ver.di Info

Betriebszeitung

verdi-Info Nr. 7/2013

Betriebszeitung
Info von ver.di Erlangen rh ver.di Info Stadt Erlangen

Info Nr. 7/2013 34. Jahrgang (Post Relaunchausgabe!) vom 24. Juli 2013

Inhalt:

1.      Umstellung

2.      Fenster – Was tun bei unzumutbaren Arbeitsbedingungen?

3.      ver.di lohnt – Mitglied werden

4.      Termine, Veranstaltungen

5.      Kurz & knackig (u.a. Preisrätsel, Färdd, anfordern, surfen, Culdur)

UMSTELLUNG

Geglückt?

Die Umstellung der ver.di Erlangen Internetseiten war ein schwieriges Unterfangen. Das neue Redaktionssystem ist komplett anders als das Alte. Es hat wirklich Stunden gedauert, bis die Inhalte und Seiten wirklich dort auftauchten, wo sie hin sollten. Das neue System verlangt, dass mit „Portlets“ gearbeitet wird. Inhalte werden dann über „Teaser“ eingebunden. Für alle, die jetzt nur noch Bahnhof verstehen ein Trost, uns geht es auch so. Im Laufe der Zeit werden das neue Redaktionssystem und wir wohl Freunde. Bis dahin bitten wir um Hinweise, was bei www.erlangen.verdi.de besser gemacht werden kann. Veröffentlichungen aus der ver.di Stadtverwaltung finden sich unter „BG Stadt“. „BG“ steht für Betriebsgruppe. Ein Hinweis zur Internetausgabe des Infos, das bisherige Inhaltsverzeichnis mit der Funktion anklicken und damit zu den konkreten Inhalten zu kommen, gibt es im neuen Redaktionssystem nicht mehr.

 

MIESE ARBEIT

Fenster und städtische Beschäftigte

Eine (fast) unendliche Leidensgeschichte

Der Dauerbrenner, die Rathausfenster

Wohl seit Bezug des neugebauten Rathauses im Jahr 1971 sind die Fenster ein Thema. Bis zur Generalsanierung (2000 – 2005) litten viele Beschäftigte vor allem im Winter an den zugigen Fenstern. Richtig ungemütlich war es damals in etlichen Rathauszimmern. Die eine oder andere Erkältung, Verspannungen etc. waren die Folge. Mit der Rathaussanierung versprach die damalige Projektgruppe Rathaussanierung den Beschäftigten „ein deutlich besseres Raumklima“, „dass bei der Sanierung alle Vorschriften eingehalten werden und dass nach der Sanierung die Raumtemperaturen etwas unter den Temperaturen vor der Sanierung bleiben“.

nicht benutzbares Rathausfenster F.E. Rathausfenster

Ein Versprechen, das nur bedingt und nur bei sehr kalten Außentemperaturen eingelöst wurde. Die neuen Fenster sind dicht. Bei Sonnenschein wird für die Erwärmung des Rathauses keine Heizung benötigt. Dies ist im Winter angenehm, mangels Sonnenschutz ist das Rathaus im Frühsommer und Sommer aber damit Erlangens größte Sauna. Ein Wochenende mit schönem Wetter sorgt am Montagmorgen für Zimmertemperaturen deutlich über 30 Grad und wenn am Montag nicht gerade eine Kaltfront durchzieht für bleibende Wärme und Hitze. Damit wird laufend gegen die Technische Regel für Arbeitsstätten (ASR) A3.5 vom 23.6.2010 verstoßen. Alle Versuche das Rathaus nachträglich mit einem automatischen Sonnenschutz auszustatten, scheiterten bislang. Den betroffenen Beschäftigten bleibt als Ausweg nur der wiederholt vom Personalrat veröffentlichte Hinweis, siehe Kasten.

Damit nicht genug, die neuen Rathausfenster waren auch ein Glücksgriff. Teilweise waren und sind sie so montiert, dass sie sich nicht öffnen lassen.

Fenster welches funktioniert rh Fenster in Gebrauch

Die Griffe sorgten für einige blutige Handgelenke und einige der sehr schweren Fenster fielen einfach heraus. Zum Glück wurde bis heute noch niemand wegen der Rathausfenster schwer verletzt. Dummerweise ging die Fensterfirma pleite und die Stadt bleibt trotz Gewährleistungsanspruch auf die Kosten für die Nachbesserung der Fenster sitzen. 2012 wurde durch eine Fachfirma eine Überprüfung und Wartung sämtlicher Fensterflügel (ca. 1000 Stück) und deren Beschläge durchgeführt. Schadhafte Fensterbeschläge wurden dabei repariert bzw. erneuert. Weitere schadhafte Fenster wurden gekennzeichnet und die Benutzung zur Freude der betroffenen Beschäftigten bis auf weiteres untersagt. Da die Rathausfenster eine Sonderanfertigung sind, ist die Beschaffung von Ersatzteilen schwierig und das Fensterthema somit endlos. Die Kosten für die Stadt dürften inzwischen in einen Bereich liegen vergleichbar mit der (Anschub-) Finanzierung für einen automatischen Sonnenschutz.

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Was tun bei unzumutbaren Arbeitsbedingungen

Sind die Arbeitsbedingungen (Hitze, Lärm, Gestank, Dreck …) so mies, dass ich darunter leide (z.B. körperliche Reaktionen wie Unwohlsein, Kopfschmerzen, Atemnot), dann habe ich folgende Möglichkeiten:

1. Ich informiere den Vorgesetzten und fordere ihn auf sofort Abhilfe zu schaffen bzw. mir einen anderen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

2. Ist dies nicht möglich, dokumentiere ich die miesen Arbeitsbedingungen, möglichst mit Zeugen.

3. Ich melde mich beim Vorgesetzten ab mit der Begründung, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann.

4. Ich halte dies in der Spalte Bemerkungen in der Arbeitszeitkarte fest und schreibe z.B. Arbeitsunfähig ab  Uhr wegen unerträglichen Raumtemperaturen von über Grad.

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Einmal ist kein Mal, oder die Fensterstory geht weiter – nur neuer Ort und neue Belastungen

Der Museumswinkel ist ein sehr nettes Geschenk von Siemens an die Stadt, ein Danaergeschenk. Eine Sanierung ist seit Jahren mehr als überfällig. Um beim Thema zu bleiben, es regnet seit Jahren zu den Fenstern rein und bei Regen werden deshalb die Papierhandtücher in den Toiletten knapp. Die Sanierung ist kein billiges Unterfangen und wohl deutlich teurer als ein Neubau.

Fenstersanierung Museumswinkel S.Z. Fenster Museumswinkel

Wohl deshalb wurde der Sanierungsbeginn immer wieder verschoben. Ab 13.5.2013 wurden, neben einer Reihe anderer Bau- und Sanierungsmaßnahmen, endlich die Fenstersanierung begonnen. Zur Erbauung der betroffenen Beschäftigten bei laufendem Betrieb, was einiges organisatorisches Chaos, viel Lärm und noch mehr Staub verursacht und damit verbundene gesundheitliche Belastungen zur Folge hat. Beim Ausbau der alten Fenster wurden altes Dämmmaterial (Glasfaser-/Mineralwolle) frei und Dank der Querlüftung gegen den Silikongestank frei im Gebäude herumgewirbelt. Die neuen Dämmmaterialien wurden offen gelagert und unsachgemäß verarbeitet. Als Mindestschutzmaßnahmen darf das Material nicht gerissen werden und das Aufwirbeln von Staub sollte vermieden werden. Außerdem ist der Arbeitsplatz sauber zu halten und regelmäßig zu reinigen. Verschnitte und Abfälle sind sofort in geeigneten Tonnen oder Plastiksäcken zu sammeln. Bis heute wird dieses Problem eher verharmlost unter Hinweis auf die Verpackung der neuen Dämmmaterialien, erhielten die Betroffenen per Mail die Auskunft „diese Mineralwolle ist gemäß den Herstellerangaben im Sicherheitsdatenblatt mit dem Gütesiegel "Der blaue Engel - weil emissionsarm" gekennzeichnet. Demnach bestehen bei sachgemäßer Anwendung dieses Dämmstoffes keine Gefahren für die Gesundheit von Verarbeitern und Gebäudenutzern.“ Berechtigte, aber zur Zeit noch offene Forderung einiger Betroffener, dass Raumluftmessungen durchgeführt werden, ob noch Fasern in der Luft sind.

Neue Fenster machen krank

Eine noch schlimmere Überraschung erwartete die ersten Beschäftigten nach erfolgten Einbau der neuen Fenster. Es stank sehr unangenehm, zu Arbeitsbeginn wartete eine „Essigwolke“. Ein Mail vom Gebäudemanagement informierte am 4.7. „Materialproben der Fensterkonstruktion wurden genommen, um die Geruchsquelle zu finden. In den Fokus geriet dabei ein spezielles Silikon, mit dem von außen die Fensterscheiben mit dem Rahmen abgedichtet worden waren. Materialproben und Raumluftmessungen sollten im Analyselabor Klarheit bringen. Es kam leider zu Verzögerungen, da das entscheidende Gerät (Gas-Chromatograph) einen Totalausfall hatte und erst repariert werden musste. Inzwischen sind die Ergebnisse (telefonisch) da: Die Ursache ist das Spezialsilikon. Davon dampfen Stoffe aus der Gruppe der "Oxime" ab, hauptsächlich Butanonoxim. Butanonoxim wird verbreitet als Additiv in Lacken und Dicht-/Klebematerialien verwendet. Der Stoff ist umstritten, da er sich im Tierversuch bei lebenslanger Exposition als kanzerogen erwiesen hat.“ Verbunden war dies mit dem Hinweis regelmäßig zu Lüften und das nach Aushärtung des Silikons der Geruch weg ist. Zusätzlich stellte das Gebäudemanagement Luftreiniger auf und es wird laufend die Raumluft gemessen. Auch wenn fast alles getan wird, was möglich ist, muss festgehalten werden, dass auch nach 7 Wochen in den neu mit Fenstern ausgestatteten Räumen das Arbeiten unzumutbar ist. Die Kolleginnen und Kollegen klagen reihenweise über Kopfschmerzen, Übelkeit, Unwohlsein und Magenschmerzen. Da beruhigen auch die Berichte nicht, dass die Ausdünstungen abklingen werden. Auch der Verweis auf die Einhaltung der Grenzwerte hilft nicht weiter, wenn eingeräumt werden muss, dass die Wechselwirkung der unterschiedlichen Substanzen nicht bekannt ist. Die Kolleginnen und Kollegen, bei denen die bislang die Fenster noch nicht getauscht wurden, sind nicht begeistert zu hören, dass die Messergebnisse bei dem zuletzt eingebauten Fenster höher waren als bei den ersten.

Fenster welches funktioniert rh Optimiertes Fenster

Konsequenzen

Das Beispiel Museumswinkel zeigt, die Entscheidung ob bei laufendem Betrieb künftig saniert wird, darf nicht aus reinen Kostengesichtspunkten erfolgen. Diese Prüfung und Entscheidung muss künftig nach Vorlage aller möglichen Belastungsfaktoren gemeinsam und einvernehmlich von Personal- und Organisationsreferat und Personalrat getroffen werden. Sollte entschieden werden bei laufendem Betrieb, müssen die betroffenen Kolleginnen und Kollegen laufend von den zentralen Dienststellen und auch von den zuständigen Stellen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unterstützt werden. Gerade bei Belastungssituationen muss dann sofort gehandelt werden.

 

Filosofen

Berti Vogts: Wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker, nicht mal schwimmen kann er.

 

1,4 % mehr Geld ab August 2013:

ver.di lohnt sich!

Der Abschluss der Tarifrunde 2012 liegt schon einige Monate zurück, daher möchten wir daran erinnern: Ab August 2013 erhalten die Beschäftigten von Bund und Gemeinden nochmals 1,4 % mehr Geld. Dies ist nach den Erhöhungen um 3,5 % ab März 2012 und um 1,4 % ab Januar 2013 der letzte Schritt in der insgesamt bis zum 28. Februar 2014 reichenden Laufzeit. Dieses Tarifergebnis war keine Selbstverständlichkeit, sondern nur möglich, weil sich mehr als 300.000 Kolleginnen und Kollegen an den gewerkschaftlichen Streiks beteiligt haben.

Tarifverträge nützen!

Tarifverträge schützen!

Häufig ist gar nicht bekannt, welche Ansprüche im Arbeitsverhältnis nur aufgrund eines Tarifvertrages bestehen.

Drei Beispiele:

Urlaub: Das Bundesurlaubsgesetz (BurlG) garantiert jedem Beschäftigten 24 Werktage Urlaub. Bei einer Fünf-Tage-Woche sind das nur 20 Arbeitstage. Das entspricht vier Wochen Urlaub. Der TVöD sieht dagegen grundsätzlich 29, nach vollendetem 55. Lebensjahr 30 Arbeitstage Urlaub vor. Das entspricht fünf Wochen und vier Tage bzw. sechs Wochen bei einer Fünf-Tage-Woche. Neun bzw. zehn Arbeitstage mehr Urlaub durch den Tarifvertrag. Neun bzw. zehn Tage mehr Zeit für Erholung vom täglichen Arbeitsstress.

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall: Über den gesetzlichen Anspruch auf sechs Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hinaus regelt der TvöD zusätzlich nach Ablauf der Lohnfortzahlung einen Krankengeldzuschuss bis zum Ende der 39. Woche. Eine gesetzliche Regelung zur Zahlung eines Krankengeldzuschusses besteht nicht.

Entgelt: § 611 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) regelt: „Durch den Dienstvertrag wird derjenige, welcher Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.“ Ohne tarifvertragliche Regelung müssen die Beschäftigten ihre Vergütung selbst vereinbaren. Einen Anspruch auf eine bestimmte Höhe der Vergütung gibt es nicht. Zusätzlich müssten auch Zuschläge wie z. B. Zeit-, Erschwernis- oder Schichtzuschläge vereinbart werden, wenn darauf ein Anspruchbestehen soll. Denn ob und in welcher Höhe diese zusätzlichen Zahlungen zu leisten sind, könnte ohne Tarifvertrag nur im Arbeitsvertrag festgelegt werden. Der TVöD schreibt solche Ansprüche vor. Neben Zuschlägen und Zulagen ist nach dem TVöD z. B. auch eine Jahressonderzahlung zu zahlen.

Hierüber verhandelt die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern, und nicht jede oder jeder allein.

Derzeit wird die nächste Tarifrunde vorbereitet. Um den Anschluss an die Einkommensentwicklung zu halten, muss ver.di flächendeckend durchsetzungsfähig sein. Dazu gehören aktionsbereite Mitglieder. Solidarische Nichtmitglieder sind schön und freuen uns, wenn sie bei kurzen Streikaktionen mitmachen. Einen längeren, über Wochen dauernden Erzwingungsstreik können sich fast alle Beschäftigten nur mit der gewerkschaftlichen Streikunterstützung leisten. Deshalb in Vorbereitung der anstehenden Tarifrunde Mitglied werden!

Urlaubskarte ver.di Mittelfranken Schönen Urlaub

LOHNT SICH

Gewerkschaft

Eine Mitgliedschaft in ver.di rechnet sich. Ver.di schließt für seine Mitglieder Tarifverträge ab. Auf diese Verträge haben nur Mitglieder einen Rechtsanspruch. So hat sich die Vorarbeiterzulage seit in Kraft treten des TvöD (1.10.2005) z.B. in der EG 5 von 190,28 Euro auf 219,58 Euro (ab 1.8.2013) erhöht.

 

ENDLICH

Rückkehr zur 40-Stunden-Woche zum 1. August 2013 für alle Beamtinnen und Beamte in Bayern

Zum 1. August 2013 werden alle Beamtinnen und Beamte in Bayern wieder 40 Stunden pro Woche arbeiten. Die im Jahre 2004 trotz erheblicher Proteste eingeführte 42-Stunden-Woche gehört damit endgültig der Vergangenheit an. Es war aber ein langer und mühsamer Weg bis dahin.

Die Reduzierung der Arbeitszeit geht auf einen Beschluss der Staatsregierung aus dem Jahre 2009 zurück. Nach langen Protesten und andauernden Petitionen der DGB-Gewerkschaften hatte die Staatsregierung doch erkannt, dass die Beschäftigten sich nicht mit der in 2004 eingeführten 42-Stunden-Woche abgefunden hatten. Ver.di wollte eine raschere Umsetzung der Zurückführung und dies in keinem Fall über Lebensarbeitszeit-Modelle. Alle Beschäftigten sollten zeitnah zur 40-Stunden-Woche zurückkehren. So wurde ein Kompromiss gefunden und die Arbeitszeit in zwei Stufen reduziert. Zum 1.8.2013 werden nun alle Beamtinnen und Beamte in Bayern zur 40-Stunden-Woche zurückgekehrt sein.

 

MITMACHEN

24. Juli und 26. September ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2013 an wechselnden Wochentagen jeweils ab 17.00 Uhr bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne Mitmachen, Kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Die nächsten Treffen sind am Mittwoch am 24. Juli und nach der Sommerpause am Donnerstag 26. September, jeweils 17.00 Uhr, Sitzungsraum im Kleinen Rathaus, Schuhstr. 40. Thema am 26.9. ist die Entgeltordnung, das „neue“ Eingruppierungssystem.

 

Veranstaltungen

  • „Argumente statt Phrasen“ am 9. August (14:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg), wo Dr. Xaver Brenner mit uns über - Utopia gestalten – wie muss eine gerechte Gesellschaft aussehen? – diskutieren wird.
  • Informationsveranstaltung Perspektive 2015 – ver.di wächst, am 5. August 2013,17:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, 7. OG Raum „Burgblick“
  • Frank Bsirske kommt - Kurz vor der Landtags- und Bundestagswahl, wird er am 5. September (17:00 Uhr, Karl-Bröger-Zentrum Nürnberg) unsere politischen Grundsatzpositionen verdeutlichen und unter dem Motto – Die Qual der Wahl – Alternativen zur neoliberalen Krisenpolitik aufzeigen.

 

AUFLÖSUNG

Bilderrätsel

Erstaunlich viele kamen auf die Lösung, dass die Vertrauensperson der Schwerbehinderten und Personalrätin Silvia Beyer unter dem Schild „Achtung! Absturzkante“ stand. Weniger richtige Lösungen gingen zum zweiten Bild ein, es zeigte eine Brücke über dem Kanal in Färdd, Burgfarnbach. Wie immer erhielten alle richtigen Einsendungen eine Kleinigkeit, dieses Mal waren es die ver.di USB-Sticks.

Schild mit Silvia Beyer rh Rätsel Auflösung - Schild mit Madame

MITMACHEN

Rätsel

Dieses Mal wieder ein Bilderrätsel aus Erlangen. Bei welchem Gebäude wurde das Eckfenster so schön überdacht?

Bilderrätsel rh Neues Rätsel, welches Gebäude hat ein überdachtes Fenster?

FRAGE

Welches städtische Amt macht seinen Betriebsausflug, wenn die Wetter Prognose wie folgt lautet?

Morgen am Mittwoch ist es wechselnd bewölkt bis bedeckt mit Regenfällen, Schauern und Gewittern.

 

SPAM

Leserbrief für verdi-Info:

Auch nachfolgender italienischer Spamer hat den ausgefeilten Spamfilter der Stadt Erlangen überlistet...

Betreff: FWD: Ottimizzazione - Google

 

Salve, ci siamo accorti che il Vostro sito internet non e' molto visibile ne' facilmente rintracciabile sui vari motori di ricerca,

il che a volte rende piu' difficile trovartVi da parte dei Vostri clienti.

 

Nel caso Vogliate modificare questa situazione potremmo proporVi di ottimizzare il sito.

 

Abbiamo riscontrato sul Vostro sito errori abbastanza gravi che necessiterebbero essere ottimizzati, e sono questi errori sia di carattere lessicale che legati al codice del sito stesso.

e proprio per questo motivo il sito si trova in posizioni cosi' basse.

 

Le modifiche che noi apporteremmo in caso decidiate di eseguire l'ottimizzazione, Vi consenirebbero di trovarVi nelle prime 10 posizioni dei vari motori di ricerca.

 

Prego vogliate visitare il nostro sito.

 

Offerta imperdibile! Solo per Voi la possibilita' di acquistare il servizio di ottimizzazione del proprio sito internet con uno sconto del 15%! Basta che al momento dell'ordine scriviate il codice: "PROM21"

 

Cordiali saluti

 

 

Vor kurzem wartete ich geschlagene 3 Stunden auf den Bus. Ich gebe zu, da war keine Haltestelle. Trotzdem, hier geht's ums Prinzip!

(Piet Klocke)

 

GESUCHT

Info-Redakteur/in für das neue Sachgebiet Nachhaltigkeit

Nachdem wir seit einigen Wochen von den verschiedensten Personen Hinweise, Tipps zum Thema Nachhaltigkeit bekommen (z.B. dass Edding ein Rücknahmesystem für ausgediente Filzstifte eingeführt hat, dass ein fränkischer Clubb sauber gepflückte Kaffeebohnen anbietet, dass am 10.5. ein Aktionstag nachhaltiges (Ab-) Waschen stattfand, dass Färdd dauerhaft in der 2. Liga bleiben will oder die Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf der 13. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 13. Mai 2013), wollen wir dieses Thema laufend besetzen. Interessenten an dieser ehrenvollen Aufgabe mögen sich bitte über die üblichen Wege melden. Wir bieten viel Freiraum für Kreativität und gelegentliche positive Rückmeldungen. Deutschkenntnisse wären wünschenswert, sind aber keine Voraussetzung.

 

Färdd Festival mit tollen Schirmen (I) rh Färdd Festival mit tollen Schirmen (I)

FÄRDD

Fürth Festival

Soll keiner behaupten wir berichten immer nur negativ über unsere Nachbarstadt im Süden. Färdd hat auch schöne Seiten. Eine davon ist das Fürth Festival. Am Wochenende 5. -7.7.2013 spielten zahlreiche Bands bei wunderbarem Wetter auf. Ganz besonders schön war der Veranstaltungsort Kirchenplatz St. Michael. Hier standen sogar zahlreiche ver.di-Sonnenschirme und für die Nostalgiker unter uns gab es sogar ÖTV-Sonnenschirme.

Färdd Festival mit tollen Schirmen (II) rh Färdd Festival mit tollen Schirmen (II)

Neues von Herrn L.

NSA – Mitteilung für Deutschland;

hier: höchste Geheimhaltungsstufe

Nach jahrelanger Recherche und Überwachung wird zweifelsfrei festgestellt, dass nachfolgendes Aktenzeichen, sesshaft in Germany-Deutschland, staatsgefährdend und umgehend zu liquidieren ist: Es handelt sich bei dem Subjekt um einen Herrn/Frau, mit Namen „GG“ (Geheime Abkürzung noch unklarer Herkunft), im Volksmund gelegentlich auch „Verfassung“, sowie amtlicherseits häufiger als „Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ bezeichnet. Das Geburtsdatum kann auf den 8.Mai 1949 datiert werden und wird in der gängigen Wikiatur seltsamerweise als „Inkrafttreten“ und nicht als Geburt angeführt.

Unklar ist nach wie vor das Geschlecht des Aktenzeichens, dies spielt für ihre Gefährlichkeit allerdings eine untergeordnete Rolle. Der Name „Grundgesetz“ oder „GG“, wahrscheinlich ein Tarnname aus dem terroristischen Lager, wird häufig zitiert im Zusammenhang mit aufgezeichneten Telefongesprächen oder Mails aus Deutschland.  Herausragend dabei sind…

1.“Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – eine im freiheitlichen USA völlig undenkbare und aufrührerische Losung.

2.“Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“ - Allein dieser Satz rechtfertigt in den USA eine jahrzehntelange Ruhig- und Sicherstellung auf Guantanamo.

3. „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. – Hierbei handelt es sich möglicherweise um einen Schreibfehler, der an das US-Amerikanische Gebot „Alle Menschen sind dem Gesetz gleich“ angelehnt wurde.

Dies und noch viele andere subversive Äußerungen, etwa das utopisch anmutende „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ beinhalten zutiefst aufrührerisches und staatsfeindliches, also terroristisches Gedankengut. Es wird unserem Partner 3. Wahl, Germany-Deutschland, daher dringend empfohlen, umgehend Maßnahmen zur Abwicklung von „GG“ zu veranlassen, um die Sicherheit seines Partners 1. Wahl, also der USA, weiter zu gewährleisten.

With best wishes

Sgt. Woolfcraft

Arbeitsbedingungen wie vor 500 Jahren Werner Lutz Wie vor 500 Jahren

 

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Gisela Strobel oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Grillfest DVD, Setlist der Band

Im Nachklang zum Bericht über unser 35. Grillfest hat unser Grillfest Filmer und Fotograf „Andy“ eine prallgefüllte DVD zur Verfügung gestellt. Sie kann bei uns ausgeliehen werden. Die umfangreiche Setlist unserer Band „Pickup Projekt“ schicken wir dagegen in Kopie zu.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell Nr. 9/2013 - Mindestlohn schafft Arbeit

Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde bringt neun Millionen Beschäftigten mehr Kaufkraft. Im Durchschnitt über 2100 Euro pro Jahr. Das hilft den Menschen und dem Sozialstaat und wirkt wie ein Beschäftigungsprogramm. Die ver.di Arbeiterinnen und Arbeiter sammeln Unterschriften für eine Petition „Mindestlohn jetzt“. Mehr unter www.arbeiter.verdi.de

  • Schmucke Kofferanhänger

„Urlaub kommt nicht von ungefähr – Ich bin ein Anhänger von ver.di“ steht auf den praktischen Kofferanhängern. Wir haben noch ein paar.

 

Surfen (137)

NACHHALTIG

Informationen zu den Siegeln

Zwei links mit kritischen Infos zu Fair Trade und Gütesiegel wurden uns zugeschickt.

http://www.arbeitermacht.de/ni/ni155/fairtrade.htm

 

http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2012/kw25/0619/00_siegel.jsp

Frank Riegler rh Frank B. Riegler bei der Podiumsdiskussion

NEUER TITEL

Frank B. Riegler

Der frühere ÖTV-Geschäftsführer Frank Benno Riegler wurde unter ver.di bekanntlich Landesfachbereichsgeschäftsführer Verkehr in München. Jetzt, in der Freizeitphase der Altersteilzeit hat er eine ganz neue Funktion übernommen. In den Erlanger Nachrichten vom 16.7.2013 wurde unter der Überschrift „GGFA feiert und diskutiert“ die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion am 18.7.2013 zum Thema „Braucht Erlangen einen sozialen Arbeitsmarkt?!“ mit ihrer Funktion veröffentlicht. Bei Frank B. Riegler war zu lesen „Frank Riegler (GGFA feiert 25. Geburtstag mit Podiumsdiskussion“.

 

DIENSTJUBILÄUM

Geschenktipp

Es ist immer wieder eine schwierige Aufgabe für die Bereiche, was schenkt Amt/Abteilung einen verdienten Kollegen, einer langjährigen Kollegin zum Dienstjubiläum. Eine besonders clevere und kreative Lösung hat, so wie wir hörten und wir hoffen, die Informationen stimmen, das Theater gefunden. Zum 40-jährigen Dienstjubiläum eines Schauspielers gab es angeblich 2 Freikarten für das Erlanger Theater. Wir hoffen nur, dass es nicht die Plätze hinter der Säule sind und sie für ein Stück gelten bei dem der Jubilar nicht arbeiten muss. Aber immerhin, so kommt er schließlich auch mal wieder in das Theater.

Das Rathausfoyer mit Eingangsbeschränkungen rh Optimiertes Rathausfoyer

KOLLEGIALITÄT

Danke Theater

Es gibt wirklich noch Kolleginnen und Kollegen die Andere über Ämtergrenzen hinweg unterstützen. Dies gilt insbesondere für die Techniker vom Theater. Uneigennützig bauten sie im Rathausfoyer eine durchdachte Installation auf, um die Rathauskollegen vom Publikumsverkehr zu schützen. Das erste Bild zeigt die wirkungsvolle Anlage, unverrichteter Dinge müssen Bürger wieder abdrehen. Die weiteren Bilder zeigen mit wie viel Liebe zum Detail die effiziente Anlage gebaut wurde.

Detail Rathausfoyer rh Details
Foyer im Detail rh Details (II)
Rathausfoyer rh Details (III)
Foyer im Detail rh Details (IV)

Sie können mich gar nicht aus dem Konzept bringen, ich habe keines.

Ein bekannter städtischer Philosoph

 

ZU SPÄT

Jetzt, wo es auf absehbare Zeit keine Ligaspiele mehr zwischen Fürth und Nürnberg geben wird, haben die Fürther ein Thema entdeckt, das es den schwarz-roten Fans erleichtert hätte, bei Auswärtsspielen ins Fürther Stadion zu finden:

http://www.freiwilligenzentrum-fuerth.de/

"Willkommen in Fürth"

Willkommenskultur – der Begriff ist derzeit in aller Munde, das Freiwilligen Zentrum Fürth will ihn in einem neuen Projekt mit Leben füllen. Ehrenamtliche Unterstützungs- und Orientierungsangebote sollen Zuwanderern das Ankommen in Fürth erleichtern. Denn damit aus Zuwanderern möglichst schnell Fürther werden, ist es nötig, sie hier willkommen zu heißen. Bei der Pressekonferenz, wo das Projekt vorgestellt wurde, bedankte sich Oberbürgermeister Thomas Jung beim Freiwilligenzentrum, dass hier das wichtige Thema aufgegriffen wird. Sein ausdrücklicher Dank galt den ersten Freiwilligen, die mit dem Projekt starten.

Der Buch Einband rh Das Buch zum Text

CULDUR

WIR TIERE

ROMAN von JUSTIN TORRES

DEUTSCHE VERLAGS-ANSTALT (DVA), 176 SEITEN,  ISBN: 978-3-421-04579-9

Warnhinweis, „Wir Tiere“ ist keine leichte, nebenbei im Bad oder Straßenbahn zu lesende Kost, sondern der 1980 geborene Justin Torres ist einer der interessantesten Autoren der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Entsprechend anspruchsvoll wird erzählt und der Leser, die Leserin muss sich die Zusammenhänge richtig gehend erarbeiten. Erzählt wird die Kindheit dreier Brüder, Manny, Joel und der namenlos bleibende Ich-Erzähler. Es sind viele einzelne, teilweise rohe und gewalttätige Geschichten der Brüder und ihrer Eltern aus Brooklyn. Sie eine Weiße, er Puerto Ricaner durchleben fast laufend Beziehungsdramen. Zwangsläufig sind die drei Söhne davon direkt betroffen. Der Roman enthält selbstverständlich autobiografische Züge von Torres. Er macht deutlich, wie prägend glückliche Momente, Enttäuschungen und Verletzungen in der Familie für die Persönlichkeitsentwicklung sind. Dies alles ist sehr knapp, sehr emotional, direkt und hart formuliert. Als der Vater überraschend einen Pick-up (Geländewagen mit Pritsche) kauft, wird die Reaktion der Mutter wie folgt beschrieben. „Wie viele Kinder hast Du verdammt? Wie viele Kinder und eine Frau, und wie viel Geld verdienst du? Wie viel verdienst du, um diesen Pick-up abzuzahlen, wenn du den ganzen Tag auf dem Hintern hockst? Dieser Scheiß-Pick-up hat noch nicht mal genug Sicherheitsgurte für deine Familie.“ Sie spuckt in Richtung der Einfahrt. „Dieser beschissene Monsterpimmel-Pick-up.“

 

BRG

Sektionstreffen

Die Ü50 Sektion der städtischen BetriebsRockGruppe hatte am 17.7. ihr Jahrestreffen. Nachstehend das Protokoll.

CALEXICO

17.07.2013 NÜRNBERG – SERENADENHOF

Der inzwischen Dank der gewachsenen Bäume sehr grüne Serenadenhof ist natürlich das unpassende Ambiente für den Wüstenrock von Calexico aus Arizona. Zwar passten die Temperaturen mit hochsommerlich warmen fast 30 Grad. Doch zu den mexikanischen Mariachi-Songs, den Latin-Jazz-Stücken und den Wüstenrock, der einen in die Weite schweifen lässt, muss die Luft eigentlich über staubigen Boden flirren. Es war trotzdem vom Anfang bis Ende ein starkes Konzert. Als „Vorband“ spielte Depredo und nach zwei Stücken stieg Calexico für einige Songs in wechselnder Besetzung mit ein. Die Wechselspiele sind ja eh ein Markenzeichen der Multiinstrumentalisten von Calexico um Frontmann Joey Burns und Lap Steel Gitarrist Jairo Zavala.

Die Band Calexico im Serenadenhof in Nürnberg rh Calexico im Serenadenhof

So „aufgewärmt“ starten nach kurzer Umbaupause Calexico ihren fast zweistündigen wilden Ritt durch verschiedene Musikstile. Nachdem Calexico uns schon häufiger besuchten fiel auf, dass das Konzert sehr routiniert durchgespielt wurde und die eher ruhigeren, langsameren und dunkleren Songs von ihnen nicht angestimmt wurden. Andererseits welche Band kann sich schon jeden Tag so begeistern, und alltäglich unvergessliche Konzerthighlights abliefern. Unter den insgesamt 22 Songs, davon sechs von der letzten Scheibe „Algiers“ gefielen besonders der schöne, Bläser dominierte Mariachi-Song „Across the Wire“, der die Schicksale der mexikanischen Flüchtlinge an der Grenze zur USA thematisiert vom Album „Feast of Wire“ und der geniale Kopfkinosong „Roka“ vom „Garden Ruin“ Album. Traditionell covern Calexico Songs, dieses Mal “Alone Again Or” von Love, Joe Burns tiefe Stimme passt wunderbar zum Song und als erste beiden Zugaben „The Walls Came Down“ von The Call und ein schmissiges „Little Black Egg“ von The Nightcrawlers“. Beim anschließenden „Günero Canelo“ durften dann alle mitsingen, mitgrölen, ein ruhig gespieltes „The Vanishing Mind“ beendete einen schönen kurzweiligen Konzert- und Sommerabend.

ver.di-Info