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verdi-Info Nr. 4/2019

für die Stadtverwaltung Erlangen
Info Kopf rh Betriebszeitung

Info Nr. 4/2019 40. Jahrgang (letzte Ausgabe vor Ostern) vom 17. April 2019

Inhalt:

  • Mächtig was los
  • 2. Tariferhöhung
  • Umfrage Arbeitszeit
  • Filosofen
  • 7.5. Betriebsgruppe
  • Bilanz Sozial- und Erziehungsdienst
  • Erster Mai in Erlangen
  • 40 Jahre Info
  • Neues von werner
  • Preisrätsel
  • Veranstaltung
  • Highlight bei den Senioren
  • Bayerischer Ministerrat vor 70 Jahren
  • Anfordern
  • Surfen Nr. 203
  • Maiplaketten
  • Culdur Konzertbericht Trail of Dead und CD.Tipp Véronique Gayot

 

Mächtig was los in den nächsten Tagen – mehr dazu in diesem Info

Der Maiplakettenverkauf ist angelaufen, der zweite Erhöhungsschritt der letztjährigen Tarifrunde wird mit der Maigehaltsauszahlung umgesetzt, der erste Mai steht vor der Tür, die Aufwertungskampagne im Sozial- und Erziehungsdienst soll in Mitgliederversammlungen am 7.5. bzw. am 21.5. bilanziert werden, eine Umfrage zur Arbeitszeitverkürzung kommt und am Freitag 10. Mai findet unser Grillfest statt..

Gesteigert rh Gesteigert

Zweite Tariferhöhung zum 1.4.: Plus 3,09 Prozent
Zweiter Schritt des Tarifabschlusses TVÖD 2018 jetzt wirksam - Plus 3,09 Prozent

Zum 1. April 2019 werden die Tabellen wieder deutlich erhöht:
Im Durchschnitt sind es 3,09 Prozent mehr - mindestens ein Plus von 74,66 € monatlich.
Für alle Beschäftigten in Entgeltgruppe E 1 und in jeder Stufe 1 gibt es sowohl prozentual wie auch in Euro einen höheren Zuwachs. Die Entgelte der Auszubildende, Praktikant*innen wurden bereits zum 1. März 2019 um noch einmal 50 € erhöht.


Der Abschluss der Tarifrunde liegt schon einige Monate zurück. Zur Erinnerung: Es wurden drei Erhöhungsschritte mit einer Laufzeit von insgesamt 30 Monaten vereinbart.

Ein Tariferfolg, der mit Beteiligung von mehr als 150.000 Kolleginnen und Kollegen an Aktionen und Warnstreiks sowie der konsequenten Tarifpolitik einer starken Gewerkschaft ver.di erreicht wurde!

Schon jetzt zwei Hinweise:
Die nächste Erhöhung mit noch einmal durchschnittlich 1,06 Prozent kommt zum 1. März 2020. Und ab September 2020 gilt es wieder, gemeinsam die erfolgreiche Tarifarbeit der letzten Jahre fortzusetzen.

Investition in eine starke weitere Tarifentwicklung: Jetzt ver.di-Mitglied werden.

Wandzeitung mit Begriffen zur Arbeitszeitverkürzung Heike Werner Arbeitszeitverkürzung

Umfrage zur Arbeitszeit startet in den nächsten Tagen

Die zurückliegenden Tarif- und Besoldungsrunden beim Bund, den Ländern und den Kommunen sowie die bisherigen Diskussionen in den Betrieben und Verwaltungen des öffentlichen Dienstes haben eines verdeutlicht: Die Gestaltung der Arbeitszeit hat bei den Kolleginnen und Kollegen an Bedeutung dazu gewonnen. Bei den Debatten stehen häufig die Verkürzung der Arbeitszeit oder die Entlastung der Beschäftigten durch zusätzliche freie Tage an vorderster Stelle.

Mit dieser Entwicklung hat sich in den letzten zwei Jahren die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst intensiv auseinandergesetzt. Die Beratungen haben deutlich gemacht, Arbeitszeitverkürzung ist ein komplexes Thema. Mehr noch: Die erfolgreiche Umsetzung unserer gemeinsamen Interessen muss intensiv und gründlich vorbereitet werden.  Denn klar ist schon jetzt: Verbesserungen und die von vielen geforderte Verkürzung bei der Arbeitszeit im öffentlichen Dienst zur Entlastung der Kolleginnen und Kollegen muss gegenüber den Arbeitgebern durchgesetzt werden. Erfolgreich können und werden wir nur sein, wenn wir uns gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Und es muss um ihre persönlich empfundenen Anliegen und Interessen bei der Gestaltung der Arbeitszeit gehen.

Erster Schritt:

Breit angelegte Arbeitszeit-Umfrage

Deshalb beginnen wir mit einer breit angelegten Umfrage: Alle Mitglieder im Bereich der Tarifverträge des öffentlichen Dienstes sind eingeladen, sich an dieser Umfrage zu beteiligen!

Außerdem wollen wir stärker werden: Deshalb können sich auch alle anderen Beschäftigten in unserem Tarifbereich beteiligen! Und selbstverständlich kann und soll die Umfrage genutzt werden, Kolleginnen und Kollegen gezielt auf ihre Mitgliedschaft bei uns – bei ver.di –anzusprechen.

Platz zur Pause gesucht... Thomas Plaßmann Platz zur Pause gesucht...

Diese erste Umfrage läuft online vom 24. April bis 19. Mai 2019. Wir werden den QR-Code bzw. Link im Internet, in einem weiteren Mitglieder-Info und anderen ver.di-Medien ab 24. April veröffentlichen. Die Teilnahme ist über unterschiedliche Geräte (z.B. PC, Tablet, Notebook, Smartphone) möglich. Die online-Befragung ist das zeitgemäße Mittel, das die schnelle Erfassung und Bearbeitung eurer Antworten ermöglicht. Sie ist wissenschaftlich begleitet und wird ausführlich ausgewertet.

Um Beschäftigtenbereichen ohne Internetzugang die Teilnahme zu ermöglichen, ist ausnahmsweise auch eine Papier-Befragung möglich. Das wird von uns organisiert.

Um welche Entlastung und Arbeitszeitverkürzung kann es gehen?

Die bisherigen Diskussionen haben außerdem gezeigt, dass eine tägliche Arbeitszeitverkürzung für die Beschäftigten nicht so attraktiv ist und der gewünschte Entlastungs- und Erholungseffekt nicht eintritt. Freie Tage sind für viele Beschäftigte attraktiver, da sie Anreise- bzw. Rüstzeiten sparen und ganze freie Tag besser planen können. Deshalb haben für viele zusätzliche freie Tage den größeren individuellen Nutzen.

Richtig ist: Fachkräfte fehlen schon heute und durch die demografische Struktur des öffentlichen Dienstes wird bis 2025 etwa jede*r Vierte Beschäftigte ausscheiden. Dadurch steigt der Fachkräftebedarf zusätzlich. Schon jetzt steht der öffentliche Dienst in Konkurrenz zur privaten Wirtschaft bei der Gewinnung von Beschäftigten. Dies macht die Durchsetzung von kürzeren Arbeitszeiten nicht leichter, denn woher und mit welchen Anreizen soll der größere Personalbedarf gedeckt werden? Wie kann der Personalausgleich erreicht werden?

Das muss noch ausführlicher diskutiert werden. Deshalb beginnen wir mit einer breiten Umfrage als erstem Schritt.

Wie geht es weiter?

Über die nächsten Schritte wollen wir euch laufend nicht nur informieren, sondern auch einbeziehen und beteiligen.

Einer muss die Hand ins Heft nehmen

Thomas Helmer

2019 am Dienstag oder Donnerstag!

MITMACHEN

7. Mai ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag und am Donnerstag, bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Dienstag 7. Mai, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Thema ist u.a. die Umfrage zur Arbeitszeitverkürzung.

Soziale Berufe aufwerten ver.di Soziale Berufe aufwerten

Wir ziehen Bilanz- Stand der Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst

Mit der Tarifeinigung 2015 zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst wurde vereinbart1, mit den Arbeitgebern einen Austausch über die Erfahrungen und die Weiterentwicklung des Tarifvertrages ab dem 1. Juli 2019 vorzunehmen. Damit ist es erforderlich vor dem Start ver.di intern Bilanz zu ziehen, denn diese Gespräche müssen inhaltlich gut vorbereitet werden Hierzu wollen und brauchen wir die Beteiligung und Unterstützung unserer Mitglieder. Dies soll in Mitgliederversammlungen passieren und zwar getrennt für die Beschäftigten in Kitas und in den sozialen Diensten (Sozpäds).

Die Versammlung für die ver.di-Mitglieder in Kitas findet im Anschluss an die nächste Betriebsgruppensitzung am Dienstag, 7. Mai ab 18.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG, statt.

Die Veranstaltung für die Sozpäds findet am 21.05 um 18:00 Uhr in Nürnberg im 7.Stock im Raum Albrecht Dürer statt.

1. Mai in Erlangen rh 1. Mai in Erlangen

Weiterer Social Media Auftritt, jetzt bei Instagram

Nach Facebook, „ver.di bei der Stadtverwaltung Erlangen“ eine noch ausbaufähige Gruppe, gibt es jetzt einen zusätzlichen Instagram-Account. Wer uns folgen möchte, einfach nach „verdi erlangen“ suchen und folgen, auch wenn es vielleicht nicht leichtfällt. Wer Ideen oder gar passende Bilder für unseren Auftritt hat, einfach an Volker Aschenbrenner oder Roland Hornauer mailen.

Neue Mailadresse vom ver.di Fachbereich Gemeinden

Allgemeine Anliegen und Anfragen können und sollen künftig an die Mailadresse fb07.mfr@verdi.de gerichtet werden.

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail service.bayern@verdi.de.

Aus 40 Jahren ver.di-Info

Im November 1979 begannen die damals aktiven ÖTV-Kolleginnen und –Kollegen mit einem regelmäßigen Rundschreiben unter dem Titel „Die ÖTV informiert“ die städtischen Beschäftigten über die gewerkschaftlichen Aktivitäten zu informieren. Das Info war geboren und aus einem Rundschreiben wurde nach und nach eine gewerkschaftliche, monatlich erscheinende Betriebszeitung. 1992 war ein besonderes Jahr für das Info. Ab der Ausgabe Nr. 6/1992 wurde das Info am PC erstellt. Thematischer Schwerpunkt war der Streik. Nachstehend die Titelseite der Streikausgabe vom 4. Mai 1992.

Info Nr. 6/1992 rh Info Nr. 6/1992

Neues von Werner

Diäten

Wahr ist, daß der Bayerische Landtag in frommer Gläubigkeit – trotz der Fastenzeit – eine Diätenerhöhung von 45 Prozent für die Landtagsfraktionen beschlossen hat.

Unwahr ist, daß der Landtag damit an die Börse geht. – Nur an die der Steuerzahler.

Neue Rente

Auf Vorschlag der SPD soll jemand, der länger arbeitet, im Alter mehr Hartz IV bekommen. Zur Begriffserläuterung: früher nannte man so etwas „Rente“. Man konnte noch davon leben und wurde manchmal alt.

Das Letzte zum Thema Prüffall

Der Verfassungsschutz wird höflicher. Er will niemanden mehr stigmatisieren, weil er als „Prüffall“ eingeordnet wird.

Darum werden aus Gründen der Gleichberechtigung jetzt alle Bürger zu Prüffällen.

Unser Barde Werner Lutz sk Unser Barde Werner Lutz

Abschiebungen

Immer wieder wird behauptet, daß Afghanistan ein sicheres Herkunftsland ist. Gerade darum werden viele dorthin abgeschoben, die gar nicht nach Afghanistan gehören, wie iranische Jugendliche. – Nur nicht deutsche Steuerflüchtlinge.

Termine & Veranstaltungen

Bei unserem nächsten Workshop aus der ver.di praktisch Reihe werden wir uns mit dem Verhalten in sog. „sozialen Netzwerken“ beschäftigen.

ver.di praktisch Workshop, „Hetze und Fakes im Netz“

Donnerstag, 9. Mai 2019 · 17:30 bis 20:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, ver.di K.i.B.S., EG.

Wir bitten um Anmeldung an: nicole.adelmann@verdi.de

Aus dem Bayerischen Ministerrat – vor 70 Jahren

Am 20.4.1949 wurde der Punkt Staatstheater am 1. Mai mit folgenden Ergebnis behandelt:

Ministerpräsident Dr. Ehard teilt mit, der Präsident des Bayer. Gewerkschaftsbundes, Herr Lorenz Hagen, habe ihn angerufen und mitgeteilt, entgegen einer Vereinbarung, wonach wie am Karfreitag auch am 1. Mai alle Theater geschlossen sein sollten, habe das Kultusministerium angeordnet, daß die Staatstheater an diesem Tag spielen sollten.

Staatssekretär Dr. Sattler erwidert, die Betriebsräte der Theater hätten sich an sich dafür ausgesprochen, am 1. Mai zu spielen. Er werde aber auf alle Fälle mit den Gewerkschaften verhandeln und hoffe, im gegenseitigen Einvernehmen eine befriedigende Lösung zu finden. Staatsminister Dr. Schlögl teilt mit, die Industrie habe sich bereit erklärt, 30000 t Kartoffeln abzunehmen, wenn sie vom Landwirtschaftsministerium einen Kredit von 1 Million DM erhalte. Nach kurzer Aussprache erklärt Ministerialdirektor Dr. Ringelmann im Namen des Finanzministeriums, der Kredit könne wohl zur Verfügung gestellt werden und er werde mit dem Landwirtschaftsministerium die näheren Einzelheiten vereinbaren.

 

Rätsel –Auflösung und neues Rätsel

Beim Rätsel fragten wir, wo steht das abgebildete Rathaus? Es gingen viele richtigen Einsendungen ein, es war natürlich das Alte Rathaus in Viechtach. Beim neuen Rätsel wollen wir wissen, wer ist die abgebildete Person?

Rätsel 4/2019 rh Rätsel 4/2019

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden

  • Wirtschaftspolitische Informationen 01 / 2019 – Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
    Der Aufschwung setzt sich fort, der Wachstumsmotor läuft dieses Jahr jedoch mit geringerer Drehzahl. Grund zum Pessimismus gibt es gleichwohl nicht. Jetzt kommt es darauf an, zur Stabilisierung der Konjunktur die Binnennachfrage zu stärken – durch höhere Löhne und höhere Staatsausgaben.
  • Besoldungsrunde 2019/2020
    Die neuen Tabellen für den Beamtenbereich liegen vor. Die prozentuale Erhöhung wurde umgesetzt (rückwirkend zum 1. Januar 2019 + 3,2%), allerdings gibt es KEINEN Mindestbetrag wie im Tarifbereich. Dafür wird aber auch die Weihnachtszuwendung („Weihnachtsgeld“) nicht wie im Tarifbereich eingefroren.
  • Wirtschaftspolitik aktuell 05 / 2019 – Knochenjob Paketzusteller
    Die Bedingungen für die Beschäftigten der Paketbranche sind teilweise katastrophal. Eine Nachunternehmerhaftung auch für die Sozialversicherungspflicht könnte dem entgegenwirken.
  • Wirtschaftspolitik aktuell 06 / 2019 – 10 Jahre Zukunftsbremse
    Gerade jetzt in Zeiten großer und wichtiger Investitionen passt die Schuldenbremse nicht.

 

Surfen Nr. 203

Postkarten-Aktion zur Grundrente 

Damit die vom Bundesarbeitsminister vorgeschlagene Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung auch wirklich kommt, wollen wir dafür sorgen, dass die Große Koalition auf Kurs bleibt und das wichtigste sozialpolitische Ziel dieser Legislaturperiode nicht aus den Augen verliert. Deswegen haben wir eine Postkarten-Aktion ins Leben gerufen, die ihr auch virtuell unterstützen könnt. Dazu benötigt ihr keinen Drucker und auch keine Briefmarke. Ihr folgt einfach dem Link, füllt die Postkarte aus und sendet sie uns per Mail zurück.

https://rente-staerken.verdi.de

Begehrte Plaketten rh Begehrte Plaketten

Maiplakettenverkauf 2019

Leider begann der beliebte Verkauf dieses Jahr etwas verzögert. Der Paketbote war überfordert ein Paket mit der Adresse „Dietmar Radde, Personalrat Stadt Erlangen, Nägelsbachstr. 26“ auszuliefern. Nach einigen Suchmails hat dann unser Sekretär Christian Kleefeld zur Betriebsgruppensitzung am 2.4. die Plaketten mitgebracht. Der Preis beträgt nach wie vor 1 Euro. Wir haben im Moment noch ein paar Exemplare. Einfach 1 Euro pro gewünschter Plakette an uns mit der Hauspost schicken, den Absender nicht vergessen und hauspostwendend kommt – ohne Versandkosten - die attraktive Plakette.

Highlight bei den ver.di-Senioren

Die Erlanger ver.di Senioren treffen sich einmal im Monat und beschäftigen sich dabei mit den unterschiedlichsten Themen. Am 3.4. waren die Erlebnisse eines „Vollstreckers“ zu hören. Referent war unser früherer Kollege Wolfgang Dienstbier. Bisher suchen wir vergeblich nach einer Aufzeichnung seines Vortrags. Vielleicht bereichert er auch das Grillfest mit seinen Erlebnissen?

 

Deutsch Boarisch Frängisch

Alt            oid            aald / oold

 

Aus Platzgründen folgt der Bericht über die Bundesfachgruppenkonferenz im nächsten Info

 

Culdur

TRAIL OF DEAD oder auch And You Will Know Us By The Trail Of Dead

22.2.2019, ERLANGEN, E-WERK; CLUBBÜHNE

Was ist denn in Erlangen los? Freitagabend, „Traill of Dead“ kommen und sie spielen nicht wie vor gut 8 Jahren im gutgefüllten Saal, sondern in der nicht ausverkauften Clubbühne. Dafür sind viele gut gereifte Alterna-/Indie-Fans gekommen. Es war eine Ü 25 Party bei der die jüngeren komplett abwesend waren. Allerdings waren es wohl viele Junggebliebene. So zeigte eine Ü 25 Frau am Tresen unaufgefordert ihren Ausweis vor, um ein Bier zu bekommen. Dank des reiferen Publikums durften die Glasflaschen auch in das Konzert reingenommen werden. Der Abend begann mit der guten Vorband Mignon. Das Trio spielt rockigen, elektronischen Punk. Insbesondere wenn die Sängerin die Gitarre und das Keyboard stehen lässt, klingt es stark nach den „Blood Red Shoes“, „Tink Things“ oder den „Dresden Dolls“. Beim letzten Song entledigte sich die Sängerin, die etwas nach der jungen Suzie Quatro klingt, ihrer Stiefeletten um noch wilder rumhüpfen zu können. Nach der üblichen Umbaupause, obwohl die gleiche Anlage und das gleiche Schlagzeug benutzt wurde, begannen“ And You Will Know Us By The Trail Of Dead“ kurz nach 21.00 Uhr.

Trail of Dead rh Trail of Dead

Mastermind, Sänger und Gitarrist Conrad Keely hatte einen Drink in der Hand und stieß mit der ersten Reihe an. Dann ging die Post ab und wie es etliche Bands zwischenzeitlich machen, wurde der 20. Geburtstag ihrer Scheibe „Madonna“ gefeiert und das Album in der Originalreihenfolge komplett gespielt. Auch wenn es nicht ihr stärkstes Werk ist, wurden die Stücke kraftvoll wie immer und leidenschaftlich performt. Bei jedem Stück werden die Gitarren gewechselt, der Roadie ist viel beschäftigt mit dem Stimmen der Gitarren. Früher hat die Band wild die Instrumente gewechselt, im E-Werk tauschte nur Gründungsmitglied und Drummer Jason Reece mit Keely laufend von Stück zu Stück die Plätze. Eigentlich sind beide gleichgut am Schlagzeug und fast auch an der Gitarre. Außer ein kurzes „Danke“ gab es keine Ansagen. Als das Album „Madonna“ geschafft war, gab es für die Band eine Jägermeisterrunde. Frisch gestärkt wurden vier Stücke von der CD „Sources Tags & Codes“ beginnend mit „It Was There That I Saw You“ sehr wuchtig und hefftig gespielt.

Trail of Dead rh Trail of Dead

Natürlich wurde das Publikum einbezogen, der Bassist Autry Fulbright II, er könnte eine aktuelle Hendrix-Kopie sein, ging mit seinem Bass schon mal in das Publikum. Keely reichte seine Gitarre in die Menge, aber es dauerte bis sich jemand traute in die Seiten zu greifen. Immer wieder wechselte das Tempo, gab es leise Passagen, die dann umso brachialer beendet wurden. Leider war nach einer Stunde schon alles vorbei. Als Zugabe wurde „Will You Smile Again?“ vom 2005er Album Words Apart und „Richter Scale Madness“ aus dem Jahr 1998 gespielt. Dann war leider schon Schluss. Ein zweiter Zugabeblock war leider nicht drin.

CD-Tipp: BLUESROCK, VÉRONIQUE GAYOT, WILD CAT

GRAND CRU RECORDS / IN-AKUSTIC

Selten ist ein Album-Titel so sehr Programm, wie bei aktuellen CD der französischen Blues- und Rock-Chanteuse Véronique Gayot. „Wild Cat“ enthält 10 starke Rock- und Blues-Stücke, geprägt von der wilden Katze Gayot. Sie hat eine markante Hammerstimme, mit viel Kraft interpretiert sie die Songs leidenschaftlich. Sie röhrt, kreischt, gröhlt, schreit, schluchzt herzergreifend, faucht, schnurrt von den tiefsten bis zu den höchsten Tönen. Dazwischen wird immer wieder einfach nur schön gesungen. Irgendwie ist sie die Summe aus Tina Turner und Janis Joplin. Da wundert es nicht, dass die körperlich kleine Gayet ebenso wild im Bereich der bildenden Kunst agiert. Leider ist die CD nach knappen 40 Minuten schon zu Ende.

Wild Cat www Wild Cat

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