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verdi-Info Nr. 11/2018

für die Stadtverwaltung Erlangen
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Info Nr. 11/2018 40. Jahrgang (letztes Info im Jahr) vom 12. Dezember 2018

 

Inhalt:

  • Rück- und Ausblick
  • Bezirkskonferenz
  • Landesfachbereichskonferenz
  • Filosofen
  • Betriebsgruppe am 22.1.
  • Wir bei Instagram, Servicezentrum
  • JAV Wahl am 15.1. – Unsere Kandidatinnen
  • DGB-Broschüre zum Thema Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienstag
  • 40 Jahre ver.di-Info
  • Spitzensteuersatz
  • Kurz & knackig (u.a. Neues von Werner, Bilderrätsel, diese IT, aus dem Bayerischen Ministerrat vom 11.12.1948, Wandkalender für lau, Nobelpreis für Unsinn, anfordern, surfen 199, keine Weihnachtsgeschenke für städtische Beschäftigte, Culdur mit Konzertberichte SWMRS und Motorpsycho)

Liebe Kollegin,

lieber Kollege,

an dieser Stelle wie jedes Jahr ein kleiner Rück- und Ausblick. An erster Stelle steht da natürlich die erfolgreiche Tarifarbeit der letzten Monate und Jahre. Gewerkschaften wurden gegründet, damit Beschäftigte über den Zusammenschluss ihre Arbeitsbedingungen mittels Tarifverträge verbessern können. Ver.di war und ist hier sehr erfolgreich. Die spürbare finanzielle Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst (2015), der volle Erhalt der Zusatzversorgung (2016), die Einführung der Entgeltordnung (2017), seit 1.3.2017 wird erstmals im früheren Angestelltenbereich stufengleich höhergruppiert und die neuen Gehaltstabellen (2018) sind eindrucksvolle Verbesserungen. Verbesserungen die für ver.di-Mitglieder vertraglich geregelt wurden. Alle Nichtgewerkschaftsmitglieder können über einen ver.di Beitritt umgehend Anspruch auf die tariflichen Leistungen geltend machen.

Unser schönes neues Transparent rh Unser schönes neues Transparent

2018 war auch geprägt durch die Organisationswahlen. In Mitglieder- und Delegiertenversammlungen wurden und werden alle ver.di Gremien neu gewählt und über die Gewerkschaftsarbeit diskutiert. Wir gehen gestärkt aus diesen Wahlen und sind jetzt noch stärker in den überörtlichen Gremien vertreten. Dies kommt unserer Arbeit vor Ort zu gute.

Das Klima innerhalb der Stadtverwaltung ist rauer geworden. Die Zahl der Krankmacher, Führungskräfte wegen denen Beschäftigte ernsthaft und lange erkranken, nimmt zu. Ein weiterer Grund sich zu organisieren. Dem stehen Bereiche gegenüber, wo versucht wird gute Rahmenbedingungen und ein gutes Betriebsklima zu schaffen und zu erhalten. Diese gilt es zu stärken.

Jeder kann sich an unserer Gewerkschaftsarbeit beteiligen. Unsere monatlichen Betriebsgruppensitzungen sind keine Geheimtreffen, sondern offen für alle Interessierte. Die Termine werden im Internet und in dieser Betriebszeitung veröffentlicht. Das ver.di-Info erscheint im 40. Jahr und dürfte damit bundesweit zu den ältesten regelmäßig erscheinenden Betriebszeitungen gehören. 2018 waren es 11 Ausgaben mit insgesamt 90 (!) Seiten. In einer Serie wollen wir ab dieser Ausgabe an „Highlights“ unseres ver.di-Infos erinnern.

Die Schwerpunkte für 2019 stehen fest. Zu Beginn gilt es im Rahmen der Ländertarifrunde die Besoldung im Beamtenbereich deutlich zu verbessern. Nach der letzten Tarifrunde besteht hier Nachholbedarf. Auf Bundesebene werden die Organisationswahlen fortgesetzt. Ebenfalls fortgesetzt muss das Engagement zur Verbesserung der städtischen Arbeitsbedingungen werden.

Gemeinsam

Erfolgreich sind wir nur gemeinsam. Dafür brauchen wir jedes ver.di-Mitglied. Gewerkschaften sind das Beste was die Beschäftigten haben. Ohne Gewerkschaft gibt es keine Tarifverträge. Ohne Gewerkschaft wären die Beschäftigten auf die Gnade des Arbeitgebers angewiesen. Ohne Gewerkschaften gäbe es keine 30 Tage Urlaub und wir müssten an 6 Tagen in der Woche insgesamt über 48 Stunden arbeiten und, und, und. Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen ein fröhliches und erholsames Weihnachtsfest und ein gesundes und möglichst friedvolles neues Jahr 2019!

Roland Hornauer

Für die ver.di-Stadtverwaltung

Orga-Wahlen 2018 ver.di Orga-Wahlen 2018

Konferenzberichte

2018/2019 finden bekanntlich die ver.di-Organisationswahlen statt. Auf allen Ebenen werden die gewerkschaftlichen Gremien neu gewählt und über die künftige Arbeit diskutiert. Über die Mitgliederversammlungen bei der Stadt und im Ortsverein Erlangen haben wir schon berichtet. Im November fanden die Konferenz für den Bezirk Mittelfranken und die Landesfachbereichskonferenz Bayern statt.

Ver.di-Bezirkskonferenz am 10.11.2018

An der Bezirkskonferenz Mittelfranken, unter dem Motto „ZUKUNFTSGERECHT“, nahmen Delegierte aus den 13-Ver.di-Fachbereichen, sowie aus den Ortsvereinen teil. Aus Erlangen waren für den OV Roland Hornauer (Stadt Erlangen), sowie Verena Hofbauer und Petra Rothe (Universität Erlangen-Nürnberg), für den Fachbereich 7 (Gemeinden) Iris Schubert dabei.

Auf der Tagesordnung standen die Wahlen des/der, Bezirksvorsitzender, der Stellvertreter, sowie des restlichen Bezirksvorstands, die Wahl von Delegierten zur Landesbezirkskonferenz im März, die Nominierung von zwei Mitgliedern und deren Stellvertretung für den Landesbezirksvorstand und die Wahl von 9 Delegierten sowie deren Stellvertretungen zum Bundeskongress in Leipzig im September 2019.

Iris und Roland unsere Delegierten rh Iris und Roland unsere Delegierten

Neben vielen anderen wünschte auch der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik der Konferenz in einem schriftlichen Grußwort einen guten Verlauf: „….Betriebsräte und Gewerkschafter sind heute so wichtig wie eh und je….Verdi vertritt – auch im Erlanger Rathaus – engagiert die Interessen und Belange der Beschäftigten und leistet damit wichtige und wertvolle Arbeit natürlich für die Mitglieder und die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, letztlich aber auch für die Stadt und ihre Bürgerschaft insgesamt….“

Nachdem der Bezirksvorstand seinen Geschäftsbericht abgegeben hatte und die ausscheidenden Mitglieder verabschiedet wurden, folgte ein Impulsreferat von Karl-Heinz (Charly) Brandl von der Bereichsleitung Innovation und Gute Arbeit des Verdi-Vorstands zum Thema: „Digitalisierung braucht ein menschliches Maß – Perspektiven gewerkschaftlichen Handelns“.

Als Verdi-Bezirksvorsitzende Mittelfranken wurde Elke Härtel wiedergewählt, ihre Stellvertreter wurden Birgit Nebl-Doser und Florian Mader. Aus Erlangen sind Iris Schubert für den Fachbereich 7 und Roland Hornauer für den Ortsverein Erlangen im neuen Bezirksvorstand vertreten. Roland Hornauer wurde außerdem als Delegierter zum Bundeskongress gewählt.

Den Abschluss der Konferenz bildete die Antragsberatung:

34 von der Basis gestellte Anträge aus den Bereichen Satzungs- und Organisationspolitik, Gewerkschafts- und Gesellschaftspolitik, Finanzen, Organisation und Personal, sowie Tarif- und Besoldungspolitik wurden beraten und zur Bearbeitung oder Weiterleitung verabschiedet, u.a. die Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft in Ver.di und der AfD, deutliche Erhöhung des Mindestlohns, arbeitszeitpolitische Grundsatzdebatte und Erarbeitung von Konzepten zur Durchsetzung von Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich und viele weitere mehr.

 

Landesfachbereichskonferenz

Am 20. November fand in Nürnberg die Konferenz des ver.di-Fachbe-reichs Gemeinden mit Neuwahlen zu den Gremien statt. Als Vorsitzender des Fachbereichs wurde wieder Roland Hornauer bestätigt.

Roland Hornauer beim Geschäftsbericht, links Landesfachbereichsleiterin Brigitte Zach rh Roland Hornauer beim Geschäftsbericht, links Landesfachbereichsleiterin Brigitte Zach

Die Delegierten aus allen Bezirken Bayerns und Vertretungen der Berufsgruppen hörten Berichte über die Arbeit der letzten vier Jahre, diskutierten über die Ergebnisse und zogen Bilanz ihrer Arbeit. In dieser Zeit haben einer der intensivsten Tarifkonflikte, der mehrwöchige Streik im Sozial- und Erziehungsdienst, stattgefunden, aber genauso zwei erfolgreiche allgemeine Entgeltrunden für die Beschäftigten in den Kommunen, Landkreisen und Bezirken. Der Erhalt der Zusatzversorgung, die deutlichen Tarifsteigerungen, die Entgeltordnung, die stufengleichen Höhergruppierungen und die neue Tabelle sind vorzeigbare Tariferfolge. Der Fachbereich Gemeinden gehört mit fast 20.000 Mitgliedern zu den größten Fachbereichen in Bayern und im Bundesgebiet. "Wir können stolz darauf sein, dass wir in den letzten vier Jahren eine positive Mitgliederentwicklung hatten und jetzt fast 700 Mitglieder mehr zählen können", so Hornauer wörtlich in seinen mündlichen Geschäftsbericht.

Christine Behle und Wolfgang Pieper rh Christine Behle und Wolfgang Pieper

Christine Behle, Mitglied des Bundesvorstands von ver.di und mögliche künftige Bundesfachbereichsleiterin, referierte über die organisationsinternen Veränderungen in ver.di. Wolfgang Pieper, im Bundesvorstand von ver.di zuständig für die Tarifpolitik im öffentlichen Dienst, berichtete über die aktuellen Tarifverhandlungen und die möglichen bevorstehenden Themen. Wesentliche Themen werden dabei die Arbeitszeit, die Arbeitsbedingungen und Aspekte der Attraktivität der Beschäftigungsverhältnisse sein. Insbesondere zur Arbeitszeit gab Wolfgang Pieper einen ausführlichen Überblick, wie sich die Arbeitszeit im Laufe der Jahre durch tarifliche Regelungen verändert hat. Die ver.di-Mitglieder werden zur Frage welche Veränderungen der Arbeitszeitregelungen wollen wir angehen noch intensiv beteiligt. In der Antragsberatung wurde der Erlanger Antrag „Fachkräftemangel bedeutet generelles Umdenken aller Personalverantwortlichen – endlich“ beschlossen. Darin wird gefordert „Die Beschäftigungsfreundlichkeit – ähnlich die immer wieder eingeforderte Bürgerfreundlichkeit – muss zentrales Ziel aller im Personalbereich arbeitenden werden.“ In einen weiteren Antrag wird gefordert, dass sich die Arbeitgeber schützend vor ihre Beschäftigte stellen und ihnen eine größere Wertschätzung entgegenbringen.

Ich sehe einen positiven Trend: Tiefer kann es nicht mehr gehen.

Olaf Thon

2019 am Dienstag oder Donnerstag!

MITMACHEN

22. Januar ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2019 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Dienstag 22. Januar, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG.

 

Weiterer Social Media Auftritt, jetzt bei Instagram

Nach Facebook, „ver.di bei der Stadtverwaltung Erlangen“ eine bescheidene Gruppe, gibt es jetzt einen zusätzlichen Instagram-Account. Wer uns folgen möchte, einfach nach „verdi erlangen“ suchen und folgen, auch wenn es vielleicht nicht leichtfällt. Wer Ideen oder gar passende Bilder für unseren Auftritt hat, einfach an Volker Aschenbrenner oder Roland Hornauer mailen.

 

Neue Mailadresse vom ver.di Fachbereich Gemeinden

Allgemeine Anliegen und Anfragen können und sollen künftig an die Mailadresse fb07.mfr@verdi.de gerichtet werden.

 

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail service.bayern@verdi.de.

Logo Jav-Wahl ver.di Logo Jav-Wahl

JAV

Stadt Erlangen - Am 15.01.2019

wird gewählt!

 

Aktiv für unsere Interessen

Die Jugend– und Auszubildendenvertretung (JAV)

vertritt die Interessen der jugendlichen Beschäftigten und der Auszubildenden und Nachwuchskräfte, der Personalrat die Interessen aller Beschäftigten. Logisch also, dass die Zusammenarbeit von JAV und PR die Position der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber stärkt.

Als Auszubildende und junge Beschäftigte habt ihr eigene Interessen; und mit der JAV auch eine eigene betriebliche Interessensvertretung. Eine gute Ausbildung entscheidet über unsere beruflichen Perspektiven. Die JAV macht sich stark für Qualität. Sie kennt eure Rechte—und sorgt dafür, dass sie eingehalten werden. Sie unterstützt euch, wenn es Schwierigkeiten gibt.

Wählen gehen—

Für Ausbildungsqualität

Für Übernahme

Für Perspektiven

Der Punkt „sich um die Berufsausbildung zu kümmern“ hat bei der Stadt Erlangen stark an Bedeutung gewonnen. Zum einen muss die Unterstützungsfunktion des Bereiches Ausbildung im Personalamt für alle Azubis und AnwärterInnen deutlich ausgebaut werden. Zum anderen ist festzustellen, dass die Zahl der BerufspraktikantInnen und Optiprax in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.

Unsere Kandidatin Leona Schumm
Ich bin 23 Jahre alt und habe von 2012 bis 2017 meine Ausbildung zur Erzieherin an der Josef-Mayr-Nusser Fachakademie  gemacht. Seit September 2016 bin ich bei der Stadt Erlangen und arbeite dort in der Kindertageseinrichtung „Kriegenbrunner        Fröschla“. Ich Kandidiere für die JAV, um anderen bei Fragen oder Problemen hel-fen zu können.
is Unsere Kandidatin Leona Schumm Ich bin 23 Jahre alt und habe von 2012 bis 2017 meine Ausbildung zur Erzieherin an der Josef-Mayr-Nusser Fachakademie gemacht. Seit September 2016 bin ich bei der Stadt Erlangen und arbeite dort in der Kindertageseinrichtung „Kriegenbrunner Fröschla“. Ich Kandidiere für die JAV, um anderen bei Fragen oder Problemen helfen zu können.
Unsere Kandidatin Frederike Kolb.
Ich bin 24 Jahre alt und seit 2011 bei der Stadt Erlangen beschäftigt , wo ich von 2011-2014 meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten gemacht habe. Ich kandidiere für die JAV, weil die Auszubildenden unsere Kolleginnen und Kollegen von Morgen sind und ich sie daher in ihren Rechten unterstützen möchte.
is Unsere Kandidatin Frederike Kolb. Ich bin 24 Jahre alt und seit 2011 bei der Stadt Erlangen beschäftigt , wo ich von 2011-2014 meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten gemacht habe. Ich kandidiere für die JAV, weil die Auszubildenden unsere Kolleginnen und Kollegen von Morgen sind und ich sie daher in ihren Rechten unterstützen möchte.
Unsere Kandidatin Madelaine Knauer
Ich bin 23 Jahre alt und habe von 2013 bis 2018 meine Ausbildung zur Erzieherin an der Fachakademie in Baiersdorf gemacht. Seit dem Berufspraktikum 9/2017 bin ich bei der Stadt Erlangen. Ich arbeite in der Lernstube in der Goldwitzer Straße und möchte kandidieren, um die Auszubildenden zu unterstützen und das Arbeitsfeld Sozial– und Erziehungsdienst in der JAV zu repräsentieren.
is Unsere Kandidatin Madelaine Knauer Ich bin 23 Jahre alt und habe von 2013 bis 2018 meine Ausbildung zur Erzieherin an der Fachakademie in Baiersdorf gemacht. Seit dem Berufspraktikum 9/2017 bin ich bei der Stadt Erlangen. Ich arbeite in der Lernstube in der Goldwitzer Straße und möchte kandidieren, um die Auszubildenden zu unterstützen und das Arbeitsfeld Sozial– und Erziehungsdienst in der JAV zu repräsentieren.

In den Kindertagesstätten, der Verwaltung und den technischen Berufen ist verstärkt darauf zu achten, dass die Ausbildung im Mittelpunkt steht und Nachwuchskräfte nicht nur als billige Arbeits– und Hilfskräfte eingesetzt werden. Verbesserungsideen sind u. a. allen Auszubildenden (nicht nur in den Verwaltungsberufen) regelmäßige gemeinsame Treffen, um sich auszutauschen, gemeinsame Lernnachmittage, sowie die Teilnahme an einem Einführungsseminar zu ermöglichen. Um hier, sowie bei anderen ausbildungsrelevanten Themen Verbesserungen zu erreichen, bedarf es einer engagierten JAV, die gemeinsam mit dem Personalrat diese Punkte gegenüber der Stadt, dem Personalamt und den Einsatzstellen gerade auch im Jugendamt vertritt!

 JAV und ver.di-Jugend—

Ein starkes Team

Wo findet eine JAV Unterstützung, wer macht sie fachlich fit, woher kommt das rechtliche Know-how?

Am besten von Ver.di. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ist ein starker Partner für starke Jugend– und Auszubildendenvertretungen und starke Personalräte.

Unsere gemeinsamen Ziele und die gebündelte Kompetenz in Sachen Ausbildung und Übernahme machen wirkungsvolle Interessenvertretung möglich—in den Betrieben, in der Branche und in der Gesellschaft.

Schritt für Schritt zur JAV-Wahl ver.di JAV-WAHL

DGB-Broschüre zum Thema Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst vor
Erfahrungsberichte und Handlungsansätze
In Zeiten politischer Polarisierung und einer deutlich wahrnehmbaren gesellschaftlichen Verrohung steigt seit Jahren die Zahl der Übergriffe auf PolizistInnen. Doch auch andere Beschäftigte im Dienst der Allgemeinheit, etwa bei der Bahn, in Jobcentern oder Ordnungsämtern, in Krankenhäusern und Schulen sind betroffen. Der DGB zeigt nun in einer aktuellen Broschüre die Vielschichtigkeit des Problems auf, weist auf konkrete Handlungsmöglichkeiten hin und gibt Betroffenen eine Stimme.

Gewalt im Dienst: Kein neues, aber ein wachsendes Problem
Beleidigungen, Respektlosigkeiten und Gewalt im Dienst gehören für viele Beschäftigte in den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Dienstes inzwischen zum Alltag. Allerdings gewinnt das Thema vor dem Hintergrund weiter steigender Übergriffe an Brisanz. Es gibt mittlerweile kaum eine Berufsgruppe, die nicht betroffen ist. 2017 wurde mit 74.000 Angriffen auf PolizeibeamtInnen ein neuer Negativrekord erreicht (Quelle: PKS, 2018). Angriffe auf MitarbeiterInnen der Bahn in Zügen und Bahnhöfen haben seit 2012 von 900 auf 2.550 Übergriffe im Jahr 2017 drastisch zugenommen (Quelle: DB-Sicherheitsbericht, 2017). Dies gilt für andere Bereiche in ähnlicher Weise.

Die Gründe sind vielfältig und hausgemacht
Die nun in Berlin vorgestellte Publikation „Wider die Normalisierung. Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst und privatisierten Dienstleistungssektor“ des DGB trägt dieser Entwicklung Rechnung. Sie zeigt anhand aktueller Zahlen, Daten und Fakten die Vielschichtigkeit des Problems auf und macht deutlich: die Gründe sind hausgemacht. Personalmangel, unzureichende Aus- und Fortbildungen sowie schlechte Ausstattungen begünstigen Übergriffe deutlich. Ursächlich für Gewalt und Respektlosigkeiten sind aber vor allem die Prekarisierung von Arbeit sowie der Abbau des Sozialstaates und die damit verbundene gesellschaftliche Desintegration und Verrohung. Autoritäten und staatliche Repräsentanten werden nicht mehr als solche geachtet, der Respekt und die Hemmschwelle sinken. In der Konsequenz nehmen Gewalt und Brutalität zu.

Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst DGB Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Handlungserfordernisse sind klar
Die Broschüre weist daher auf konkrete Handlungsmöglichkeiten hin, wie Arbeitgeber, Dienstherren und Beschäftigte Gewalt konkret und strukturiert begegnen können. Dafür wurde mit Experten und der Unfallkasse Nordrhein Westfalen zusammengearbeitet.

Vor allem aber bietet die Publikation Betroffenen stellvertretend für viele weitere KollegInnen eine Plattform. In insgesamt neun Porträts berichten Beschäftigte aus den verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes und privatisierten Dienstleistungssektor von ihren Gewalterfahrungen und den aus ihrer Sicht nötigen Handlungserfordernissen, um dem Problem her zu werden.

Angesichts der zunehmenden Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, fordert der DGB: mehr Unterstützung durch die öffentlichen Arbeitgeber und Dienstherren sowie mehr Personal und eine bessere Ausstattung. Bei der Vorstellung der Broschüre machte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack deutlich: „Wir Gewerkschaften tolerieren keine Gleichgültigkeit. Wir tolerieren daher auch kein Schulterzucken bei der zunehmenden Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst.“ Übergriffe und Beleidigungen bezeichnete sie als Zeichen dafür „dass der gesellschaftliche Kitt bröckelt“. Gefragt seien deshalb nicht nur Arbeitgeber und Dienstherren, sondern mit Blick auf die gesellschaftlichen Verwerfungen insbesondere die Politik.

Die Broschüre kann bei uns elektronisch angefordert werden bzw. unter http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/organisation-und-bundesvorstand/++co++c6411c72-bb4b-11e8-9efa-52540088cada

runtergeladen werden.

Aus 40 Jahren ver.di-Info

 

Aus 40 Jahren ver.di-Info rh Aus 40 Jahren ver.di-Info

Zum Thema Spitzensteuersatz

In Wahrheit ist der Spitzensteuersatz ja nicht 42, sondern 45 Prozent und gilt erst für den Teil eines Single-Einkommens oberhalb von 260.000 Euro. 45 Prozent auf alles werden nie erreicht, weil für die erste Viertelmillion weniger als 39 Prozent fällig werden. Auch die gern als Spitzensteuersatz bezeichneten 42 Prozent ab rund 55.000 Jahreseinkommen eines Single gelten erst vom 55.001sten Euro an. Effektiv ist der Steuersatz bezogen aufs gesamte Einkommen bis dahin gerade einmal knapp 28 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag. Auf 42 Prozent vom Gesamteinkommen kommt ein Single deshalb erst ab circa 600.000 Euro im Jahr – Verheiratete ab 1,2 Millionen!

Sind Normalverdiener betroffen?

Nein, wer 54.950 Euro verdient, zahlt den Satz aber nur auf einen Euro. Das wird aber nicht erwähnt. In fast allen Medien heißt es dann, jeder Elfte zahle 42 Prozent.

Quelle: Norbert Walter-Borjans, ehemaliger NRW-Finanzminister

Werner Lutz ad Werner Lutz

Neues von Werner

Deutsche Beständigkeit

Wenn bei der Bekämpfung der Armut nicht über den Reichtum gesprochen wird, bleibt alles so, wie es ist.

Sozialbegrifflichkeiten

Seit vielen Jahren reden Politiker in Deutschland von einer „Sockelarbeits-losigkeit“. – Von der Höhe des vorhandenen Reichtums bei uns spricht man dagegen nicht, weil er die aller bekannten Bauwerke in Deutschland längst überschritten hat.

Überbevölkerung

Es gibt immer mehr Milliardäre weltweit. – Doch im Unterschied zu den Menschen sind sie noch nicht auf der Flucht.

Altersgerecht

Sozialforscher haben herausgefunden, daß häufig Rentner wieder zur Arbeit gehen, weil sie soziale Kontakte benötigen. – Das ist nachvollziehbar: Eingesammelte Pfandflaschen sind meistens wortkarg.

Das Letzte zur Flucht

Überall in Europa werden die Grenzen geschlossen, Rückführungszentren eingerichtet und hohe Mauern gebaut. – Nur nicht für Betriebe, die regelmäßig Tarifflucht betreiben.

 

Schöner Wandkalender für lau

Vom DGB gibt es einen Wandkalender mit historischen 1. Mai Plakaten als Motiv. Wir haben einige Exemplare für unsere Kolleginnen und Kollegen besorgt. Wer einen möchte, einfach über die gängigen Kommunikationswege bei uns melden.Jeff Bezos (Amazon-Chef) hat ein Vermögen von 120 Kilometer.

 

Aus dem Bayerischen Ministerrat – vor 70 Jahren

Am 23.11.1948 beriet der Ministerrat unter Ministerpräsident Dr. Erhard über einen Angestellten des Arbeitsamtes München. Im Protokoll steht dazu:

Ministerpräsident Dr. Ehard teilt mit, die Angelegenheit Eugen Ruf, die ihn schon wiederholt beschäftigt habe, liege nun nochmals vor. Dieser sei Angestellter des Arbeitsamtes München gewesen und wäre, wenn ihn die Nationalsozialisten nicht 1933 entlassen hätten, 1935 Beamter geworden. Er halte es für notwendig, daß diese Angelegenheit möglichst bald endgültig geregelt werde. Staatsminister Krehle führt aus, Ruf sei jahrelang im Arbeitsamt München tätig gewesen und habe sich besondere Verdienste um die Arbeitslosenversicherung erworben. Die Nationalsozialisten hätten ihn im Jahre 1933 als Sozialdemokraten zusammen mit den Vertretern der christlichen Gewerkschaften entlassen und ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Die Verdienste des Herrn Ruf seien überall bekannt, u.a. habe erst in den letzten Tagen Herr Ministerialdirigent Dr. Adam,32 der früher Leiter des Arbeitsamtes München gewesen sei, ihm ein außerordentlich günstiges Zeugnis ausgestellt. Er halte es für dringend notwendig, eine Möglichkeit zu finden, Ruf ins Beamtenverhältnis trotz seines Alters zu übernehmen, weil diesem großes Unrecht geschehen sei und es sich hier wirklich um einen Wiedergutmachungsfall handle. Ministerpräsident Dr. Ehard ersucht das Bayer. Staatsministerium der Finanzen, diesen Fall nochmals zu prüfen und erklärt, er werde diesem Ministerium in den nächsten Tagen die Vorgänge zur Würdigung zuleiten.

 In der bayerischen Ministerratssitzung am Samstag 11.12.1948 wurde u.a. behandelt:

Wiederverwendung von Richtern im Obersten Finanzgerichtshof

Staatssekretär Dr. Müller schlägt vor, die entlassenen Richter des Obersten Finanzgerichtshofs, die jetzt als Angestellte wieder beschäftigt seien, zu reaktivieren. Bedenken gegen die politische Vergangenheit der Herren, die sämtlich amnestiert oder Mitläufer seien, bestünden nicht. Von Seiten des Ministerrats wird geltend gemacht, daß es in Einzelfällen doch notwendig sei, die politische Vergangenheit zu überprüfen, da verschiedene der Herren bereits im Jahre 1933 der Partei beigetreten seien. Außerdem müßten ihre Einstufung geregelt und vor allem ihre Bezüge denen der bayerischen Beamten entsprechend geregelt werden.

Diese IT

Wer ein Mail von Microsoft erhalten möchte, braucht nur im Outlook-Postfach einen Ordner mit einem Schrägstrich „/“ benennen und schon kommt folgende Mail:

One or more folders in your mailbox is named incorrectly.

The name of one or more of your folders includes the character "/" or more than 250 characters. Folders with names that include this character can't be downloaded to your IMAP e-mail program. Please rename these folders:

Positives/Stadt

 

Rätsel –Auflösung und neues Rätsel

 
Das Rätsel war für Franken viel zu schwer. Richtige Lösungen gingen nur von Südbayern ein. Nämlich, wenn man einen Blumenstock in die Sonne stellt, ohne ihn zu gießen, sagt der Bayer dodaadadadadian = da täte er dir verdürren. Deshalb fragen wir wieder, welches Rathaus wird hier abgebildet?

Rätsel 11/2018 rh Rätsel 11/2018

Deutsch    Boarisch   Frängisch

Das Obst   a Obst       s Obst

 

FÜR FEINSCHMECKER

Verwaltungslyrik (XIII)

Nach einer etwas längeren Pause wieder ein schönes Beispiel aus einer Sitzungsunterlage für den Haupt-, Finanz- und Personalausschuss des Stadtrates für wohlfeil formulierte Verwaltungslyrik:

Im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit beabsichtigen die Städte Erlangen, Nürnberg, Fürth und Schwabach, ein gemeinsames Interessenbekundungsverfahren zur Gewinnung eines externen Partners für den Aufbau von Strukturen für eine professionelle Sprach- und Integrationsmittlung durch die Beteiligung am bundesweiten Netzwerk Sprach- und Integrationsmittlung (SprInt) durchzuführen.

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Kalender 2019

Wir haben noch einige Aufstellkalender für die Schreibtische, 3-Monats-Wandplaner, Wandplaner in A 0, Taschenkalender und Beamtenkalender.

 

Surfen Nr. 199

Tipp: Richtig googeln

Die Google-Suche kann viel mehr, als die meisten NutzerInnen wissen. Wir zeigen, wie man Filter und Suchformeln richtig einsetzt, um die Suchergebnisse zu verfeinern. Um gezielt auf einer einzigen Internetseite zu suchen, kann der Suchoperator site: eingesetzt werden. Dadurch kann etwa auf der Internetseite der Süddeutschen Zeitung nach dem Begriff DGB gesucht werden. Das bietet sich dann an, wenn man sich zwar an die Quelle, nicht aber an den Titel des Textes erinnern kann. site:sueddeutsche.de dgb

 

Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommt man auch für bestürzenden Unsinn.

Von Ulrike Hermann, aus der TAZ vom 19.8.2017, Teil IV

Risiken sind unwichtig

Myron Scholes, 76, hat ebenfalls lebenslang an die Effizienz der Finanzmärkte geglaubt. Zusammen mit Fischer Black entwickelte er eine Formel, wie man die Preise von Aktienoptionen richtig berechnet. Mit diesen Derivaten wird auf die Kursentwicklung an den Börsen spekuliert. Kernidee des Black-Scholes-Modells: Mögliche Risiken müsse man bei den Optionen nicht berücksichtigen, weil das Risiko bereits in den Aktienkursen eingepreist sei. Das klingt so schlicht, dass es schon wieder elegant ist – erwies sich aber trotzdem als falsch. Prinzipielle Unsicherheit lässt sich nicht berechnen. 1997 erhielt Scholes einen Nobelpreis für seine Optionstheorie. Doch schon 1998 produzierte er einen Verlust von etwa 4 Milliarden Dollar: Sein Hedgefonds „Long Term Capital Management“ brach spektakulär zusammen. Kunstvoll hatte man mit italienischen, deutschen und amerikanischen Staatsanleihen spekuliert – aber leider die russische Rubelkrise nicht kommen sehen. Es war die größte Pleite, die die USA bis dahin erlebt hatten. Die US-Zentralbank musste einschreiten, die Zinsen senken und eine Rettungsaktion organisieren. Ohne staatliche Hilfe wäre der angeblich so effiziente Finanzmarkt damals zusammengebrochen.

Bild Loriot Frohe Weihnachten

Doof: Weihnachten keine Geschenke für städtische Beschäftigte

Dieses Jahr wird es bei einigen Kolleginnen und Kollegen Weihnachten lange Gesichter geben. Der Grund ist, manche Führungskräfte interpretieren die Veröffentlichung im Mitteilungsblatt vom 7.11.2018 (Verbot der Annahme von Geschenken) so, dass sich dieses Verbot generell auf alle Geschenke anlässlich von Weihnachten bezieht. Tatsächlich gilt dies natürlich nur für Geschenke „im Rahmen des Dienst- oder Arbeitsverhältnisses“. Darunter fallen natürlich auch nicht Geschenke im Kollegenkreis. Es soll ja noch Kolleginnen und Kollegen geben, die sich über die Arbeit hinaus gut verstehen.

 

Culdur

SWMRS

16.08.2018 ERLANGEN, E-WERK CLUBBÜHNE

Angelockt von folgenden Zeilen im .rcn-Verlosungs Mail „nicht wenige haben die junge Band aus Oakland / Kalifornien am Wochenende auf dem Taubertal Festivals gesehen und waren angetan! Sie spielten letztes Jahr über 120 Konzerte, wurden von der Kritik für ihre Interpretation des melodischen Punks mit Vergleichen bedacht, bei denen Bands wie The Clash oder die Ramones genannt wurden“, machte ich mich auf dem Weg in das E-Werk.

SWMRS rh SWMRS

Dort traf ich auf Jerry Williams, eine Singer-Songwriterin als Vorband. Dank der elektrischen Gitarre waren die Songs ein bißchen schräg. Dazu gab es noch ein schönes Cure-Cover „Boys Don`t Cry“ aber Punk ist anders. Pünktlich um 21.00 Uhr begannen die Superstars SWMRS, ausgesprochen swimmers. In den ersten drei Reihen drängten sich die Girlies in der nur zu einen Drittel gefüllten Clubbühne und gingen bei jedem Ton ab und sangen sehr textsicher mit. Der Rest des Publikums schaute eher irritiert auf die heftig posende Band um die beiden Becker Brüder. Drummer Joey Armstrong ist übrigens der Sohn von Green Day Frontmann Billie Joe Armstrong. Leider trennen Green Day und die Schwimmer Welten. Sie spielten zwar ab und an schöne, schnelle Punk Rock Nummern, doch dazwischen wird es immer wieder seicht mit Surfer Songs oder fast poppig melodischen Stücken. Passt irgendwie nicht zusammen. Dazu kommen Ansagen wie „Ich liebe Dich“, häufig Küßchen per Hand an die Girlies oder nach 30 Minuten wird ein Song unterbrochen und der Crew gedankt. Nach 45 Minuten macht Sänger Cole Becker deutlich, dass er auf der richtigen Seite steht und Musik hilft, um aus den amerikanischen Problemen heraus zu kommen. Dann macht er alleine auf der Bühne stehend für ein Lied den Singer-Songwriter. Kurz vor Schluss gibt es noch dem Refrain „No Fascist in America, no Fascist in Germany, no Fascist everywhere“. Mit der heftigen Punk Nummer „Come On Eileen?“ ist nach genau einer Stunde der Spuk vorbei. 15 Sekunden schweigt das Publikum, 30 Sekunden gibt es ein paar Zugabe Rufe, dann gehen die Lichter an. Beim Rauslaufen höre ich wie 2 Girlies fachsimpeln, „ob der Rechte wie einer der Backstreet Boys ausschaut?“

 MOTORPSYCHO

13.11.2018, E-WERK SAAL

Kommen wirklich die norwegischen Psychedelic-Rockhelden in das E-Werk. Um 20.00 Uhr war der Saal ziemlich leer und der Ausschank neben dem Saal war zu. Eine halbe Stunde später war es fast voll und Motorpsycho legten mit „Lux Aeterna“ los. Der Song begann ganz ruhig, nahm langsam Fahrt auf, es wurde deutlich lauter, intensiver und dann wieder leiser. Dieser stetige Wechsel zwischen lauten und leisen Passagen, ruhigeren und intensiveren Momenten prägte die durchweg sehr langen Songs.

Motorpsycho rh Motorpsycho

Dank des glasklaren Sounds konnte man deutlich hören, dass die Band diese Wechsel richtig genial und perfekt gespielt hat. In den lauten Momenten hatte man dank des intensiven Basses das Gefühl, jetzt hebt die Band und das E-Werk ab. Immer wieder wurde heftig gerockt. Manchmal posen die Musiker, insbesondere Gitarrist Hans Magnus Ryan, dazu wie Rockstars. Die Musik stand absolut im Mittelpunkt, nur einmal wurde kurz das Publikum begrüsst. Live wird das Trio durch einen Keyboarder ersetzt, der, wenn es besonders krachend werden soll zur Gitarre greift. Bei den langen Solis und Improvisationen werden immer wieder die musikalischen Grenzen zum Jazz oder Country mehr als gestreift. Erstaunlich, dass bei diesen musikalischen Ausflügen die Band immer wieder zum heftigen Rock zurückfindet. Es war eine richtige Hohenmesse des Rocksfür alle, die auf lange gefrickelte Gitarrensolis stehen, denen Progrock nicht intensiv genug ist, die eingestreute atonale disharmonische Folgen schätzen. Von Song zu Song ging das Publikum intensiver mit. Nach 2 ¼ Stunden war das reguläre Set zu Ende und es folgte ein 30-minütiger Zugabeblock mit 2 (!) Songs. Der letzte Song „The Tower“ endete, so wie das denkwürdige Konzert begann, mit ruhigen sanften Klängen.

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