ver.di Info

Betriebszeitung

Betriebszeitung

verdi-Info Nr. 1/2017

für die Stadtverwaltung Erlangen
Info Kopf rh Betriebszeitung

Info Nr. 1/2017 38. Jahrgang (erstes Info 2016) vom 20. Januar 2017

Inhalt:

  • Krass mehr Geld für Tarifbeschäftigte ab 1.2.2017
  • Veranstaltung zum Thema Rente – Altersarmut am 13.2.
  • Tarif- und Besoldungsrunde 2017
  • EGO – Beratung in Erlangen
  • Gewerkschaft hat die einen Sinn?
  • Filosofen
  • Betriebsgruppe 2017 – 24.1. und 22.2.
  • Arztbesuche und Arbeitszeit
  • Neue Arbeitsplatzgestaltung bei der Stadt Aqua-Style
  • Für uns im Personalrat aktiv (V)
  • Kurz & knackig (Neues von Herrn L, Fakten gegen rechte Hetze Teil 13, Preisrätsel, anfordern, surfen 178, Aktiv-Card, Rechtspopulist Rainer Wendt, Termine, Culdur – ASP, Buch „Unter Tage“ von John Harvey)

 

Krass zum 1. Februar schon wieder mehr Geld für alle Tarifbeschäftigten, EINFACH SO!

 

Altersarmut als Zukunft der Rente?

                                                         

Alternativen aus gewerkschaftlicher Sicht

Veranstaltung mit Dr. Judith Kerschbaumer,

Leiterin des Bereichs Sozialpolitik in der ver.di Bundesverwaltung

Montag, 13.2.2017 um 18.15 Uhr,

IGM-Saal Erlangen, Friedrichstr. 7

ver.di Erlangen rh ver.di Erlangen

Besoldungsrunde und Tarifrunde Länder 2017

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bundesländer haben am 18.1.2017 in Berlin begonnen. Der erste Verhandlungstermin ist ohne Ergebnis geblieben; die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt. „Es gibt von beiden Seiten das Interesse, die Verhandlungen konstruktiv zu führen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske nach der ersten Verhandlungsrunde. Die Verhandlungspartner haben sich in der Landesvertretung von Baden-Württemberg getroffen. Empfangen wurden sie vor dem Gebäude trotz eisiger Kälte von reichlich 300 Beschäftigten aus Berlin, die lautstark ein Zeichen dafür setzen wollten, „dass wir es ernst meinen mit unseren Forderungen“! ver.di fordert in dieser Tarifrunde Gehaltserhöhungen und strukturelle Verbesserungen der Eingruppierung der Beschäftigten im Volumen von sechs Prozent mit einer sozialen Komponente. Es geht außerdem um die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamt/innen und Versorgungsempfänger/innen. Ein Anstieg der Steuereinnahmen um 4,8 Prozent im Jahr 2016, prognostizierte 2,6 Prozent im Jahr 2017 und 3,8 Prozent 2018 würden ausreichend Spielräume für diese Forderungen bieten, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Der Lohnabstand zu den kommunalen Beschäftigten und zu denen des Bundes liege zurzeit bei 1,6 Prozent, ab Februar bei 4 Prozent. „Deshalb ist es Zeit, deutlich aufzuschließen und Anschluss zu finden an die Entwicklungen in anderen Branchen“, unterstrich Bsirske. 

Mehr: https://troed.verdi.de

 

Neue Entgeltordnung (EGO) – Beratungstermine für ver.di-Mitglieder

Durch die Einführung der neuen EGO zum 1.1.2017 ändert sich für die Beschäftigten mit Ausnahme der Beschäftigten in EG 9 und EG 13 mit Zulage nichts. Sie bleiben so eingruppiert wie bisher. Voraussetzung für eine Höhergruppierung durch die EGO ist ein Antrag durch den Beschäftigten. Die Beschäftigten können bis 31.12.2017 einen entsprechenden Antrag stellen. Das heißt es bleibt genügend Zeit für eine eingehende Beratung durch die Gewerkschaft, ob sich eine neue Eingruppierung durch die EGO lohnt oder eher eine Verschlechterung durch den Wegfall von Besitzständen ist. Als Faustregel, wer nach dem 1.10.2005 eingestellt worden ist oder höherwertige Tätigkeiten übertragen bekommen hat, für diese Personen lohnt sich eine neue Eingruppierung durch die EGO auf alle Fälle. Wird innerhalb 2017 ein Antrag auf Eingruppierung nach der neuen EGO gestellt, wird in allen Fällen rückwirkend zum 1.1.2017 höhergruppiert. Das heißt nicht stufengleich.

Beratungsgutschein für ver.di Mitglieder rk Beratungsgutschein für ver.di Mitglieder

Beratungstermine in Erlangen

Die ver.di Sekretäre Christian Kleefeld und Frank Bess kommen an mehreren Tagen nach Erlangen, damit sich ver.di Mitglieder vor Ort beraten lassen können. An folgenden Tagen finden zunächst Beratungen in den Räumen des Personalrates, Nägelsbach Str. 26, II. OG statt:

22.-24. Februar 2017 jeweils von 9:00 – 16:00 Uhr und am
3. März 2017 von 9:00 – 16:00 Uhr.

Wichtig, für die Beratung muss ein genauer Termin vereinbart werden. Die Koordination bzw. Terminvergabe macht Dietmar Radde (telefonisch 86 2420 oder per Mail dietmar.radde@stadt.erlangen.de). Wir bitten um rasche Anmeldung. Bei der Anmeldung teilen wir mit, welche Angaben für eine qualifizierte Beratung unbedingt erforderlich sind.

 

Wieso Gewerkschaften? Haben die überhaupt noch einen Sinn?

Beschäftigte haben sich zusammengeschlossen und finanzieren gemeinsam die Gewerkschaft, um ihre Interessen möglichst wirkungsvoll und stark zu vertreten. Dies gilt auch im Jahr 2017. Aktuelles Beispiel ist die 2. Erhöhung der Löhne und Gehälter durch den letztjährigen Tarifabschluss. Ver.di hat mit den öffentlichen Arbeitgebern vereinbart, dass die Einkommen zum 1.3.2016 um 2,4 % und jetzt zum 1. Februar 2017 um weitere 2,35 % erhöht werden. Die Ausbildungsvergütungen wurden zum 1.3.2016 um 35 Euro erhöht, jetzt zum 1. Februar 2017 gibt es weitere 30 Euro.

Ohne Gewerkschaft hätte es wohl keine Einkommenssteigerungen gegeben oder maximal 1 % ab Juni 2016 (dies war das Arbeitgeberangebot in der 2. Verhandlungsrunde).

Die Verbesserungen wurden nur für die Gewerkschaftsmitglieder vereinbart. Um zu verhindern, dass fast alle Beschäftigten Gewerkschaftsmitglieder werden und die Gewerkschaft damit noch viel durchsetzungsfähiger wird, zahlen die Arbeitgeber die Tariferhöhungen allen Beschäftigten.

Beim Gewerkschaftsbeitrag schadet die weit verbreitete „Geiz ist geil“ Haltung deshalb alle Beschäftigte.

Daher ab 1.2.2017 ver.di-Mitglied werden, trotz 1 % Gewerkschaftsbeitrag zusätzliche 1,35 % berechtigt bekommen und künftig Monat für Monat in eine gute Interessenvertretung „investieren“.

Filosofen Schon der Geruch von Büchern mache ihn müde

Donald Trump

MITMACHEN

24. Januar und 22. Februar ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2017 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, Kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Die nächsten Treffen sind am Dienstag 24. Januar und am Mittwoch 22. Februar, 17.00 Uhr, Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Themen sind u.a. die Besoldungsrunde 2017.

 Neuer fester Tagesordnungspunkt in den Betriebsgruppensitzungen

Ab sofort wird in jeder Sitzung zum Schluss der Punkt „Fragen zur Entgeltordnung“ behandelt. Alle ver.di-Mitglieder haben dabei die Möglichkeit auch individuelle Fragen unter Umständen unter „Vier-Augen“ klären zu lassen.

 

2017 vagabundierende Sitzungstermine

Immer wieder entschuldigen sich Kolleginnen und Kollegen für die Betriebsgruppe, da sie am Mittwoch regelmäßig andere Termine haben. Wir laden 2017 deshalb abwechselnd für Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag ein und hoffen, dass damit mehr Kolleginnen und Kollegen kommen können. Die geplanten Termine 2017 sind: Die. 24.1., Mi. 22.2., Do. 30.3., Die. 25.4., Mi. 17.5., Do. 29.6., Die. 25.7., Mi. 13.9., Do. 19.10., 21.11. und Mi. 13.12.

 

Arztbesuche und Arbeitszeit

Früher war die Praxis bei der Stadt einfach, in vielen Bereichen waren Arztbesuche Arbeitszeit. Dies hat sich in den letzten Jahren schleichend verändert und in manchen Bereichen sind Arztbesuche generell nicht in der Arbeitszeit möglich. Eine Praxis die rechtswidrig ist. Deshalb haben wir die unterschiedlichen städtischen, gesetzlichen und tariflichen Regelungen nachstehend dargestellt.

Wie schaut es rechtlich aus?

Städtische Regelungen

In der Dienstvereinbarung zur gleitenden Arbeitszeit steht dazu wörtlich in Nr. 6.1 Absatz 3:

Wenn ein Beschäftigter aus berechtigten Gründen (z.B. Arztbesuch) sowie Krankheit die Arbeit ver-spätet beginnt bzw. verfrüht beendet, kann insgesamt nur die für diesen Tag maßgebliche Regelar-beitszeit eingetragen werden.

Nach der Dienstvereinbarung ist ein Arztbesuch folglich Arbeitszeit.

Nach der Allgemeinen Geschäftsanweisung der Stadt (AGA) Nr. 3.3.7 sind Arztbesuche in der Arbeitszeit auf dringende Arztbesuche beschränkt und „bedürfen der vorherigen Genehmigung der Dienststellenleitung“. Der Begriff „dringend“ ist nicht definiert und wird sehr unterschiedlich ausgelegt.

Stimmungsbild Arbeitszeit Daniel Herold Arbeitszeit

Tarifliche und beamtenrechtliche Regelungen

Im § 29 TVöD Arbeitsbefreiung steht:

Als Fälle nach § 616 BGB, in denen Beschäftigte unter Fortzahlung des Entgelts nach § 21 im nachstehend genannten Ausmaß von der Arbeit freigestellt werden, gelten nur die folgenden Anlässe:

Abs. 1 Buchstabe f) Ärztliche Behandlung von Beschäftigten, wenn diese während der Arbeitszeit erfolgen muss,

erforderliche nachgewiesene Abwesenheitszeit einschließlich erforderlicher Wegezeiten.

Dazu kommt noch folgende Niederschriftserklärung zum Tarifvertrag

Zu § 29 Abs. 1 Buchst. f:

Die ärztliche Behandlung erfasst auch die ärztliche Untersuchung und die ärztlich ver-ordnete Behandlung.

Bayerische Verwaltungsvorschriften zum Beamtenrecht (VV-BeamtR):

1.3.1.3 Wenn Beschäftigte aus einem anerkannt wichtigen Grund (z.B. infolge eines Unfalls, eines zu diesem Zeitpunkt auf Grund einer Erkrankung unumgänglichen Arztbesuchs, der Ausübung staatsbürgerlicher Pflichten oder öffentlicher Ehrenämter, der Wahrnehmung amtlicher, insbesondere gerichtlicher oder polizeilicher Termine, soweit diese nicht durch private Angelegenheiten der Beschäftigten veranlasst sind) mit Genehmigung des Vorgesetzten während ihrer Sollzeit abwesend sind, ist die Dauer der notwendigen Abwesenheit während ihrer Sollzeit auf die Arbeitszeit anzurechnen.

Gesetzliche Regelungen

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 616 Vorübergehende Verhinderung

Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Er muss sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, welcher ihm für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt.

Im „Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht“ steht unter Randnummer 11 und 12 zu § 616 BGB ein persönlicher Verhinderungsgrund (und damit Anspruch auf bezahlte Dienstbefreiung) liegt nur dann vor, wenn der Arztbesuch medizinisch notwendig war (akute Beschwerden) oder wenn der Arztbesuch zwingend in der Arbeitszeit erforderlich ist (z.B. bei ärztlich zwingend festgelegte Besuchstermine wie Blutabnahme oder Spezialuntersuchung, Arzt hat nur Sprechstunde in der Arbeitszeit). Liegen Sprechzeiten außerhalb der Arbeitszeit muss sich der Beschäftigte um einen derartigen Termin bemühen. Kommt der Arzt den Wunsch nicht nach besteht Anspruch auf bezahlte Dienstbefreiung.

Was gilt jetzt bei der Stadt?

Eindeutig gilt (nach dem Gesetz und nach dem TVöD zumindest für alle Tarifbeschäftigte, hier hat die Stadt nämlich kein Recht über die AGA eigenständige Regelungen zu treffen, die das Gesetz oder den Tarifvertrag einschränken) Arztbesuche und ärztlich verordnete Behandlungen, die in der Arbeitszeit erfolgen müssen, sei es weil keine anderen Termine möglich sind oder ich keine anderen Termine bekomme, sind einschließlich der notwendigen Wegezeiten Arbeitszeit. Der Beschäftigte muss aber auf Anforderung des Arbeitgebers nachweisen, dass dies so ist (z.B. durch ärztliche Bestätigung „ein anderer Behandlungstermin war nicht möglich“).

 

Impressum:

V.i.S.d.P.: C. Kleefeld, ver.di-Fachbereich Gemeinden, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Tel. 091123557107, Auflage 885 Stück, Redaktionsschluß, 15.11.2016. Die Kosten für den Druck wurden durch ver.di-Beiträge finanziert. Vielen Dank an alle ver.di-Mitglieder in der Stadtverwaltung. Nachdruck nur mit Genehmigung! Kontakt: roland.hornauer@stadt.erlangen.de

Neue Arbeitsplatzgestaltung bei der Stadt

Aqua-Style soll Offenheit und Transparenz steigern

Nach jahrzehntelangem Stilstand werden die städtischen Arbeitsplätze jetzt zunehmend offen und freundlicher gestaltet. Die „Kunden“ sollen gleich auf dem ersten Blick den Eindruck bekommen, sie sind hochwillkommen.

PR im Aqua-Style rh PR im Aqua-Style

Optisch soll dies mit viel Glas, einem sogenannten Aqua-Style, Pate stehen hierfür Aquarien und durchdachter Ortswahl erreicht werden. Los ging es mit dem Personalrat. Die freundlichen Kolleginnen Maria Birkmann und Frederike Kolb werden optisch sofort durch viel Glas präsentiert. Jede Besucherin, jeder Besucher geht deshalb wie auf Schienen gezogen auf das Aquarium zu und lässt sich mit seinem Anliegen gleich an die zuständige Person leiten. Natürlich hat der PR Amt 39 eingeschaltet und erhielt die Bestätigung alle Vorschriften zur Legehennenhaltung werden eingehalten.

Nächste Stelle die nach dem neuen Konzept gestaltet wurde, ist die Ausländerstelle im 2. Stock des Rathauses.

Ausländerstelle Aquarium mit Tresen rh Ausländerstelle Aquarium mit Tresen

Dort wurde ein Tresen komplett in ein Aquarium integriert. Dank der sehr schwer zu öffnenden Zugangstür wird der Aqua-Style auch nicht durch Beschäftigte oder „Kunden“ im optischen Gesamteindruck beeinträchtigt. Allerdings gefiel die bauliche Umsetzung nicht allen Beteiligten und es wurden noch kostenintensive Umbauten angeordnet.

Bei der Beihilfestelle gingen die Arbeitsplatzgestalter sogar einen Schritt weiter.

Beihilfestelle rh Beihilfestelle

Untergebracht in einen Ärztehaus in der Nürnberger Str. 15 können die Beihilfeberechtigten gleich direkt nach dem Arztbesuch die Arztrechnung bei der Beihilfe einreichen. Die Türen der Beihilfestelle sind zwar ständig verschlossen, aber durch Klingelbetätigung ist eine „Just in Time-Einreichung“ dank der gelungenen Ortswahl möglich. Natürlich sind die Arbeitsplätze der Beihilfestelle im Aqua-Style gehalten.

Aktuell letzter Bereich der umgestaltet wird ist das Personalamt im Rathaus.

Neuer Personalamtseingang für Beschäftigte rh Neuer Personalamtseingang für Beschäftigte

„Die komplette Neugestaltung des Eingangsbereiches symbolisiert“, so der Personalamtsleiter Gerhard Matuschke, „wie alle Anliegen der Beschäftigten im Personalamt aufgenommen werden. Die harte Wand ist erstes Ergebnis unseres Masterplan Personalmanagement“.

Für uns im Personalrat aktiv (V)

Wie angekündigt stellen wir in jeder Infoausgabe unsere Personalräte vor. Dieses Mal ist Marion Lyga dran. Marion ist seit der letzten Personalratswahl Ersatzmitglied für die ver.di Arbeitnehmervertreter im Stammpersonalrat. Ersatzmitglied heißt, immer wenn ein Personalrat verhindert ist rückt das Ersatzmitglied in den Personalrat nach und ist dann volles Personalratsmitglied mit allen Rechten. Bei 10 ver.di Personalräten treten Vertretungsfälle häufig ein. Sie arbeitete im Jugendamt, in der Abteilung Kindertagesstätten im Kindergarten Hans-Sachs-Str., der Flohkiste und ist unter der Tel. Nr. 440880 erreichbar.

1. Seit wann bist Du bei der Stadt Erlangen beschäftigt, und in welchem Bereich arbeitest Du?

Ich bin seit 1997 bei der Stadt Erlangen als Erzieherin. Zuerst war ich als Springerin eingesetzt, danach war ich einige Jahre im Kinderhort, und nach der Elternzeit bin ich in den Kindergarten „Flohkiste“ gewechselt nach Alterlangen.

Marion Lyga, Abt. Kindertageseinrichtungen, Nr. 34 GPR und Nr. 20 StPR rh Marion Lyga

2. Welche Ausbildung hast Du? – Hast Du bei der Stadt Erlangen gelernt?

Ich bin gelernte Erzieherin.

3. Was hat Dich bewegt, für den Personalrat zu kandidieren?

In den letzten Jahren kam viel Bewegung in unser Berufsbild durch gesellschaftliche Diskussionen und Änderungen. - Daran aktiv teilzunehmen und auch für Beschäftigte in dem Bereich mich zu engagieren, finde ich gut.

4. Hast Du damit gerechnet, daß Du gewählt wirst? Wie haben Deine KollegInnen reagiert?

Ich habe mich sehr sehr gefreut über so viele Stimmen. Danke! Ich kann seitdem zum Beispiel an einer Arbeitsgruppe im Personalrat für den Bereich KiTA teilnehmen.

5. Welche Kritikpunkte gibt es von Dir, wo sich für Beschäftigte bei der Stadtverwaltung dringend etwas ändern müßte?

Erstens weniger Bürokratie. Und auch die Erleichterung der Möglichkeiten für qualifizierte Weiterbildung für jeden in unserem Bereich. Gerade auf Grund der neuen Herausforderungen durch Inklusion und Integration sind nämlich Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in unserem Bereich dringend notwendig.

6. Was nervt Dich bei Deiner Arbeit manchmal?

Die vielen Nebentätigkeiten, die nicht zu unserer pädagogischen Arbeit gehören, wie z.B. Küchendienste, Desinfektionsarbeiten, bürokratische Arbeiten wie Inventarlisten führen und ähnliches. Ich würde mich freuen, wenn manche Verhandlungspartner der Arbeitgeber und der Gewerkschaft sich die Zeit nehmen, einige Tage in unseren Einrichtungen zu hospitieren.

Marion Lyga mL Marion Lyga

7. Liest Du regelmäßig? Welches Buch zur Zeit?

Ich lese sehr gerne, vor allem Geschichtliches und Biografien.

8. Machst Du Sport? – Hast Du Hobbys? – Wenn ja welche?

Ich fahre gerne E-Bike und gehe gerne schwimmen. Viele Jahre hat mich auch Western-Reiten begeistert.

9. Warum bist Du ver.di-Mitglied geworden?

Veränderungen und Verbesserungen sind in einer Gemeinschaft – also organisiert – besser umzusetzen.

 

Neues von Herrn L.

Vollverschleierung

Alle sind gegen die Vollverschleierung… - (nur nicht die deutschen, Schweizerischen, Liechtensteinerischen und Luxemburger Banken).

Liebe deutsche Hamsterer!

Endlich ist es soweit: nach vielen Jahren Hamster-Pause hat endlich wieder eine unbefristete und zukunftsträchtige Sammel-Saison für Sie begonnen, und Sie dürfen sich ab sofort Vorräte anlegen. Dazu nachfolgend das Wichtigste: Fragen Sie nicht nach den Gründen, warum Sie jetzt auf einmal wieder eine große Vorratskammer brauchen. Die weiß auch das Amt für Katastrophenschutz nicht. Es geht eher um eine Beschäftigungstherapie.

Werner Lutz ad Werner Lutz

Erbrecht

Zur Erbschaftssteuerreform wurde endlich ein tragfähiger Kompromiss erzielt: Erben von Firmen brauchen keine Steuern zahlen, wenn sie die geerbten Betriebe weiterführen und aus ihnen viel Profit abschöpfen. – Das geht am besten, wenn die Belegschaften die Erbschaftssteuer zahlen durch besonders niedrige Löhne.

Deutschlandtrend

Nach einer aktuellen Meinungsumfrage sind die wichtigsten Themen gegenwärtig Sicherheit, Rente und Armut. In großer, historischer Verantwortung ist es der Bundesregierung gelungen, dies in einem einzigen Satz treffend zu formulieren: „Mit Sicherheit macht Rente arm“.

 

Fakten gegen rechte Hetze (Teil 13)

 „Wo soll das alles hinführen?“

In eine bessere Zukunft für alle! Dafür braucht es zweierlei: Einerseits die Verbindung einer menschliche Aufnahme der Geflüchteten mit eine Demokratie- und Gerechtigkeitsoffensive in ganz Europa. Denn die aktuelle Situation ist auch eine Chance für Gewerkschaften, Flüchtlingsinitiativen, Verbände und soziale Bewegungen, die soziale Frage gemeinsam wieder auf die Tagesordnung zu setzen – für ein Europa, das eine bessere Zukunft für alle ermöglicht. Es braucht eine konsequente Bekämpfung von Fluchtursachen. Wir brauchen endlich eine Entmilitarisierung und rechtsstaatliche Kontrolle unseres Außenhandels: Waffenexporte müssen verboten werden. Zudem braucht es ein wirksames Unternehmensstrafrecht, das Praktiken wie Land-Grabbing und Lebensmittelspekulation verbietet und Verstöße entsprechend ahndet. Zudem braucht es eine Demokratisierung des Welthandels: Alle Handelsabkommen der EU müssen einen fortlaufenden menschenrechtlichen Prüfmechanismus enthalten, der die sozialen Auswirkungen der Abkommen, etwa auf die Ernährungs- und Gesundheitssituation in den Partnerländern, untersucht und gegebenenfalls Anpassungen ermöglicht. Und nicht zuletzt: Die deutsche Außenpolitik muss sich von Militäreinsätzen im Ausland verabschieden und die polizeiliche und geheimdienstliche Kooperation mit Diktaturen beenden. Die Maxime muss ein Politikwechsel hin zu einer nachhaltigen und auf Entwicklung und Frieden orientierten Außenpolitik sein: Keine Kriege für Rohstoffe und Einflusszonen.

 

Neues Rätsel – Auflösung

Im letzten Rätsel wollten wir wissen, welcher Kollege von seinem Arbeitsplatz direkt in seine Wohnung schauen kann. Es ist natürlich unser Werner Lutz.

Rätsel 1 2017 rh Rätsel 1 2017

Er kann nicht nur von seinem Büro in der Nägelsbachstr. 26 die Rückseite seiner Wohnung in der Nürnberger Str. 45 beobachten, sondern wenn er die Fluchttreppe benutzt, steht er gleich in seinem Hinterhof. Bei solchen Entfernungen zum Arbeitsplatz macht doch das Arbeiten viel Spaß. Im neuen Rätsel wollen wir wissen wo steht das abgebildete Kaufhaus?

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 19 / 2016 – Jugend ohne Sicherheit

Unternehmen und Verwaltungen schließen mit ihren Beschäftigten immer öfter befristete Arbeitsverträge. Besonders betroffen sind junge Männer und Frauen. Sie haben dadurch weder Sicherheit noch Planbarkeit. Und sie sind leichter erpressbar. ver.di meint: Befristungen müssen stark eingeschränkt, Befristungen ohne Sachgrund verboten werden!

  • Ver.di Wirtschaftspolitische Informationen 02 / 2016 – Digitaler Kapitalismus ohne Arbeit? 

Die Digitalisierung verändert weitreichend Inhalte und Strukturen von Wirtschaft und Arbeit. Doch ob es zu steigender Erwerbslosigkeit kommt und wie sich die Einkommensverteilung und der Sozialstaat entwickeln, ist keine technologische Frage, sondern eine der ökonomischen Entwicklung und der Kräfteverhältnisse zwischen Kapital und Arbeit. Produktivitätszuwächse müssen für höhere Löhne, kürzere und bessere Arbeit und eine Ausweitung gesellschaftlich notwendiger Dienstleistungen genutzt werden.

  • Positionspapier „Gerecht besteuern, in die Zukunft investieren - Steuerpolitische Eckpunkte des DGB zur Bundestagswahl 2017“

 

Billiger Faschingsgag

Das Nürnberger Prinzenpaar ist verschnupft!

 

Surfen 178

faKTeN KoMPaKT

Wie viele Beschäftigte werden in Deutschland nach Tarifvertrag bezahlt? Wie groß ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad in EU-Ländern? Die Datenkarte 2016 der Hans-Böckler-Stiftung liefert Zahlen und Fakten zur Mitbestimmung sowie Daten zur wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Lage. Die Karte gibt es gedruckt oder online als PDF. www.bit.ly/Daten2016

 

Kunst mit Satzzeichen (VIII – auf besonderen Wunsch einer jungen Dame wird die Reihe fortgesetzt, die Folge VII wurde am 20.11.2015 veröffentlicht)

Q Q
  °_

 

Der Rechtspopulist Rainer Wendt ist Vorsitzender EINER Polizeigewerkschaft, nicht DER

Diverse Medien tun häufig so, als gebe es nur eine Polizeigewerkschaft. Die Gewerkschaft, der Rainer Wendt vorsitzt, gehört dem Deutschen Beamtenbund an und hat 94 000 Mitglieder. VertreterInnen dieser Gewerkschaft führen Gespräche mit der AfD, Wendt war Interviewpartner der rechtspopulistischen Zeitschrift Junge Freiheit. Die größte Polizeigewerkschaft in Deutschland ist die „Gewerkschaft der Polizei“ mit rund 180 000 Mitgliedern. Die GdP ist seit 1978 Mitglied im DGB.

 

ANGEBOT

Aktiv-Card für aktive ver.di-Mitglieder

Wir haben von der Stadt einige "Aktiv-Cards für Ehrenamtliche" erhalten. 50% Ermäßigung gibt es damit auf alle Vorstellungen des Erlanger Theaterensembles (außer Vorstellungen zu Silvester), GVE-Konzerte, die Büchereiausleihgebühren, Museumsbesuche, Erste-Hilfe-Kurse des ASB und die Events des Kulturamtes Comicsalon, Figurentheater und Poetenfest. Mit der Card können zusätzlich die Erlanger Bäder zum ermäßigten Preis in Höhe von 1,50 Euro besucht werden, die Ausstellungen des Kunstpalais für 2 Euro (dafür wird man dort nicht naß). Wir wollen, dass möglichst viele unserer Aktiven in den Genuss kommen, deshalb sollte die Aktiv-Card mindestens 24 Stunden vorher vorbestellt und möglichst rasch zurückgegeben werden. Vorbestellungen sind unter der Tel.Nr. 86 2714 möglich.

ASP rh ASP

Culdur

ASP

21.10.2016, MUSICHALL STROHOFER, GEISELWIND

Wenn man zum ersten Mal ein Konzert in Geiselwind besucht, ist es nicht so einfach die MusicHall zu finden. Im Dunkeln war auf dem Parkplatz kein Hinweis zu erkennen und wir gingen zum erleuchteten Gebäudekomplex, gefolgt von einigen schwarzen Gestalten, die auch ratlos suchten und uns wegen unserer entschlossenen Körpersprache folgten. Nach erfolgloser Umrundung des Strohofer Hotels und der Eventhalle gingen wir in die andere Richtung und siehe da, unser kleiner Gothicumzug fand dann tatsächlich die MusicHall. Drinnen war es schon ziemlich voll und die solide rockige Vorband „Burn“ brauchte eigentlich nicht mehr Einheizen. Mit „GeistErfahrer“ eröffneten ASP, passend zur gleichnamigen, Tour einen heißen Saunaabend. Meister und Mastermind Alexander „ASP“ Spreng legte gleich heftig los und animierte immer wieder die Fans. Gut gelaunt legte er in seinen Ansagen immer wieder die Finger auf gesellschaftspolitische Übel. Seine erste Ankündigung „ich will nicht predigen, es geht um Songs“ hatte da wirklich nur bei den Songs bestand. Eindeutige Ansagen gegen Hass und Gewalt, gegen Rechts, „in der Spassgesellschaft gibt es ein paar Dinge die sind nicht so spassig“, für Nachhaltigkeit „tragt Trauer für die ausgeschlachtete Welt“, gegen blöde Fernsehwerbung und gegen Big Data, die Datensammelwut der Konzerne. So eindringlich ASP agierte, so ungewöhnlich gut hatte er seine Gothic-Jünger im Griff. Nach der Aufforderung „steckt die Smartphones in die Tasche, die Menschen hinter Euch wollen auch was sehen und benutzt die Hände fürs Klatschen“, wurde doch tatsächlich nicht mehr fotografiert und die Smartphones wurden nicht mehr bedient. Bis zur ersten Zugabe „Finger weg! Finger!“, bei diesem Song gab es endlich die Erlaubnis des Meisters, die geliebten Geräte wieder zu bedienen. Natürlich wurde gehorsam mitgesungen und auf Handzeichen hin mitgeklatscht. Bei Lied „Rücken an Rücken“, das den 2. Zugabeblock eröffnete, drehten sich alle folgsam um. Musikalisch war es dank der vier sehr guten Begleitmusiker ein sehr rockiger Abend, häufig war es mehr Neue Deutsche Härte als Gothic. Mittels elektrischer Samples wurden einige Songs neu und eher ungewöhnlich eingeleitet. ASP überraschen halt immer wieder. Ein Höhepunkt war das Konstantin Wecker Cover „Sage nein!“. Dank der viel eindringlicheren und härterer Version war es besser als das Original. Die Aussagen des Songs kamen so hart und deutlich rüber, auch dank des leidenschaftlichen Gesangs. Warum der Song gespielt wurde, machte ASP klar, „dass das Lied gesungen wird ist wichtiger als je zuvor“. Nach über 2 Stunden Dauerschwitzen in schlechter Luft kam mit „Ich will brennen“ der krönende Abschluss. Unterstützt durch Textschilder „Gegen Menschen verbrennen“, „Gegen Bücher verbrennen“, „Gegen Hexen verbrennen“ machte ASP deutlich, „nehmt Euch in acht, was aktuell in Deutschland passiert ist nur 2 cm davon weg, dass das finstere Alte wieder Einzug hält“. So ging ein schöner, gesellschaftskritischer schwarzer Abend zu Ende.

 

UNTER TAGE

JOHN HARVEY

KRIMINALROMAN

ARS VIVENDI VERLAG, 308 SEITEN, ISBN: 978-3-869-13723-0

Der 1938 geborene Engländer John Harvey hat bislang über 100 Westernromane und Krimis veröffentlicht. Bekannt wurde der Vielschreiber durch seine in Nottingham angesiedelte Krimireihe um den Polizisten Charlie Resnick. Er erhielt dafür mehrere Auszeichnungen, schickte aber zum Verdruss vieler Krimi-Fans 2008 Resnick in den Ruhestand, nach 11 Romanen und einigen Kurzgeschichten.

John Harvey Unter Tage av John Harvey Unter Tage

Jetzt gibt es mit „Unter Tage“ glücklicherweise einen Resnick-Nachschlag. Er ist zwar nicht mehr bei der Polizei beschäftigt, arbeitet ihr aber als Zivil-Beschäftigter zu. Während des Bergarbeiterstreiks 1984 verschwand in einen kleinen Ort in Nottinghamshire die junge Mutter und Streikaktivistin Jenny Hardwick spurlos. 30 Jahre später wird in dem Dorf eine einbetonierte Leiche entdeckt. Nachdem Charlie 1984 in dieser Gegend als Polizist arbeitete, wird er der Ermittlerin Catherine Njoroge, einer geborenen Kenianierin zugeteilt. Der Roman hat zwei Zeitschienen. Catherine und Charlie ermitteln in der Gegenwart parallel werden die Ereignisse vor 30 Jahren erzählt. Zum Ende hin wird die Geschichte aus Jennys Sicht erzählt. Harvey gelingt es mit „Unter Tage“ ein trauriges Kapitel der jüngeren englischen Geschichte fesselnd zu dokumentieren. Der Bergarbeiterstreik wurde 1984 gewaltig im wahrsten Wortsinn ausgetragen. Auf der einen Seite die Staatsmacht, aufgehetzt von der Politik der konservativen Premierministerin Margaret Thatcher, die brutal auf Streikende und Streikposten losging und die Gewerkschaft zerschlagen wollte. Auf der anderen Seite die Streikenden und die Gewerkschaft, die fast mit der gleichen Brutalität gegen Streikbrecher agierte. Der Streik hat bis in die Familien hinein die englische Gesellschaft gespalten. In den Dörfen und Städten wo der Streik stattfand gilt dies bis heute. Dies wird gerade auch am Schicksal der Streikaktivistin Jenny deutlich. Ihr Mann Barry war selbst Streikbrecher und wegen des Streiks ging ihre Beziehung in die Brüche. Wie gewohnt müssen sich die Akteure mit den Widrigkeiten des Lebens rumschlagen. Wie gewohnt versteht es Harvey meisterhaft gesellschaftspolitische Probleme fast zufällig anzusprechen. Beispielsweise wird am Rande deutlich, dass auch Resnick als Sohn polnischer Eltern genau wie Catherine ein britischer Migrant ist. „Unter Tage“ ist nach David Peaces „GB84“ der zweite große Krimi der während des Bergarbeiterstreiks spielt. Während „GB84“ die Vorkommnisse aus dem Blick der Gewerkschaftsführer und Gewerkschaft schildert, wird bei „Unter Tage“ die Perspektive der Staatsmacht deutlich. Beide Bücher zusammen, ergeben ein sehr plastisches Bild dieser Auseinandersetzung und sind unbedingt empfehlenswert.

ver.di-Info