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Betriebszeitung

Betriebszeitung der ver.di Betriebsgruppe Stadt Erlangen

verdi-Info Nr. 10/2017

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Info Nr. 10/2017 39. Jahrgang (seit 115 Jahren bei der Stadt aktiv!) vom 14. November 2017

 

Inhalt:

  • Since 1902
  • Tarifrunde 2018
  • Forderung diskutieren
  • Filosofen
  • Tarifverhandlungen zur Eingruppierung der ArbeiterInnen
  • EGO Beratungstermine
  • 21. November und 13. Dezember Betriebsgruppe
  • Ver.di Servicezentrum
  • Das Weisungsrecht des Arbeitgebers
  • Kurz & knackig (Taucherbrillen statt Luftballons, gefunden auf nordbayern.de, Neues von Herrn L., Preisrätsel, anfordern, surfen 187, Termine und Veranstaltungen, Kalender 2018, Culdur – Weihnachtsbuch und Schandmaul)

 

Ver.di seit 115 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

 

ERSTES INFO IM 39. (!) JAHRGANG

 

Tarifrunde 2018 - Logo FB 9 ver.di FB 9 Tarifrunde 2018

Tarifrunde TVöD 2018 – Jetzt die mögliche Forderung diskutieren

ver.di-Bundestarifkommission läutet den Beginn der Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der VKA ein. Kündigung der Entgelttabellen beschlossen

In der Sitzung am 17./18. Oktober 2017 hat die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst die Kündigung der Entgelttabellen zum TVöD, zum TV-V und zu den Tarifverträgen für Auszubildende und für Praktikantinnen und Praktikanten zum 28. Februar 2018 beschlossen.

Ziel ist, gemeinsam mit den ver.di-Mitgliedern deutliche Einkommenserhöhungen im öffentlichen Dienst von Bund und kommunalen Arbeitgebern ab dem 1. März 2018 zu erreichen.

Die Forderungen für die Tarif- und Besoldungs-runde 2018 werden von der Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst am 8. Februar 2018 beschlossen. Bis dahin haben die ver.di- Mitglieder die Möglichkeit, in den Dienststellen und Betrieben ihre Forderungen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Wie ist die wirtschaftliche Ausgangslage?

Die Steuereinnahmen sprudeln stabil weiter. Die aktuelle Steuer-einschätzung sagt bis 2021 eine durchschnittliche jährliche Steigerung um vier Prozent voraus. Seit 2015 verzeichnen alle öffentlichen Haushalte beträchtliche Überschüsse. 2016 betrug dieser Überschuss 25,8 Milliarden Euro und für das laufende Jahr wird ein Überschuss von etwa 20 Milliarden Euro erwartet. Auch in den Kommunen insgesamt werden Überschüsse erzielt, allerdings ist die Finanzlage der einzelnen Kommunen weiterhin sehr unterschiedlich.

Weil es um mehr geht!

Ein gut funktionierender öffentlicher Dienst besitzt für alle einen großen Wert. Diese Dienstleistungen werden von motivierten Beschäftigten erbracht.

Motiviertes und gut qualifiziertes Personal zu halten und entsprechende Nachwuchskräfte zu finden, wird zunehmend schwerer. Permanent steigende Anforderungen, keine ausreichenden Konzepte zur Fachkräfte-gewinnung und Personalentwicklung, fehlende klare Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und das Niveau der Einkommen machen den öffentlichen Dienst nicht attraktiv. Im Verhältnis zur Tarifentwicklung in der Privatwirtschaft besteht für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst noch immer Nachholbedarf.

Tarifrunde 2014 Demo der städtischen Beschäftigten am 19.3.2014 rh Tarifrunde 2014 Demo der städtischen Beschäftigten am 19.3.2014

Wie geht es weiter?

In den nächsten Wochen werden die ver.di-Mitglieder in den Betrieben und Verwaltungen und damit auch in der Stadtverwaltung Erlangen über die Forderungen zur Tarif- und Besoldungsrunde 2018 diskutieren. Wie soll eine Entgelterhöhung aussehen? Gibt es weitere Schwerpunkte für die bevorstehenden Verhandlungen?

Die ver.di-Bundestarifkommission bringt folgende Punkte in die Diskussion ein:

  • Tabellenerhöhungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent mit einer sozialen Komponente
  • Überproportionale Erhöhung der Ausbildungs-entgelte
  • Angleichung der Jahressonderzahlung im Tarif-gebiet Ost der VKA
  • Erhöhung des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit auf 9 bzw. 6 Tage
  • Anhebung des Urlaubsanspruchs für Auszubil-dende und Praktikantinnen und Praktikanten auf 30 Tage
  • Kostenloses Nahverkehrsticket

 

Am 8. Februar 2018 wird die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst die Empfehlungen zusammenfassen, diskutieren und die gemeinsamen Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 entwickeln und beschließen.

Wie auch immer sich der Bund und die kommunalen Arbeitgeber in der Tarif- und Besoldungs-runde 2018 verhalten, erfolgreich sind wir nur, wenn alle ver.di-Mitglieder für die Durchsetzung der Forderungen kämpfen!

Jetzt ver.di-Mitglied werden - die Gelegenheit nutzen! Einmischen in die Diskussion über die Forderungen und sich an ihrer Durchsetzung beteiligen!

Gemeinsam sind wir stark!

Demo durch die Henkestr. rh Demo durch die Henkestr.

Wie soll die ver.di Forderung zur anstehenden Tarifrunde 2018 aussehen?

Wir wollen mittels einer Umfrage die Meinung möglichst vieler Kolleginnen und Kollegen bei der Stadt wissen und anschließend voraussichtlich im Januar 2018 über unsere Forderung zur Tarifrunde diskutieren und diese beschließen. Natürlich geben wir diese Ergebnisse dann weiter, damit sie in die bundesweite Forderungsdiskussion einfließen können. Deshalb wäre es wichtig, wenn möglichst viele die nachstehende Umfrage ausfüllen und uns zuleiten (mit der Hauspost an R. Hornauer/PR oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de). Ver.di Mitglieder bekommen die Umfrage auch noch gesondert per Mail zu geschickt.

Umfrage, bitte teilnehmen! Dies geht wie folgt, den Umfragetext markieren, mit Strg + C kopieren, in ein Mail einfügen oder in ein word Dokument, ausfüllen und uns zuschicken.

Tabellenerhöhungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent mit einer sozialen Komponente sollte gefordert werden O ja O nein

Stattdessen möchte ich ein Gesamtvolumen von ___ %

Eine einheitliche Erhöhung um den Festbetrag von ___ Euro

Die soziale Komponente sollte wie folgt aussehen

Mindestbetrag von ___ Euro oder _______________

Überproportionale Erhöhung der Ausbildungsentgelte O ja O nein

Angleichung der Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost der VKA O ja O nein

Erhöhung des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit auf 9 bzw. 6 Tage O ja O nein

Anhebung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten auf 30 Tage O ja O nein

Kostenloses Nahverkehrsticket sollte für ganz Bayern vereinbart werden O ja O nein

Für die Forderung von ver.di habe ich folgende weitere Vorschläge:

 

Absender:

 

                  Vorname               Name      Amt     

O ich möchte mehr Informationen zur anstehenden Tarifrunde

O ich möchte bei der Tarifrunde mitmachen und Veranstaltungen, Aktionen, Streiks mit vorbereiten

O ich möchte ein Gespräch über einen ver.di Beitritt führen

Impressum:
V.i.S.d.P.: C. Kleefeld, ver.di-Fachbereich Gemeinden, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Tel. 091123557107, Auflage 875 Stück, Redaktionsschluss, 13.11.2017. Die Kosten für den Druck wurden durch ver.di-Beiträge finanziert. Vielen Dank an alle ver.di-Mitglieder in der Stadtverwaltung. Nachdruck nur mit Genehmigung! Kontakt: ro-land.hornauer@stadt.erlangen.de

Der FC Bayern ist das Null-Plus-Ultra.

Friedhelm Funkel
Abbildung der Bildmarke der Arbeiterinnen und Arbeiter ver.di Grafisches Element Arbeiterinnen und Arbeiter  – Grafisches Element der Arbeiterinnen und Arbeiter für Bühne und Individualisierungsportlet.

Ver.di verhandelt!

Eingruppierung der früheren ArbeiterInnen – Neues Lohngruppenverzeichnis

Die neue Entgeltordnung für gewerblich-handwerkliche Tätigkeiten in Bayern – keine Fortschritte erkennbar!

Warum werden jetzt die ArbeiterInnen verhandelt – warum die Angestellten vorher – oder: Warum erst jetzt die ArbeiterInnen?

Mit der Einführung des TVöD wurden der alte BAT und der alte BMT-G II abgeschafft und ein einheitliches Tarifrecht für ArbeiterInnen und Angestellte geschaffen. Schon damals waren die Eingruppierungsmerkmale für Angestellte bundesweit vereinbart – für die ArbeiterInnen waren sie in den einzelnen Bundesländern tarifiert. Eine Fortsetzung der landesbezogenen Regelungen (Lohngruppenverzeichnis) stellt sicher, dass die bisherigen landesspezifischen Besonderheiten erhalten bleiben und es daher nicht zu einer schlechteren Bewertung von Tätigkeiten im Vergleich zur Vergangenheit kommen kann. Daher mussten erst die bundesweiten Verhandlungen abgewartet werden – und die haben sich in die Länge gezogen, da die Arbeitgeber bessere Eingruppierungen verhindern wollten.

Warum wird überhaupt verhandelt?

Die im Lohngruppenverzeichnissen vereinbarten Beispiele, „Ferner“-Merkmale und Ausschließlichkeitsmerkmale gelten weiter. Nur die bisherigen Oberbegriffe der Lohngruppenverzeichnisse werden durch die allgemeinen Tätigkeitsmerkmale für die Entgeltgruppen 2 – 9a (handwerkliche Tätigkeiten) ersetzt. Da die bestehenden Merkmale aber schon seit Jahrzehnten nicht überarbeitet worden sind, fordert ver.di, dass sie der Realität angepasst werden und insbesondere gewachsene Anforderungen bei alten Tätigkeitsmerkmalen nachvollzogen bzw. neue Tätigkeitsfelder angemessen tarifiert werden. Deshalb wird seit Mai 2017 mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV) über eine neue Entgeltordnung für handwerkliche Tätigkeiten in Bayern verhandelt.

Keine Fortschritte erkennbar!

In der 7. und 8. Runde am 24.10. und 8.11. wurde es erstmalig ungemütlich – unsere Eindrücke aus den bisherigen Gesprächen wurden massiv bestätigt. Im Ton zwar freundlich, aber in der Sache knallhart warf der KAV Bayern ver.di vor, flächendeckend die höhere Bewertung von Tätigkeiten im gewerblich-handwerklichen Bereich zu betreiben.

Hoppla – wir wären aber eine schlechte Gewerkschaft, wenn wir das nicht für unsere Mitglieder versuchen würden. Es ist doch klar: dass Lohngruppenverzeichnis wurde letztmalig 1991 verändert – in diesen letzten 26 Jahren haben sich Tätigkeiten und Anforderungen für die Arbeitnehmer im gewerblich-handwerklichen Bereich nachhaltig verändert! Das muss auch Niederschlag bei der Eingruppierung finden. Gute und qualifizierte Arbeit gibt es nicht zum Nulltarif. Vielerorts haben die Arbeitgeber Probleme, qualifiziertes Personal zu finden. Das spiegelt sich bei ihnen aber nur in einer bedauernden Rhetorik wider – und kaum in der handfesten Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Aber auch wir wissen: die Entgeltordnung auf Bundesebene setzt Rahmen durch die Allgemeinen Tätigkeitsmerkmale – es geht darum, über Heraushebungsmerkmale höherwertige Tätigkeiten zu definieren und festzulegen.

Am 24.10. und 8.11. haben wir über die Fahrertätigkeitsmerkmale, aber auch u.a. über Tätigkeitsmerkmale in Häfen, auf Friedhöfen, Tierparks, Gärten und Parks, Schlachthöfen gesprochen. Der KAV hat deutlich gemacht, dass er nun erst unsere Forderungen über alle Tätigkeiten hinweg kennenlernen möchte, bevor er mögliche Kompromissvorschläge unterbreiten wird. Nun – wir werden in der jetzigen Phase kaum ein anderes Verhalten des KAV erzwingen können, wissen aber nun, dass es am Ende zu einer Zuspitzung kommen wird. Konstruktive Verhandlungen gehen aus unserer Sicht anders! Die Verhandlungen werden am 15.12. fortgesetzt.

Neue Entgeltordnung ver.di Neue Entgeltordnung

Neue Entgeltordnung (EGO) – Letzter Beratungstermin für ver.di-Mitglieder

Durch die Einführung der neuen EGO zum 1.1.2017 ändert sich für die Beschäftigten mit Ausnahme der Beschäftigten in EG 9 und EG 13 mit Zulage nichts. Sie bleiben so eingruppiert wie bisher. Voraussetzung für eine Höhergruppierung durch die EGO ist ein Antrag durch den Beschäftigten. Die Beschäftigten können bis 31.12.2017 einen entsprechenden Antrag stellen. Das heißt es bleibt genügend Zeit für eine eingehende Beratung durch die Gewerkschaft, ob sich eine neue Eingruppierung durch die EGO lohnt oder eher eine Verschlechterung durch den Wegfall von Besitzständen ist. Wird innerhalb 2017 ein Antrag auf Eingruppierung nach der neuen EGO gestellt, wird in allen Fällen rückwirkend zum 1.1.2017 höhergruppiert. Das heißt nicht stufengleich.

Letzter Beratungstermin in Erlangen

Er findet am Mittwoch, 6.12. von 9 – 13 Uhr in den Räumen des Personalrates, Nägelsbach Str. 26, II. OG statt.

Wichtig, für die Beratung muss ein genauer Termin vereinbart werden. Die Koordination bzw. Terminvergabe macht Dietmar Radde (telefonisch 86 2420 oder per Mail dietmar.radde@stadt.erlangen.de). Wir bitten um rasche Anmeldung. Bei der Anmeldung teilen wir mit, welche Angaben für eine qualifizierte Beratung unbedingt erforderlich sind.

 

2017 wechselnde Tage!

MITMACHEN

21. November und 13. Dezember ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2017 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Die nächsten Treffen sind am 21. November und 13. Dezember, jeweils 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG.

Finde den Fehler!

Vielen ist 1 % Tariferhöhung zu wenig.

Vielen sind 1 % Mitgliedsbeitrag zu viel.

 

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail servce.bayern@verdi.de.

Justitia ver.di-Hamburg Justitia

Das Weisungsrecht des Arbeitgebers

Immer wieder bekommen Beschäftigte von Vorgesetzten zu hören, der Arbeitgeber hat das Direktionsrecht, das Weisungsrecht. Damit verbunden wird der Eindruck erweckt, der Beschäftigte muss alle Arbeiten zu jeder Zeit erledigen. Wie schaut es deshalb arbeitsrechtlich genau aus?

Der Arbeitnehmer muss, um seine Hauptpflicht aus dem Arbeitsvertrag zu erfüllen, die richtige Arbeit am richtigen Ort zur richtigen Zeit leisten. Im Arbeitsvertrag ist meistens nicht abschließend geregelt, was genau der Arbeitnehmer tun muss, um seine Hauptpflicht zu erfüllen. Die Arbeitspflicht des Arbeitnehmers muss deshalb durch den Arbeitgeber konkretisiert werden. Diesem Zweck dient das Direktionsrecht des Arbeitgebers.

Das Direktionsrecht, das auch Weisungsrecht genannt wird, ergibt sich aus § 106 Gewerbeordnung (=GewO) bzw. § 315 Bürgerliches Gesetzbuch (=BGB). Es stellt das Recht des Arbeitgebers dar, dem Arbeitnehmer im Rahmen des Arbeitsvertrages bestimmte Aufgaben zuzuweisen. Wie das Weisungsrecht ausgeübt wird, ist egal. Ob der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer beispielsweise durch Zunicken oder lautes Zurufen signalisiert, dass er eine bestimmte Arbeit ausführen soll, spielt keine Rolle. Gegenstand des Weisungsrechts ist Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung. Unter der Zeit der Arbeitsleistung versteht man dabei nicht die Dauer, sondern die zeitliche Lage der Arbeitszeit.

Grenzen des Weisungsrechts

Das Direktionsrecht des Arbeitgebers gilt nicht schrankenlos, sondern unterliegt Grenzen. Diese ergeben sich aus höherrangigen Rechtsquellen, aus dem Arbeitsvertrag, aus den Beteiligungsrechten des Personalrates, aus Tarifverträgen oder aus gesetzlichen Regeln. Das Weisungsrecht darf auch nicht willkürlich ausgeübt werden, es muss nach billigem Ermessen, § 315 I 1 BGB ausgeübt werden.. Für die Berücksichtigung des billigen Ermessens muss der Arbeitgeber die Umstände des Einzelfalles und die Interessen des Arbeitnehmers ausreichend berücksichtigen. Hier sind auch die Grundrechte des Arbeitnehmers zu berücksichtigen wie z. B. die Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit, das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder die Menschenwürde. Bei der Ausübung des Ermessens hat der Arbeitgeber nach § 106 S. 3 GewO auch auf Behinderungen des Arbeitgebers Rücksicht zu nehmen.

Wird das Direktionsrecht im Rahmen seiner Grenzen ausgeübt, muss der Arbeitnehmer den Weisungen seines Arbeitgebers Folge leisten. Überschreitet der Arbeitgeber hingegen diese Grenzen, ist dieses nicht der Fall. Der Arbeitnehmer ist dann zur Verweigerung der zugewiesenen Arbeit berechtigt.

Zwingende Gesetze, Tarifverträge (z.B. zur Eingruppierung, d.h. ich muss keine anders bewertete Tätigkeit erledigen) und Dienstvereinbarungen (wie zum Beispiel zur Arbeitszeit) gehen dem Weisungsrecht des Arbeitgebers vor. Auch die Stellenausschreibung kann das Direktionsrecht des Arbeitgebers einschränken, Deshalb sollte man diese als Arbeitnehmer immer aufheben. Die Arbeitnehmer können durch das Direktionsrecht allerdings nie dazu verpflichtet werden, gesetzlich verbotene oder sittenwidrige Arbeiten durchzuführen.

Was konkret tun?

Bei Zweifel an der Rechtmäßigkeit von Weisungen des Vorgesetzten immer nachfragen. Nach der genauen Rechtsgrundlage, weswegen eine Verpflichtung besteht dies zu tun, ob der Personalrat beteiligt war, in Arbeitszeitfällen, ob der Personalrat zugestimmt hat, und so fort. Bestehen immer noch Zweifel an der Rechtmäßigkeit, dann sollte auf einer schriftlichen Weisung bestanden werden und der Personalrat und der nächsthöhere Vorgesetzte eingeschalten werden.

 

Haben wir doch schon immer vermutet – gefunden auf www.nordbayern.de

1,80 Meter! Angler ziehen Riesen-Waller aus Hornauer Weiher
Schildkröte als Überraschungsgast - Schaulustige filmen das Spektakel - 05.11.2017 09:16 Uhr

HORNAU - Erstmals seit zehn Jahren haben die Mitglieder des Fischereivereins Bad Windsheim am Freitagnachmittag den Hornauer Weiher abgefischt und dabei gleich einen ganz dicken Fang gemacht.

 

Statt Luftballons wären Taucherbrillen und Schnorchel besser gewesen

Nach den Herbstferien haben städtische Vertreter freudestrahlend zur Wiederinbetriebnahme der DB-Unterführung Martinsbühler Straße pressewirksam Luftballons steigen lassen. Nachdem der erste stärkere Regen die Unterführung am 12.11.2017 gleich wieder unpassierbar gemacht hat, wären statt Luftballons die Verteilung von Schlauchbooten oder Tauchausrüstungen angebracht gewesen.

Hans-Jürgen Meyer-Wanke und Werner Lutz rh Hans-Jürgen Meyer-Wanke und Werner Lutz

Neues von Herrn L.

Letzte Rentenmitteilung

…und nun noch eine wichtige Information zur soeben geschilderten neuen Rentensituation: Rentner, die künftig nicht einmal mehr in der Armutsstatistik aufgeführt sind, erhalten überhaupt nichts mehr. – Nicht einmal die Armut.

Verschollen

Wähler, die - leider erfolglos – gegenwärtig nach Möglichkeiten suchen, die NPD zu wählen, können endlich aufatmen. Die NPD ist zurzeit häufig im Gauland unterwegs.

Trump-Care

Nachdem US-Präsident Trump gescheitert ist, das Gesundheitsprogramm von Obama zu beenden, hat er endlich ein eigenes entwickelt. So dürfen in Zukunft Amokläufer in den USA keine halbautomatischen Waffen mehr zu vollautomatischen umbauen.

Das Letzte zur Sicherheit

Alle reden von den Gefährdern. – Aber keiner hat gedacht, daß sie so schnell und mit 92 Abgeordneten in den Bundestag einziehen.

Obergrenze

Mit einer Obergrenze für Flüchtlinge wäre es wirklich höchste Zeit. – Aber nur, wenn es die Steuerflüchtlinge betrifft.

Klimawechsel

Der einzige Grund, daß die Regierenden in Europa etwas wegen der ertrinkenden Flüchtlinge im Mittelmeer tun, ist offenbar nur die Furcht, daß das Meer wegen der vielen Leichen überläuft und die Strände der Reichen überschwemmt werden.

Koalitionsverhandlungen

Die CSU hat endlich ihre Forderung nach einer Obergrenze aufgegeben. Stattdessen will sie jetzt lieber (gemeinsam mit der AFD) eine Untergrenze für die wöchentliche Abschiebung von Flüchtlingen.

Neudeutsche Farbenlehre

Unter Beigabe von „vorauseilendem Gehorsam“ zugunsten der AFD ergibt die Zusammenmischung der Farben schwarz, gelb und grün zur Zeit ein durchaus unappetitliches, braunes Gemisch.

Erfüllt

Wenn am Ende seines Lebens jemand aus der ersten Welt selbstzufrieden behauptet, er hätte ein erfülltes Leben gehabt, dann hat er garantiert nicht mit denjenigen aus der dritten Welt gesprochen, auf deren Kosten er immer gelebt hat.

Iris Schubert beim Hoffest rh Iris Schubert beim Hoffest

Neues Rätsel – Auflösung

Das schöne Fachwerkgebäude steht in Pautzfeld, genauer Zum Sportplatz 1 und die Sanierung des Hauses ist eine der Freizeitbeschäftigung unserer Personalrätin Iris Schubert. Dies hat sich wohn nicht herum gesprochen, denn wir erhielten nur eine richtige Lösung. Deshalb zeigen wir die stolze Kollegin anlässlich des Hoffestes am 10.9.2017, im Hintergrund noch einmal ihr schönes Haus.

Im neuen Rätsel wollen wir wissen, wo findet sich die schöne „Gaststätte Bauhof“?

Rätsel 11-2017 rh Rätsel 11-2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 20 / 2017 – Glückliches Jamaika? 

Die nächste Bundesregierung hat gute wirtschaftliche Startbedingungen. Der kräftige Aufschwung beschert uns milliardenschwere Steuermehreinnahmen. Dieses Geld muss in die Zukunft investiert werden. Die Investitionsbedarfe sind riesig. Auf keinen Fall darf die neue Regierung mit Steuergeschenken die öffentlichen Kassen plündern.

  • Gewerkschaftspolitische Bildungsprogramme 2018
  • Ver.di Flugblätter zur Digitalisierung

Die Infoblätter richten sich an Beschäftigte, aktive ver.di-Mitglieder und Mitglieder von Personalvertretungen. Sie gehen auf das Für und Wider flexibilisierter Arbeitsformen ein: Was ist gut am Home Office? Was ist belastend? Wie kann der Einsatz elektronischer Arbeitsmittel in der Perspektive „Gute digitale Arbeit“ gestaltet werden?

 

Surfen 187

Endlich gibt es vom Erlanger DGB einen Newsletter. Wer die erste Ausgabe haben möchte braucht nur ein Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de schicken. Die erste Ausgabe enthält auch einen Link um den Newsletter dauerhaft zu abonnieren.

 

Termine & Veranstaltungen

  • Ein Abend mit fränkischer Mundart; Songs und Dexde MIT Helmut Haberkamm und u.a. unserem Kollegen Hans-Jürgen Meyer-Wanke

Das Ganze findet am Freitag, 17.11.2017 um 19 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Erlösergemeinde Erlangen, Neckarstraße 18, statt. Der Reinerlös des Abends kommt dem PISA-Förderprojekt des Schülernestes an der Pestalozzischule zu Gute. Zu hören gibt es fränkische Texte und Gedichte sowie genial ins Fränkische übersetzte Songklassiker von Bob Dylan, Simon & Garfunkel, Beatles, Eric Clapton u.a..

  • HANDLE WITH CARE – Ausstellung von Ioannis Hrissopoulidis im Gewerkschaftshaus Nürnberg – 5. OG

Die Ausstellung HANDLE WITH CARE (deutsch: vorsichtig behandeln) zeigt vom 6. November bis 22. Dezember Bilder des griechischen Künstlers (und ver.di Kollegen) Ioannis Hrissopoulidis. Hauptberuflich ist Ioannis Hrissopoulidis im DHL Frachtzentrum Feucht beschäftigt. „Seit langem beschäftigt mich der Gedanke, wie ich Menschen mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite aus der  Anonymität herausholen und ihnen etwas Aufmerksamkeit verschaffen kann“, erklärt der griechische Künstler, der seit 1990 bei der Deutschen Post beschäftigt ist. „Wir gehören zu einer Gruppe von Arbeitern, von denen kaum jemand Notiz nimmt. Wir sind unsichtbar für den Rest der Gesellschaft. Wir verrichten harte Arbeit unter ständig schwerer werdenden Bedingungen. Immer mit dem Gefühl ausgetaucht zu werden, wenn wir die Anforderungen einmal nicht mehr erfüllen können.“  Für Ioannis Hrissopoulidis ist aber keiner seiner Kollegen austauschbar. Er sieht sie alle in ihrer individuellen Einzigartigkeit. Dies bringt er durch seine Bilder überzeugend zum Ausdruck. Die von ihm geschaffenen Portraits und die Ausstellung widmet der Künstler seinen Arbeitskollegen.

 

Kunst mit Satzzeichen (IX)

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(Berg)

 

Warnhinweis Taschenkalender 2018

Die verschickten ver.di Taschenkalender sind teilweise schlecht gebunden. Die Zeilen auf der linken Seite stimmen mit denen auf der rechten Seite nicht überein, siehe Abbildung. Aufpassen, damit wichtige Termine 2018 nicht versäumt werden. Natürlich kann bei verpassten Terminen auch der Kalender als Ausrede benutzt werden.

Warnung rh Warnung

Kalender 2018

Der ver.di Taschenkalender wurde zwischenzeitlich an alle Mitglieder verschickt und auf das weitere Angebot an Kalendern und Streuartikeln aufmerksam gemacht. Wer ver.di Mitglied ist und keine Kalenderpost von uns bekommen hat, bitte unverzüglich bei uns melden. Die weiteren Kalender und Streuartikel wurden rege abgerufen. Wir haben deshalb nur noch einige Aufstellkalender für die Schreibtische, 3-Monats-Wandplaner, Wandplaner in A 0 und einige wenige Planer für den Sozial- und Erziehungsdienst. Die Beamtenkalender wurden noch nicht ausgeliefert.

 

CULDUR

WEIHNACHTEN GEHT MIR AUF DIE NÜSSE

ARTHUR ANJOU

KALENDERBLÄTTER ZU ADVENT UND WEIHNACHTEN

WUNDERLICH TASCHENBUCH, 160 Seiten ISBN:  978-3-8052-0014-1

Natürlich macht der Titel schon deutlich hier wird mit dem Weihnachtswahnsinn abgerechnet. Die Umschlagsklappe mit den 5 „nervigsten Geschenken“ gibt die Richtung vor. Wie bei einem Adventskalender muss man sich vom 30.11. bis zum 31.12. Blatt für Blatt vorkämpfen. Dabei werden fast alle einschlägigen Themen von Schrottwichteln mit Freunden, Geschenke-Terror, Weihnachtsmärkte,

Buch 24.12. www Buch 24.12.

Geschmacksverirrungen beim Baumschmücken, die Unmöglichkeit der richtigen Menüwahl etc. abgehandelt. Allerdings werden die jeweiligen Themen sehr soft und fast unkritisch abgehandelt. Für meinen Geschmack müssten die Auswüchse um Weihnachten herum viel direkter, deutlicher, satirischer und ironischer kommentiert werden. So fand ich viele der Kalenderblätter nicht sonderlich lustig, sondern sie waren eher eine sachliche Beschreibung der trostlosen Realität. Es ist zu spüren, dass der Autor Weihnachten eigentlich liebt. Wer jemanden in der Verwandtschaft sanft auf manche weihnachtlichen Irrungen und Wirrungen hinweisen möchte, sollte das Buch des Franzosen Anjou verschenken.

 

SCHANDMAUL, VORBAND KRAYENZEIT

29.10.2017, LÖWENSAAL, NÜRNBERG

Eigentlich war der Auftritt von „Krayenzeit“ absolut überflüssig. Im proppenvollen Löwensaal steigen die Temperaturen auch ohne Einheizer und so herrschten schon nach den ersten Songs saunahafte Temperaturen. Trotzdem animierte Frontmann Markus Engel ständig zum Mitklatschen bzw. bei „Von der Fahrt übers Meer“ musste die Menge mit nach oben gestreckten Armen das Meer symbolisieren. Der Saal ging bei den manchmal fast schlagerhaften Songs gut mit, trotz starken Beifalls blieb aber „aus Zeitgründen“, so Markus eine Zugabe verwehrt. Trotzdem ließen „Schandmaul“ auf sich warten und erst kurz vor 21.15 Uhr erklang das Intro. Apropos warten, ursprünglich sollte das Konzert letztes Jahr am 9. Dezember stattfinden.

Schandmaul bs Schandmaul

Wegen der Erkrankung von Schandmaul Fronter Thomas Lindner musste die Leuchtfeuer Tour um mehrere Monate verschoben werden. In dieser Zeit ist leider auch Anna Katharina Kränzlein nach über 19 Jahre aus persönlichen Gründen bei Schandmaul ausgestiegen. Für sie sprang Jessica Kondermann von Krayenzeit ein. Zusätzlich verstärkte Tobias Heindl von den Fiddlers mit seiner Violine die Band. Dank Tobi klangen die Songs etwas fetziger als sonst. Durch den Ausstieg von Anna ist die Show noch viel stärker auf Thomas Lindner zugeschnitten. Früher waren die zusätzlichen Ansagen der beiden Schandmaulfrauen bzw. ihre Dialoge mit Thomas Lindner eine wirksame Auflockerung des Sets. Vermutlich hat er dies auch erkannt, denn seine Geschichten zwischen den Songs fielen deutlich kürzer als früher aus. Zu Beginn des Sets wurden die Songs der letzten Scheibe „Leuchtfeuer“ vorgestellt. Insbesondere der Titelsong fiel dank der Bassdrum und den Gitarrenriffs sehr rockig aus. Anschließend bekam das sehr textsichere Publikum ein starkes Lob verpasst, „ihr seid unser Leuchtfeuer, das Licht am Ende des Tunnels“.

Schandmaul bs Schandmaul

Ein Höhepunkt war der Mittelteil des Konzert mit „Bunt und nicht Braun“, die deutliche Absage rechter Gedanken und rechter Gewalt, verbunden mit den Wunsch nach einer sozialen Welt und dem anschließenden „Heute bin ich König“. Danach folgten sehr emotionale, ruhigere Songs. Bis das Tempo vor den Zugaben wieder angezogen wurde und sogar ein trashartiger Heavy Metall Song angestimmt wurde. Nach 85 Minuten tanzte der komplette Saal völlig durchgeschwitzt zu „Walpurgisnacht“. Highlights der Zugaben war „Herren der Winde“ mit jeweils einen langen Instrumental als Einleitung bei dem die Musiker nach und nach einsetzten und im Kreis über die Bühne zogen und als Songabschluss. Sowie die schöne Ballade „Dein Anblick“ wo der Saal minutenlang den Refrain „die Sonne, die Sterne tragen kunde von Dir“ laut sang. Nach fast 2 Stunden war es vorbei und viele freuten sich auf die Schmausenbrucker Frischluft.

Schandmaul bs Schandmaul

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