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Betriebszeitung

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verdi-Info Nr. 5/2020

für die Stadtverwaltung Erlangen
Betriebszeitung rh Betriebszeitung

Info Nr. 5/2020 41. Jahrgang (ohne Bierprobe!) vom 27. Mai 2020

 

Inhalt:

  • Tarifrunde?
  • Umfrage
  • Tarifverhandlungen für den Arbeiter*innen-Bereich abgeschlossen - Eingruppierung im Arbeiterbereich
  • Offener Brief Soziale Arbeit
  • Filosofen
  • Betriebsgruppe
  • Mitglied werden!
  • Antisemitismus tötet!
  • Kurz & knackig (u.a. Haus der bayerischen Geschichte, Filmkunst, Plaketten, wieder Dusel mit dem Wetter, So ist es Recht, Neues von Werner, Bilderrätsel, aus dem Bayerischen Ministerrat vom 22.5.1950, anfordern, surfen 212, Readaktion im TiefschlafCuldur mit Konzertberichte Zebrahead und Madrugada)

 

Was passiert mit der anstehenden Tarifrunde?

Zum 31. August 2020 können die Lohn- und Gehaltstarifverträge gekündigt werden. Ein guter Tarifabschluss ist wohl nur mit Streiks möglich. Aber die Durchsetzungsoptionen sind schwierig. Eine Forderungsdebatte ist derzeit nicht möglich. Eine Mobilisierungsphase ist schwierig, in manchen Bereichen sind Streik nicht sinnvoll oder möglich. „Normale“ Verhandlungen sind wohl kaum möglich.

Deshalb werden zur Zeit Alternativen in ver.di diskutiert. Macht es Sinn Einmalzahlungen mit einer kurzen Laufzeit des Tarifvertrages zu fordern? Wäre es besser den bestehenden Tarifvertrag nur zu verlängern, um nach Corona zu verhandeln? Oder sollten die Tarifverträge erst gekündigt werden, wenn sich die Rahmenbedingungen verbessert haben?

 

Tarifdeluxe Logo ver.di Jugend Tarifdeluxe Logo

Umfrage

Um die Meinung vieler Kolleg*innen einfließen zu lassen, bitten wir an der nachstehenden Umfrage teilzunehmen. Einfach Zettel mit der Hauspost zuleiten bzw. sich an der Mailabfrage beteiligen.

Ich bin für

O die Tarifverhandlungen wie geplant zum 31.8.2020 durchzuführen

O eine Einmalzahlung mit kurzer Laufzeit

O abwarten, bis sich die Rahmenbedingungen verbessert haben

 

Tarifverhandlungen für den Arbeiter*innen-Bereich abgeschlossen

Nach zweieinhalbjährigen Verhandlungen und über 40 Verhandlungsrunden hat sich ver.di Bayern mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband auf ein neues Entgeltgruppenverzeichnis für handwerkliche Tätigkeiten verständigt. Das Tarifergebnis bringt einige Verbesserungen. Es tritt rückwirkend zum 1.1.2020 in Kraft. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31.12.2024.

Umsetzung

 

Wir sind es Wert Eisblock mit Geld Kerstin Schäfer Wir sind es Wert Eisblock

Kein Antragsverfahren

Der Beschäftigte muss keinen Antrag auf Höhergruppierung bzw. Überprüfung der Eingruppierung stellen. Die Arbeitgeber haben bis zum 15.05.2021 Zeit, höhere Eingruppierungen umzusetzen. Diese greifen zwingend rückwirkend zum 01.01.2020, dies heißt die Höhergruppierungen erfolgen finanziell wirksam zum 1.1.2020.

 

Widerspruchsrecht

Der Beschäftigte wiederum kann der höheren Eingruppierung widersprechen – dann wird sie nicht wirksam. Der Widerspruch kann innerhalb von 12 Monaten nach Mitteilung der höheren Eingruppierung durch den Arbeitgeber erfolgen. Das kommt aber eigentlich nur in wenigen Einzelfällen in Betracht. Da grundsätzlich die Höhergruppierung stufengleich erfolgt, kann hieraus zunächst kein materieller Verlust entstehen. Da aber in der neuen Entgeltgruppe die Stufenlaufzeit neu beginnt zu laufen, ist es durchaus denkbar, dass die höhere Eingruppierung, betrachtet auf die restliche Berufszeit, Verluste zur Folge hat.

 

Herabgruppierungsverbot Herabgruppierungen finden nicht statt.

 

Besitzstand

Es sind umfangreiche Besitzstandsregelungen vereinbart. Alle weiteren Entgeltbestandteile außerhalb der Eingruppierung bleiben durch die Einführung der EGO Bayern Handwerk unberührt. Dies bedeutet, dass sie so weiter zu zahlen sind wie vor Einführung der EGO Bayern Handwerk. Dies gilt nicht für die Vorarbeiter*innenzulage und die Vertreter*innenzulage, die neu geregelt wurden und somit ab 01.01.2020 wie vereinbart zu zahlen sind. Zudem tritt die neu vereinbarte Ausbilder*innenzulage an die Stelle der früheren Lehrgesell*innenzulage.

Mitglied werden - Wann, wenn nicht jetzt? ver.di SAT Wann, wenn nicht jetzt?

Wesentliche Inhalte

Betriebseigene Prüfung

Es wurde ein Rechtsanspruch bei Erfüllung verschiedener Voraussetzungen auf Ablegung einer betriebseigenen Prüfung festgelegt. Damit können Arbeiter*innen ohne einschlägige dreijährige Ausbildung und entsprechender Tätigkeiten bis nach EG 7 kommen. Nach 20 Jahren Beschäftigungszeit gilt die Betriebsprüfung bei entsprechender Tätigkeit als erfolgreich abgelegt!

Generalistenregelung

Betrifft Arbeiter*innen die nicht überwiegend in ihren Ausbildungsberuf eingesetzt werden, aber insgesamt überwiegend handwerklich tätig sind.

Zulage für vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit

Mit dem neuen Tarifrecht wird einheitlich zukünftig die Vertretungszulage ab dem 1. Tag rückwirkend gezahlt, wenn sie fünf Arbeitstage am Stück ausgeübt wurde.

Ausbilder*innenzulagen

Beschäftigte mit einem Berufsabschluss nach dem BBiG, die vom Arbeitgeber beauftragt sind, in nicht unerheblichem Umfang bei der Ausbildung von Auszubildenden nach dem BBiG mitzuwirken, erhalten eine monatliche Zulage von 110 €.

Vorarbeiter*innenzulage

Diese ist nicht mehr auf die Stufe 1 der Entgeltgruppe begrenzt, sondern wird nach der individuellen Stufe bis zur Stufe 4 gezahlt. In der EG 5 sind dies im Monat 17 bis 42 Euro mehr!

Neue bessere Tätigkeitsmerkmale

Leider konnte nicht für alle Arbeiter*innen verbesserte Eingruppierungsregelungen vereinbart werden. Deutliche Verbesserungen wurden für Mülllader und Beschäftigte der Straßenreinigung vereinbart. Der Fahrerbereich wurde ebenfalls deutlich aufgewertet. Für viele Bereiche muss allerdings anhand der tariflichen Regelungen und der konkreten Tätigkeiten geprüft werden, ob eine bessere Eingruppierung möglich ist.

Beratungstermine

Wie bei der Einführung der neuen Entgeltordnung im früheren Angestelltenbereich bieten wir für unsere Mitglieder Beratungstermine an. Die ersten werden noch der Sommerpause stattfinden.

Ver.di lohnt – Mitglied werden

Die neuen Regelungen zeigen, es lohnt sich ver.di Mitglied zu werden. Deshalb gleich organisieren, Anspruch auf die tariflichen Leistungen erhalten und gemeinsam die anstehende Tarifrunde bestreiten!

 

Mehr braucht Mehr. ver.di stärkt Sozial- und Erziehungsberufe ver.di Typo-Motiv: Mehr braucht Mehr. ver.di stärkt Sozial- und Erziehungsberufe (1600x900)

Offener Brief Soziale Arbeit ist unverzichtbar – immer! 

ver.di bewirbt einen Offenen Brief, mit dem die ausreichende Finanzierung der Sozialen Arbeit, darunter Kita-Betreuung, Behindertenhilfe etc., der Gesundheitsschutz der Beschäftigten wie auch der Adressat*innen der Arbeit, darunter z.B. der betreuten Kinder, gefordert wird.

Dafür wünschen wir uns möglichst viele Unterstützer*innen.

Der Offene Brief kann auf der Internetseite https://mehr-braucht-mehr.verdi.de/ unterschrieben werden.

Filosofen Wir können so was nicht trainieren, sondern nur üben.

Michael Ballack

ver.di Betriebsgruppe trifft sich derzeit nicht—Kommunikation nur digital oder telefonisch! Wir sind für Anregungen dankbar.

 

Gerade jetzt ver.di Mitglied werden!

Wir sorgen mit unseren Tarifverträgen für sichere Arbeitsplätze.

Wir haben kurzfristig tariflich geregelt, damit niemand bei drohender Kurzarbeit Angst vor deutlichen Einkommensverlusten haben muss.

Wir kümmern uns auf allen Ebenen, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz gerade jetzt die höchste Priorität genießt.

Zusammen erreichen wir noch mehr.

mitgliedwerden.verdi.de

 

Demo-Teilnehmer*innen tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Erinnern heißt handeln, handeln gegen Nazi-Propaganda, Antisemitismus und Rassismus" ver.di Hamburg Erinnern heißt handeln  – Demo-Teilnehmer*innen tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Erinnern heißt handeln"

Juden und Radfahrer  beherrschen die Welt.

Wieso Radfahrer?

 

Antisemitismus tötet

Die Ablehnung von Juden mündet(e) in ihre Tötung. Dafür stehen zum Beispiel der Holocaust der Deutschen und die europäischen Pogrome im Mittelalter, die arabischen Pogrome in den 1930er Jahren in Palästina, der muslimische Antisemitismus von heute oder der Terroranschlag auf den jüdischen Supermarkt im Januar 2015 in Paris.

Antisemitismus: von wegen nur rechts außen

Es gibt auch linken und muslimischen Antisemitismus. Allen gemeinsam ist die wahnhafte Angst vor der Macht, die den Juden unterstellt wird. Zum Beispiel, für den Kapitalismus verantwortlich zu sein. Für die Rechten zerstören die Juden die Volksgemeinschaft, für die Muslime bedrohen sie die Gemeinschaft aller Muslime (Umma), für die Linken sind sie als Israelis rassistische Besatzer. Antisemitismus ist auch ein Problem der Mitte. Sozialwissenschaftliche Studien zeigen, dass mindestens 20% der EU-Bürger antisemitisch sind. In Deutschland und der EU halten 60% das kleine Israel ernsthaft für die größte Bedrohung des Weltfriedens. Übrigens: Judenfeindschaft gibt es in verschiedenen Formen schon seit 2000 Jahren, nicht erst seit der Staatsgründung Israels.

Warum ist Antisemitismus so weit verbreitet?

Damit lässt sich fast alles erklären. Ist doch schön, wenn man einen Sündenbock hat. Wenn etwas auf der Welt schief läuft, wenn der Kapitalismus mal wieder nicht hält, was er verspricht, und Menschen arm sind und (ver-)hungern.... die Juden sind schuld. Früher sollen sie schuld gewesen sein an der Pest, heute an Wirtschaftskrisen und am Nahostkonflikt. Aber warum diese absurden Schuldzuweisungen? Weil man Juden mit einem tief verankerten Ressentiment begegnet — denen hier und denen in Israel.

Was kann ich gegen Antisemitismus tun?

Das Gedenken an die im Holocaust ermordeten Juden ist wichtig. Antisemitismus zu bekämpfen, ist jedoch mehr. Weil Juden heute immer noch verfolgt und diskriminiert werden, ist es umso wichtiger, solidarisch mit den lebenden Juden und Jüdinnen und ihrem Staat zu sein. Er bedeutet Schutzraum und Lebensversicherung. Konkret zu tun wäre dies: Antisemitische Schleichwege erkennen, bei sich und anderen. Sie couragiert benennen und dazwischen gehen.

Antisemitismus hat viele Gesichter — 10 Beispiele

„Heute hat niemand mehr was gegen Juden”
Und man stolpert verdammt oft über sich selbst. Dem Antisemitismus auf die Schliche zu kommen, heißt auch, bei sich selbst danach zu suchen. Wie unangenehm.

„Man wird doch wohl noch Israel kritisieren dürfen”
Darfst Du. Wir haben uns extra das Okay von der israelischen Regierung eingeholt. Aber warum ausgerechnet Israel-Kritik? Hast Du jemals etwas von Belgien-Kritik gehört oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

„Ein Palästina vom Fluss bis ans Meer…”
Das will zum Beispiel die Hamas, eine palästinensisch-islamistische Terror-Organisation. „Fluss" steht dabei für Jordan und „Meer" für Mittel meer. Im Klartext: Israel soll verschwinden. Übrigens: Die palästinensischen Gebiete sind heute schon judenrein. Düstere Aussichten.

„Ich habe nichts gegen Juden, aber…”
Wieso „aber“? Du hast doch nichts gegen Juden.

„Sogar die UNO verurteilt Israel”
Stimmt. Sie hat zwar einen guten Namen, ist aber nicht neutral. In vielen UN-Gremien dominieren Staaten, die gegen Israel sind. Schon seltsam, wenn ausgerechnet Iran und Nordkorea im UN-Menschenrechtsrat Resolutionen gegen Israel verabschieden.

„Die Juden haben Jesus umgebracht”
Aber tatsächlich waren es die Römer. Gibt es deswegen etwa Italien-Kritik? Der christlich geprägte Judenhass (Antijudaismus) hat 2000 Jahre überdauert und den modernen Antisemitismus mit hervorgebracht.

„Die Israelis sind die Nazis von heute”
Was die mit den Palästinensern machen... Schon gewusst, dass Israel einen Tag nach seiner Gründung von fünf arabischen Staaten gleichzeitig angegriffen wurde? In der einzigen Demokratie im Nahen Osten haben Araber so viele Rechte wie in keinem arabischen Land.

„Heuschrecken und Rothschilds beherrschen die Welt”
Klingt kritisch und radikal. Aber schon die Nazis haben mit diesen Verschwörungstheorien argumentiert. Im Ernst: Die Welt und die Wirtschaft sind kompliziert. Es sind nie einzelne Personen, die als böse Verschwörer die Welt  lenken.

„Kindermörder Israel”
Dass Juden nicht-jüdische Kinder aus rituellen Gründen ermorden, ist ein altes Stereotyp des christlichen Antijudaismus. Heute wird es auf islamisch dominierten Demos verwendet, um gegen Israel zu hetzen.

„Israel boykottieren”

Klingt nach engagiertem Verbraucherverhalten, ist aber eine dreckige Sache. Die Nazis waren ehrlicher und nannten es „Kauf nicht beim Juden“. Es häufen sich auch Kampagnen gegen die Zusammenarbeit mit israelichen WissenschaftlerInnen und gegen KünstlerInnen, die im „bösen“ Israel auftreten.

                                                               Veröffentlicht von Aktion 3.Welt Saar e.V.

Geschichte und Zeitgeschehen PublicDomainPictures, Pixabay.com Geschichte und Zeitgeschehen  – Bild ist in der Seminar-Suche eingebunden

Keine Geschichte ohne Gewerkschaften!

Am 4. Juni 2019 wurde das Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte (HDBG) in Regensburg durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder offiziell eröffnet. In der gesamten Ausstellung kommen zwar politische Parteien und Umweltbewegungen vor, jedoch keine Gewerkschaften.
Wir finden es für nicht hinnehmbar, dass allein schon das Wort „Gewerkschaften“ in der gesamten Dauerausstellung des Museums praktisch nicht auftaucht. Keine Tarifrunde, keine Demo, kein Streik, keine DGB-Bayern-Gründung vor 70 Jahren, keine einzige Einzelgewerkschaft.
ver.di Bayern fordert deshalb, diesen politisch nicht tragbaren und unglücklichen Sachverhalt so schnell wie möglich zu beenden und die bayerischen Gewerkschaften in der Dauerausstellung ihrer gesamtgesellschaftlichen Stellung entsprechend dort aufzunehmen.

Maiplaketten

Trotz Corona konnten wir einige Maiplaketten verkaufen. Herzlichen Dank an allen unseren treuen und fleißigen Wiederverkäufern. Natürlich blieb der Umsatz insgesamt hinter dem der Vorjahre deutlich zurück. Bevor wir jetzt über eine Staatsbeteiligung verhandeln müssen, können alle Kolleginnen und Kollegen uns retten und noch Maiplaketten zum Stückpreis von 1 Euro bei uns erwerben.

Mai-Plaketten 2020 rh Mai-Plaketten 2020

Unheimlich, schon wieder großen Dusel mit dem Wetter

Es war perfekt, schönes Wetter wie gemacht zum Grillen, bis in den Abendstunden milde Temperaturen zum Verweilen und gesellig Zusammensein, der Rasen im optimalen Zustand und die Bäume spendeten ausreichend Schatten. Der 8. Mai 2020 war ein wunderbarer Freitag, wie gemacht für unser Grillfest im Garten der Erba Villa. Leider hat uns Corona ausgebremst. Bleibt zu hoffen, dass am geplanten Ersatztermin, dem 9. Oktober 2020 die äußeren Umstände genauso gut sind.

Highlights der hohen Filmkunst

Von der breiten Masse kaum bemerkt haben sich die Videofilme unseres Oberbürgermeisters zur Corona-Situation zum Renner im Internet entwickelt. Insbesondere die ersten Werke kursieren als Geheimtipps unter Cineasten. Verwackelte Bilder, ein hallender Ton erinnern die Werke an „Das Fest“ von Thomas Vintenberg oder „Idioten“ von Lars von Trier. Besonders Liebhaber von Horror- oder Splatterfilmen kommen auf ihre Kosten und sollten auf den einschlägigen Videofilm-Plattformen danach suchen.

Video mit OB fb Video mit OB

SO IST ES RECHT

Entlassung aus der Bundeswehr wegen des Tragens von Kleidung mit rechtsextremistischen Aufdrucken beim Dienstsport

Das Ansehen der Bundeswehr kann durch eine Dienstpflichtverletzung bereits dann ernstlich gefährdet werden, wenn die hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Verfehlung öffentlich bekannt wird.

Das Tragen von Kleidung mit rechtsextremistischen Aufdrucken beim Dienstsport kann eine fristlose Entlassung aus der Bundeswehr rechtfertigen.

OVG Lüneburg 5. Senat, Beschluss vom 04.12.2012, 5 LA 357/11

Der Kläger, ein ehemaliger Soldat auf Zeit mit dem Dienstgrad eines Hauptgefreiten, nahm im Dezember 2009 in seiner Dienststelle an einem Volleyballturnier teil. Dabei trug er ein grünes Trikot mit der Bezeichnung und dem Wappen seiner Einheit, das er auf der Vorderseite unterhalb des Wappens mit dem Schriftzug „Arisch“ und auf der Rückseite mit der Zahl „18“ versehen hatte. In der Umkleidekabine ließ er während des Turniers sichtbar einen Pullover mit dem Aufdruck „Werwolf Der letzte Widerstand“ auf der Vorderseite und dem Goebbels-Zitat „Hass ist unser Gebet und Rache unser Feldgeschrei“ auf der Rückseite hängen. Der Kommandeur der 4. Luftwaffendivision nahm dies zum Anlass, den Kläger gemäß § 55 Abs. 5 SG fristlos aus der Bundeswehr zu entlassen.

Die dagegen gerichtete Klage hat das Verwaltungsgericht abgewiesen. Es hat im Wesentlichen ausgeführt, der Kläger habe seine Dienstpflichten schuldhaft verletzt, sodass sein Verbleiben im Dienst das Ansehen der Bundeswehr ernstlich gefährde.

Deutsch Boarisch Frängisch

Singen     singa          sing

 

Griller II - Werner Lutz rh Griller - Werner Lutz

Neues von Werner Lutz

Teilhabe

Das Bundessozialministerium stellt mit großer Zufriedenheit fest, daß ein für Hartz IV-Kinder eingeführtes „Bildungs- und Teilhabepaket“ (mit Zuschüssen für Sportkurse, Mittagessen, Musikschulen usw.) nur von fünfzehn Prozent der berechtigten Kinder in Anspruch genommen wird. -

Vor allem begrüßt das Bundessozialministerium die Entscheidung, das Antragsformular so kompliziert zu gestalten, daß es nur mit abgeschlossenem Hochschulstudium erfolgreich ausgefüllt werden kann.

Urlaubsregelung

In England kann das Parlament nur vom Premier in den Urlaub geschickt werden. – In Deutschland sind die Abgeordneten des Bundes eigenständiger: sie nehmen freiwillig ihre Haushaltstage in der Sitzungswoche, wie man an den leeren Sesseln im Bundestag feststellt.

Sicher

Wahr ist, daß der Bundessicherheitsrat inzwischen den höchsten medialen Unterhaltungswert hat. – Und zwar für seine immer wieder phantasievollen und belustigenden Begründungen, warum deutsche Rüstungsexporte in Krisenländer geliefert werden müssen. 

 

Rätsel – neues „Rätsel“

Die zukunftsweisende Sicherheitsinstallation, die spektakuläre Hupe findet sich in der Stadtkämmerei, in der Nägelsbachstr. 38 und wird tatsächlich einmal jährlich für die Brandschutzübung aktiviert. Erstaunlich, dass eine ganze Reihe von Kolleg*innen aus anderen Bereichen der Stadt die Alarmierungshupe kannten. Beim aktuellen Rätsel wollen wir wieder wissen, wo steht das Rathaus?

Rätsel rh Rätsel

Aus dem Bayerischen Ministerrat vor 70 Jahren oder auch es hat sich wenig geändert

Am 22.5.1950 wurde in der 107. Sitzung folgender Punkt behandelt:

Maßnahmen des Arbeitsamtes Nürnberg zum Pfingsttreffen der FDJ
Ministerpräsident Dr. Ehard verliest eine Pressenotiz aus der Süddeutschen Zeitung vom 22. Mai 1950, wonach das Nürnberger Arbeitsamt allen arbeitslosen Jugendlichen, die sich am Pfingstaufmarsch der Kommunistischen Freien Deutschen Jugend in Berlin beteiligen wollen, Befreiung von der gesetzlichen Arbeitslosenmeldepflicht für die Dauer von 8 Tagen zugesichert habe. Das Arbeitsamt begründet diese außerordentliche Vergünstigung mit dem Hinweis auf eine Verfügung des Landesarbeitsamtes, die bei „allgemeinbildenden Veranstaltungen“ die Gewährung von Meldefreiheit vorsehe. Wenn das Arbeitsamt Nürnberg tatsächlich eine solche Maßnahme durchgeführt habe, so sei das unerhört und es müsse sofort dagegen eingeschritten werden. Staatsminister Krehle erwidert, er habe selbst soeben erst von dieser Angelegenheit erfahren, werde sie sofort nachprüfen, und wenn die Meldung zutreffend sei, für Abhilfe sorgen.

Diskriminierung

Es gibt große Bereiche, die sich an keine gesetzlichen Vorgaben halten. Nach dem Allgemeinen Gleichheitsgesetz auch Antidiskriminierungsgesetz genannt dürfen Menschen mit einem Handicap, einer Behinderung nicht diskriminiert, benachteiligt werden. Dies gilt meiner Meinung in allen Lebensbereichen.

Neulich war ich der Liebe wegen das erste Mal beim Eishockey. Ich war dann völlig entsetzt als ich hörte, dass ein Spieler wegen Behinderung für zwei Minuten auf die Strafbank musste.

 

 

 

Anfordern rh

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden

 

  • Ver.di-Position Kommunaler Rettungsschirm

ver.di macht sich stark für einen weit aufgespannten Rettungsschirm: Für die Zukunft von Städten und Gemeinden, für die Zukunft von Spielplätzen, Betreuungsangeboten, Unterstützung der Menschen in jeder Lebenslage! Es ist im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, dass Städte und Gemeinden die Zukunft gestalten können. Dass sie stattdessen Haushaltssperren verhängen und in Sparhaushalten die Not verwalten, kann durch den Solidarpakt 2020 verhindert werden.

  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 08 / 2020 – Applaus ist zu wenig!

In Zeiten der Corona-Pandemie zeigt sich: Bestimmte Berufsgruppen halten den Laden am Laufen und unsere Gesellschaft zusammen. Auffallend ist, dass viele dieser Berufe mit hoher Belastung und geringer Wertschätzung einhergehen. Zudem ist die Bezahlung oft unterdurchschnittlich. Daran trägt die Politik eine gehörige Mitschuld. Um in der Krise unverzichtbare Berufe aufzuwerten brauchen wir verbesserte Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und gestärkte Tarifverträge.

  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 09 / 2020 – Rettungsschirm aufspannen!

Corona bringt Städte und Gemeinden in Not. Die krisenbedingten Ausgaben steigen und die Steuereinnahmen brechen weg. Schon bald drohen Kürzungen bei Daseinsvorsorge und Investitionen. Wir brauchen jetzt einen Rettungsschirm für Kommunen, um die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden sicherzustellen.

 

Surfen rh

Surfen Nr. 212

Entschwörungs-taz

Die taz veröffentlichte auf 14 Seiten eine Sonderausgabe zur aktuellen Lage. Die Entschwörungs-taz. Die Grenzen zwischen rationalen Sorgen um wirtschaftliche Existenzen und Grundrechte einerseits sowie gefährlichem Unsinn andererseits verschwimmen. Wo verläuft die Grenze zwischen berechtigtem und irrationalem Mißtrauen gegen den Staat?

In der Entschwörungs-taz kommen Kritiker:innen der Lockdown-Politik zu Wort, die Historikerin Hedwig Richter spricht über Verschwörungsglauben und Männlichkeit, die Psychologin Pia Lamberty über die Grenze zwischen berechtiger und irrationaler Angst.

Arno Frank geht dem Phänomen des Wahns in der Popkultur nach und taz-Korrespondent:innen berichten über globale Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona.

Aber die taz spricht auch über sich selbst, denn das Alternativ-Milieu ist oft getrieben vom Wunsch nach einer alternativen Wahrheit. taz-Autor Stefan Reinecke untersucht die historische Affinitität der Linken für Verschwörungs-theorien und Jan Feddersen erinnert daran, wie die taz sich einst für die Verschwörungstheorie, AIDS sei ein Produkt der Geheimdienste, einspannen ließ.

Die Sonderausgabe kann im Internet runtergeladen werden (Suchbegriff: Entschwörungs-taz oder http://download.taz.de/Entschwoerungstaz_2020_05_20.pdf).

Guldur rh

Info-Redaktion im Tiefschlaf

Unsere Abläufe sind weitestgehend automatisiert. Links ist die Halde der neuen Artikel. Sind sie auf einer Info-Seite eingefügt, kommen sie rechts auf den riesigen Berg der veröffentlichten Beiträge. Warum vor über einem Jahr am 6.4.2019 der Konzertbericht über Trail of Dead nicht auf diesen Berg landete, hängt vermutlich mit einer drohenden Impfpflicht zusammen. Warum dann aber fast genau ein Jahr später am 27.4.2020 der selbe Artikel im letzten Info noch einmal abgedruckt wurde, können wir nicht einmal mit der eingeschränkten Meinungsfreiheit erklären.

 

PARTY PUNK

ZEBRAHEAD, SUPPORT THE BOTTOM LINE, 12.09.2019, E-WERK SAAL

Das junge Quartett The Bottom Line aus Südengland war genau die richtige Vorband. In kurzweiligen 35 Minuten animierten sie den schon gut gefüllten Saal mit ihren Mitklatschpunk zum Mitmachen. Sogar das Stage Diving des Frontmannes klappte. Nach der üblichen Umbaupause in der das Publikum die Songs vom Band wie „Livin Like An Prayer“ von Madonna laut mitsangen ging es ab. Das Intro „America, Fuck Yeah“ ebenfalls vom Band war schon heftig. Die Punk Party ohne Punks, unter dem sehr jungen Publikum war nur ein Punk zu sehen, startete mit „All My Friends Are Nobodies“ von der aktuellen CD Brain Invaders.

Zebrahead rh Zebrahead

Es war der gewohnt kraftvolle Punk im Stil von The Offspring, Less Than Jake gepaart mit aggressiven Sprechgesang zu hören. Die Menge ging bei den energiegeladenen, leicht hardcorelastigen Songs, voll mit. Zebrahead verbreiten Stimmung, machen gute Laune, animieren ständig zu Sprechchören, Moshpits, diversen anderen Mitmachaktionen, klatschen die erste Reihe nach jedem Song ab, holen sich die jungen Fans auf die Bühne, fordern zum Stage Diving auf und und und. Natürlich werden dann auch mit „Drink Drink“ ein Schunkellied, teilweise mit deutschen Text angestimmt. Beim funkigen „Let`s Do Shots“, angekündigt mit „This is the Best Song“, kreist konsequenterweise ein Tablett mit gefüllten Schnapsgläsern. Nachdem die Band die Väter der jungen Fans sein könnte, wirkt der Umgang mit den sehr jungen Fans etwas anbiedernd. Gleiches gilt für Ansagen wie „This is the Best Show, We Had in Germany“. Komplett fehlen inhaltliche Aussagen. Der Titel „When Both Sides Suck, We`re All Winners“, laut Zebrahead der beste Song der aktuellen Scheibe, ist die einzige inhaltliche Aussage. Da ein Crewmitglied Vater geworden ist, gibt es ausnahmsweise nach „Who Brings a Knife to a Gunfight?“ mit „Playmate of the Year“ eine zusätzliche Zugabe. Begleitet von Muschi-Sprechchören und den entsprechenden Handzeichen. Das heftige „Anthem“ schließt nach 90 Minuten das Konzert. Bei Whitney Houston „I Will Always Love You“ vom Band dürfen schweißtriefende Band und Fans nochmal abklatschen.

 

Madrugada, 30.9.2019, E-WERK SAAL, ERLANGEN

Madrugada ist eine norwegische Indieband, die in den 90ern mit ihrem intensiven, melancholischen Sound sehr erfolgreich war. 2007 starb ihr Gitarrist. Infolge dessen legte die Band ab 2008 längere Pause ein. Glücklicherweise hat die Band das 20-jährige Jubiläum des Debüts “Industrial Silence” als Anlass für eine Comebacktour genommen.

Madrugada rh Madrugada

Dass die Band nicht vergessen wurde, zeigte der mit der Ü30- bis Ü50-Fraktion gut gefüllte Saal. Zunächst stimmten Thirsty Eyes 30 Minuten lang mit unterhaltsamen, lauten, psychedelischen Retro Rock ein. Punkt 21 Uhr enterten Madrugada die Bühne. Ohne Zwischenansagen wurden Songs wie „Belladonna“, „Higher“ oder „Sirens“, bei kalten weißen Bühnenlicht, in die Menge geballert. Sie zeichnen sich durch schöne, leicht traurige und sentimentale Melodien aus, bei denen immer wieder rockige Teile eingestreut werden. Die Stimme von Sänger Sivert Höyem erinnert an Michael Stipe von REM. Nach 5 Songs gibt es die erste Ansage, „We are the first Time in Erlangen and we are very excited“.  Der nächste Song „This Old House“ wurde launig mit „It`s Country Time, because we come from a Country“ eingeleitet, dazu gab es zum ersten Mal farbiges Licht. Natürlich waren zahlreiche Songs der Debütscheibe auf der Setlist, die insgesamt auch kaum Wünsche offenließ. An keiner Stelle war zu spüren, dass Madrugada eine sehr, sehr lange Pause hinter sich hatten. „Norwegian Hammerworks Corp.“ wurde sehr rockig eingeleitet. Mitten im Song zog Sivert Höyem eine Glitzerjacke an und es wurde eine fast discomäßige, sehr tanzbare Nummer. Immer wieder werden ruhigere Songs eingeschoben, wie „Quite Emotional“. Nach 80 Minuten, „Electric“ den Song hat die Band einmal eine ganze Nacht gespielt und der üblichen Ansage, wie toll und einzigartig das Erlanger Konzert war, geht es in den Zugabeblock. Erstaunlich nur, dass anstatt der 7 sonst auf der Tour üblichen Zugaben, gab es in Erlangen nur 5. Die erste Zugabe war „Black Mambo“, ein schwerer düsterer Song. Danach folgte „Hands Up, I Love You“ eine Nummer zum Knutschen. Mit ihren bekanntesten Stück „Majesty“, dem sehr nach REM klingenden „The Kids Are on High Street“ und „Valley of Deception“ gingen 2 schöne Indie-Stunden vorbei.

 

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