Kolleginnen und Kollegen an die Anweisungen der Streikleitung halten. Wirksamkeit und Erfolg des Streiks hängen vom Handeln aller Streikenden ab.

Auch Auszubildende dürfen streiken!

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts dürfen auch Auszubildende für sie betreffende Tarifforderungen streiken (Bundesarbeitsgericht vom 30. August 1984 – 1 AZR 765/93). Sie können daher auch an einer Urabstimmung und am Streik teilnehmen.

Praktikanten und OptPrax

Bekommen Praktikanten eine tarifliche Vergütung nach TvöD dürfen sie streiken. Ver.di fordert Tarifverträge für die Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tarifierten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse, damit dürfen auch Vorpraktikanten im Sozial- und Erziehungsdienst streiken.

Bufdis

Stellen des Bundesfreiwilligendienstes sind nicht tariflich geregelt, deshalb dürfen diese die KollegInnen begleiten, aber nicht streiken.

Mittagspausenaktion am 22.2.2018 rh Mittagspausenaktion am 22.2.2018

Nicht unter Druck setzen lassen - Streikbrucharbeit verweigern!

Niemand ist zum Streikbruch oder direkter Streikarbeit verpflichtet. Diese Arbeit kann nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts verweigert werden. Die Ablehnung direkter Streikarbeit ist keine unberechtigte Arbeitsverweigerung. Sie führt nicht zum Verlust des Arbeitsentgeltanspruchs – zumindest nicht, wenn die eigentlich geschuldete Arbeitsleistung trotz des Streiks erbracht werden kann (Urteil vom 10. September 1985 – 1 AZR 262/84).

Streikbrecher/innen dürfen nicht bevorzugt werden. Das bedeutet: Jede auf dem Streikbruch beruhende Vergünstigung für Streikbrecher/innen durch den Arbeitgeber steht auch den streikenden Beschäftigten zu.

Aussperrung

Während des Arbeitskampfs kann es dazu kommen, dass der Arbeitgeber aussperrt. Dabei darf er nicht zwischen Streikenden und Streikbrecher/innen unterscheiden. Aber auch dann haben die ver.di-Mitglieder Anspruch auf Streikunterstützung.

Überstunden

Überstundenanordnungen wegen der Teilnahme am Streik sind rechtswidrig und unwirksam. Eine Verpflichtung zur Nacharbeit der durch den Streik ausgefallenen Arbeitsstunden besteht nicht. Insoweit erforderliche Mehrarbeit bedarf im Übrigen der vorherigen Zustimmung des Personalrats.

Notdienst

In Arbeitskämpfen darf die Geschäftsleitung nicht so genannte „Notdienstarbeiten" einseitig organisieren und einzelne Beschäftigte hierauf verpflichten. Die Regelung eines arbeitskampfbedingten Notdienstes ist zumindest zunächst gemeinsame Aufgabe des Arbeitgebers und der Streik führenden Gewerkschaft. Notdienstarbeiten dürfen im Übrigen nur zur Erhaltung der Substanz des Eigentums, nicht jedoch zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs verlangt werden (Bundesarbeitsgericht vom 30. März 1982 – 1 AZR 265/80). Notdienstvereinbarungen sind nur mit der ver.di-Streikleitung zulässig.

Urabstimmung

An einer Urabstimmung, zu der ver.di aufgerufen hat, dürfen nur Gewerkschaftsmitglieder teilnehmen. Unorganisierte Beschäftigte können daher über Streikmaßnahmen nicht mit(be)stimmen.

Beteiligung am Arbeitskampf

Bei der Urabstimmung müssen mindestens 75 Prozent der Mitglieder für den Arbeitskampf stimmen. Ein Streik kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sich alle Gewerkschaftsmitglieder beteiligen.

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Ausstempeln und Abmelden

Oft behaupten Arbeitgeber, Arbeitnehmer seien vor Beteiligung an einem gewerkschaftlichen (Warn)Streik verpflichtet, sich beim Vorgesetzten abzumelden, durch Eintragung in eine Liste ihre Streikbeteiligung zu dokumentieren oder elektronische Zeiterfassungsgeräte zu bedienen.

Streik am Vortag ankündigen

Beim Streik im Sozial- und Erziehungsdienst wollten Vorgesetzte am Vortag wissen, ob in Einrichtungen gestreikt wird oder nicht. Niemand ist hier verpflichtet Auskunft zu geben. Im Zweifelsfall an ver.di verweisen oder sagen „ich weiß es nicht“.

Derartige Pflichten bestehen nicht!

Die Verpflichtung zur schriftlichen oder ausdrücklichen mündlichen Abmeldung beim Vorgesetzten ist mit der Ausübung des Streikrechts aus Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz nicht vereinbar. Auch die Eintragung in Listen stellt eine Behinderung des Streikrechts dar. Arbeitnehmer sind nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber gegenüber ihre Streikbeteiligung von Streikbeginn anzukündigen, sie können ihre Absicht zu streiken auch verschweigen. Während und nach dem Streik bleibt es dem Arbeitgeber unbenommen, die Abwesenheitszeiten streikender Arbeitnehmer zu Abrechungszwecken zu kontrollieren und zu erfassen. Eine Verpflichtung zur Mitwirkung streikender ArbeitnehmerInnen besteht in diesem Zusammenhang nicht. Wer sich am Streik beteiligt hat für diese Zeit gegen den Arbeitgeber keinen Entgeltanspruch. Es darf nicht zusätzlich auch noch ein Arbeitszeitkonto oder Zeitguthaben negativ belastet werden. Dies wäre ein doppelter Abzug.

Wer hilft, wenn dennoch Probleme auftreten?

Viele Führungskräfte der Stadt verfügen über soziale Kompetenz und können intelligent und souverän auch mit Konflikten umgehen. Dennoch gibt es leider auch immer wieder Führungskräfte, die damit überfordert sind. In diesem Falle einfach Ruhe bewahren, also nicht erschrecken oder auf unnötige Diskussionen einlassen. Im Konfliktfall einfach die Streikleitung von ver.di einschalten bzw. fragen. Die Kolleginnen und Kollegen von ver.di wissen, was zu tun ist. Darüber hinaus hilft auch der Personalrat. Der Personalrat hat die Aufgabe zu überwachen, dass geltende Gesetze eingehalten werden. Und das gilt natürlich auch im Streik.

 

Schnell Mitglied werden – rechnet sich

Mitglieder von ver.di bekommen bei längeren Warnstreiks und im Streik Streikunterstützung.

Neu eingetretene Mitglieder erhalten Streikunterstützung, wenn für den vorangegangenen Beitragsmonat eine satzungsgemäße Beitragszahlung erfolgt. Dies bedeutet, dass für den Monat Februar bereits eine Beitragszahlung erfolgen muss, um Streikgeld zu erhalten! Wer jetzt beitritt muss deshalb den 1. Februar als Beitrittsbeginn angeben!

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Wie hoch ist die Streikunterstützung?

Die Höhe der Streikunterstützung richtet sich nach dem Mitgliedsbeitrag und nach der Zahl der streikbedingt ausgefallenen Arbeitsstunden, für die keine Arbeitsvergütung gezahlt wird.

Entscheidend ist der Mitgliedsbeitrag der letzten drei Monate vor dem Streik. Bei Mitgliedern, die erst in diesem Zeitraum eingetreten sind, wird der aktuelle Beitragsmonat zugrunde gelegt. Das gleiche gilt, wenn ein ver.di-Mitglied erst vor dem Streik in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurde (z. B. ehemalige Auszubildende) oder wenn das Arbeitsverhältnis bis kurz vor dem Streik ruhte (z. B. Krankengeld- oder Elterngeldbezieher/innen).

Die Streikunterstützung berechnet sich nach der Zahl der am Streiktag individuell ausgefallenen Arbeitsstunden. Wird am Streiktag noch gearbeitet – etwa vor oder nach einem Warnstreik – vermindert sich die Höhe der Streikunterstützung entsprechend.

Fällt die individuelle Arbeitszeit vollständig aus, beträgt die Höhe der Streikunterstützung grundsätzlich

das 2,5-fache des Mitgliedsbeitrages, wenn die Mitgliedschaft in ver.di länger als zwölf Monate besteht bzw.

das 2,2-fache des Mitgliedsbeitrages bei kürzerer Dauer der Mitgliedschaft.

Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird zusätzlich ein Betrag von 2,50 Euro pro Streiktag gezahlt.

Das gilt auch für Teilzeitbeschäftigte. Den genauen Betrag können sich ver.di-Mitglieder mittels eines Streikgeldrechners im Internet im ver.di Mitgliedernetz ausrechnen lassen.

Die Streikunterstützung ist keine Vergütungsersatzleistung

Die Streikunterstützung ist eine solidarische Leistung der ver.di für streikende Mitglieder, damit diese einen längeren Streik trotz der Einbußen beim Arbeitseinkommen durchstehen können. Sie gleicht den Nettoverdienstausfall nur teilweise aus.  Sie ist unter diesen Voraussetzungen steuer- und sozialversicherungsfrei.

 

Tarif ver.dienen heißt Mitglied sein!

Nur Mitglieder ver.dienen den Tarif!

Ver.dienst Du schon oder kriegst Du noch?

 

 

Frank Bsirske im taz-Interview vom 6.2.2018 zum Thema Arbeitszeitverkürzung im öffentlichen Dienstag

Wer da das Thema Wochenarbeitszeitverkürzung anfassen will, muss in der Lage sein, das Ganze zum Arbeitskampf zuzuspitzen, denn Wochenarbeitszeitverkürzung ist für die Arbeitgeberseite ein Tabu. Und das setzt voraus, dass diese Forderung in den Belegschaften breit verankert ist. Viele schauen noch ganz stark auf das Thema unter dem Eindruck der Erfahrungen der 1980er Jahre, als in wochenlangen Arbeitskämpfen zwar die Verkürzung der Wochenarbeitszeit durchgesetzt werden konnte, nicht aber der volle Lohnausgleich und die Einstellung von zusätzlichem Personal zum Ausgleich der kürzeren Arbeitszeit. Umfassend erfolgte dies nur dort, wo in Schicht gearbeitet wurde, sonst aber blieb dies weitestgehend aus. Die Wochenarbeitszeitverkürzung war verbunden mit Arbeitsverdichtung und einem Teilverzicht auf das, was auf der Lohnerhöhungsseite möglich gewesen wäre. Einige der längsten und härtesten Arbeitskämpfe in den letzten Jahren galt den Versuchen der Arbeitgeber im öffentlichen Dienst, die Arbeitszeit zu verlängern. Ein eindeutiges Signal zum Rollback an die Privatwirtschaft. Acht Wochen lang wurde damals in den Kommunen Baden-Württembergs gestreikt und 14 Wochen im Länderbereich. Das war 2006. Und ich bin überzeugt, dass auch Arbeitszeitverkürzung wieder wichtiger wird. Schon allein wegen der Auswirkungen von Digitalisierungsprozessen.

Irgendwann bist du vom Kopf her am Arsch.

Matthias Lehmann (FC Köln)
Soziale Berufe aufwerten ver.di Soziale Berufe aufwerten

 

 

 

 

 

 

 

Die Aufwertung geht weiter !?

Bericht von der 10. Kasseler Konferenz für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) – 2. Teil

Von Iris Schubert und Dietmar Radde

Tarifpolitik:

Der zweite Tag der Konferenz war hauptsächlich geprägt durch Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Pieper, Mitglied des Ver.di- Bundesvorstands und Leiter der Fachbereiche Bund und Länder sowie Gemeinden.

Laut Wolfgang Pieper hätten die großen Streiks von 2009 und 2015 schon wesentliche Verbesserungen gebracht. Da die hohe Arbeitsbelastung eines der größten bestehenden Probleme im Sozial- und Erziehungsdienst darstellt, wurde von ihm als neuer Gedanke die Forderung nach verkürzten Arbeitszeiten in die Diskussion um eine weitere Aufwertung präsentiert. Dies hätte den Vorteil, dass sich die allgemeine Diskussionen um Arbeitszeitverkürzung mit der Aufwertungskampagne im SuE verbinden lassen könnte.

Bei den Wohlfahrtsverbänden stellt sich die Situation etwas anders dar. Angelika Spautz vom Bereich Tarifpolitik im ver.di-Fachbereich 3 stellte dar, dass hier die Schwerpunkt darauf liegt, erst einmal flächendeckend die erreichten Verbesserungen des TVÖD im Sozial- und Erziehungsdienst auf die freien Träger zu übertragen.

Kasseler Erklärung:

Die Konferenz endete mit der Diskussion und Verabschiedung der Kasseler Erklärung.

Zentrale Forderungen und Themen sind:

·         Neustart der Reform des Kinder- und Jugendhilferechts, mit echter Beteiligung von Fachkräften und Ver.di, mit gesicherter Leistungsfinanzierung und bundeseinheitlichen Standards

·         Ein Maßnahmenpaket zur Steigerung der Attraktivität der sozialen Berufe

·         Fortsetzung der Kampagne zur Aufwertung der Sozialen Arbeit

Bewertung der Konferenz:

Inhaltlich eine gelungene Veranstaltung, die die zentralen Themen Reform des Kinder- und Jugendhilferechts und den eklatanten Fachkräftemangel in den Mittelpunkt gerückt hat. Hier nehmen wir viele Informationen mit, die die fachlichen und tarifpolitischen Diskussionen im Sozial- und Erziehungsdienst in den nächsten Jahren auch in Erlangen prägen werden.

Einige Fragezeichen bleiben gerade bei den angekündigten weiteren Anstrengungen zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes und den Tarifgesprächen ab 2019.

Insbesondere bei der Aufwertung der Arbeit von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen war für uns nicht erkennbar, dass das Thema auf Bundesebene einen hohen Stellenwert hat.

Hier gilt es auf den unterschiedlichsten Ebenen in den nächsten Jahren in und über Ver.di hinaus aktiv zu werden.

Klar ist aber auch:

Ohne organisierte Beschäftigte und ohne öffentliche Präsenz wird es schwierig deutliche Verbesserungen durchzusetzen.

Deswegen der dringende Appell an alle nichtorganisierten Beschäftigten nicht nur im Sozial- und Erziehungsdienst:

Werdet Mitglied und engagiert euch!

 

 

Organisationswahlen 2018/2019 ver.di Organisationswahlen 2018/2019

ver.di wählt - Die Mitglieder entscheiden!
10. April 2018, 17.00 Uhr,  Mitgliederversammlung des Fachbereich Gemeinden

Alle vier Jahre finden in ver.di Organisationswahlen statt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di - ist eine Mitgliederorganisation, in der die Mitglieder entscheiden. Sie wählen bei den Organisationswahlen ihre Vertreterinnen und Vertreter, die dann in verschiedenen Konferenzen und Gremien die Politik der Organisation bestimmen.

Die Organisationswahlen enden mit dem 5. Bundeskongress, der vom 22. bis 28. September 2019 in Leipzig stattfinden wird. Dort werden die politischen Schwerpunkte für die dann folgenden 4 Jahre beschlossen und die/der ver.di Bundesvorsitzende gewählt.

Die Gewerkschaftsarbeit findet in erster Linie vor Ort und im Betrieb statt. Deshalb starten die Wahlen jeweils mit der Mitgliederversammlung des Fachbereiches.

In der Versammlung werden unsere Vorschläge und Delegierte für die anstehenden Neuwahlen der ver.di Gremien und Vorstände bestimmt. Wer die künftige Arbeit beeinflussen möchte hat die Möglichkeit in der Versammlung Anträge zu stellen.

Die Mitgliederversammlung findet am Dienstag, 10. April ab 17.00 Uhr im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG.

Vorgeschlagene Tagesordnung:

1)      Genehmigung der TOP und Konstituierung der Mitgliederversammlung

2)      kurzer Bericht über die Arbeit der letzten vier Jahre

3)      Aktueller Stand Tarifrunde 2018

4)      Wahlen (Betriebsgruppe, Delegierte)

5)      Anträge

6)      Verschiedenes (1.Mai)

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail service.bayern@verdi.de.

ver.di Bundeszentrale bei Nacht ver.di ver.di Bundesverwaltung bei Nacht  – ver.di Bundesverwaltung bei Nacht

Interessenbekundungsverfahren – wer will mit nach Berlin?

Wir erhielten den Vorschlag eine gemeinsame Fahrt nach Berlin zu organisieren. Nachdem wir nicht sicher sind, ob genügend sich beteiligen, damit sich der Aufwand für uns lohnt, bitten wir uns bis zum 16.4.2018 mitzuteilen, ob grundsätzliches Interesse an nachstehender Fahrt besteht. Dies ist natürlich noch keine verbindliche Anmeldung. Folgendes würden wir organisieren: Fahrt mit dem ICE, Hinfahrt 30.9.2018, Rückfahrt 3.10.2018, Übernachtung in einem relativ günstigen Hotel, ein kleines Besuchsprogramm (z.B. Besuch der ver.di Bundesverwaltung, Gespräch mit Berliner ver.di Kolleginnen und Kollegen) auf freiwilliger Basis mit viel Zeit für eigene Unternehmungen. Der Preis für Fahrt und Unterkunft dürfte bei rund 250 Euro liegen.

Dank Werner Lutz sogar mit kulturellen Beitrag rh Dank Werner Lutz sogar mit kulturellen Beitrag

Neues von Werner

Vorsätze der Bundesregierung:

1. Heimliches Weitersondieren bis zur nächsten Wahl.

2. Aussitzen üben.

3. Viele staatstragende Events veranstalten.

4. Regieren ohne daß einer weiß was regiert wird.

5. Die nächsten Diätenerhöhungen planen.

6. Wenn das Fernsehen weg ist, im Plenarsaal Verstecken spielen.

7. Sommerloch.

8. Speisepläne beschließen für die Kantine (Regierungsprogramm).

9. Betriebsausflug der GroKo (Ausflugsziel bestimmt die CSU).

10. Kauf einer gemeinsamen Familiengrabstätte für die GroKo.

Nachträgliche Neujahrsbotschaft

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

aus erklärbaren Gründen kommen wir leider erst jetzt dazu, Ihnen unsere Neujahrsbotschaft zur weiteren Regierungsunfähigkeit zu übermitteln. In diesem Sinn versprechen wir Ihnen, daß alles so bleibt!

GroKo‘s

An das Nichtregieren hat man sich die letzten Jahre ja irgendwie gewöhnt. -Aber daß sie seit Monaten darüber reden, wie sie die nächsten Jahre weiterhin nicht regieren, ist neu.

Auflösung Rätsel und neues Rätsel

Die Burgbergkapelle (auch: Kapelle zum heiligen Grab) ist eine kleine Kapelle aus Sandstein am Erlanger Burgberg. Errichtet wurde sie wahrscheinlich im 15. Jahrhundert. Es handelt sich damit um das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt. Die Andachtsstätte bildete zusammen mit dem seit dem 14. Jahrhundert an dieser Stelle gelegenen Siechenhaus eine bauliche Einheit. Die Einsiedelei lag außerhalb der Stadtmauern an der Straße nach Bayreuth und hatte wohl den Auftrag der Betreuung von Kranken. Wir erhielten zusätzlich noch die Information, dass von der Kapelle ein unterirdischen Gang (wahrscheinlich noch aus dem Mittelalter) in die verzweigten Tunnel des Burgbergs führt. Wie versprochen hatten wir unter allen richtigen Lösungen (der Altersdurchschnitt war erstaunlich hoch) ein Speise-Spiel Karten-Set verlost, es ging an Thomas Gechter aus der Kläranlage.

Rätsel 3/2018 rh Rätsel 3/2018

Neues Rätsel

Dieses Mal wollen wir wissen, wo das abgebildete Rathaus steht. Unter allen richtigen Einsendungen wird der begehrte Schal des ver.di Ortsverein Erlangen verlost, siehe Bild.

Schal ver.di OV Erlangen rh Schal ver.di OV Erlangen

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR,  (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Materialien für die Mitgliederwerbung

Wer Kolleginnen und Kollegen für ver.di gewinnen möchte kann Materialien dazu von uns bekommen.

  • Ver.di Wirtschaftspolitische Informationen 01 / 2018 - Wirtschaftsaufschwung dank Binnennachfrage

Die deutsche Wirtschaft wächst und die Beschäftigung steigt. Der Aufschwung wird getragen von einer starken Binnennachfrage. Damit das so bleibt, müssen die Löhne künftig kräftig steigen. Der verteilungsneutrale Spielraum – Produktivitätszuwachs plus Inflation - liegt dieses Jahr zwischen 2,4 und 3,4 Prozent. Diesen gilt es auszuschöpfen.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 03 / 2018 – Wir sind es wert! 

Trotz zuletzt besserer Ergebnisse in den Tarifrunden herrscht im öffentlichen Dienst noch immer ein Entgelt-Rückstand gegenüber anderen Branchen. Das hat unmittelbare Konsequenzen: Öffentliche Arbeitgeber finden vielerorts nicht mehr das benötigte Personal. Auch deshalb brauchen wir kräftige Entgeltsteigerungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen!

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 04 / 2018 – Investitionsbremse lösen! 

Schuldenbremse und Fiskalpakt entpuppen sich immer mehr als Investitionsbremsen. Mancher Finanzminister sucht daher Mittel und Wege, um sie zu umgehen. Konstruktionen mit öffentlichen Fonds und Unternehmen können solche Mittel und Wege sein. Es darf aber das Kernproblem nicht vergessen werden: Schuldenbremse und Fiskalpakt müssen weg!

WM Planer dgb bayern WM Planer

Surfen 191

Die wirtschaftspolitischen Informationen von ver.di finden sich im Internet unter http://wipo.verdi.de  .

Deutsch Boarisch Frängisch

Der Fuß    d´Fiass     die Fejß

Termin

Wenn aus Kollegen Feinde werden, ist meist die Chance einer konstruktiven Konfliktbearbeitung vertan worden. Mobbing etabliert sich und damit ein Klima von Verunsicherung, Schikane, Psychoterror und ein unsäglicher Leidensprozess für die Betroffenen setzt ein. Doch solch zerstörerische Entwicklungen sind vermeidbar. Wie Konflikte entstehen, sich entwickeln, und wie wir sie beeinflussen können, hören wir bei

„Wenn aus Kollegen Feinde werden…“

AK Mobbing on Tour

Donnerstag, 15. März 2018 · 17:30 – 20:00 Uhr

E-Werk Erlangen, Tagungsraum 3 · Fuchsenwiese 1 · Erlangen

Wir bitten um Anmeldung an: nicole.adelmann@verdi.de

Spam-Filter wird eingesetzt um Beschäftigte zu halten

Durch den Ausfall des Spam-Filters in der 4. Kalender-Woche bekamen die Beschäftigten mit, dass ihnen viele wichtige Informationen vorenthalten werden. Bekanntlich lässt sich im Internet sehr viel leichter Geld verdienen, als durch die tägliche Fronarbeit bei der Stadt. Deshalb werden derartige Angebote vom Spamfilter abgeblockt und die Beschäftigten so gezwungen weiterhin bei der Stadt zu arbeiten. Etliche Kolleginnen und Kollegen waren deshalb sehr überrascht, als sie am 25. und 26.1. zahlreiche Mails wie das Nachstehende erhielten. Aus Personalamtskreisen ist übrigens zu hören, dass die Zahl der Kündigungen spürbar zugenommen hat.

Hallo,
wir wollten dich informieren, dass deine €13.277,60 heute Morgen in dein Bankkonto eingezahlt wurden.
Guck dir dieses kurze Video an um herauszufinden wie du an dein Geld kommst.
Dein Geld kann jederzeit ohne Verzögerung abgehoben werden.
Hier findest du heraus wie es funktioniert

Unsere römischen Ziffern (I)

I

 

Culdur

KETTCAR

ERLANGEN, E-WERK, 24.1.2018

Kettcar und insbesondere Marcus Wiebusch kommen gerne nach Erlangen ins E-Werk. Dies zeigte schon die Begrüssung „Hallo Franken, alte Lady“. Auch wenn das E-Werk inzwischen zu klein ist. Sehr schnell war der E-Werk Saal ausverkauft. Kein Wunder, denn die Hamburger verstehen es meisterhaft fast stadiontauglichen satten Rock mit sehr anspruchsvollen und äußerst aktuellen deutschen Texten zu verbinden. Neu war und für den doch relativ kleinen E-Werk Saal, relativ selten zu sehen, die großen Video LED-Wände hinter der Bühne. So konnte jeder Song auch optisch über Videofilme oder künstlerische Farbwelten unterschiedlich interpretiert werden.

Kettcar rh Kettcar

Gleich am Anfang spielte Marcus Wiebusch auf die mitgealterten Fans an „lasst uns die unter 30jährigen im Publikum begrüssen, da, da, da – überraschend viele“. Opener war „Trostbrücke Süd“ von ihrer aktuellen Erfolgsscheibe „Ich vs. Wir"  mit dem wunderbaren Refrain „Wenn du das Radio anmachst, wird die Scheißmusik auch nicht besser“. Ein erster Höhepunkt war das sehr bekannte und viel gespielte „Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)“ über die Fluchthilfe eines Wessis in Ungarn die schließlich zum Fall der Mauer führten. Der Song ist gleichzeitig ein aktueller Kommentar zur Flüchtlingskrise. Danach wurde es mit 3 Liebesliedern am Stück, als letztes das überragende „Balu“, etwas ruhiger. Bassist und Nebenfrontmann Reimer Bustorff, der Geburtstag hatte und natürlich sein Ständchen von der Band und dem Publikum erhielt, erzählte, dass er um 12.00 Uhr am Erlanger Marktplatzbrunnen sein erstes Dosenbier getrunken hat und Kettcar sich freut wieder in Erlangen zu sein“. Bei soviel Nettigkeit kritisierte natürlich niemand, dass es Paulibrunnen heißen muss. Nach 16 Songs, häufig mit dem Satz „und das geht so“ eingeleitet, ging es in die Zugabe. Absoluter Höhepunkt war für mich da der Marcus Wiebusch Song „Der Tag wird kommen“ gegen die Homophie im Fußball und überall. Im Gegensatz zur Originalversion wurde der lange Song zu Beginn schnell und sehr rockig gespielt und endete dann ruhiger und nachdenklicher. Mit „Landungsbrücken raus“ endete der Zugabeblock. Zahlreicher Applaus und viele Zugaberufe schafften es das Kettcar dann noch mit „Den Revolver entsichern“ ein starkes Konzert nach über 2 Stunden beendeten.

Music-DVD Tipp

ROBERT PLANT AND THE SENSATIONAL SPACE SHIFTERS

LIVE AT DAVID LYNCH´S FESTIVAL OF DISRUPTION

EAGLE VISION / UNIVERSAL MUSIC

Robert Plant war die Stimme von Led Zeppelin, eine der besten Rockbands der Welt. Sein aktuelles Projekt verbindet Rock mit traditioneller afrikanischer Musik und exotischen Beats. Mit den Space Shifters zusammen werden die alten Led Zeppelin-Songs völlig neu interpretiert, teilweise mit alten ungewöhnlichen afrikanischen Instrumenten gespielt. Dazu kommen starke eigene Songs der Space Shifters, die durch die prägnante Stimme von Plant noch besser werden. Dies wird eindrucksvoll auf der aktuellen DVD dokumentiert. Die DVD zeigt den kompletten, aber leider viel zu kurzen Auftritt beim erstem „Festival of Disruption“ im Oktober 2016. Das vom amerikanischen Künstler David Lynch, bekannt als Erschaffer des Films „Blue Velvet“ oder der Fernsehserie „Twin Peaks“, präsentierte Festival versucht die verschiedenen Formen von Musik, Kunst, Filmen und Kreativität zu verbinden. David Lynch ist für die Auswahl der Künstler verantwortlich und hatte mit Robert Plant & The Sensationel Space Shifters ein glückliches Händchen. Bei ihrem Auftritt steht die Musik im Mittelpunkt, die Lightshow begleitet die Songs nur sehr zurückhaltend. Eigentlich wäre da eine CD ausreichend gewesen. Alle Songs sind wirklich tolle Stücke. Höhepunkte sind die beiden Medleys. Im ersten werden die Songs „The Enchanter“ von Led Zeppelin und „Rainbow“, das Solostück von Plant, sehr außergewöhnlichen zu einen neuen Song verbunden. Beim 2. Medley wird der sehr bluesige Auftakt mit „Hoochie Coochie Man“ vom stark rockigen Klassiker „Whole Lotta Love“ abgelöst und nach einer sehr afrikanisch klingenden Überleitung wird „Mona (I Need You Baby)“ angestimmt, um dann noch einmal von einer sehr verfremdeten Version von „Whole Lotta Love“ abgelöst zu werden. Dies muss Rockfan sich einfach anhören. Um den kurzen musikalischen Auftritt auszugleichen wurde auf der DVD noch einige Statements von David Lynch beispielsweise über Kreativität oder Musik gebrannt. Wäre aus meiner Sicht nicht nötig gewesen.

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