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verdi-Info Nr. 7/2017

für die Stadtverwaltung Erlangen
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Info Nr. 7/2017 38. Jahrgang (seit 115 Jahren bei der Stadt aktiv!) vom 19. Juli 2017

Inhalt:

  • Since 1902
  • Geld für Beschäftigte ist da
  • 28.6.1902 unser Geburtstag
  • EGO Beratungstermine
  • Besoldungserhöhung für die städtischen Beamten
  • Termine und Veranstaltungen
  • Filosofen
  • 10 gute Gründe ver.di Mitglied zu werden
  • 26. Juli Betriebsgruppe
  • Vor 25 Jahren Arbeitskampf
  • Warum streikt der Arbeiter
  • Gründe für Rechtspopulismus
  • So ist es Recht
  • Kurz & knackig (Neues von Herrn L., Gratis Blumen, Preisrätsel, anfordern, surfen 184, Armut in Deutschland, Culdur – Leserbrief, Dream Theater, Filmtipp)

 

Ver.di seit 115 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

 

Geld zur Verbesserung der Arbeitssituation, der Arbeitsbedingungen oder für Vertretungskräfte ist da, die Ämter müssen es nur ausgeben!

Wenn es beispielsweise um die Anschaffung von Arbeitsgeräten, die die Arbeit erleichtern oder um die Anschaffung von ergonomischen Arbeitsmitteln geht, beginnen häufig sehr zeitaufwendige Verfahren, wer dies bezahlen muss. Insbesondere die Schwerbehindertenvertretung kann darüber zahlreiche Lieder trällern. Fieberhaft suchen die Ämter nach zentralen Töpfen, damit sie nicht „ihre“ Budgetmittel verwenden müssen. Eigentlich unverständlich, denn sowohl die Budgetmittel als auch die zentralen Töpfe sind Gelder der Stadt Erlangen. Noch unverständlicher wird diese Sparsamkeit zulasten der Beschäftigten, wenn man sieht, dass alle Ämter zusammen zurzeit auf einer Budgetrücklage von 5.596.095,86 Euro sitzen. 15 Ämter verfügen über eine sechsstellige Rücklage, das größte städtische Amt verfügt über mehr als 1,5 Mio. Euro. Mit diesen Rücklagen könnten auch bei Personalausfällen und/oder Überlastungssituationen kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte beschäftigt werden. Was ebenfalls weniger bekannt ist, nach Nr. 3.2.2 der Budgetierungsregeln für 2017 sind grundsätzlich die Fachämter für Stellenbesetzungen zuständig. Dies gilt auch für kurzfristige Beschäftigungen bis zu 6 Monaten außerhalb des Stellenplanes. Fazit, die Beschäftigten sollten künftig viel stärker Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitssituation einfordern! Die Informationen über die Budgetrücklagen der Ämter wurden in der öffentlichen Sitzungseinladung für den Haupt-, Finanz- und Personalausschuss des Stadtrates am 21.6.2017 (Tagesordnungspunkt 10 Budgetergebnisse 2016 – Anlage 4, S. 47 der Einladung) veröffentlicht. Die Vorlage ist weltweit über das Internet im Ratsinformationssystem abrufbar, kann aber natürlich auch bei uns angefordert werden.

28.6.1902 unser Geburtstag

Am 28.6.1902 trafen sich 25 mutige städtische Arbeiter im „Gasthaus zum schwarzen Adler“ und gründeten die Erlanger Ortsgruppe des „Verband der in Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter und Unterangestellten“. Mutig deshalb, weil die Obrigkeit mittels Spitzeln, wirtschaftlichen und politischen Druck versuchte die Gewerkschaftsgründung zu verhindern. Zum Glück setzten sich die Arbeiter erfolgreich zu wehr. Grund für die Gewerkschaftsgründung war die Willkür der städtischen Bauaufseher. Willkürlich schickten sie Arbeiter fort und diese erhielten damit keinen Lohn. Insbesondere wer nicht bereit war private Dienstleistungen für die Bauaufseher zu verrichten oder wer den Mund aufmachte, bekam keine Arbeit zugeteilt. Die Arbeit der jungen Gewerkschaft zeigte bald Erfolge. Am 30.4.1903 hat der Stadtmagistrat erstmals eine Arbeitsordnung für die Arbeiter des städtischen Bauamtes erlassen und damit erste Grenzen für die Willkür der Bauaufseher gesetzt.

Beratungsgutschein für ver.di Mitglieder rk Beratungsgutschein für ver.di Mitglieder

Neue Entgeltordnung (EGO) – Beratungstermine für ver.di-Mitglieder

Durch die Einführung der neuen EGO zum 1.1.2017 ändert sich für die Beschäftigten mit Ausnahme der Beschäftigten in EG 9 und EG 13 mit Zulage nichts. Sie bleiben so eingruppiert wie bisher. Voraussetzung für eine Höhergruppierung durch die EGO ist ein Antrag durch den Beschäftigten. Die Beschäftigten können bis 31.12.2017 einen entsprechenden Antrag stellen. Das heißt es bleibt genügend Zeit für eine eingehende Beratung durch die Gewerkschaft, ob sich eine neue Eingruppierung durch die EGO lohnt oder eher eine Verschlechterung durch den Wegfall von Besitzständen ist. Wird innerhalb 2017 ein Antrag auf Eingruppierung nach der neuen EGO gestellt, wird in allen Fällen rückwirkend zum 1.1.2017 höhergruppiert. Das heißt nicht stufengleich.

Beratungstermine in Erlangen

Die ver.di Sekretäre Christian Kleefeld und Frank Bess kommen an mehreren Tagen nach Erlangen, damit sich ver.di Mitglieder vor Ort beraten lassen können. An folgenden weiteren Tag finden Beratungen in den Räumen des Personalrates, Nägelsbach Str. 26, II. OG statt:

Freitag, 29.09.2017 von 9:00 – 16:00 Uhr.

Mittwoch, 18.10.2017 von 9:00 – 16:00 Uhr.

Wichtig, für die Beratung muss ein genauer Termin vereinbart werden. Die Koordination bzw. Terminvergabe macht Dietmar Radde (telefonisch 86 2420 oder per Mail dietmar.radde@stadt.erlangen.de). Wir bitten um rasche Anmeldung. Bei der Anmeldung teilen wir mit, welche Angaben für eine qualifizierte Beratung unbedingt erforderlich sind.

 

ver.di-Beamtenaktion zur Tarif- und Besoldungsrunde der Länder 2017 Nora Peter  – Hannover, 13.02.2017

Besoldungserhöhung 2017 für die städtischen Beamten

Am 21.6.2017 hat der Bayerische Landtag das Gesetz beschlossen, mit dem das Tarifergebnis im Länderbereich zumindest mit der tabellenwirksamen Erhöhung der Gehälter auf den Beamtenbereich übertragen wird.

Ab 01.01.2017 erhalten alle Beschäftigten 2,0 Prozent – mindestens 75 Euro ohne Beschränkung auf einen Grenzbetrag und ab 01.01.2018 nochmals eine Erhöhung von 2,35 Prozent.

Nach der Zusage von Finanzminister Söder, das Ergebnis im Tarifbereich „eins zu eins“ hinsichtlich Zeitpunkt und Wirkung auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen, wurde zudem eine Einmalzahlung von 500 Euro beschlossen. Im Tarifbereich wurden neben der tabellenwirksamen Erhöhung weitere Verbesserungen erreicht, die durch die Einmalzahlung für die Beamtinnen und Beamten ausgeglichen werden sollten.

Ver.di hatte gefordert, im Beamtenbereich ebenso strukturelle Verbesserungen vorzunehmen, so hätte man z.B. die Sonderzahlung prozentual anheben können. Dieser Forderung wurde nicht entsprochen. Das Ergebnis ist dennoch erfreulich. Die aktuellen Besoldungstabellen können bei uns angefordert werden.

Aktion zur Tarif- und Besoldungsrunde der Länder 2017 Nora Peter Wer Beamte quält ...  – ... wird nicht gewählt

Termine & Veranstaltungen

Mal was Anderes? - Ein Theaterstück zur AfD in Kooperation mit dem Gostner Hoftheater

Montag, 04.09.2017, 20 Uhr
Hubertussaaal Nürnberg, Dianastraße 28

ACHTUNG! Wir haben ein begrenztes Kontingent an kostenfreien Karten für ver.di-Mitglieder. Interesse? Bitte Mail an ulli.schneeweiss@verdi.de unter Angabe der Mitgliedsnummer(n)
regulärer Vorverkauf unter https://gostner.de/vorverkaufsstellen/kartenreservierung

"Die tragikomische Wirklichkeit des AfD-Programms"

Theater Odos / Münster

Bei der Lektüre des Parteiprogramms der AfD weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Beispielsweise mutet die Theorie, dass CO2 eine für das Pflanzenwachstum wichtige Substanz und daher der Klimaschutz pure Panikmache ist, komisch an. Dagegen tauchen in fast jedem Programmpunkt Migration, Migranten und Flüchtlinge als Problem auf: in der Familienpolitik und sogar im Tierschutz. Dass eine Partei, die nachweisbar zwischen Wahn und Wahnsinn agiert und deren Programm voller Hass steckt, von immer mehr Menschen gewählt wird, ist - gelinde gesagt - erschreckend.
Man kann sich nun über die vermeintliche Dummheit der Wähler aufregen. Oder die politische und soziale Atmosphäre, in der die AfD ihre Erfolge feiert, analysieren, da die "Alternative" nicht aus dem Nichts entstanden ist. Denn die AfD schürt nicht nur Ängste. Vielmehr nutzt sie die Ängste aus, die seit der Wiedervereinigung und spätestens seit der Umsetzung der so genannten Hartz IV-Gesetze entstanden sind. Die einfache Antwort der AfD auf die Ängste lautet: Tradition, Tradition, und noch mehr Tradition. Die Frau wird auf die Rolle als Mutter und Hausfrau reduziert. Der Mann zum Alleinverdiener und Patriarchen. Migration ist Verrat am Volk. Windkraftanlagen verschandeln die Aussicht. Kohlekraftwerke sollen gebaut werden. Und und und...
Aber zwischen den Zeilen des Programms warten die Überraschungen für viele der heutigen AfD-Wähler: Wegfall des Arbeitslosengeldes I, Kürzungen der Sozialleistungen, unsichere Beschäftigungen...

 

Vormerken

Das Grillfest 2018 findet am 4. Mai im Garten der Erba-Villa statt.

Filosofen Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken mit Ende.

Pierre Littbarski

 

 

 

 

 

ver.di-Mitglied werden

Zehn gute Gründe

1  Weil faire Arbeitsbedingungen nur fair sind ver.di handelt für ihre Mitglieder gute Arbeitsbedingungen aus.

2  Weil auch im Streikfall die Kasse stimmt ver.di zahlt ihren Mitgliedern Streikgeld, um Einkommenseinbußen aufzufangen.

3  Weil Gekündigte kämpfen können Die ver.di-Arbeitsrechtsexperten beraten Mitglieder im Kündigungsfall. Zudem werden ver.di-Mitglieder deutlich seltener gekündigt als Nichtmitglieder.

4  Weil auch Eltern Rat und Schutz brauchen ver.di steht bei allen Fragen zu Mutterschutz, Kündigungsschutz und Rückkehr in den Job beratend zur Seite.

5  Weil man bei Mobbing nicht alleine ist ver.di hilft, sich wirkungsvoll zu wehren.

6  Weil fragen für Mieter nichts kostet ver.di bietet allen Mitgliedern gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund e.V. eine kostenfreie Erstberatung.

7  Weil die Steuererklärung kein Papierkrieg sein muss Wer dem Finanzamt kein Geld schenken will, bekommt als ver.di-Mitglied kostenlos Hilfe bei der Steuererklärung.

8  Weil Weiterbildung klug und erfolgreich macht Mitglieder können jährlich aus über 1.000 Seminaren, Veranstaltungen und Weiterbildungen auswählen.

9  Weil ver.di-Mitglieder für vieles viel weniger zahlen Partner aus den Bereichen Vorsorge, Versicherung, Finanzen, Reisen und Freizeit geben attraktive Sonderkonditionen.

10 Weil man mit anderen mehr erreicht und erlebt ver.di bietet viele Events und freut sich über das Engagement ihrer Mitglieder.

www.verdi.de/ueber-uns/mitglied-werden

 

Jetzt Mitglied werden! ver.di Mitglied werden

MITMACHEN

26. Juli ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2017 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Mittwoch 26. Juli, 17.00 Uhr, Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Thema ist u.a. die Tarifrunde 2018, zusätzlich gibt es ein Essen für die Grillfestaktiven.

 

Vor 25 Jahren längster Streik im öffentlichen Dienst

Vom 27.4. bis einschließlich 7.5.1992 fand der bislang längste Streik bei der Stadt Erlangen statt. Mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich täglich am Arbeitskampf. Zur Erinnerung veröffentlichen wir an dieser Stelle die Übersicht wo in Erlangen und Umgebung überall gestreikt wurde und eine Bewertung der Streiks. Beides wurde im ÖTV-Infos Nr. 9/1992 vom 14.5.1992 veröffentlicht.

 

ÖTV-Info Nr. 9/1992 (I) rh ÖTV-Info Nr. 9/1992 (I)
ÖTV-Info Nr. 9/1992 (II) rh ÖTV-Info Nr. 9/1992 (II)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum streikt der Arbeiter?

In einer englischen Wochenzeitung im Jahr 1911 wurde diese Frage gestellt. Die preisgekrönte Antwort war folgende:

"Als Arbeitnehmer befinde ich mich im Besitz einer einzigen marktfähigen Ware und das ist meine Arbeitskraft. Ich beanspruche das Recht, diese Ware zu ihrem Marktwert zu veräußern und suche, wie es ja mein Arbeitgeber auch mit seinen Waren hält, den möglichst hohen Preis dafür herauszuschlagen. Ferner trete ich, wiederum in Übereinstimmung mit den Methoden meines Arbeitgebers, einer Vereinigung bei, die den Preis, zu dem meine Arbeitskraft verkauft werden kann, festsetzt. Wir, die Mitglieder dieser Vereinigung, verpflichten uns, unsere Arbeitskraft nicht unter diesem Preis zu verkaufen. Das Recht, diese Methode anzuwenden, bestreitet mir mein Arbeitgeber, während er sie unbehindert befolgt und anwendet. Wenn ich seine Ware nicht mit dem von ihm festgesetzten Preis bezahlen will, erhalte ich sie nicht, und wenn er mir den festen Preis für meine Ware nicht zahlen will, erhält er diese auch nicht.
Ich streike!"

 

Impressum:
V.i.S.d.P.: C. Kleefeld, ver.di-Fachbereich Gemeinden, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Tel. 091123557107, Auflage 875 Stück, Redaktionsschluß, 11.5.2017. Die Kosten für den Druck wurden durch ver.di-Beiträge finanziert. Vielen Dank an alle ver.di-Mitglieder in der Stadtverwaltung. Nachdruck nur mit Genehmigung! Kontakt: roland.hornauer@stadt.erlangen.de

 

Einige der Gründe für Rechtspopulismus / AfD

Die Ursache dafür, dass es überhaupt ein gesellschaftliches Klima geben konnte, in dem man den Höckes und Petrys plötzlich zuhört, ist das Ergebnis einer Politik, die aus selbstbewussten Kumpels erpressbare Leiharbeiter gemacht hat, die Niedriglöhner gegen Erwerbslose ausspielt, die soziale Spaltung befeuert und statt die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen, Menschen zu hoch flexibilisierten Individualisten trimmt, die allein verantwortlich für ihr Schicksal und ihr Scheitern sein sollen. Die Schere zwischen Arm und Reich ist größer als in vielen anderen Industriestaaten. Die Zahl der Superreichen und ihr Vermögen nehmen permanent zu. Auf der anderen Seite wachsen aber auch die Gruppe der Einkommens- und Vermögensschwächeren und die Gruppe, die von Armut bedroht ist.

Bernd Riexinger, Vorsitzender der Linkspartei

 

So ist es RECHT

LOHNZAHLUNG: BEI VERSPÄTUNG SIND 40 EURO FÄLLIG

Ein Arbeitgeber, der Arbeitslohn verspätet oder unvollständig auszahlt, hat der/dem Beschäftigten einen Pauschal-Schadensersatz in Höhe von 40 Euro zu zahlen.

Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 22. November 2016 – 12 Sa 524/16

 

So ist es RECHT

Pausenzeit: Kurze Überschreitung ist kein Betrug

Legt sich ein Arbeitnehmer bereits einige Minuten vor Beginn der Pause hin, so rechtfertigt dies auch nach einschlägiger Abmahnung nicht eine fristlose Kündigung. Nicht jede Nichteinhaltung der Pausenzeit ist ein Arbeitszeitbetrug.

Arbeitsgericht Siegburg, Beschluss vom 3. Mai 2017 – 4 BV 56/1

Werner Lutz wl Werner Lutz  – Werner Lutz

Neues von Herrn L.

Umbenennungs-Laudatio

„…und so ehren wir hiermit unseren Alt-Bundeskanzler mit einer ihm angemessenen Platz-Umbenennung auch in unserer Stadt. In diesem Sinn freuen wir uns, verehrte Bürgerinnen und Bürger, ihn für seine herausragenden Verdienste beim professionellen Umgang mit Geld – in Zusammenhang mit der größten kriminellen Parteispendenaffäre Deutschlands - zu ehren und einen perfekt passenden Ort in unserer Stadt nach ihm zu benennen. – Unsere hiesige Strafvollzugsanstalt heißt ab sofort „Helmut-Kohl-Knast“.

 

Blumen gratis – einfach bei uns anfordern

Im Rahmen der ver.di Kampagne Rente stärken, www.rente-staerken.verdi.de, wurden auch die nachstehend abgebildeten Kärtchen mit Blumensamen erstellt. Wir haben einige und würden sie gerne an Kolleginnen und Kollegen verschicken. Mit diesem Info wird auch die ver.di publik extra zum Thema Rente verschickt.

wachsen lassen ver.di wachsen lassen

Neues Rätsel – Auflösung

Beim Rätsel wollten wir, dass der Satz über die bildlichen Hinweise vervollständigt wird. Die Lösung war: „Schale Witze kommen dem ver.di-Info nicht in die Tüte.“ Scheinbar war die Aufgabe für städtische Verhältnisse zu schwierig, denn uns erreichten kaum richtige Einsendungen. Deshalb fragen wir wieder wo steht das abgebildete Gebäude und welchen Zweck dient es?

Rätsel 7/2017 rh Rätsel 7/2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Comic: „Das Gerechtigkeits-Update“

Mit über 30 beteiligten Organisationen hat sich ein Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“ gebildet und am 28.03.2017 in einer Pressekonferenz mit Frank Bsirske und anderen seine Forderungen präsentiert. Weitere Infos dazu findet Ihr auf www.reichtum-umverteilen.de

Das Bündnis hat unter wesentlicher Beteiligung von ver.di einen bunten Comic im DIN A6-Format produziert, um die Anliegen des Bündnisses populär und öffentlichkeitswirksam in großer Auflage zu verbreiten.

  • Zeitplaner für das Schuljahr 2017/2018

Alle verdi-Mitglieder aus dem Sozial- und Erziehungsdienst, die in Erziehungs-, Bildungs- oder Betreuungseinrichtungen arbeiten, haben den beliebten Zeitplaner in diesem Jahr rekordverdächtig früh, nämlich in der 1. Juli-Woche, zugeschickt bekommen. Alle Mitglieder, die keinen bekommen haben und diesen gerne hätten, bitten wir um kurze Rückmeldung. Auf den ersten Seiten des Zeitplaners wird über unsere Gewerkschaftsarbeit informiert. Themen sind dieses Mal die aktuelle Situation in Kitas, Luxus-Kitas, Inklusion und deren Umsetzung in Kindertagesstätten und der Fachkräftemangel.

  • Ver.di Wirtschaftspolitische Informationen 3 / 2017 – Ungleiches Deutschland 

Warum wird die soziale Spaltung tiefer? Seit drei Jahrzehnten nimmt die Ungleichheit der Einkommens- und Vermögensverteilung zu. Hintergründe sind die Ausweitung von atypischer Beschäftigung und Niedriglöhnen, die Schwächung der Gewerkschaften und Tarifverträge und der neoliberal bestimmte Umbau des Sozialstaats. Die Alternativen sind klar: Stärkung der Gewerkschaften, Neuordnung des Arbeitsmarktes, gerechte Steuer- und Sozialpolitik

 

Armut in Deutschland. Unabwendbar oder politisch gewollt?

Das Thema Armut mit all seinen Facetten beschäftigt uns schon seit langem und Armut nimmt selbst in unserer reichen Gesellschaft zu. Frauen sind davon in besonderem Maße betroffen – und zunehmend auch Kinder.

„Vor einer Therapie steht die Diagnose – vor einer Wahl die Analyse. Was hat uns die Politik in den letzten Jahren gebracht? Mit Blick auf Kinderarmut, dem Armutsrisiko für Alleinerziehende, der Perspektivlosigkeit für Jugendliche und der Armut im Alter, geben die ver.di-Frauen Mittelfranken in der Broschüre „Armut in Deutschland.“ gesammelte Eindrücke wieder und liefern interessante Fakten. Armut ist abwendbar, scheint aber politisch gewollt zu sein.

„Wollen wir diese Politik, die Wirtschaftswachstum nur für Wenige generiert und Viele an die Grenzen der Armut treibt?“ – NEIN! sagen ver.di-Frauen und plädieren für einen Richtungswechsel in der Politik.“

Eine gute Übersicht und kompakte Infos zu wichtigen Aspekten des Themas – insbesondere, aber nicht nur – aus der Frauenperspektive gibt die Broschüre auf 126 Seiten!

 

Surfen 184

Die Broschüre Armut in Deutschland des ver.di Bezirksfrauenrat Mittelfranken kann auch elektronisch abgerufen werden, http://frauen.verdi.de/themen/gute-arbeit-gestalten/++co++0402f12e-5cd0-11e7-8f4a-525400423e78 oder http://mittelfranken.verdi.de/gruppen/frauen

 

Kunst mit Satzzeichen (XII)

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(steile schiefe Ebene)

 

Deutsch Boarisch Frängisch

Das Bier a Bia  s Bier

Dream Theater rh Dream Theater

CULDUR

Leserbrief

Zum Beitrag über Rock Meets Classic erhielten wir vom abgebildeten Mitglied der Betriebsrockgemeinschaft folgenden Leserbrief:

Bei aller Liebe zum Schreiben und es mag sein, dass gesellschaftspolitische Aussagen fehlten. Doch von meiner Seite aus muss ich sagen: ich war angenehm überrascht, es war Unterhaltung, ich war eingeladen und sicherlich träumte so manch einer von vergangenen Zeiten und erinnerte sich an manch Liebeleien etc..

Und nach ein für mich anstrengenden Tag war es Entspannung und es hat mir persönlich gut getan und ich vermisste nicht, das Zeitkritische, Trump, Erdogan, Bochum etc..

Das hat mich vorher genug beschäftigt, nein ich wollte abschalten – genießen und das ist in diesen Stunden geschehen.

DREAM THEATER

12.5.2017, EVENTZENTRUM STROHOFER, GEISELWIND

Das riesige und von der Architektur scheußliche Eventzentrum, es ist eine Mischung aus oberbayerischen Stadl und Wellblechhütte, war nur leidlich gefüllt, als die Progrock Helden riefen. Ohne Vorband enterten Dream Theater ziemlich pünktlich die Bühne und begannen mit „The Dark Eternal Night“ vom 2007 erschienen Album „Systematic Chaos“. Ein für Dream Theater eher kurzes Stück und Frontmann James LaBrie konnte sein „Hello Geiselwind“ gleich loswerden, später fragte er dann gut gelaunt, „Who the Hell is this Place, a Music Park?“. Es dauerte etwas bis mit „Our New World“ von der letzten CD das erste richtig lange Stück mit ausgedehntem Gitarrensolo angestimmt wurde. In der ersten Stunde wurden meist neuere Stücke gespielt. Irgendwie passten sie nicht zusammen und Stimmung kam erst so richtig auf, als bei dem Heavy Metal-Song „As I Am“ ein Ausflug nach Metallica`s „Enter Sandman“ unternommen wurde. Nach fast genau einer Stunde verließen Dream Theater die Bühne für eine etwas längere Pause. Anschließend ging es eigentlich erst richtig los, wurde doch das vor 25 Jahren veröffentlichte Album „Images and Words“, es war der Durchbruch der Band, komplett in der ursprünglichen Songfolge gespielt. Schon die ersten drei Songs, ihren Hit „Pull Me Under“, „Another Day“ mit langen Keyboard Solo von Jordan Rudess, dessen rumgehampel am beweglichen Keyboard aber albern wirkte und „Take the Time“ mit ausgedehnten Gitarrensolo von John Petrucci, zeigten, warum Dream Theater zu den Spitzenreitern der Prog Rock Liga zählen.

Dream Theater rh Dream Theater

Die alten Songs machten aber auch deutlich, wie wichtig die ausgeschiedenen Mitglieder, wie der Urkeyboarder Kevin Moore für Kompositionen und Arrangements der Songs waren. Als nicht endende wollende Zugabe gab es noch die 1995 erschienen EP „A XChange of Seasons“. Die 7 Kapitel der EP wurden ausgiebig zelebriert und alle Fünf konnten zum Schluss noch mal ihr exzellentes musikalisches Können unter Beweis stellen. Insgesamt eine feine, aber mit 65 Euro doch teure, gut dreistündige, inclusive der Pause, Progrockmesse in der Geiselwinder Hütte. Ausschnitte des Konzerts hat „Peter der Erlangen“ in youtube eingestellt, https://youtu.be/f6cTnr64Fj0 .

 

Filmtipp

Höchst wirkungsvolle Dramaturgie

"Deportation Class" ist sachlicher Dokumentarfilm. Carsten Rau und Hauke Wendler schildern die Abschiebungs-Serie in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 am Beispiel zweier albanischer Familien. Die Behördenvertreter beschreiben ihre Arbeit. Im Gegenschnitt dann die Statements der Abgeschobenen. Eine unspektakuläre, hier aber höchst wirkungsvolle Dramaturgie. Während Polizist Martin Tramp kommentiert: "Soweit ist die Lage unter Kontrolle", schneiden die Filmemacher um auf den 18-jährigen Elidor im Bus, der ihn zum Flughafen bringen wird, von wo aus es zurück nach Albanien fliegen wird.

Mit dem Flugzeug werden viele abgeschobene Flüchtlinge in ihr Herkunftsland zurück gebracht.

Elidor hat sein Gesicht in den Händen vergraben. Seiner Familie droht in Albanien wegen einer Blutrache der Tod. Für die Behörden war das kein Grund, Asyl zu gewähren. Solche Schicksale lässt Einsatzleiter Martin Tramp vom "Zuführkommando" nicht an sich herankommen: "Das ist keine Belastung, das ist unser Dienst, das ist das, was wir machen. Dazu sind wir eingeteilt, das nehmen wir emotionslos hin. Also, wir dürfen, können und werden auch keine Emotionen zeigen. Das ist Recht und Gesetz; die sind ausreisepflichtig und das gilt es umzusetzen."

Entmenschlichung durch Sprache

Das alles läuft - wie gesagt -  gemäß deutscher Gesetzgebung ab. Legal! Aber auch legitim? Carsten Rau und Hauke Wendler besuchen nach der Abschiebung in Albanien schließlich noch Gezims Familie, deren Traum von einem besseren Leben in Deutschland zerplatzt ist. So bekommen die Menschen ein Gesicht, ein Schicksal, eine Würde, die im Amtsdeutsch eliminiert wird, wenn die Polizisten am Abschiebe-Flughafen davon reden, dass "die Zahlen ordnungsgemäß" geliefert worden seien. Er meint damit die Menschen, die an diesem Tag abgeschoben werden. So funktioniert Entmenschlichung durch Sprache.

In seinen letzten Bildern widmet sich "Deportation Class" Elidor und seiner Familie in Albanien. Wir sehen, wie die beiden Brüder, ihre Schwester und ihre Mutter mit den Koffern das Haus ihrer Tante verlassen müssen, weil auch die sich vor der Blutrache fürchtet. Mit dem quälenden Abschlussbild dieser herausragenden Doku "Deportation Class" blicken wir Zuschauer in die Abgründe deutscher Asylpolitik und ihrer Abschiebepraxis.

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