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verdi-Info Nr. 4/2017

für die Stadtverwaltung Erlangen
Info Kopf rh Betriebszeitung

Info Nr. 4/2017 38. Jahrgang (ohne Eier?) vom 8. April 2017

Inhalt:

  • Raus zum 1. Mai
  • Darf der Arbeitgeber meine persönlichen Sachen durchsuchen (aus gegebenem städtischen Anlass)?
  • Beratungstermine zur Entgeltordnung
  • Bedrohung durch Reichsbürger
  • Filosofen
  • 70 Jahre DGB Bayern
  • Betriebsgruppe 2017 – 27.4.
  • Sozialwahlen 2017
  • Arztbesuche
  • Für uns im Personalrat aktiv (VII)
  • Kurz & knackig (Frühlingsgefühle, Neues von Herrn L, Preisrätsel, Was tun gegen Nazis?, anfordern, surfen 181, Termine und Veranstaltungen, Culdur – Glühmetfestival, Buch „Tod Steine Scherben“ vom Färdder Veit Bronnenmeyer)
1. Mai in Erlangen dgb 1. Mai in Erlangen

Darf der Arbeitgeber meine persönlichen Sachen durchsuchen, aus gegebenen städtischen Anlass?

Wenn es um die Privatsphäre geht, setzt das Arbeitsrecht einer unkontrollierten Informationsbeschaffung des Arbeitgebers Grenzen. Das gilt vor allem für Eingriffe in verschließbare Schränke, Schubladen, Behältnisse oder Taschen, die zumindest auch für den privaten Gebrauch der Beschäftigten bestimmt sind. Allgemein gilt, dass kein Arbeitnehmer ohne besonderen Grund von einer Kontrolle betroffen sein darf. Ein solcher kann entweder in einem besonderen Verdachtsmoment oder dem Erfordernis einer Stichprobe liegen. Ob ein Eingriff auch ohne Wissen oder sogar gegen den ausdrücklichen Willen eines Mitarbeiters stattfinden darf, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Damit musste sich das Bundesarbeitsgericht Urteil befassen (Az.: 2 AZR 546/12). Aufgrund eines Diebstahlverdachts kontrollierte der Arbeitgeber den Spind eines Mitarbeiters im Einkaufsmarkt. Zu Unrecht, befanden die Erfurter Bundesrichter. Nach ihrer Auffassung hatte das Unternehmen die Diebstahlsabsicht nicht hinreichend bewiesen. Den Vortrag, dass diverse Sortimentsgegenstände im Spind gefunden wurden, ließ das Bundesarbeitsgericht nicht gelten. Die Öffnung des Schranks sei nämlich rechtswidrig und die dabei gewonnenen Erkenntnisse somit prozessual nicht verwertbar.

Die Kontrolle muss möglichst schonend von statten gehen

Grundsätzlich stelle jede Kontrolle der Privatsphäre einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und eine datenschutzrechtlich relevante Erhebung personenbezogener Daten dar. Diese sei nur zulässig, sofern der Arbeitgeber bei dem Eingriff das mildeste Mittel gewählt habe. Im Entscheidungsfall wäre die Informationsbeschaffung nach Meinung der Richter auch mit weniger einschneidenden Methoden möglich gewesen. Insbesondere hätte das Unternehmen den Schrank auch in Anwesenheit des Mitarbeiters öffnen können. Dann hätte dieser etwa die Möglichkeit gehabt, gesuchte Gegenstände freiwillig herauszugeben.

 

Neue Entgeltordnung (EGO) – Beratungstermine für ver.di-Mitglieder

Durch die Einführung der neuen EGO zum 1.1.2017 ändert sich für die Beschäftigten mit Ausnahme der Beschäftigten in EG 9 und EG 13 mit Zulage nichts. Sie bleiben so eingruppiert wie bisher. Voraussetzung für eine Höhergruppierung durch die EGO ist ein Antrag durch den Beschäftigten. Die Beschäftigten können bis 31.12.2017 einen entsprechenden Antrag stellen. Das heißt es bleibt genügend Zeit für eine eingehende Beratung durch die Gewerkschaft, ob sich eine neue Eingruppierung durch die EGO lohnt oder eher eine Verschlechterung durch den Wegfall von Besitzständen ist. Wird innerhalb 2017 ein Antrag auf Eingruppierung nach der neuen EGO gestellt, wird in allen Fällen rückwirkend zum 1.1.2017 höhergruppiert. Das heißt nicht stufengleich.

Beratungsgutschein ver.di Beratungsgutschein

Beratungstermine in Erlangen

Die ver.di Sekretäre Christian Kleefeld und Frank Bess kommen an mehreren Tagen nach Erlangen, damit sich ver.di Mitglieder vor Ort beraten lassen können. An folgenden Tagen finden zunächst Beratungen in den Räumen des Personalrates, Nägelsbach Str. 26, II. OG statt:

27. und 28. April 2017 von 9:00 – 16:00 Uhr.

Wichtig, für die Beratung muss ein genauer Termin vereinbart werden. Die Koordination bzw. Terminvergabe macht Dietmar Radde (telefonisch 86 2420 oder per Mail dietmar.radde@stadt.erlangen.de). Wir bitten um rasche Anmeldung. Bei der Anmeldung teilen wir mit, welche Angaben für eine qualifizierte Beratung unbedingt erforderlich sind.

 

Bedrohung durch Reichsbürger

In den letzten Monaten nahmen die Vorfälle mit Anhängern der sogenannten „Reichsbürgerbewegung“ bundesweit zu. Diese wenden sich persönlich oder schriftlich an die Beschäftigten in allen öffentlichen Verwaltungen. Sie reichen absurde Eingaben inklusiver seitenlanger angeblicher Rechtsgutachten ein und erklären dabei beispielsweise den Austritt aus der „BRD GMbH“.

Was sich zunächst wie ein Spaß oder harmlose „Spinner“ anhört, wird ernst, wenn Kolleginnen und Kollegen Furcht verspüren. Die „Reichsbürger“ lehnen Beschäftigte der Behörden aufgrund der Nichtakzeptanz des Staates durchweg ab. Kolleginnen und Kollegen wurden bereits gefilmt und persönlich bedroht.

Da diese Situationen immer wieder vorkommen können, hat der Personalrat die Dienststelle im Dezember 2016 aufgefordert, die betroffenen Beschäftigten weitestgehend zu unterstützen und bei einer konkreten Bedrohungslage schnell Hilfestellung anbieten. Eine weitere Forderung des Personalrates ist die rechtliche Unterstützung der Beschäftigten bei Auseinandersetzungen mit „Reichsbürgern“.

Erfreulicherweise wurden zwischenzeitlich alle Führungskräfte zum Thema informiert und aufgefordert alle Beschäftigten zu informieren.

Wir können nur jedem betroffenen Beschäftigten empfehlen, Vorfälle mit „Reichsbürgern“ oder anderem aggressiven Publikum sofort an die Vorgesetzten zu melden und entsprechende Schritte einzufordern: Vom Hausverbot bis hin zur Strafanzeige oder auch einer Auskunftssperre bei persönlichen Bedrohungslagen. Der Personalrat und ver.di stehen den Beschäftigten zur Seite wenn diese Bedrohungen, Beleidigungen oder gar Angriffen ausgesetzt sein sollten. Melden Sie sich in diesem Fall bei ver.di und/oder beim Personalrat.

Motivplakat Integration
DGB 1. Mai 2017 DGB Motivplakat Integration

„Reichsbürgerbewegung“: Seit den 1980er Jahren existieren in der Bundesrepublik verschiedene Kleingruppen und Einzelpersonen, die davon ausgehen, dass das Deutsche Reich (wahlweise das Kaiserreich oder das Dritte Reich) fortbesteht. Als unmittelbare Folge dieses Glaubens an den „Fortbestand des Deutschen Reiches“ erkennen diese sogenannten „Reichsbürger“ die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht an. Vielmehr – so wird in diesen Kreisen argumentiert – handele es sich bei der BRD um ein von den Alliierten nach künstlich erschaffenes, völkerrechtlich illegales Konstrukt, das mit Hilfe des Grundgesetzes das deutsche Volk unterdrücke und ausbeute. Die Bundesrepublik wird von sogenannten „Reichsbürgern“ daher auch häufig als GmbH bezeichnet, aus der auszutreten man das Recht und sogar die Pflicht habe. Während sich die meisten ihrer Publikationen im Bereich von Esoterik, Verschwörungstheorien und skurrilen Phantasiewelten bewegen, überschreiten einige in ihrer Argumentation und ihrem Vorgehen die Grenze zum Rechtsextremismus und Antisemitismus. Ungeachtet der Tatsache, dass es den sogenannten „Reichsbürgern“ an überregionalen handlungsfähigen Strukturen mangelt, sind viele ihrer ideologischen Standpunkte und Aktivitäten eindeutig gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung und die dort verbürgten Grundrechte gerichtet. „Reichsbürger“

  • leugnen in ihren Publikationen den Holocaust und wiegeln zum Rassenhass auf
  • delegitimieren die Bundesrepublik Deutschland
  • bedrohen, nötigen und belästigen Amtsträger und andere missliebige Personen
  • verwenden eigene Ausweise und/ oder Kennzeichen als offizielle Dokumente

 

70 Jahre DGB Bayern

Während des 3. Reiches wurden die Gewerkschaften vom Naziterror zerschlagen. Viele Gewerkschafter/innen kamen in Konzentrationslager oder wurden ermordet. Kurz nach der Befreiung vom Nazi-Regime begann der Wiederaufbau der Gewerkschaften.

In den Betrieben und Städten bildeten sich zum Glück wieder örtliche gewerkschaftliche Zusammenschlüsse. Vom 27. bis 28. März 1947 wurde dann in einer Großküche in der Rosenheimer Straße in München der Bayerische Gewerkschaftsbund gegründet, der 1949 in den Deutschen Gewerkschaftsbund aufging.

Motivplakat Soziale Gerechtigkeit
DGB 1. Mai 2017 DGB Motivplakat Soziale Gerechtigkeit

Gewerkschaftsmitglieder haben nach dem zweiten Weltkrieg Verantwortung für den Wiederaufbau übernommen. Sie haben Trümmer weggeräumt, beim Aufbau der Betriebe geholfen und sich vor allen Dingen für die Wiederherstellung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Aufklärung eingesetzt.

Die Gewerkschaften und ihre Repräsentanten gehörten zu den ersten Opfern des nationalsozialistischen Terrors. Eine schwache Demokratie und die in verschiedene Richtungsgewerkschaften zersplitterte Arbeiterbewegung waren nicht in der Lage dem wirksam entgegen zu treten. Eine Lehre aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte war daher die Schaffung von Einheitsgewerkschaften: Religiös neutral und parteipolitisch unabhängig. Eine geschlossene und einige Gewerkschaftsbewegung, die auch in stürmischen Zeiten Garant für Demokratie und Wohlstand der Arbeitnehmer/innen sein kann.

Diese Geschlossenheit war und ist der Grundstein für zahlreiche Erfolge: Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Mitbestimmung in den Betrieben, Verkürzung der Arbeitszeiten, Urlaub, Tarifpolitik zur Beteiligung am wirtschaftlichen Wohlstand und vieles mehr bis hin zum kürzlich erkämpften Mindestlohn.

Die Humanisierung der Arbeitswelt bleibt zentrale Aufgabe der Gewerkschaften. Gewerkschaften sind heute wichtiger denn je. Es ist zwar gelungen, zahlreich neue Mitglieder zu werben, insbesondere junge Menschen und Frauen. Doch in einigen Betrieben gibt es noch viel Luft nach oben. In Bayern arbeiten nur noch 53 % der Beschäftigten in einem Betrieb mit Tarifvertrag. Ein gesellschaftlicher Skandal, dass viele Unternehmen mittlerweile Tarifflucht begehen. Eine starke Mitgliedschaft kann dieser Entwicklung tatkräftig entgegen treten. Je höher die Tarifbindung, desto sozialer ist die Marktwirtschaft.

Es braucht auch ein klares Vorgehen gegen Arbeitgeber, die die Arbeit von Betriebs- und Personalräten behindern. Dies widerspricht der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und gehört bestraft!

Soziale Gerechtigkeit steht langsam wieder auf der Agenda. Es waren die Gewerkschaften, die mit ihrer Hartnäckigkeit dieses Thema in die aktuelle Diskussion eingebracht haben. Der Kampf um gute Arbeits- und Einkommensbedingungen machen deutlich, wie wichtig Gewerkschaften sind, vor 70 Jahren, heute und auch in Zukunft.

Filosofen Unsere Chancen stehen 70:50

Torsten Legat

MITMACHEN

27. April ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2017 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, Kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Donnerstag 27. April, 17.00 Uhr, Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Themen sind u.a. der anstehende 1.5., das Grillfest 2017 und zum Schluss Fragen zur EGO.

Impressum:
V.i.S.d.P.: C. Kleefeld, ver.di-Fachbereich Gemeinden, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Tel. 091123557107, Auflage 875 Stück, Redaktionsschluß, 7.4.2017. Die Kosten für den Druck wurden durch ver.di-Beiträge finanziert. Vielen Dank an alle ver.di-Mitglieder in der Stadtverwaltung. Nachdruck nur mit Genehmigung! Kontakt: roland.hornauer@stadt.erlangen.de

Plakate zu den Sozialwahlen 2017 zum Selbstausdrucken in A4 und A3 ver.di Sozialwahlen 2017 - Plakate

Arztbesuche, verordnete Behandlungen und Arbeitszeit

Da immer noch scheinbar andere Auffassungen gestreut werden, wir bleiben bei den Darstellungen im ver.di Info Nr.1/2017 und Nr. 3/2017 (siehe Internet bzw. einzelne Exemplare können bei uns angefordert werden). Da wir die gesetzlichen und tariflichen Regelungen ausführlich zitiert und erläutert haben, hat die Stadt keine Möglichkeit andere Vorgehensweisen den Beschäftigten zu verordnen. Im Konfliktfall sollte dies gerichtlich mittels gewerkschaftlichen Rechtschutz geklärt werden.

 

Für uns im Personalrat aktiv (VII)

Wie angekündigt stellen wir in jeder Infoausgabe unsere Personalräte vor. Dieses Mal ist ein Kollege aus dem Personalrat EB 77 (Bauhof) dran. Wir haben Markus Wölfel ausgewählt, weil er sich nicht nur als Personalrat, sondern auch als stellvertretende Vertrauensperson der Schwerbehinderten engagiert. Zusätzlich hat er noch ein sehr vernünftiges Hobby und ist drittes Ersatzmitglied im Gesamtpersonalrat. Ersatzmitglied heißt, immer wenn ein Personalrat verhindert ist rückt das Ersatzmitglied in den Personalrat nach und ist dann volles Personalratsmitglied mit allen Rechten. Er arbeitete im EB 77 in der Lohnbuchhaltung und ist unter der Tel. Nr. 86 2033 erreichbar.

Markus, stellst Du Dich bitte kurz vor?

Mein Name ist Markus Wölfel, ich bin 34 Jahre alt und wohne in Roth bei Nürnberg.

Markus Wölfel mw Markus Wölfel

Welche Hobbys hast Du?

Mein Hobby ist ganz klar der Club und regelmäßiges Wandern mit der Familie.

Wie ist Dein beruflicher Werdegang?

Ich habe 2000 meine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter bei der Stadt begonnen. Seit 2003 arbeite ich im Eigenbetrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung. Seit 2008 führe ich das Team Lohnbuchhaltung. 2011 wurde ich erstmals in den Dienststellenpersonalrat EB77 gewählt. Im Jahr 2014 bin ich 1. Stellvertreter der Vertrauensperson im EB77 geworden.

Was ist für Dich privat wichtig?

Privat ist mir meine Familie (Sohn, Frau, Eltern, Schwester, Neffen) am wichtigsten. Die Familie gibt einen immer halt.

Welche Musik hörst Du?

Ich höre jede Art von Musik. Am liebsten höre ich mir derzeit Andreas Gabalier an.

Was soll sich gesellschaftlich ändern?

Wir sollten endlich wieder ein miteinander anstatt ein gegeneinander anstreben. Leider ist es in unserer Gesellschaft inzwischen so, dass Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt auf der Strecke bleibt. Mein Motto: Mensch sein und Mensch bleiben.

Was nervt Dich an der Stadt?

Das „Wir“ Gefühl geht bei den Kollegen so langsam verloren. Wir sind alles Mitarbeiter der Stadt Erlangen von der Reinigungskraft bis zu den Amtsleitern, wir sollten alle am selben Strang ziehen, aber mir kommt es in den letzten Jahren so vor, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht. Das muss sich schnell wieder ändern.

Was hältst Du von der Dienstvereinbarung „Leistungsorientierte Bezahlung?“

Ehrlich? Die leistungsorientierte Bezahlung gehört so schnell wie möglich wieder abgeschafft! Sie stiftet Unruhe untereinander und hat den eigentlichen Zweck völlig verfehlt! Gibt den Mitarbeitern ihr planbares Urlaubsgeld zurück und jeder ist glücklich!

Was hat sich an der Arbeit verändert?

Die Arbeit wurde in den vergangenen Jahren immer mehr.

Warum ist für Dich die Gewerkschaft, ver.di wichtig?

Die Gewerkschaft ist für mich persönlich sehr wichtig um die Interessen von uns allen zu vertreten. Ich denke über die Gehaltserhöhungen der letzten 8 Jahre brauchen wir uns nicht beschweren und ohne eine starke Gewerkschaft hätten wir solche Ergebnisse nicht erreicht. Leider ist mir beim Warnstreik im vergangenen Jahr aufgefallen, dass nicht gerade viele Mitarbeiter von der Stadt Erlangen zum Warnstreik nach Nürnberg aufgebrochen sind. Daher überlegt euch alle, ob es nicht sinnvoll ist, zu ver.di zu kommen um gemeinsam unsere Interessen zu vertreten. Gemeinsam sind wir stark!

Deine Wünsche für 2017?

Harmonie unter den Kollegen!

Gefühlte Frühlingsgefühle Nach der winterlichen Kühle brechen Bahn sich die Gefühle, die ein Herz pochpochen machen ... Lohnt es sich doch aufzuwachen, einen Tag mit allen Sinnen ausgeschlafen zu beginnen, sich die Liebe auszumalen, mit den ersten Sonnenstrahlen durch die helle Welt zu hüpfen, um ein zartes Band zu knüpfen, bald mit einem leichten Zittern einen süßen Duft zu wittern und mit ihm im Handumdrehen glücklich durch die Stadt zu wehen, Himmel rosarot zu färben, Auserwählte zu umwerben, an ihr Innerstes zu rühren, unsren Herzensbund zu spüren, ihre Anmut zu bestaunen, ihr berauscht ins Ohr zu raunen und in ihrem Blick, dem kecken, längst die Sünde zu entdecken - oder um sich, tschüss, Verlangen!, leider eine einzufangen ...

Bernd Penners
Werner Lutz ad Werner Lutz

Neues von Herrn L.

Gesetzesänderung

Richtig ist, daß kürzlich die Abschaffung des Straftatbestandes der Majestätsbeleidigung beschlossen wurde. Unklar ist, ob Martin Schulz das als erste Maßnahme rückgängig macht, wenn er Bundeskanzler wird.

München: Eine vom Siemens-Konzern selbst in Auftrag gegebene Studie zum milliardenschweren Schmiergeldskandal soll nach Fertigstellung nicht veröffentlicht werden. Unklar ist, ob der Firmenvorstand sich selbst oder die Pressestelle bestochen hat, und in welcher Höhe.

Der heutige Trump

…und nun liebe Zuhörer, wie immer an dieser Stelle unser heutiger „Trump“. Der US-Präsident hat sich heute etwas ganz besonderes für uns einfallen lassen. – Da es keine einzige Meldung aus dem Weißen Haus gibt, muß ernsthaft davon ausgegangen werden, daß Donald Trump das erste Mal an seinem Schreibtisch sitzt und versucht zu regieren und als Präsident zu arbeiten.

 

Neues Rätsel – Auflösung

Beim Rätsel wollten wir wissen, in welchem Dienstgebäude wurde im WC der Spiegel in einer schmalen Raumspalte angebrach? Natürlich hängt der gesuchte („extrem häufig genutzte“) Spiegel in der Herren-Toilette im Erdgeschoss des „kleinen Rathauses“ (Zi.Nr. 47, Schuhstraße 40). Erstaunlicherweise lösten nur Männer das Rätsel und mit einer Ausnahme gingen die Preise -  1 Schreibmaschine – ausschließlich in die Schuhstr. 40. Beim neuen Rätsel wollen wir wissen, wer ist die beste Maiplakettenverkäuferin? Einige Hinweise, es ist eine Kollegin in einer Außenstelle, die innerhalb von 2 Tagen 55 Maiplaketten verkaufte. Ein Wert, der 2017 nicht mehr übertroffen werden kann, denn so viele Plaketten sind nicht mehr vorhanden. Wer noch keine Plakette hat muss sich beeilen.

 

Maiplakette rh Maiplakette

WAS TUN GEGEN NAZIS?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten sich mit einfachen Mitteln gegen die rechten Dumpfbacken stark zu machen. Hier sind Tipps (Quelle www.keinbockaufnazis.de)

NICHT WEGSCHAUEN

Viele Politiker, Anwohner und leider oft auch die Polizei spielen aus Sorge um das Ansehen ihrer Stadt Probleme mit Neonazis herunter. Das ist gefährlich, weil es der Szene freie Hand lässt. Deshalb ist es wichtig, rechte Übergriffe, Schmierereien, Veranstaltungen und Treffpunkte öffentlich zu machen. Wenn Dir etwas auffällt, gib die Infos an lokale Initiativen gegen rechts weiter. Denn eins ist klar: Ignorieren hilft nicht.

NAZIPROPAGANDA ENTSORGEN

Die einfachste Möglichkeit etwas gegen Neonazis in Deiner Gegend zu unternehmen, ist es ihren Mist zu entfernen. Wo immer die Rechten Propaganda verkleben heißt es für uns, Abreißen oder besser gleich mit Stickern überkleben. Aufkleberpakete kannst Du zum Beispiel bei uns im Shop unter www.keinbockaufnazis.de für wenig Geld bestellen und sofort loslegen.

ver.di gegen Nazis - Logo ver.di ver.di gegen Nazis

MUND AUFMACHEN

Jemand reißt rassistische Sprüche, hört Rechtsrock oder taucht plötzlich mit Thor Steinar-Klamotten auf? Dann heißt es für Dich und Deine Freunde: Klappe aufmachen und die Person darauf ansprechen. Will die Person nur blöd provozieren oder hängt er vielleicht schon mit einem Bein in der rechten Szene? Mach ihm klar, dass Du niemanden als Freund haben willst, der eine rassistische Ideologie vertritt. Mit dem rechten Mist ist es dann oft ganz schnell wieder vorbei.

EINGREIFEN       

Bei rassistischen Pöbeleien oder Übergriffen schauen Passanten häufig weg. Wir werden aber nicht zusehen, wie Neonazis versuchen andere Menschen einzuschüchtern. Stell dich auf die Seite der Betroffenen und versuche sie aus der Situation rauszuholen. Drohen Gewalttaten, sofort die Polizei rufen. Präge dir die Kleidung, Größe und das Aussehen der Täter für eine spätere Zeugenaussage ein. Was nach einem Übergriff zu tun ist, kannst du unter www.opferperspektive.de nachlesen.

Aufpassen

Die Maiplakette gilt 2017 am 1.5. nicht als ÖPNV-Fahrkarte. Der Grund Kosten und Nutzen standen in keinen Verhältnis mehr.

 

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • DGB-Broschüre Fakten statt Zerrbilder - Die Arbeitgeber im Faktencheck

Im Januar 2017 hat die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) unter dem Titel „Fakten statt Zerrbilder. Die Realität auf dem deutschen Arbeitsmarkt“ eine Broschüre veröffentlicht, mit der die Realität am Arbeitsmarkt abgebildet werden soll. Die Botschaft lautet: Deutschland geht es gut, der Arbeitsmarkt brummt, für die Beschäftigten geht es bergauf. Der DGB Mittelfranken hat diese Broschüre einem Faktencheck unterzogen und ist zu einem anderen Ergebnis gekommen: Trotz guter Konjunktur gibt es (zu) viele Menschen, die arbeiten und dennoch so wenig verdienen, dass sie kaum über die Runden kommen. Es gibt Menschen, deren Arbeitsplatz unsicher ist, die sich von einer Befristung zur nächsten hangeln, die nur einen Minijob finden oder als Leiharbeiter/innen immer wieder entlassen und dann neu angestellt werden, kurz: die prekär beschäftigt sind. Es bleibt noch viel zu tun, damit mehr Gleichheit, mehr Teilhabe, mehr Wohlstand und mehr Lebensqualität für alle in Deutschland erreicht werden.

"Satcho" mit unserem Kollegen Hans-Jürgen Meyer-Wanke andy "Satcho" mit unserem Kollegen Hans-Jürgen Meyer-Wanke

Surfen 181

Satcho – bekannt vom letzten Verdi-Grillfest – ist bei der Blauen Nacht in Nürnberg dabei:

http://www.blauenacht.nuernberg.de/Veranstaltung?stadtteil=2&fNummer=13&aktdatum=2017-05-06

Weitere Infos zur Band: www.satcho.de

 

Kunst mit Satzzeichen (X)

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Termine & Veranstaltungen

Schulung zum Umgang mit rechten Parolen – noch einige wenige Restplätze

„Das wird man doch mal sagen dürfen...“!? „In manchen Punkten hat die AfD doch recht“!? Bei Bekannten und Kolleg*innen hörst du immer öfter solche Sprüche? Du hast in der U-Bahn einen rassistischen Spruch gehört, wolltest etwas sagen, hast dich aber nicht getraut? Du willst wissen, wie du mit diesen Situationen umgehen kannst? Dann werde „Stammtischkämpfer*in“! Wir bieten dafür eine kostenlose Schulung an. Wir wollen dich befähigen aufzustehen und zu kontern!

Wann: Am Samstag, 15. April 2017 , von 10 - 17 Uhr

Wo: Gewerkschaftshaus, Kornmarkt 5-7, Nürnberg, 7. OG

Begrenzte Platzzahl! Anmeldung bei ulli.schneeweis@verdi.de

2. Treffen AG Sozpäds in Erlangen

Ziel ist uns auch in Erlangen stärker vernetzen und am Thema der Aufwertung von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen weiterarbeiten. Bei unserem ersten Treffen im März haben wir beschlossen, uns thematisch an der Nürnberger Arbeitsgruppe zu orientieren und uns wieder am 2. Mai 2017, um 17:30 Uhr, in der Nägelsbachstr. 26, 2. OG, im Besprechungsraum des Personalrats der Stadt Erlangen, zu treffen.

Bis Weihnachten 2017 wollen auch wir uns dann mit folgenden Themen und Fragestellungen beschäftigen:

Erklärung der Bedeutung der Tarifmerkmale für die Tätigkeiten der Sozialpädagog*innen, die im S + E –Tarifvertrag festgeschrieben sind (z. B. schwierige Tätigkeiten, besondere Schwierigkeit und Bedeutung, Maß der Verantwortung) sowie die Vorbereitung einer Umfrage in den Einrichtungen und Betrieben zu den Tätigkeitsmerkmalen.

Ist soziale Arbeit gleich oder unterschiedlich zu bewerten?
Auswertung der Umfrage.

Motivplakat Rente
DGB 1. Mai 2017 DGB Motivplakat Rente

3. Unsere Anforderungen an neue Heraushebungsmerkmale.

4. Gute Arbeit und gute Bezahlung – Arbeitsbedingungen gehören geregelt.

Weitere Themenvorschläge sind natürlich jederzeit willkommen.

Flashmob Erlangen für bezahlbares Wohnen am 3.5.2017 um 17 Uhr Schlossplatz

1800 - Unsere Zahl des Tages

Erlangen ist eine wachsende Stadt. Sie wächst an Einwohnern, an Arbeitsplätzen und an Reichtum. Aber sie wächst auch an Problemen: z.B. Umweltverschmutzung, Verkehrsbelastung, Armut, Wohnungsmangel. Zurzeit stehen etwa 1800 Singles, Paare, Alleinerziehende und Familien auf der Warteliste für eine Sozialwohnung. Etwa 300 bis 400 von ihnen haben eine realistische Chance, in diesem Jahr eine Sozialwohnung zugewiesen zu bekommen. Letztes Jahr war es nicht besser und davor auch nicht. Der Wohnungsmangel ist ein öffentlich wenig beachtetes, trotzdem aber das größte sozialpolitische Problem in Erlangen. Es muss sich etwas ändern! Erlanger Ratschlag für soziale Gerechtigkeit

Das historische Datum „150. Geburtstag von Kurt Eisner / Journalist – Sozialdemokrat – Revolutionär“

Wir laden ein, den ersten Ministerpräsidenten Bayerns näher kennen zu lernen. In unserer Reihe „Das historische Datum“ widmen wir eine Veranstaltung dem 150. Geburtstag von Kurt Eisner. Es steht uns Niklas Haupt, Bildungsreferent des Kurt-Eisner-Vereins zur Verfügung.

Am Dienstag, 16. Mai 2017, 17:30 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum Burgblick, 7. OG

AR aktuell „Zeugnisse und Geheimcodes“

Donnerstag, 18. Mai 2017, 18:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum Burgblick, 7. OG

 

Culdur

GLÜHMETFESTIVAL MIT FEUERSCHWANZ, NACHTGESCHREI, BERGSTATT UND FUCHSTEUFELSWILD

29.12..2016, HIRSCH, NÜRNBERG

Zum dritten Mal hintereinander war das Glühmetfestival der Erlanger Band „Feuerschwanz“ im Hirsch ausverkauft. Kein Wunder bei dem guten Konzept. Vier Bands der gleichen Stilrichtung Mittelalterrock spielen. Der ganze Hirsch samt Innenhof wird in das Festival einbezogen.

Feuerschwanz rh Feuerschwanz

Draußen in der frostigen Nacht gab es gestacheltes Weihnachtsbier (ein heißer Schürhaken wird in das Bier getaucht, der Schaum wird cremig und der Bierzucker karamellisiert), einschlägiges Handwerksgut, nach dem Hauptact eine Feuershow. Im Hirsch selbst wurde Helles von der Brauerei Simon frisch vom Faß ausgeschenkt, dazu kommen faire Eintrittspreise. Bloß kulinarisch gab es leider nur den üblichen Pizzastand. Fast Alles also richtig geschnitzt für die treue und teilweise kostümierte Mittelalterrockfraktion. Die erschien außergewöhnlich pünktlich und die Norweger „Bergstatt“ eröffneten im vollen Saal schön fetzig und erhielten zu Recht nach ihrem Set zahlreiche Zugabe-Rufe.  „Nachtgeschrei“ mussten dann mit einem breiigen Sound kämpfen. Der opulente Sound der sieben köpfigen Band kam so fast nur laut und heftig rüber. „Sex ist muss“ war natürlich der Opener der Hausherrn und Veranstalter von „Feuerschwanz“. Im Vergleich zu den beiden Bands davor war der Sound recht gut und es kam gut rüber, dass die Mittelalter-JBOs auch gute Musik machen. Dazu eine perfekte Show, Gastauftritte unter anderen von Saltatio Mortis sorgten dafür, dass der Hirsch ab dem ersten Song mitging und heftig abrockte, Begeistert wurde „Blöde Frage – Saufgelage“ auf Hauptmanns Feuerschwanzs Fragen skandiert. Auch sonst hatten die Erlanger alles im Griff. Beim „Bewegungsspiel“ dem „Mittelalter Ringelpitz“ machen fast alle beim Circle Pit mit. Dann dürfen bei der „Jahresendparty“ noch alle mittels „Lindwurm“, einer Polonaise, durch den Hirsch ziehen, ein Drachenboot imitieren und den Bassisten Felix Taugenix bewundern, der den auf die Bühne geworfenen übergroßen BH tragen muss. Nach drei Zugaben und dem Versprechen am 5.1.2018 beim nächsten Glühmet zu spielen, wurden nach gut 90 Minuten die Fans zur Feuershow geschickt. Nach dieser, es war auch wegen der langen Umbaupause fast Mitternacht spielten die jungen Regensburger „Fuchsteufelwild“. Sie hatten mit einen sehr leeren Hirsch und Soundproblemen zu kämpfen. So ging die Sängerin fast unter und es dauerte bis die Drehorgelspielerin von Nachtgeschrei bei ihren Gastauftritt überhaupt zu hören war. Schade, denn ansatzweise war das gute musikalische Potential der Songs hörbar. Weit nach Mitternacht ging das Festival dann zu Ende.

 

TOD STEINE SCHERBEN, VEIT BRONNENMEYER, NÜRNBERG KRIMI, ARS VIVENDI VERLAG, 294 SEITEN

Veit Bronnenmeyer arbeitet im Schul- und Bildungsreferat der Stadt Fürth. Daneben hat er Zeit und Kraft eine lokale Krimireihe um das Ermittlerduo Albach und Müller zu schreiben. In ihren fünften Fall geht es um ein brandaktuelles gesellschaftliches Problem, die Gentrifizierung. Gentrifizierung ist der Strukturwandel bestimmter städtischer Viertel durch den Zuzug zahlungskräftiger Mieter und Eigentümer im Rahmen des momentanen Immobilienbooms, damit fällt billiger Wohnraum weg und die Viertel verändern sich deutlich. Angesiedelt ist die Geschichte im fiktiven fränkischen Szeneviertel Konradshof.

TSS av TSS

Warum der Autor ein fiktives Viertel gewählt hat, wenn ständig auf Gostenhof und Gostenhofervorkommnisse wie Wandbesprühungen, Autonomendemos und Gegenaktionen der Neubürger angespielt wird, ist ein Rätsel. In „Tod Steine Scherben“ dauert es nicht lange, bis Autos angezündet werden und in einen davon verbrennt einer der Aktivisten. War es ein Unfall, ein bewusster Mord oder eine Eifersuchtstat? Lange bleiben die Zusammenhänge in der spannend erzählten Geschichte unklar. Dazu kommen viele Anspielungen auf die Nürnberger Lokalpolitik, ein wegen des Umbaus des Polizeipräsidiums ständig genervte Polizeitruppe, ein Kripochef der immer dubioser agiert, eine Hochschwangerne Ermittlerin Renan Müller, ein mysteriöser Pflegedienst, ein Selbstmordversuch der Freundin des Verbrannten mit anschließender Einweisung in die Psychiatrie, ein Undercovereinsatz in dieser, ein weiterer Mord an einen Imobílienverkäufer und, und, und. Diese unvollständige Auflistung zeigt das Problem, die Geschichte ist viel zu sehr überladen bzw. es wäre besser wenn einige der Geschichten mehr auserzählt worden wären. Die einzelnen Kapitel sind mit Songtiteln der legendären 70er Band Ton Steine Scherben überschrieben, wieso und wieso im Buchtitel auf die Band angespielt wird, bleibt aber leider ein Rätsel.

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