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Betriebszeitung der ver.di Betriebsgruppe bei der Stadt Erlangen

verdi-Info Nr. 7/2018

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Info Nr. 7/2018 39. Jahrgang (trotz Sommerhitze eine frische Ausgabe) vom 29. August 2018

 

Inhalt:

  • Herzlich Willkommen
  • 2018 noch 2 wichtige Wahlen bei der Stadt
  • Filosofen
  • Betriebsgruppe am 20.9.
  • Tarifrunde 2018 wird endlich umgesetzt
  • Kampfansage an die Gewerkschaften in Österreich
  • Kurz & knackig (Veranstaltungen vom DGB und ver.di Mittelfranken, Freizeitunfallbeihilfe von ver.di, ver.di Servicezentrum, Neues von Werner, Zeitplaner, Preisrätsel Auflösung und Neues, anfordern, surfen 195, Neumöblierung unserer Büros Culdur – Bericht vom Dylan Konzert und Buchtipp)

 

Ver.di inzwischen seit 116 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

 

Herzlich Willkommen und guten Start!

Zum 1. September beginnen wieder über 60 junge Menschen ihre Ausbildung bei der Stadt. Neben den Auszubildenden und BeamtenanwärterInnen sind dies auch Praktikantinnen und Praktikanten im Rahmen der ErzieherInnenausbildung bzw. im „Sozialpädagogischen Seminar“.

Wir wünschen allen neuen Kolleginnen und Kollegen einen guten Einstieg bei der Stadt und eine erfolgreiche Ausbildung. Wichtig und nicht vergessen, bei Fragen, Problemen, Schwierigkeiten wendet Euch rasch an die Jugend- und Auszubildendenvertretung, den Personalrat und an die Gewerkschaft ver.di. Nicht vergessen, Join the Union!

You´ll never work alone - PLakat Aktionswoche Gute Arbeit - Gute Ausbildung ver.di You´ll never work alone

Zahlreiche Infos speziell für Berufsanfänger sind im Internet unter https://jugend.verdi.de und unter https://jugend-bayern.verdi.de zu finden. Dort sind u.a. ein spezielles Ausbildungsportal (http://ausbildung.info/), Tipps zum Start ins Berufsleben und Hilfestellungen zu den Rechten und Pflichten im Arbeitsverhältnis veröffentlicht. Es lohnt sich, schnell ver.di-Mitglied zu werden. Der Jugendsekretär in Mittelfranken ist Timo Klein, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Tel.: (0911) 23 55 7 -921 eMail: timo.klein@verdi.de Facebook: verdijugendmittelfranken, Internet: https://mittelfranken.verdi.de/gruppen/jugend/

Ausbildung von A bis Z als App

Wichtige Infos können auch direkt auf das Smartphone geladen werden. Das kostenlose App ist für Android und IOS über den Play Store bzw. App Store runterladbar.

SBV-Logo Marcus Müller SBV-Logo

2018 noch zwei wichtige Wahlen in der Stadtverwaltung

2018 ist es wieder so weit: nach vier Jahren Amtszeit werden die Schwerbehindertenvertretungen neu gewählt. Im November 2018 können alle, die am Wahltag bei der Stadt Erlangen als schwerbehinderte Menschen anerkannt sind, sowie eine anerkannte Gleichstellung haben, wählen.

Die Schwerbehindertenvertretung ist die betriebliche Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung und alle Menschen, die von Behinderung bedroht sind.

Bei der Stadt Erlangen steigt die Zahl der Menschen, die von Behinderung bedroht sind.

Im Jahr 2002 waren 5,96 % der Beschäftigten schwerbehindert oder gleichgestellt. 2017 sind es schon 9,08 % der Beschäftigten. Die überwiegende Mehrheit wurde im Laufe ihrer Berufstätigkeit bei der Stadt schwerbehindert. Durch die Rente mit 67, der Abschaffung der Berufsunfähigkeitsrente und der deutlich schlechteren Erwerbsminderungsrente wird der Anteil tendenziell weiter steigen und die Arbeit der Schwerbehindertenvertretung wird immer wichtiger.

Beschäftigte die noch keinen Kontakt mit der Schwerbehindertenvertretung hatten, denken vielleicht, was ist ihre Arbeit, ist sie überhaupt wichtig, was leistet sie etc.?

Sie ist so wichtig, wie der Personalrat: denn ohne ihre Unterstützung sind manch Langzeiterkrankte plötzlich nicht mehr tragbar, der Arbeitsplatz nicht mehr geeignet, die Weiterbeschäftigung verweigert.

Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt vom Antrag bis zur Wiedereingliederung, sie begleitet die Betroffenen zu allen Gesprächen. Keiner wird alleine gelassen, wenn es um kritische Gespräche nach der Erkrankung geht. Wichtig ist natürlich, dass die Betroffenen Kontakt zu der Schwerbehindertenvertretung suchen, denn über den bisherigen Verlauf hat die Schwerbehindertenvertretung nicht unbedingt Kenntnis. Es kommt immer wieder vor, dass das Personalamt beispielsweise bei Abmahnungen oder Anhörungen von Schwerbehinderten, die Schwerbehindertenvertretung nicht vorab informiert und einbezieht, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Deshalb gerade in diesen Fällen gleich die Schwerbehindertenvertretung informieren und natürlich im November die neue Schwerbehindertenvertretung wählen.

Vorbildlich, unsere Vertrauensperson der Schwerbehinderten Silvia Beyer bei der Gartenarbeit mit Helm rh Vorbildlich, unsere Vertrauensperson der Schwerbehinderten Silvia Beyer bei der Gartenarbeit mit Helm

Weitere wichtige Wahl, die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) wird ebenfalls im Herbst neu gewählt.

Die Amtszeit der JAV beträgt 21/2 Jahre. Die letzte Wahl fand parallel zur Personalratswahl im Frühjahr 2016 statt, deshalb stehen jetzt die Neuwahlen an. Die JAV ist die Vertretung der Jugendlichen unter 18 Jahren und der zur Berufsausbildung Beschäftigten (Anwärter, Auszubildende, Praktikanten). Diese Personengruppe ist daher auch wahlberechtigt. In die JAV können alle Beschäftigte gewählt werden, die am Wahltag noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben.

Logo Jav-Wahl ver.di Logo Jav-Wahl

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung arbeitet eng mit dem Personalrat zusammen und hat u.a. folgende Aufgaben:

  • Wahrnehmung der Belange der Auszubildenden, Anwärter und Praktikanten.
  • Beantragung von Maßnahmen beim Personalrat (speziell zu Ausbildung, Übernahme, Gleichstellung von Männern und Frauen)
  • Überwachung von Gesetzen, Vorschriften, Tarifverträgen usw.
  • Anregungen der Auszubildenden, Anwärter und Praktikanten an den Personalrat weiterleiten
  • Probleme der Auszubildenden, Anwärter und Praktikanten zu lösen

Wir werden die Spitze mit Messer und Gabel verteidigen.

Martin Wagner
Tarifergebnis 2014 ver.di Tarifergebnis 2018

Endlich umgesetzt – fette Nachzahlung

Mit der Überweisung des August Gehalts wird endlich das Tarifergebnis vom 17.4.2018 umgesetzt. Dies bedeutet, dass die unteren Entgeltgruppen (bis EG 6 bzw. S 4) eine Nachzahlung von mindestens 700 Euro bekommen (für 6 Monate eine Tabellenverbesserung von mindestens 75 Euro plus die Einmalzahlung von 250 Euro). Bei den darüber liegenden Entgeltgruppen beträgt die Nachzahlung je nach der veränderten Tabelle 480 Euro und teilweise deutlich mehr. Die Werte sind natürlich brutto und gelten für Vollbeschäftigte. Auszubildende bekommen 300 Euro nachgezahlt. Der Gehaltszettel für August beweist ver.di lohnt sich, deshalb Mitglied werden, damit dies auch künftig so bleibt.

 

2018 wechselnde Tage! - MITMACHEN

20. September ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2018 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Donnerstag 20. September, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Hauptthema sind die anstehenden Wahlen.

Panzerknacker aus Duisburg R.Beckmann , Duisburg Panzerknacker

Kampfansage an die Gewerkschaften – Beispiel Österreich

In Österreich bekamen wegen der Flüchtlingspolitik die AfD nahen FPÖ Rechtspopulisten und die Konservativen 2017 eine Regierungsmehrheit und Kurz wurde österreichischer Kanzler. Welche Auswirkungen dies auf Beschäftigte hat zeigt nachstehender Beitrag aus gegenblende.dgb.de vom 20.6.2018.

Die Mitte-Rechts-Regierung in Österreich setzt der Arbeiterbewegung schwer zu. Die ArbeitnehmerInnen und ihre Gewerkschaften wehren sich mit Verve. Bislang mit gewissem Erfolg. Doch können sie diesen Kampf gewinnen?

"Die werden die Guck aufreißen, wenn sie sehen, wie wir wirklich im Kampfmodus sind", gibt sich Wolfgang Katzian, der neue Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), selbstbewusst: Vertretern der rechtspopulistischen Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz, die sich jetzt schon über vereinzelte Protestmaßnahmen beschweren, richtet er damit auf gut Wienerisch aus, dass sie noch Augen machen werden - er und seine Mitstreiter würden noch viel wirkungsvoller auftreten, sobald eine rote Linie überschritten ist.

Angriff auf die Sozialpartnerschaft

Dass es zu dieser Auseinandersetzung kommt, ist wohl nur eine Frage der Zeit: Die Regierungskoalition, die Kurz' Volkspartei (ÖVP) und die extrem rechte Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) seit einem halben Jahr bilden, schwächt die Arbeitnehmerbewegung, wo sie nur kann. Die ÖVP ist wirtschaftsfreundlicher denn je und hat sich auch ihren Wahlkampf im vergangenen Jahr von potenten Unternehmern mitfinanzieren lassen; diesen muss sie nun gerecht werden. Die FPÖ dagegen hat ein grundsätzliches Problem mit Arbeitnehmervertretern; sie hat sich in ihren Reihen nie durchsetzen können.

Gemeinsam bemühen sich die Regierungsparteien nun, die Gewerkschaft als Kollektivvertragspartner ebenso zu demolieren wie als Trägerin des Sozialversicherungssystems. Außerdem sollen die Mittel gekürzt werden, die der berufsständischen Arbeiterkammer zur Verfügung stehen. Und nebenbei wird an einer Reform der Arbeitslosenunterstützung gearbeitet, die sich auffallend stark am deutschen Hartz IV-Modell orientiert. In Anbetracht der starken Rolle, die die rot-weiß-rote Arbeitnehmerbewegung in der Geschichte des Landes spielt, ist es alles in allem nicht übertrieben, von einer echten Kampfansage an sie zu reden.

Viele Errungenschaften sollen zunichtegemacht werden. Unter anderem zählt auch die Sozialpartnerschaft dazu, die in Österreich bisher gepflegt wurde wie sonst kaum irgendwo. Arbeitnehmer und Arbeitgeber konnten so gut wie alle Entscheidungen der Politik mitbestimmen.

Doch damit ist es vorbei. Kanzler Kurz und sein Vize Heinz-Christian Strache (FPÖ) bekennen sich allenfalls in Sonntagsreden zur Sozialpartnerschaft. Im Übrigen binden sie diese nicht mehr ein, sondern treiben einen Keil zwischen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, mit dem Ziel, erstere zu stärken und letztere zu schwächen. Bei der geplanten Zusammenlegung von Sozialversicherungsträgern kommt das sehr deutlich zum Ausdruck: Im Sinne der Selbstverwaltung sind bei den Krankenversicherungen der Arbeiter und Angestellten bisher naturgemäß deren Vertreter bestimmend. Das soll sich ändern. Zusammengelegt werden darüber hinaus eher Versicherungen, die von ihnen geführt werden; die sogenannten Gebietskrankenkassen. So verlieren die Arbeitnehmer doppelt.

Die Rechnung der Regierung scheint bis hierher aufzugehen: Die Arbeitgeber, die gewinnen, sind zufrieden. Der neue Präsident der Wirtschaftskammer, Ex-ÖVP-Minister Harald Mahrer, hält im Unterschied zu seinem Vorgänger nicht allzu viel von der Sozialpartnerschaft. Gewerkschaftern hat er gleich zu seinem Amtsantritt unterstellt, "Gräuelpropaganda" zu betreiben. Kein gutes Zeichen für die Zukunft.

Die österreichische Bundesregierung hat unter dem euphemistischen Stichwort ‚Arbeitszeitflexibilisierung‘ ein Konzept vorgelegt, das für viele ArbeitnehmerInnen die 60-Stunden-Woche und den 12 Stunden-Tag bringen würde.

Stehen Arbeitnehmervertreter damit ganz allein und auf verlorenem Posten? Ihre Ausgangslage ist schlecht, aber nicht hoffnungslos. Man darf nicht vergessen, dass die Gewerkschaft in dem 8,8 Millionen-Einwohner-Land noch immer 1,2 Millionen Mitglieder hat. Und dass die Arbeiterkammer gar auf 3,6 Millionen kommt, die noch dazu sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Immerhin lassen sich fast alle Bürger irgendwann einmal von ihr in beruflichen Belangen beraten. Oder sie nützen ein Weiterbildungs-, Kultur- oder Konsumentenschutzprogramm. Womit die Kammer summa summarum so hoch im Kurs steht in der Bevölkerung, dass jeder, der sie angreift, immer auch ein gewisses Risiko eingeht: Die Stimmung könnte gegen ihn kippen.

Die Leute von der Arbeiterkammer wissen das. Wie sich auch die Gewerkschafter bewusst sind, dass sich die Herren von der Regierung bei ihrem aktuellen Vorhaben, 12-Stunden-Arbeitstage einzuführen, die Finger verbrennen könnten. Besonders die Freiheitlichen unter ihnen, die behaupten, eine Partei der kleinen Leute zu sein, haben diesbezüglich schon sehr viel Unmut zu spüren bekommen.

Wollen sich die Arbeitnehmervertreter behaupten, müssen sie in den nächsten Wochen und Monaten also verstärkt mobilisieren. Haben sie die Öffentlichkeit in dieser Frage auf ihrer Seite, machen sie es der Regierung in jedem Fall schwerer, ihre Vorhaben zu realisieren. Wobei die Ausdauer der Gewerkschafter und Arbeiterkämmerer von entscheidender Bedeutung sein wird. Die Regierung definiert sich in erster Linie über ihre Politik gegen Flüchtlinge. Denn das ist nach wie vor mehrheitsfähig. Und das ist ein Bonus, den sie durch unpopuläre Maßnahmen in anderen Bereichen nicht von heute auf morgen verspielen kann. Auch wenn noch so sehr dagegen protestiert wird.

Gesehen am 23.7.2018 am Neuen Mark rh Gesehen am 23.7.2018 am Neuen Markt

Antikriegstag 2018

1918 – 2018 - OHNE FRIEDEN IST ALLES NICHTS!

DONNERSTAG, 6. September, 18:00 Uhr

E-Werk Erlangen

Eintritt frei

BEITRÄGE VON

Wulli und Sonja Musik 1918 – 2018

Dr. Florian Janik OB Stadt Erlangen

Wolfgang Lemb IGM Vorstand

Wolfram Kastner das andere Bayern

DOROTHEA RETTIG STADTARCHIV Moderation Wolfgang Niclas DGB

 

Gewerkschaftliche Geschlechterpolitik im deutsch-französischen Vergleich

Im Rahmen ihrer Dissertation vergleicht Judith Holland vom Institut für Soziologie der FAU Erlangen die Bedeutung und Umsetzung von Geschlechterpolitik in deutschen und französischen Gewerkschaften auf verschiedene Weise. Mit Ihrem Vortrag bei uns wird uns Judith Holland die Ergebnisse aus dieser Anlayse vorstellen.

Donnerstag, 6. September 2018, 17:30 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, ver.di K.i.B.S., EG

 

Die AfD und die soziale Frage

Dies ist der Ersatztermin für die am 4.7. kurzfristig ausgefallene Veranstaltung, Referent ist Stefan Dietl.

Donnerstag, 20. September 2018 · 18:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, 7. OG, Raum Burgblick

 

Tagesseminar Wirtschaftspolitik:

 „Welche Politik brauchen wir für ein soziales und solidarisches Europa?“ „Und was können Gewerkschaften dafür tun?“ – diesen und anderen Fragen versuchen wir bei unserem Tagessemiar auf den Grund zu gehen. Als Referent steht uns Dr. Dierk Hirschel, ver.di Bundesverwaltung, Abtlg. Wirtschaftspolitik zur Verfügung.

Samstag, 22. September 2018 · 10:00 – 16:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, 7. OG, Raum Burgblick

 

Änderungen Leistungsumfang Freizeitunfallbeihilfe seit 1.7.2018 

Ab dem 1. Juli 2018 ist die Höhe des Krankenhaus-Tagegeldes nicht mehr vom ver.di-Monatsbeitrag abhängig, sondern beträgt ab diesem Stichtag pauschal 25 € pro Tag. Damit einher geht der Wegfall der bisherigen Invaliditäts- und Todesfall-Leistung. Hintergrund für die Veränderung ist, dass die Zahl der Beantragung dieser beiden Leistungen in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Nur wenige Mitglieder haben davon profitiert, deshalb werden diese Leistungen zugunsten des pauschalen Krankenhaustagegeldes zukünftig wegfallen. Wie bisher wird das Tagegeld ab einem 48-stündigen Krankenhaus-Aufenthalt gezahlt und ist auf maximal 30 Tage begrenzt. Voraussetzungen für die Auszahlung der Freizeitunfall-Leistung sind u.a. eine mindestens 6 Monate bestehende, ungekündigte Mitgliedschaft und die satzungsgemäße Beitragszahlung.

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail service.bayern@verdi.de.

Werner Lutz wl Herr L.

Neues von Werner

Aussichten

Neuesten Meldungen zufolge erhöht sich das Armutsrisiko für Familien in Deutschland mit jedem Kind. Allerdings erhöht sich das Armutsrisiko noch weitaus mehr dadurch, daß weltweit jeden zweiten Tag ein neuer Milliardär entsteht.

Letzte Wünsche zur Altersruhe

Wenn jemand in Rente geht, wünschen einem die Arbeitskollegen oft, daß er nicht in ein Loch fällt, oder daß er eine weite Reise machen kann.

Beides wird heutzutage zufriedenstellend erfüllt: viele Rentner machen inzwischen täglich weite Reisen durch die Stadt, wenn sie aus Abfalleimern die Pfandflaschen sammeln. Und sie fallen nicht selten in ein Loch, sondern sogar in einen sozialen Abgrund.

Selbstversuch mit Hartz IV

Berlin: Der Betriebsarzt der Bundesminister hat aus gesundheitlichen Gründen Sozialministern und ihren Staatssekretären dringend abgeraten, persönliche Selbstversuche mit befristeten Hartz IV-Bezügen zu unternehmen.

Als Begründung gibt er an, daß Sterbehilfe in Deutschland nach wie vor verboten ist.

März 2018 - Kalenderblatt: Recycling

Eine nicht unbekannte deutsche Sportartikelfirma läßt jetzt den Plastikmüll aus dem Meer fischen und daraus neue Sneakers produzieren.

Das Recycling-Konzept ist alternativlos: die Arbeiter dürfen sich sogar kostenlos für ihre armseligen Hütten Plastikplanen aus dem Meer für die Dächer mitnehmen. Außerdem fallen sie keinem Sozialsystem an, weil sie längst vor ihrer Rente wegen dem vielen Plastik sterben – und die nicht unbekannte Sportartikelfirma erhält natürlich bald einen Umweltpreis.

Einzig allein die Profite des Konzerns sind noch nicht aus Plastik.

Zeitplaner für das Schuljahr 2018/2019

Alle verdi-Mitglieder aus dem Sozial- und Erziehungsdienst, die in Erziehungs-, Bildungs- oder Betreuungseinrichtungen arbeiten, haben den beliebten Zeitplaner zwischenzeitlich zugeschickt bekommen. Alle Mitglieder, die keinen bekommen haben und diesen gerne hätten, bitten wir um kurze Rückmeldung. Auf den ersten Seiten des Zeitplaners wird über unsere Gewerkschaftsarbeit informiert. Themen sind dieses Mal die aktuelle Situation in Kitas, die dringend anstehenden tariflichen Regelungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und als Highlight ein Bild der bayerischen Teilnehmer der Kassler Konferenz mit zwei Erlanger KollegInnen.

Rätsel –Auflösung und neues Rätsel

Beim Rätsel wollten wir wissen, was zeigt das Bild und wo findet dies statt? Es war natürlich die schwimmende Müllabfuhr in Venedig. Beim neuen Rätsel bewegen wir uns in einen Erlanger Vorort. Bei der Eltersdorfer Kirchweih ist die Losbude der evangelischen Kirche ein Highlight und viele erwerben dort Nieten, siehe Bild. Wir wollen wissen, wer managt den Nietenverkauf?

Nieten ohne Ende rh Nieten ohne Ende

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Entgeltumwandlung

Seit Jahren sind offensichtlich Lobbyisten unterwegs, um den Absatz von E-Bikes und Pedelecs im öffentlichen Dienst (Kauf bzw. Leasing) zu forcieren. Dabei werden Gesundheits- und Umweltgesichtspunkte ins Feld geführt und gleichzeitig eine Finanzierung über die sogenannte Entgeltumwandlung gefordert. Wegen fehlender rechtlicher Voraussetzungen ist dies im Bereich der Stadt nicht möglich. Über diese Hintergründe und warum ver.di die Entgeltumwandlung für E-Bikes und Pedelecs ablehnt, informiert ein ausführliches Flugblatt von ver.di Bayern.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 13 / 2018 – Soziale Spaltung immer krasser 

Die Reichen in Deutschland werden immer reicher. Auf der anderen Seite nimmt das Armutsrisiko zu, besonders für Mieterinnen und Mieter. Dabei werden in den üblichen Daten die Einkommen der Reichen noch massiv unterschätzt. Diese beruhen ganz überwiegend auf Kapitaleigentum und nicht auf eigener Arbeit.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 14 / 2018 – Kindergeld: Arme Kinder! 

Kindergeldzahlungen ins Ausland haben eine große Debatte ausgelöst. Manche fordern, das Kindergeld an die Lebenshaltungskosten der Länder anzupassen, in denen die Kinder leben. Doch für ver.di ist klar: Eltern, die hier eine Arbeit ausüben und Steuern zahlen, haben Anspruch auf Kindergeld in voller Höhe.

Nach langer Pause wieder

Liste ekliger Wörter

Masterplan und Masterplan

Deutsch       Boarisch   Frängisch

Die Dusche d` Brause die Dusche

Wie heißt der Andi mit Nachnamen? - Arbeit, Andie Arbeit!

Surfen Nr. 195

deinedatendeinerechte.de

Die neue Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, die Ende Mai in der EU in Kraft trat, löste lebhafte Debatten aus. ­Firmen und Webseitenbetreiber mussten bei Kunden und Newsletter-Abonnenten Einverständnisse erneuern. Trotz manchen Unmuts ist aber festzuhalten: Geht es um die Nutzung von persönlichen Daten, stärkt die DSGVO die Position von Verbrauchern und Bürgerinnen gegenüber Unternehmen, Organisationen und Institutionen, denn diese müssen mehr Auskunft geben und auf Verlangen Daten berichtigen oder löschen. Wie dabei vorzugehen ist und was Verbraucher/innen datenschutzrechtlich nun noch so zusteht, darüber klärt diese gut strukturierte Webseite sehr verständlich auf. Die Rubriken Spielen, Lesen, Schauen, Machen ­erläutern die wichtigsten Regelungen, ­geben für einzelne Szenarien konkrete Handlungsanweisungen und bieten Musterformulare. Einfache, leicht interaktive Browserspiele und sehr anschauliche Erklärvideos führen gut an die wichtigsten Themen heran, zudem gibt es die Inhalte auch in einfacher Sprache. Eine hervorragend gemachte Seite.

Der neue Stuhl rh Der neue Stuhl

Toll, die Büros werden neu möbliert

Vor dem Hintergrund das es immer schwieriger wird geeignetes Personal für die Stadt zu gewinnen hat das Personalamt erkannt, wir müssen als Arbeitgeber attraktiver werden. Ein wesentlicher Baustein ist die Neumöblierung der Büros, damit sich bei der Arbeit ein Wohlfühlgefühl einstellt. So ist geplant, die Bürostühle zu entfernen und Zug um Zug die abgebildete Sitzgelegenheit einzuführen. Auch die Besprechungstische werden im neuen Design eingeführt, siehe das weitere Bild. Im Juli wurden im Rathausfoyer die neuen Möbel gezeigt und stießen auf große Begeisterung bei den Beschäftigten.

Der neue Besprechungstisch rh Der neue Besprechungstisch

Culdur

BOB DYLAN

NÜRNBERG, FRANKENHALLE, 22.4.2018

Überpünktlich wie immer stand um 20.00 Uhr der Meister mit seiner herausragenden Band auf der Bühne und „Things Have Changed“ wurde angestimmt. Ein äußerst passender Opener, denn die Dinge haben sich bei der seit 1988 stattfindenden „Never Ending Tour“ tatsächlich geändert. Natürlich ist die Musik nach wie vor Mittelpunkt. Die Bühne wurde spärlich mit Vintagescheinwerfer ausgeleuchtet, zusätzlich standen kleine Laternen bei den Musikern und ab und an wurde der Vorhang hinter der Bühne angeleuchtet. Diese schöne und heimelige Clubatmosphäre in der doch sehr großen Frankenhalle wurde unterstützt durch einen extrem guten Sound. So kam eine ungewöhnlich intime Stimmung auf. Natürlich darf bei Bob Dylan immer noch nicht fotografiert werden und dies wurde fast durchgängig durch die Ordner überwacht. Geändert hat sich, dass nicht mehr nach jedem Song, Bob und die Band einen Kreis bilden und entscheiden, welcher Song gespielt wird. Die Setlist in Nürnberg war identisch mit denen der Konzerte in den Monaten davor und wohl auch danach.

Der Meister rh Der Meister

Auf der Setlist stand die gewohnte Mischung alter Songs/Hits, komplett fast bis zur Unkenntlichkeit neu arrangiert und neuere Songs. Geändert hat sich, dass das Konzert nicht von einer Stilart geprägt war. 1978 auf dem Zeppelinfeld überraschte der Meister erstmals mit einem Reggae geprägten Set. Im Mai 2000 in der Arena Treptow in Berlin und 2007 in der Leipziger Arena waren es richtig Heavy Metal-Shows. Zwei Jahre später im April im Zenith in München gaben sich Dylan und Band als Rockstars und erinnerten musikalisch stark an Tom Petty und die Heartbreakers. 2011 gab es in der Nürnberger Arena ein stark Gitarren betontes Konzert mit vielen Solis. 2015 in der Bamberger Brose Arena war es ein leises Konzert mit einem Stilmix von Folkrock, Country, Walzer, Swing bis zum New-Orleans-Jazz, klanglich fein und exzellent vorgetragen. 2018 gab es dagegen von fast allen etwas, lediglich die Reggae Versionen fehlten. Dank der sehr unterschiedlichen Stilarten wird sehr deutlich, welches musikalische Potential in der Band und natürlich in den Songs steckt. Wer kann schon Jazz, Swing, Funk, Folkrock, Rock bis Hard Rock in einem Konzert abrufen? Höhepunkte waren „Highway 61 Revisited“ mit einer sehr rockigen E-Gitarre, das bluesige „Honest With Me“ mit Dylan als Frontmann, sogar mit vereinzelten Gesten, dass sehr nahe am Original interpretierte „Desolation Row“ und „Tangle Up In Blue“ mit sehr vielen Improvisationen. Wie immer richtet Dylan, auch mit inzwischen 76 Jahren, kein Wort an das Publikum. Dagegen bemühte er sich sehr statt krächzenden Sprechgesang die Songs insbesondere bei den drei Frank Sinatra Stücken richtig zu singen. Wie immer endete das Konzert nach gut 90 Minuten mit zwei Zugaben, „Blowin` in the Wind“ und „Ballad of a Thin Man“. Es war ein musikalisches Großereignis.

 

Buchtipp

EIFERSUCHT

ANDREAS FÖHR

THRILLER

KNAUR TASCHENBUCH VERLAG, 427 Seiten ISBN: 978-3-426-65446-0

Andreas Föhr ist bekannt von seinen preisgekrönten Kriminalromanen um das Ermittlerduo Wallner & Kreuthner. Damit schafft er es regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Mit der Rechtsanwältin und Strafverteidigerin Rachel Eisenberg hat der Autor nun eine Figur geschaffen, bei der er sein Fachwissen als Jurist voll einbringen kann.

Buch Eifersucht www Buch Eifersucht

„Eifersucht“ ist der 2. Fall von Eisenberg. Er spielt im Jahr 2017 im Filmmilieu in München. Judith Kellermann, die neue Mandantin von Rachel Eisenberg, soll ihren Lebensgefährten aus Eifersucht in die Luft gesprengt haben. Als Reste des Sprengstoffs bei ihr gefunden werden, kommt sie in Haft. Sie beteuert ihre Unschuld, doch ihre Erklärungen klingen abenteuerlich. Ein geheimnisvoller Ex-Soldat Boris soll den Mord begangen und die Beweise manipuliert haben. Doch der Mann ist verschwunden. Judith Kellermann ermittelt mit dem Privatdetektiv Axel Baum. Doch sie kommen nur sehr schwer voran. Parallel wird die Geschichte einer Mordserie an Frauen aus dem Jahr 2012 erzählt. Damals hatte Judith Kellermann eine Beziehung mit dem Mörder und hat ihn vor den polizeilichen Ermittlungen gedeckt. Dazu kommt noch der mysteriöse Tod von Judiths Schwester der immer wieder in der Geschichte aufpoppt. So tappt der Leser in der fesselnd erzählten Story mit vielen überraschenden Wendungen und fast zu vielen zufälligen Entdeckungen sehr lange im Dunkeln. Bis es zum Schluss bei einer blutigen Verfolgungsjagd extrem spannend wird und sich natürlich alles aufklärt, vom Tod Judiths Schwester, der Mordserie 2012 und dem aktuellen Fall. Diese Geschichte mit ihren fast zu vielen Wendungen wird ergänzt durch sehr detaillierte Einblicke in die Arbeit der Justiz, insbesondere der Staatsanwaltschaft und den polizeilichen Ermittlungen. Zum Schluss des Buches ist man etwas atemlos, schließlich wollte man ja wissen, wie es ausgeht. Man ist aber auch etwas ratlos, ob so etwas tatsächlich hier passieren kann.

 

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