ver.di Info

Betriebszeitung

Betriebszeitung der ver.di Betriebsgruppe bei der Stadt Erlangen

verdi-Info Nr. 10/2018

für die Stadtverwaltung Erlangen im 40. Jahrgang !!!
Info Kopf rh Betriebszeitung

Info Nr. 10/2018 40. Jahrgang (erstes Info im neuen Jahrgang) vom 26. November 2018

 

Inhalt:

  • Wahl der Schwerbehindertenvertretung am 26.11. - Ergebnis
  • Arbeitszeitregelungen, Zeitzuschläge
  • Filosofen
  • Betriebsgruppe am 12.12.
  • Aktuelle und wichtige Informationen zum Winterdienst
  • Haushalt und Stellenplan 2019
  • Mailadresse Fachbereich Gemeinden und Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten
  • Mist, der lange Donnerstag bleibt
  • Rendite der Gesetzlichen Rentenversicherung
  • Kurz & knackig (u.a. Schöner Wandkalender für lau, wir bei Instagram, Gegen Hetzer und Spalter eintreten, Besprechung von Werner`s Buch, Rätsel, Kurt Eisner Platz eingeweiht, anfordern, surfen 198, Termine, Culdur mit Konzertbericht Killing Joke und Cro)

 

Geschafft, unser Info hat den 40. Jahrgang erreicht!

 

Ver.di inzwischen seit 116 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

 

Letzte Meldung – Beyer bleibt Beyer!

Die Ergebnisse der Wahlen zur Schwerbehindertenvertretung:

Bereich Stammpersonalrat

Vertrauensperson bleibt Silvia Beyer

Silvia Beyer rh Silvia Beyer

Stellvertretende Vertrauenspersonen (in dieser Reihung)

1. Doris Blacha

2. Heidi Seitz-Römling

3. Sabine Zörndlein

4. Volker Siegling

Bereich EB 77

Vertrauensperson bleibt Stefan Braun

Stellvertretende Vertrauensperson bleibt Markus Wölfel

Glückwunsch von uns an alle, verbunden mit der Hoffnung sich weiterhin so engagiert für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. Die Wahl der Gesamtvertrauensperson findet in den nächsten Tagen durch die gewählten Vertrauenspersonen statt.

 

Geltende Arbeitszeitregelungen – TVöD und Arbeitszeitgesetz

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt für Tarifbeschäftigte 39 Stunden bzw. für Beamte 40 Stunden.

In der Regel wird diese an fünf Arbeitstagen in der Woche abgeleistet.

Die tägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden nicht übersteigen. Die tägliche Arbeitszeit kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden nicht überschritten werden.

Das Anlegen von Schutz- und Arbeitskleidung gehört zur Arbeitszeit.

Ruhepausen

Die Ruhepausen müssen im Voraus festgelegt werden:

 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von 6-9 Stunden

 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von 9 Stunden

Die Pausen dürfen in Abschnitte von mindesten 15 Minuten aufgeteilt werden. Es darf nicht mehr als 6 Stunden ohne Pause gearbeitet werden.

Ruhezeit

Die Beschäftigten müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindesten 11 Stunden haben. Diese kann um eine Stunde verkürzt werden, wenn sie innerhalb von

4 Wochen nachgeholt wird.

Mehr Geld - Mehr Arbeitsplatzssicherheit - Mehr Lebensqualität ver.di FB 9 Erfolge

Sonderformen der Arbeit

Überstunden / Mehrarbeit

Überstunden fallen an, wenn auf Anordnung länger als im Dienstplan festgelegt gearbeitet wird. Wenn angeordnete Überstunden nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche abgefeiert werden können, werden diese vergütet.

Der Zuschlag beträgt bei den Entgeltgruppen

EG 01 bis EG 09b: 30 % der Stundenvergütung

EG 9c bis EG 15: 15 % der Stundenvergütung

Nachtarbeit

Nachtarbeit ist die Zeit zwischen 21 Uhr und 6 Uhr. Diese wird mit einem Zuschlag von 20% vergütet.

Sonntags- und Feiertagsarbeit

Sonntagsarbeit wird immer mit einem Zuschlag von

25 % vergütet. Feiertagsarbeit wird ohne Freizeitausgleich mit einem Zuschlag von 135 % vergütet und mit Freizeitausgleich mit 35 %.

Arbeit am 24.12 und am 31.12.

Die Arbeit am 24.12. und am 31.12. wird mit einem Zeitzuschlag von 35 % vergütet.

Arbeit an Samstagen

Die Arbeit an Samstagen in der Zeit von 13 Uhr bis 21 Uhr wird mit einem Zeitzuschlag von 20% vergütet. (Nicht bei Schichtarbeit oder Wechselschichtarbeit).

Keine Zuschläge bei selbstbestimmter nicht angeordneter Arbeit

Bei selbstgewählter, nicht angeordneter Arbeit außerhalb der im Dienstplan festgelegten Arbeitszeiten fallen keine Zuschläge an. Beispiel: wenn in den Arbeitsformen Home Office oder mobile Arbeit ohne Anweisung nachts oder an einem Feiertag Arbeit geleistet wird, fallen keine Zuschläge an.

Mitbestimmung

Dienstpläne, Arbeitszeit, Überstunden und Mehrarbeit unterliegen der Mitbestimmung der Personalräte.

Notfälle

In Notfällen (Bombenfunde, Großfeuer, Naturkatastrophen) kann von den gesetzlichen Vorgaben abgewichen werden.

Vermögenswirksame Leistungen Pixabay Geld

Schichtarbeit und Wechselschichtarbeit

Grundlage hierfür ist ein Schichtplan. Dieser muss einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mind. 2 Stunden in Zeitabschnitten von längstens einem Monat vorsehen. Die Arbeit selbst muss innerhalb einer Zeitspanne von mind. 13 Stunden geleistet werden. Die Zulage in Schichtarbeit beträgt 40 € im Monat.

In Wechselschichtarbeit – ununterbrochene Arbeit nach einem Schichtplan an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr (inkl. Nachtarbeit) – beträgt die Zulage 105 Euro.

Zusatzurlaub: Bei je vier zusammenhängenden Monaten ständiger Schichtarbeit: ein zusätzlicher Urlaubstag.

Bereitschaftsdienst

Die Beschäftigten müssen sich nach der Arbeitszeit an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort aufhalten, um bei Bedarf die Arbeit aufzunehmen. Diese Zeit wird zur Hälfte als Arbeitszeit gewertet.

Rufbereitschaft

Die Beschäftigten müssen auch nach der Arbeitszeit erreichbar sein, auch per Mobiltelefon. Pauschale Vergütung: Mo. bis Fr.: das Zweifache, Sa., So. und feiertags das Vierfache des tariflichen Stundenentgelts. Arbeitsleistung in der Rufbereitschaft: jede Inanspruchnahme und Wegezeiten werden auf volle Stunden aufgerundet (gilt auch bei telefonischer Auskunft) und mit dem Entgelt für Überstunden und etwaigen Zeitzuschlägen vergütet.

Was tun, wenn keine Zuschläge gezahlt werden?

Ganz einfach, die Zahlung der Zuschläge beim Personalamt schriftlich geltend machen. Der Personalrat unterstützt dabei.

Der ist mit allen Abwassern gewaschen

Norbert Dickel über Frank Mill

2018 wechselnde Tage!

MITMACHEN

12. Dezember ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2018 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Mittwoch 12. Dezember, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG.

Aktuelle Informationen zum Winterdienst

  • Was tun, wenn die Bereitschaftsvergütung gekürzt wird?
  • Was tun, wenn ich entgegen den Arbeitszeitregelungen „heimgeschickt“ werde?

Die Verhandlungen zu einer neuen Dienstvereinbarung Winterdienst sind, wie in den Personalversammlungen deutlich wurde, krachend gescheitert. Auch ohne Dienstvereinbarung kann der Arbeitgeber mit Zustimmung des Personalrates eine Winterdienstbereitschaft anordnen. Dies ist geschehen. Die Bereitschaft ist demnach nach den Regelungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu vergüten. Je nach Entgeltgruppe ist dies etwas bis deutlich mehr als die bisherige Pauschale in Höhe von 661,24 €, siehe die Beispiele unten.

Ende-Ente ver.di Bayern Winterkampfente

Der Arbeitgeber Stadt Erlangen plant, die Rufbereitschaft bei milder Witterung aufzuheben und für diese Tage die Bereitschaftsvergütung zu kürzen.

Dies verstößt gegen den Tarifvertrag.

Nach dem TVöD ist es nicht möglich für fünf Monate Bereitschaft anzuordnen und dann kurzfristig die Bereitschaft aufzuheben, um die Arbeiter um die zustehende Bereitschaftsvergütung zu bringen. Wird in den nächsten Monaten die Bereitschaftsvergütung gekürzt, muss der Betroffene seinen Anspruch innerhalb von sechs Monaten schriftlich geltend machen. Zahlt die Stadt nach erfolgter Geltendmachung trotzdem nicht, ist die volle Rufbereitschaftsvergütung vor dem Arbeitsgericht einzuklagen.

Motiv Winter Manfred Semmler Motiv Winter  – wenn der Winter plötzlich kommt

Weiterhin hat die Stadt Erlangen vor, wenn in den Abendstunden ein Winterdiensteinsatz droht die Arbeiter heim zu schicken, damit nicht gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen wird.

Auch dies ist möglicherweise rechtswidrig.

Die durch Dienstvereinbarungen zwischen Stadt und Personalrat festgelegten Arbeitszeitregelungen gelten auch im Winter und können nicht einseitig durch den Arbeitgeber zu Lasten der Arbeiter (die ausgefallene Arbeitszeit wird nur im Ausnahmefall vergütet, es fallen in jedem Fall Stunden und Überstundenzuschläge weg) verändert werden.

Was tun, wenn mich Vorgesetzte heimschicken?

Unter Zeugen, dem Heimschicken wiedersprechen und sagen „ich möchte Arbeiten“
Wenn ich trotzdem heimgeschickt werde, den Vorfall notieren (welcher Vorgesetzte, wann, um welche Uhrzeit, wer kann dies bezeugen)
Anschließend die Bezahlung der Zeit in der ich heimgeschickt wurde, innerhalb von sechs Monaten schriftlich geltend machen.
Zahlt die Stadt trotzdem die Stunden nicht, gilt es dies vor dem Arbeitsgericht durchzusetzen.

Nachhaltiges Salz vor dem Archiv rh Nachhaltiges Salz vor dem Archiv

Wichtig ist, dass sich möglichst viele wehren und sich beteiligen. Wichtig ist gerade
bei so einem Arbeitgeberverhalten, organisiert Euch, wenn noch nicht getan,
möglichst schnell Mitglied werden in ver.di. Ver.di Mitglieder bekommen
selbstverständlich von uns Formulare, für die schriftliche Geltendmachung.
Sollte der Weg zum Arbeitsgericht trotzdem notwendig sein, erfolgt dies über den gewerkschaftlichen Rechtsschutz durch „ver.di Beratung und Recht“. (Beratung
sofort, gerichtliche Geltendmachung nach drei Monaten)

Entgeltgruppe Dauerrufbereitschaftsvergütung im Januar 2019
2a Stufe 1        737,64 €
4 Stufe 3          916,70 €
5 Stufe 3         949,51 €
 

 

Haushalt und Stellenplan 2019

Der Haushalts 2019 ist schon in seinem Entwurf durch die Kämmerei ein Rekordhaushalt. Der Haushaltsansatz für die Gewerbesteuer ist mit 115 Millionen Euro erstmals im dreistelligen Bereich. Die Einnahmen liegen insgesamt so hoch, dass nicht nur keine neuen Schulden aufgenommen werden müssen, sondern auch nach Plan Schulden abgebaut werden können.

Haushalt 2018 Pixabay Haushalt 2018

Die Ausgaben im Investitionsbereich werden in Rekordhöhe von 60 Millionen Euro geplant. Der Schwerpunkt liegt dabei bei den Schulsanierungen (6,9 Millionen), bei Kitas, Horten und Krippen (11,4 Millionen), bei der Sanierung von Straßen und Brücken (9,9 Millionen) und beim Sporthallenausbau (Schulsporthalle ASG 3,1 Millionen, Sporthalle Hartmannstraße 4,0 Millionen). Ebenfalls wurden einige Ämterbudgets deutlich anngehoben, um zusätzliche Vorhaben angehen zu können. Für neue Stellen werden 1,77 Mio. € zur Verfügung gestellt. Damit können, wenn der Stadtrat mitmacht, 67,5 Stellen geschaffen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Haushaltssituation möglichst lange so anhalten wird.

 

Gegen Hetzer und Spalter eintreten

In unserer Gesellschaft breiten sich zunehmend Hetzer und Spalter aus, das macht sich auch in Unternehmen und Betrieben bemerkbar.

 Grund genug aufzupassen und der Spaltung von Belegschaften sofort entschieden mit Aufklärung entgegenzuwirken. Arbeitnehmer/innen brauchen Zusammenhalt und Solidarität. 

Populistische Sprüche und Fake News schaffen keine guten Arbeits- und Einkommensbedingungen. Wer gewerkschaftliche Erfolge zu Unrecht schlecht redet und Stimmung gegen Gewerkschaft und Betriebsräte macht, hat gewiss nichts Gutes im Sinn, sondern will die Belegschaft spalten. Das spielt der Arbeitgeberseite in die Hände.

"AfD-Programm: 
- Soziales abbauen
- Öffentliches privatisieren
- Den Armen nehmen
- Den Reichen geben"
"Eindeutig: Abendländische Werte" Karikatur: Reinhard Alff Wohlstand? AfD steht für Sozialabbau

Hetzer und Spalter haben noch nie in Betrieben gute Tarifverträge durchgesetzt, für Schutz und Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen gekämpft. Sie haben kaum Mitglieder, können nur gut flache Hetzparolen plappern, verbreiten Fake News oder sind bestenfalls zu dumm, Tarifvertragswerke zu verstehen. Schaffen es einzelne Hetzer oder Spalter in Arbeitnehmervertretungen, dann wanzen sie sich oft an die Arbeitgeberseite heran oder stimmen gegen alles, nur um zu stören. Konstruktive Ideen, Arbeitsfleiß für die Belegschaft, nein, das haben sie nicht.

Leider gibt es im Einzelfall auch Gewerkschaftsfunktionäre, die aus Unzufriedenheit über ihre Listenplatzierung eine eigene, gegnerische Liste aufmachen. Diese Person ist dann kein kompetenter, überzeugter Gewerkschafter, der ehrenamtliche Beschlüsse akzeptiert, sondern eine machthungrige, selbstverliebte Person, die nicht das „Wir“ sondern das „Ich“ in den Vordergrund stellt. Auch solche Personen spalten und dass kann nicht akzeptiert werden.

In unserer starken Gewerkschaft lebt das „Wir“. Unsere Mitglieder kämpfen mit uns für gute Arbeits- und Einkommensbedingungen. Hier geht es nicht um einzelne Personen, denn „Wir“ wissen, nur gemeinsam sind wir stark. Die aktuellen Herausforderungen und Veränderungen der Arbeitswelt durch den digitalen Wandel erfordern kluge, strategische und vorausschauende Handlungsoptionen. Mit einfachen Phrasen können wir die Zukunft nicht gestalten und für uns gewinnen. Wir brauchen kluge Köpfe und eine Belegschaft, die sich nicht spalten lässt. (Quelle Bayern Times vom 12.11.2018 vom ver.di Fachbereich TK/IT)

 

Neue Mailadresse vom ver.di Fachbereich Gemeinden

Allgemeine Anliegen und Anfragen können und sollen künftig an die Mailadresse fb07.mfr@verdi.de gerichtet werden.

 

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail service.bayern@verdi.de.

 

So ein Mist, der lange Donnerstag ist wieder da

Im ver.di-Info Nr. 08/2018 wurde unter dem Punkt „Stadtratsvorlagen – Hurra der lange Donnerstag ist weg“ berichtet, dass die Stadtverwaltung donnerstags nur noch von 08:00 bis 12:00 Uhr allgemein geöffnet hat. Dabei wurde auf den HFPA-Beschluss vom 19.09.2018 Bezug genommen. In der Vorlage für die Sitzung am 19.9.2018 Stand tatsächlich 12.00 Uhr. Wie uns jetzt das Personalamt mitgeteilt hat, war dies ein Schreibfehler, der dummerweise in der HFPA-Sitzung, laut erstellten Protokollvermerk, mündlich korrigiert wurde. Die Öffnungszeiten am Donnerstag bleiben deshalb von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr. Wie in schwach besetzten Dienststellen das Arbeitszeitgesetz eingehalten werden kann (nach 4 1/2 Stunden Arbeitszeit ist eine Pause von mindestens 30 Minuten einzuhalten), darüber wurde scheinbar in der Stadtratssitzung nicht geredet.

Flyer zur Rentenkampagne ver.di/Foto: D. Prusseit Rente muss reichen

Aktuelle Rendite der Gesetzlichen Rentenversicherung

Für den Modellfall eines durchschnittlich verdienenden Versicherten mit 45 Beitragsjahren und Rentenbeginn im Jahr 2011 ergeben die Berechnungen je nach Geschlecht, Familienstand und Alter des Versicherten bei Rentenbeginn Renditen zwischen 3,2 und 3,8 Prozent. Da in der gesetzlichen Rentenversicherung für Männer und Frauen mit gleichen Beiträgen auch die monatlichen Renten gleich hoch sind, ist die Rendite für Frauen deutlich höher – Frauen haben durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung und erhalten entsprechend länger Rente. (Quelle GRV, geprüft u.a. von der Stiftung Warentest)

Weiterer Social Media Auftritt, jetzt bei Instagram

Nach Facebook, „ver.di bei der Stadtverwaltung Erlangen“ eine bescheidene Gruppe, gibt es jetzt einen zusätzlichen Instagram-Account. Wer uns folgen möchte, einfach nach „verdi erlangen“ suchen und folgen, auch wenn es vielleicht nicht leichtfällt. Wer passende Bilder für unseren Auftritt hat, einfach an Volker Aschenbrenner oder Roland Hornauer mailen.

Kaum zu glauben

Südlich der Henkestraße wurden in den 1960er Jahren wurden auf Anregung des Erlanger Umweltreferenten die alten Bäume gefällt, damit die Abgase der dort fahrenden Autos besser abziehen konnten (Quelle: Broschüre zum Tag des offenen Denkmals in Erlangen am 9.9.2018)

Schöner Wandkalender für lau

Vom DGB gibt es einen Wandkalender mit historischen 1. Mai Plakaten als Motiv. Wir haben einige Exemplare für unsere Kolleginnen und Kollegen besorgt. Wer einen möchte, einfach über die gängigen Kommunikationswege bei uns melden.

DGB-Wandkalender 2019 rh DGB-Wandkalender 2019

Tag der offenen Tür

Die Stadtspitze überlegt 2019 einen Tag der offenen Tür durchzuführen. Wir finden, dass dies überflüssig ist. Dank der privaten Reinigungsfirmen stehen manche Dienstgebäude auch nach Arbeitsende offen und mehr als 24 Stunden geöffnet geht nicht.

 

Neues von Werner

Für Werner

Wir haben sein Buch gelesen, siehe Info Nr. 8/2018 und nachstehend unsere Besprechung.

IN DER WARTESCHLEIFE, WERNER LUTZ, ROMAN, GEEST-VERLAG, TASCHENBUCH, 160 S., ISBN: 978-3-86685-686-8, für 10,80 € bei uns erhältlich

Der Rentner Werner Lutz war bis Anfang 2018 bei der Stadt Erlangen unter anderen als Personalrat beschäftigt und war daneben schon immer künstlerisch tätig. Seit 1993 veröffentlicht er einen monatlichen Satirerundbrief und tritt bei einer Vielzahl von politischen Kundgebungen bis hin zu Streikversammlungen als Liedermacher auf. „In der Warteschleife“ ist sein erster Roman, der viele autobiografische Bezüge enthält. Sehr kurzfristig wurde er nämlich 2014 zusammen mit einer Kollegin als Verwalter einer Flüchtlingsnotunterkunft im Freibad West in Erlangen eingesetzt.

In der Warteschleife wl In der Warteschleife

In seinem Roman erzählt er von den Erlebnissen des Lagerleiter Hans mit seiner Kollegin Karin. Die Stadt Erlangen bekam sehr kurzfristig 300 Flüchtlinge zugeteilt und musste aus dem Nichts die Unterbringung und Versorgung dieser Menschen sicherstellen. Über den Lagerleiter Hans gibt Werner Lutz einen detaillierten und sehr interessanten Einblick darüber, wie es in den Notunterkünften zuging. Menschen auf engsten Raum zusammengepfercht, keine Rückzugsmöglichkeiten, ohne Beschäftigung, keine Kontakte und keine Perspektive, kein Wunder, dass eine aggressive Stimmung herrscht. Dazu kommt eine Hierarchie unter den Flüchtlingen, oben die Kriegsflüchtlinge aus Syrien und am anderen Ende die Schwarzen aus Afrika. Neben dem Lageralltag werden immer wieder Schilderungen der Fluchterlebnisse einzelner Flüchtlinge eingeflochten. Sehr interessant sind die Schilderungen wie der Oberbürgermeister und die Bürgermeisterin agieren. Aus der Beschreibung sind Dr. Florian Janik und Dr. Elske Preuß leicht erkennbar. Deutlich wird auch, dass die Zustände in Erlangen im Vergleich zu anderen Städten gut waren. Dank der vielen, manchmal überforderten, ehrenamtlichen Helfern und der Unterstützung durch die Erlanger Politik. Allerdings haben sich auch einige Firmen an der Notsituation bereichert, beispielsweise wurden wiederholt alte, fast kaputte Waschmaschinen geliefert und dafür neue Waschmaschinen in Rechnung gestellt. Werner Lutz erzählt dies alles mit einem ironischen Unterton und zeigt viel Verständnis für die Situation der Flüchtlinge. Das gut lesbare Buch gibt einen sehr guten Einblick in die damalige Situation und zeigt die ganze Unterschiedlichkeit bzw. Widersprüchlichkeit zwischen menschlicher Hilfsbereitschaft und dem latenten Alltagsrassismus auf. Ziemlich unvermittelt wird im letzten Drittel des Buches die Geschichte von Maria, die geschiedene Frau von Hans erzählt. Diese verarbeitet den Tod ihrer Mutter, eine Sudetendeutsche. Maria zieht und sieht Parallelen zwischen den Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg und den Flüchtlingen heute. Dazu kommt noch als weitere Story der Sohn von Maria, der als Nazi mit stramm rechter Gesinnung kein Verständnis für die Flüchtlinge hat. Damit ist das Buch zum Schluss zu überladen und es wäre besser gewesen, diese Geschichten mit den Schilderungen aus der Notunterkunft zu verknüpfen.

Frank Riegler bei der Platzumbenennung dg Frank Riegler bei der Platzumbenennung

Kurt Eisner Platz eingeweiht

Der bisher namenlose hintere Rathausplatz wurde am 8. November zum „Kurt Eisner Platz“ benannt. Frank Riegler (stellv. DGB Vorsitzender) stellte die politische Bedeutung Kurt Eisners und seinen Bezug auf die heutigen gesellschaftlichen Konflikte dar. Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass der Platz in seinem jetzigen Zustand der Bedeutung des 1. Bayerischen Ministerpräsidenten und den revolutionären sozialen Errungenschaften seiner gewaltsam beendeten Amtszeit nicht gerecht wird.

 Rätsel –Auflösung und neues Rätsel

Die Lösung war natürlich das Alte Rathaus in Lauf an der Pegnitz und dies hatten natürlich viele Kolleginnen und Kollegen gewusst. Dieses Mal gibt es ein Sprachrätsel. Was heißt „dodaadadadadian“? Unter allen richtigen Lösungen wird das Buch „Gute Arbeit – Ausgabe 2018“ verlost.

Deutsch   Boarisch  Frängisch

Rechts     rechts       rachts

Termine und Veranstaltungen

Wahlerfolge der AfD und Konsequenzen für die Gewerkschaften
Wieso kann die rechtspopulistische bis rechtsradikale AfD ausgerechnet im Arbeitnehmerlager überdurchschnittlich viel Stimmen bei Wahlen bekommen? Prof Dr. Klaus Dörre (Institut für Soziologie an der Friedrich Schiller Universität in Jena) ist dieser und weiteren Frage mit einem Forscherteam in ostdeutschen Betrieben nachgegangen. Die Ergebnisse stellt er am 10. Dezember um 18 Uhr im Erlanger Gewerkschaftshaus zur Diskussion.

Calexico – Auftritte im Januar

Wir hatten im letzten Info über das sehr gute Konzert von Calexico im E-Werk berichtet. Wer dies verpasst hat, kann im Januar 2019 Calexico Live sehen und zwar am 15.1. in North Perth, am 19.1. in Edge Hill oder am 21.1. in Newstead jeweils in Australien.

Eisner Platz rh Eisner Platz

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zum Haushaltsgesetz 2019 vor dem Deutschen Bundestag am 21. November 2018

Die Bundeskanzlerin kritisierte eindrucksvoll die AfD-Rednerin, die ausschweifend über ihren Parteispendenskandal lamentierte, mit einem Satz, „das Schöne an freiheitlichen Debatten ist, dass jeder über das spricht, was er für das Land für wichtig hält“. Die komplette Rede kann elektronisch zugesendet werden.

  • Kalender 2019

Wir haben nur noch einige Aufstellkalender für die Schreibtische, 3-Monats-Wandplaner, Wandplaner in A 0, Taschenkalender, Beamtenkalender und einige wenige Planer für den Sozial- und Erziehungsdienst.

  • Gewerkschaftspolitische Bildungsprogramme 2019

Im Bildungsprogramm des ver.di Bezirks Mittelfranken sind beispielsweise schon alle für 2019 geplanten Veranstaltungen aufgeführt. So soll am 20.3.2019 Burda-Druck in Nürnberg und am 17.4.2019 das Nürnberger Opernhaus besichtigt werden.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 19 / 2018 – Gesundheit ist (k)eine Ware! 

Seit vielen Jahren wird unser Gesundheitssystem marktradikal umgebaut. Man hat einen Kostenwettbewerb entfacht. Profit ist zu oft oberstes Gebot. Für ver.di aber ist klar: Gesundheit darf keine Ware sein. Wir brauchen mehr Personal, eine bessere Bezahlung und ein Gesundheitssystem, das sich am medizinischen und pflegerischen Bedarf orientiert!

  • Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freie Wähler

Darin enthalten u.a. die zeit- und systemgerechte Übertragung des Tarifergebnisses im Länderbereich (Tarif- und Besoldungsrunde 2019), keine Veränderungen beim Thema "Arbeitszeit" und "Sonderzahlungen", ja zum Beamten-Status, nein zur Bürgerversicherung, Übertragung der Mütterrente II und vieles mehr - daher für die, die Interesse an der weiteren Entwicklung im Beamtenbereich in Bayern haben, durchaus interessant und lesenswert!

Surfen Nr. 198

Tipp: Richtig googeln

Die Google-Suche kann viel mehr, als die meisten NutzerInnen wissen. Wir zeigen, wie man Filter und Suchformeln richtig einsetzt, um die Suchergebnisse zu verfeinern. Wer kennt das nicht: Wenn es schnell gehen soll bei der Suche im Netz, kommt auch beim fünften Versuch mit verschiedenen Schlagworten nichts Brauchbares raus. Dabei ist man sich sicher, gestern noch auf der richtigen Seite gewesen zu sein. Zum Glück kann die Suche auf Google mit ein paar Tricks und Kniffen optimiert werden. So kann man etwa gezielt Überschriften, Texte und auch URLs von Google durchsuchen lassen, um bestimmte Begriffe zu finden. Dazu gibt man zum Beispiel den Suchoperator allintext: ein, um die Texte zu finden, in denen es um die Bundesregierung und den DGB geht. allintext:bundesregierung dgb Unter dem Reiter Tools kann zudem der Zeitraum eingegrenzt werden – in diesem Fall auf die vergangene Woche, um aktuelle Meldungen zu finden. Gleiches funktioniert auch für die Titel (allintitle:) und die URLs (allinurl: ).

Killing Joke rh Killing Joke

KILLING JOKE

17.10.2018 ERLANGEN, E-WERK

Wie geil ist das denn, zum 40-jährigen-Jubiläum kommt Killing Joke nach Erlangen in das E-Werk. Es wird ein denkwürdiges Konzert. Denn der Saal im E-Werk vermittelt mehr Clubatmospäre als die sonstigen Hallen in denen die britischen Brachialrocker auftreten. So nah kommt Fan der Band sonst kaum. Erstaunlich, dass der Saal im hinteren Teil abgehängt war und er sich zunächst recht spärlich füllte. Pünktlich um 21.00 Uhr war er dann aber doch gut gefüllt und Sänger und Mastermind Jaz Coleman mit schwarz geschminkten Augen, im Overall und mit Zehenschuhen enterte mit seinen guten Musikern die Bühne. Mit der 85er Nummer „Love Like Blood“ ging es gleich laut und heftig los. Coleman trippelte wie ein Boxer auf und ab, im Takt des Schlagzeugs, als wollte er alleine das Publikum niedermachen. Seine markante Stimme gibt den Songs von Killing Joke eine eigene Note. Zwar schwebt sie live nicht ganz so dominant über den Songs wie bei den Studioaufnahmen. Ist ja auch nicht möglich, wenn Bassist Martin „Youth“ Glover, Gitarrist Kevin „Geordie“ Walker zusammen mit dem wild knüppelnden Schlagzeuger Paul Ferguson einen brutal heftigen, derben, schmutzig brachialen Sound hinlegen. Die Setlist war ein wilder Ritt durch die Bandgeschichte. „New Cold War“ von 2015 wurde vom Kracher „Requiem“ aus dem Jahr 1980 abgelöst. Ab der Mitte des Sets war Coleman nicht mehr so beweglich, er beschränkte sich auf Gesten und Mimik, wirkte fast wie eine Mumie, dafür wurden die Songs noch intensiver. Mit der Single „Psyche“ von 1982 endete der Set. Nach bangen Warten und lauten Zugabe-Rufen kam die Band nochmal für vier Nachschläge. Coleman hat die Pause gutgetan und er war wieder so beweglich wie zu Beginn. Mit „S.O.36“, „The Death and Resurrection Show“, „Wardance“ und als krönenden Abschluss „Pandemonium“ wurde nach 100 Minuten das Publikum endgültig niedergeknüppelt. Noch ein paar Sätze zur Vorband Turbowolf. Die Retro Rocker spielten solide, ihr Sänger ist ein Frank Zappa-Verschnitt. Süß wie er mit dem Publikum die richtige Aussprache von „Erlangen“ übte. Etwas unverständlich blieb er aber als er einen Song mittels Tuch komplett verschleiert performte.

Cro rh Cro

CRO

17.11.2018, ARENA NÜRNBERG

Cro ist der Rapper, der auf der Bühne ständig eine Panda Maske trägt. Zusätzlich war Mitten auf der Bühne in der vollen Arena eine übergroße Pandamaske platziert. Natürlich turnte Cro alias Carlo Waibel immer wieder darauf rum. Die Begleitmusiker waren dagegen links und rechts am Bühnenrand platziert. Insbesondere die beiden ausgezeichneten Backgroundsängerinnen hätten einen zentraleren Platz verdient. Cro rappte sich durch seine bisherigen CDs und ließ natürlich die Highlights wie „Einmal um die Welt“ oder „Meine Gang“ nicht aus. Dazu kamen die Songs der neuen Scheibe „tru.“. Mit dem aktuellen „hi“ wurde auch das Konzert eröffnet und „Unendlichkeit“ von der aktuellen Scheibe beschloss als letzte Zugabe das Konzert. Dort heißt es treffend „Das Leben macht Spaß, ja, du bist 'n Star, yeah, isst vom goldenen Löffel und fickst schöne Frauen, Zehntausend km/h, doch du gibst noch Gas und brauchst nie wieder Schlaf, denn du lebst den Traum…“. Ansonsten war der Sound grottenschlecht und die Texte waren kaum verständlich. Für das Großteils textsichere, junge Publikum war dies kein Problem, um die Songs auswendig mitzusingen. Genauso wenig, dass Cro Probleme hatte mit seiner Bühnenpräsenz die große Halle aus zu füllen. Da reichen diverse Mitsing-Animationen nicht ganz aus. Dafür entschädigte die opulente Lightshow und ein gigantischer Konfettiregen zum Schluss.

Cro rh Cro

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