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Betriebszeitung

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verdi-Info Nr. 10/2019

für die Stadtverwaltung Erlangen
Betriebszeitung rh Betriebszeitung

Info Nr. 10/2019 41. Jahrgang (letztes Info 2019) vom 13. Dezember 2019

Inhalt:

  • 2019 -2020
  • Dank ver.di Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst
  • Kasseler Erklärung gilt für viele Bereiche
  • Filosofen
  • Betriebsgruppe am 17.12. und 2020
  • Schiff am Bahnhof
  • wir in ver.di news mit dem Info Geburtstag
  • Erhöhung des Leistungsentgelts mit fadenscheiniger Begründung abgelehnt
  • Solidarität mit Erlanger Women in Black
  • Kurz & knackig über Führungskräfte, Termine, neuer Titel für Ref. V, Jahresrückblick, Freunde gesucht
  • Digitalisierungsvertrag abgelehnt
  • Neues von Werner
  • Rätsel und Auflösung des Geburtstagsrätsel
  • Aus dem Ministerrat
  • Anfordern und Surfen (208)
  • Misere am Wohnungsmarkt
  • Culdur mit Metallica und Pascow

Schwarz-weiß hat uns wieder – Farbe war gestern

2019 war für uns das Jahr der Geburtstage.

Seit 25 Jahren, seit dem 16.5.1995 haben wir eine Rahmenvereinbarung mit der Stadt, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Im letzten Info haben wir ausführlich darüber berichtet und die Oberbürgermeisterkandidat*innen äußerten sich durchwegs positiv zu einer Verlängerung von 2020 bis 2026.

Unser Grillfest konnte seinen 40. Geburtstag feiern.

Im November hatte dann unsere Betriebszeitung ebenfalls ihren 40. Geburtstag feiern. Das „ver.di-Info“ steht dafür, dass wir mit unserer Gewerkschaftsarbeit bei der Stadt auch etwas erreichen und verändern wollen. Dies geschieht seit 41 Jahren (!) über unsere Betriebszeitung für alle offen, transparent und nachvollziehbar. Deshalb haben wir das ganze Jahr im Info an alte Beträge erinnert und mit dem letzten Info eine farbige Geburtstagsausgabe flächendeckend innerhalb der Stadtverwaltung verteilt. Die Verteiler*innen hatten dabei T-Shirts mit dem speziell gefertigten Geburtstagslogo an. Die Geburtstagsausgabe kam sehr gut an, alle Kolleg*innen haben sich gefreut ein Exemplar zu erhalten, viele haben uns zum Geburtstag der Betriebszeitung gratuliert. Viele wünschen sich, dass das Info immer farbig erscheint. Leider ist dies derzeit nicht finanzierbar. Aber alle ver.di-Mitglieder erhalten vor Druck des Infos per Mail eine farbige Info-Ausgabe als PDF-Datei.

 

40. rh 40. Geburtstag

Und was war sonst?

Ein paar unvollständige Stichwörter:

Die Ländertarifrunde zu Jahresbeginn war wichtig für die Beamtenbesoldung, hier wurde der Anschluss an dem Tarifabschluss 2018 für den Tarifbereich hergestellt.

Die ver.di internen Organisationswahlen fanden mit dem Bundeskongress im September ihren Abschluss. Wir berichteten jeweils ausführlich und sind jetzt bis in die Bundesebene hinein gut vertreten.

In die Jugend- und Auszubildendenvertretung wurden ausschließlich junge Frauen gewählt.

Ausführlich haben wir uns dem Thema Krankmacher gewidmet und versucht sachlich in einer Diskussionsveranstaltung und in einen ausführlichen Artikel im Info die Rolle mancher Führungskräfte als Krankmacher zu beleuchten. Ein Kollege fand dies so überzogen und aus seiner Sicht fern aller städtischen Realität, dass er seinen persönlichen Anspruch auf die tarifvertraglichen Leistungen aufgab und aus ver.di ausgetreten ist. Schön, dass es Bereiche gibt, wo die Welt noch in Ordnung ist.

Zum Jahresende wechselt die Geschäftsführung ver.di Mittelfranken. Jürgen Göppner geht in den Ruhestand, Geschäftsführerin wird die bisherige Stellvertreterin Rita Wittmann, die auch für den Erlanger Ortsverein zuständig ist. Neue Stellvertreterin wird Gabriele Ziegler. Damit hat ver.di Mittelfranken erstmals eine komplett weibliche Geschäftsführung.

Gerechtigkeit ist kein Geschenk ver.di Gerechtigkeit ist kein Geschenk

Und 2020?

Am 15.3.2020 werden bei der Kommunalwahl unsere Manager neu bestimmt. Es ist eigentlich nicht schlecht, seine Spitze (Oberbürgermeister*in, Bürgermeister*innen und 48 weitere ehrenamtliche Manager) wählen zu können. Auch wenn durch die Breite des Managements manchmal die Effektivität und Effizienz leidet.

Auch unsere ver.di Arbeit geht weiter. 2020 wird durch Tarifverhandlungen und –gespräche geprägt sein. Los ging es schon für den Bereich Sozial- und Erziehungsdienst. Bis zum Sommer werden bundesweite Verhandlungen für den Nahverkehr laufen. Nicht ganz unwichtig für uns, denn Ziel ist wieder einen bundesweiten Tarifvertrag zu bekommen und an den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) zu koppeln. Dies würde die ver.di Position in den TVöD-Verhandlungen stärken. Im September beginnt dann „unsere“ allgemeine Tarifrunde. Gegenstand wird neben Lohn- und Gehalt auch das Thema Arbeitszeit sein.

Info Verteilung rh Info Verteilung

Schon die wenigen Worte zeigen, ver.di ist wichtiger denn je, gerade 2020. Deshalb brauchen wir viele Kolleg*innen, die bereit sind, sich für unsere Interessen zu engagieren, deshalb Mitglied werden!

Allen Kolleginnen und Kollegen wünschen wir ein paar erholsame Tage, ein schönes Fest und einen guten Start in ein friedliches und gesundes 2020!

Roland Hornauer

Für die ver.di Stadtverwaltung

Jacken schützen gegen Kälte, ver.di gegen Ungerechtigkeit kb Weihnachtswünsche

Gut, dass es ver.di gibt

Aufwertung Sozial- und Erziehungsdienst

Derzeit stehen wieder Gespräche mit den Arbeitgebern über tarifliche Verbesserungen im Sozial- und Erziehungsdienst an. Viele werden denken, angesichts des überall diskutierten Fachkräftemangels, der zunehmenden Bedeutung des Bereiches Erziehung, Jugend, Soziales sind die Gespräche mehr als überfällig. Was Wenige wissen, bevor es zu diesen Gesprächen kommt, muss von Seiten ver.di viel investiert werden. Klar, die Gespräche müssen gut vorbereitet werden. Ver.di hat deshalb in bundesweiten Mitgliederversammlungen die Themen gesammelt. In Erlangen und Nürnberg fanden die Versammlungen im Mai 2019 am statt. Anschließend fanden landesweite Regionalkonferenzen mit vielen betroffenen Beschäftigten statt. Eine bundesweite Funkionärskonferenz am 7. Juni 2019 bewertete die Ergebnisse und fasste sie zusammen. Herausgekommen sind Themenfelder, die Gegenstand der Gespräche mit den Arbeitgebern sind.

Dass die Arbeitgeber zu diesen Gesprächen bereit sind, liegt nicht daran, dass sie anstehende Probleme mit der Gewerkschaft klären wollen. Im Gegenteil, wo es nur geht versuchen die Arbeitgeber tarifliche Vereinbarungen mit ver.di zu vermeiden. Die jetzigen Gespräche sind Bestandteil des Tarifabschlusses im Sozial- und Erziehungsdienst 2015. Dieser Abschluss kam übrigens nur nach einem mehrwöchigen Arbeitskampf im Sozial- und Erziehungsdienst zustande.

Info Verteilung rh Info Verteilung

Dies alles erfordert erhebliche finanzielle und personelle Mittel. Dank der vielen Mitglieder und des 1 %igen Beitrag kann ver.di dies leisten. Ver.di ist die einzige Organisation die erhebliche Mittel bereitstellt, damit es zu Aufwertungskampagnen im Sozial- und Erziehungsdienst kam und kommt. So war es schon zu ÖTV-Zeiten 1991. Aber auch durch und mit ver.di 2005, 2015 und heute. Daran bitte denken, wenn andere Organisationen mit niedrigeren Beiträgen und dem Argument „wir machen das Gleiche wie ver.di“ werben.

 

Gilt nicht nur für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst und die Aussagen könnten auf Erlanger Erfahrungen beruhen

„Trotz unzureichender Personalschlüssel haben wir in den zurückliegenden Jahren die Arbeitsfähigkeit der Einrichtungen und Dienste, der Kitas, Jugendämter, Sozialen Dienste und Leistungserbringer, der Jugend- und Behindertenhilfeeinrichtungen sowie Werkstätten gewährleistet.

Die Ausweitungen von Aufgaben, Angeboten und Ansprüchen haben wir - nicht ohne Folgen - geschultert. Die Belastungen sind enorm und viele von uns werden krank oder können vorzeitig ihren Beruf nicht mehr ausüben.

Nachdem über Jahrzehnte im Sozial- und Erziehungsdienst Fachkräfte im Überfluss vorhanden schienen und vielmals mit geringer Wertschätzung behandelt wurden, ist die flächendeckende Fachkräftenot allerorten Realität.

Zeitgleich wird von hochwertiger Bildung, der Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung und Inklusion gesprochen. Damit sind Ansprüche formuliert für die das vorhandene Personal bei weitem nicht ausreicht.“

Aus der Kasseler Erklärung 2019, auf der 12. Kasseler Konferenz der Gewerkschaft ver.di haben 150 Kolleg*innen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst darüber beraten, wie ihre zunehmend problematischen Arbeitsbedingungen verbessert werden können.

Mitglied werden! IGBAU Weser-Ems Mitglied werden!

MITMACHEN

17. Dezember ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag und am Donnerstag, bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Dienstag 17. Dezember, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Thema ist die Jahresplanung 2020. Sitzungstermine 2020 sind: 14.01., 20.02., 19.03., 28.04., 14.05., 16.06., 16.07., 15.09., 22.10., 17.11. und 17.12..

Ich brauche Spieler, die auf dem Platz die Rute rausholen.

Matthias Sammer

 

 

 

 

 

In der ver.di news (Rundbrief für Aktive) Nr. 13 vom 23.11.2019 stand ein schöner Artikel über den Geburtstag des ver.di-Infos

Stimme der Belegschaft

BETRIEBSZEITUNG – 2540 Seiten in 40 Jahren

(hla) Eine ganz besondere Ausgabe des „ver.di-Info“ erhalten in diesen Tagen die Beschäftigten der Stadtverwaltung Erlangen, denn ihre Betriebszeitung feiert im November ihren 40. Geburtstag. Im November 1979 erschien die Nummer Eins, damals ein einseitiges Infoblatt mit der Ankündigung von Terminen wie dem Stammtisch oder der Weinfahrt. Die 403. Ausgabe, die dieser Tage verteilt wird, hat acht Seiten, ist wegen des feierlichen Anlasses farbig und in einer Auflage von 2000 Exemplaren gedruckt worden. Sie zeigt, dass sich das „ver.di Info“ zu einer kritischen Stimme der Beschäftigten in der Stadtverwaltung entwickelt hat. Schwerpunkt ist eine Frage an die Kandidat*innen für die Wahl zum/zur Oberbürgermeister*in am 15. März 2020. Sie erklären darin, ob sie nach der Wahl bereit sind, eine Rahmenvereinbarung mit dem Personalrat und den Gewerkschaften abzuschließen, die auch betriebs- und krankheitsbedingte Kündigungen ausschließt. Für viele Kolleg*innen sei das ein wichtiges Thema, sagt der freigestellte Personalratsvorsitzende Roland Hornauer. Zwar konnte das Gremium bislang krankheitsbedingte Kündigungen verhindern, aber da sie nicht geregelt seien, hätten viele langzeiterkrankte und leistungsgeänderte Kolleg*innen Angst. Hornauer stellt in der Betriebsgruppe seine Ideen für die Themen vor, beauftragt die Autor*innen und sorgt dafür, dass alle bis zum vereinbarten Zeitpunkt liefern. Für ihn ist Aktualität wichtig, mittags wird die Zeitung fertig gemacht, abends

in der Hausdruckerei gedruckt, am nächsten Tag halten die Kolleg*innen sie in ihren Händen. Bei 855 liegt die Auflage, die flächendeckend über Aktive in den einzelnen Ämtern verteilt wird, an Mitglieder wie Nichtmitglieder. Rund 2600 Beschäftigte arbeiten bei der Stadtverwaltung Erlangen. Die ver.di-Mitglieder bekommen zusätzlich noch eine E-Mail mit einem farbigen PDF. Außerdem wird das „ver.di Info“ an den Schwarzen Brettern ausgehängt. Die Zeitung wird gelesen, stellt Roland Hornauer immer wieder fest, auf allen Hierarchieebenen, und mit ihr kann die Betriebsgruppe durchaus etwas bewegen. So zum Beispiel Ende der 1990er Jahre, als ein CSU-Oberbürgermeister ganz auf öffentlich-private Partnerschaften setzen wollte. „Winterschlussverkauf bei der Stadt Erlangen“ lautete daraufhin die Titelzeile und so mancher Politiker war „stinksauer“ über den Bericht und eine ergänzende Aktion bei einem Faschingsumzug, erinnert sich Hornauer. Doch der Erfolg war auf Seiten der Beschäftigten, die Privatisierungen konnten abgewendet werden.

Das ver.di Info ...

... ist die Betriebszeitung der Stadtverwaltung Erlangen. In 40 Jahren sind bislang 403 Ausgaben mit 2540 Seiten erscheinen. Derzeit erscheint sie monatlich – außer in der Sommerpause – mit acht Seiten im DIN-A-4-Format. In der Jubiläumsausgabe gratulieren unter anderem der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke, sein Vorgänger Frank Bsirske und der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. Mehr Infos: erlangen.verdi.de/bg-stadt/ver-di-info

ROLAND HORNAUER IST DER „MOTOR“ DES „VER.DI-INFO“ ver.di ROLAND HORNAUER Vorsitzender von GPR und StPR

Nicht nur elektronisch

Du sorgst für viele Inhalte eurer Betriebszeitung. Warum stehst Du nicht als Verantwortlicher im Impressum?

Dort steht als Verantwortlicher unser ver.di-Sekretär Hans-Christian Kleefeld. Damit nehmen wir die Personen, die hier in der Verwaltung arbeiten und das „ver.di Info“ machen, aus Konflikten heraus.

Ist eine gedruckte Zeitung noch zeitgemäß?

Junge Menschen lesen sehr viel mehr elektronisch, aber gerade die älteren Kolleginnen und Kollegen freuen sich, wenn sie noch Papier bekommen. Ich bin strikt dagegen, das Info nur elektronisch zu veröffentlichen. Aber bei Tarifauseinandersetzungen stellen wir aktuelle Berichte und Fotos fast nur noch ins Internet. Damit sind wir schneller.

Nutzt ihr noch andere Medien für die Kommunikation im Betrieb?

Wir haben auch verschiedene Seiten und Gruppen bei Facebook. Auch darauf bekommen wir bislang eher positive Rückmeldungen. Negative Erfahrungen, dass Diskussionen dort aus dem Ruder gelaufen sind, haben wir noch nicht gemacht

Auf die Arbeitgeber gepfiffen ver.di Saar Trier Wir pfeifen auf die Arbeitgeber

ABGELEHNT!

Keine Teilhabe der Beschäftigten an der sehr guten Haushaltssituation – Verdoppelung des Leistungsentgelt finanziell nicht tragbar

Der Antrag der ver.di Betriebsgruppe die Mittel für das Leistungsentgelt von 2 % auf 4 % der Lohn- und Gehaltssumme zu erhöhen, wurde vom Oberbürgermeister mit Schreiben vom 13.11.2019 abgelehnt. Begründet wird dies damit, dass eine Erhöhung der Leistungsentgelte (Ausschüttung in diesem Jahr rund 1,3 Mio. € an die Tarifbeschäftigte) finanziell leider nicht tragbar ist und auch die Nachbarstädte einer Erhöhung negativ gegenüberstehen.

Ehrlicher wäre eine Ablehnung gewesen, wir wollen die Beschäftigten nicht an der guten Haushaltsentwicklung beteiligen. Wenn 1,3 Mio. € finanziell nicht tragbar sind, wäre ein niedrigerer Betrag locker drin gewesen. Nachdem der Arbeitgeberverband den Weg für zusätzliche Zahlungen an die Beschäftigten über das Leistungsentgelt aufgemacht, konnte der Standardablehnungstextbaustein „geht leider tarifvertraglich nicht“ nicht verwendet werden. Die Begründung mit den Nachbarstädten ist ebenfalls ärgerlich. Wenn die Nachbarstädte etwas für ihre Beschäftigte tun und die Übertragung auf Erlangen gefordert wird, wird dies mit anderen Argumenten abgelehnt. Zudem ist die Haushaltssituation in Erlangen deutlich besser als in Nürnberg.

Digitalisierungstarifvertrag: ver.di kritisiert ablehnende Haltung der kommunalen Arbeitgeber

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die Ankündigung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), im Unterschied zum Bund keine Notwendigkeit zu sehen, einen Digitalisierungstarifvertrag ins Leben zu rufen. „Die Entscheidung der kommunalen Arbeitgeber ist wenig vorausschauend; sie wird den Herausforderungen der Digitalisierung nicht gerecht“, sagte Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende. Gerade vor dem Hintergrund des Onlinezugangsgesetzes sei es wichtig, die Beschäftigten und deren Interessenvertretungen bei der Gestaltung des digitalen Wandels mitzunehmen. Gemeinsames Ziel von Arbeitgebern und Gewerkschaften müsse es sein, die digitale Verwaltung zu einem Erfolg zu führen, so Behle weiter. Davon profitierten Bürgerinnen und Bürger und Beschäftigte gleichermaßen. „Eine zukunftsorientierte Qualifizierung, die Teilhabe an neuen Arbeitsformen und feste Leitplanken für Gesundheits- und Datenschutz schaffen Vertrauen im Wandel und geben den Beschäftigten Sicherheit.“ Ausbildung und Qualifizierung seien der Schlüssel, um gute Beschäftigte gewinnen und auf Dauer halten zu können. Behle: „Ein Digitalisierungstarifvertrag verbessert den Rahmen dafür deutlich.“

Women in Black fb12 Women in Black

Solidarität

 „Women in Black kämpfen gegen Tarifflucht“

Douglas, das international tätige Unternehmen, weigert sich die Tarifverträge des Einzelhandels anzuerkennen. Vor diesem Hintergrund trafen sich am 29.11.2019 rund 60 Beschäftigte aus München, Nürnberg und Erlangen vor der Filiale in Nürnberg Karolinenstraße, um ihre Verärgerung darüber zu zeigen. 

Den Preiskampf den sich die Parfümerie Douglas gerade mit ihren Mitbewerbern und mit dem eigenen Internetangebot liefert, wird mit dem Griff in die Taschen der Beschäftigten finanziert. Statt der tariflichen Erhöhung im Einzelhandel Bayern von insgesamt 4,8% in 2019/2020 bietet Douglas nur 2%. Die Beauty-Experte*innen werden sich weiterhin für die Tarifbindung bei Douglas engagieren. Dafür streikten sie gemeinsam und demonstrierten sie unter der Überschrift „Women in Black jagen Tarifflüchtige“.

Über Führungskräfte

„Null Charme, null Engagement und flächendeckende Unkenntnis. Kurz gesagt, sie war mit Abstand die Entbehrlichste in der Abteilung – und gleichzeitig die, die man am schwersten loswurde.“

Aus „Selfies“ von Jussi Adler-Olsen

Termine & Veranstaltungen

  • Tagesseminar – Haltung zeigen!

Kompetenter Umgang mit rechter Agitation im Alltag und am Infotisch am Samstag, 11. Januar 2020 · 10:00 bis 16:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum Burgblick, 7. OG

  • Arbeitsrecht aktuell - Auftaktveranstaltung

Arbeitsrecht wird gemacht: Aktuelle Rechtsprechung beim BAG / Neues zum Jahreswechsel am Mittwoch, 15. Januar 2020 · 18:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum Burgblick, 7. OG

Wir bitten jeweils um Anmeldung an: nicole.adelmann@verdi.de

Vormerken

Das Grillfest 2020 findet am Freitag 8. Mai wieder im Garten der Erba-Villa statt.

Schöner neuer Titel (IV)

Ref. V heißt ab sofort „Soziales Gedöns“.

Deutsch        Boarisch       Frängisch

Der Bruder   da Bruada    der Brouder

Werner Lutz wl Herr L.

Sehr geehrter Empfänger,

bei Ihrer Postfiliale liegt eine Sendung zur Abholung bereit. Es handelt sich um ein sogenanntes Klimapaket, das kürzlich der Deutsche Bundestag beschlossen hat. Es ist leicht und groß, beinhaltet unserer Kenntnis nach aber nur ein Informationsblatt, wie Sie am Klima sparen können.

Da diese Tipps anscheinend wertvoll sind, ist dieses Klimapaket auch als Nachnahme ausgewiesen. Bitte denken Sie daran, 897,63 Euro mitzubringen. Bitte in bar.

Hochachtungsvoll

Die Bundespost.

Aktuelle Verkehrsmeldung

Alle Autofahrer, die sich auf deutschen Autobahnen befinden, werden darauf hingewiesen, daß sie ab heute Scheuer-pflichtig sind.

Statt einer geplanten Autobahnmaut müssen, wie mehrfach berichtet, dreißig Jahre lang die Schulden für das Nichtzustandekommen der Autobahn-Maut bezahlt werden.

Die Höhe des sogenannten „Scheuer-Talers“ ist ebenso hoch wie die ursprünglich geplante Autobahnmaut und nur von deutschen Autofahrern, nicht aber von bayerischen zu bezahlen.

Und nun zum Wetter…

Umfrage zur Zukunft

Nach einer Umfrage sehen 76 Prozent der Deutschen ihre Rente als Hauptsorge. Der Rest weiß schon jetzt nicht mehr, was das überhaupt ist.

Aus dem Bayerischer Ministerrat vor 70 Jahren

Am 20.12.1949 befasste sich der Ministerrat mit dem Urlaubsgesetz. Im Protokoll steht dazu:

Ministerpräsident Dr. Ehard macht darauf aufmerksam, daß das Urlaubsgesetz am 31. Dezember 1949 ablaufe. Staatssekretär Dr. Grieser erklärt, er werde der Sache nachgehen und feststellen, ob das Arbeitsministerium bereits eine Verlängerung des Urlaubsgesetzes vorbereitet habe oder eine andere Lösung vorschlage.

Jahresrückblick

Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November (Redaktionsschluss: 12.12.2019)

Rätsel 10/2019 rh Rätsel 10/2019

Rätsel –Auflösung und neues „Rätsel“

Erfreulicherweise haben sich viele Kolleg*innen am Rätsel in der Geburtstagsausgabe des Infos beteiligt. Allerdings gab es keine einzige Lösung die alle abgebildeten Personen erkannten. Kein Wunder verändern sich doch Menschen manchmal stark innerhalb von 40 Jahre. Deshalb hier die Auflösung, die Nr. gibt das Bild in der Internetausgabe an. Linke Spalte von oben Doris Blacha (1), Thomas Grützner (2) und Roland Hornauer (3).  Zweite Spalte von links von oben nach unten Hans-Jürgen Meyer-Wanke (5), Volker Aschenbrenner (7), Stefan Braun (10), Claudia Zrenner-Forstner (12) und Markus Wölfel (13). Rechte Spalte von oben Silvia Beyer (6), Dietmar Radde (9), Heidi Seitz-Römling (14) und Florian Sperber (15). In der Mitte ist von oben Bernhard Hutterer (8) und Sabine Zörndlein (11). Iris Schubert (4) war nur im Internet mit einem jüngeren Bild vertreten. Klar, das Rätsel war sehr schwierig. Das Gesicht von Thomas Grützner war nur schemenhaft zu sehen. Florian Sperber hat sich seit Babyzeiten deutlich verändert und und und. Zwei Kolleginnen vom Personalamt haben es geschafft immerhin 10 Kolleg*innen zu erkennen. Meistens wurden 4-5 unserer Funktionäre erkannt. Häufig wurde vermeintlich der nicht abgebildete Werner Lutz genannt. Er hat nach wie vor eine große Anhängerschaft bei der Stadt. Auch die Amtsleiterin von Amt 13 Sabine Lotter, Gerhard Kreilein vom Beamtenbund, OB Dr. Janik, Bürgermeisterin Lender-Cassens (diese wurde mit Claudia Zrenner-Forstner verwechselt) wurden fälschlicherweise genannt. Die versprochenen Preise werden in den nächsten Tagen verschickt. Beim neuen Rätsel wollen wir wissen, wo steht die Bude mit fränkischen Bratwürsten.

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden

  • Wirtschaftspolitik aktuell 17 / 2019 – Gute Arbeit statt Schikane!

Das Bundesverfassungsgericht hat extreme und existenzbedrohende Sanktionen für Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II für verfassungswidrig erklärt. Das ist ein wichtiger erster Schritt. Doch wer ernsthaft an Guter Arbeit interessiert ist, der schafft Sanktionen ab.

  • Wirtschaftspolitik aktuell 18 / 2019 – Gewinnsteuern nicht senken! 

Wirtschaftsminister Altmaier (CDU) will die Unternehmenssteuern senken. Doch die Unternehmen haben genug Geld. Wir brauchen dagegen Steuereinnahmen für öffentliche Investitionen, Personal und Soziales. Steuersenkungen würden nur den Wettlauf nach unten befeuern und weltweit und in Deutschland den Menschen schaden.

Surfen Nr. 208

DGB-Index Gute Arbeit - Report und Bericht 2019

Schwerpunkt der Befragung 2019 ist das Thema Arbeitsintensität. Die Daten zeigen für viele Beschäftigtengruppen eine hohe Belastung. Jede/r Vierte kann die vorgegebene Arbeitsmenge nicht in der vorgesehenen Arbeitszeit bewältigen. Wer einer solchen Überlastung ausgesetzt ist, lässt häufiger Erholungspausen ausfallen, fühlt sich nach der Arbeit oft leer und ausgebrannt und schätzt seinen Gesundheitszustand schlechter ein. Der arbeitspolitische Handlungsbedarf wird durch die geringen Einflussmöglichkeiten der Beschäftigten unterstrichen: Zwei Drittel können bei der Bestimmung der Arbeitsmenge nicht mitreden.
Diese und viele weitere Zahlen finden sich im Report und im Jahresbericht 2019.  Beide Formate stehen ab sofort auf https://index-gute-arbeit.dgb.de/ zum Download bereit.

Gründe für die Misere am Wohnungsmarkt

Diese Misere auf dem Wohnungsmarkt ist nicht vom Himmel gefallen. Der Staat hat sich weitgehend aus der aktiven Wohnungspolitik zurückgezogen. Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus wurde seit den 80er Jahren stark heruntergefahren. Gab es damals noch mehr als drei Millionen Sozialwohnungen, sind es heute nur noch 1,2 Millionen – Tendenz sinkend. 1990 wurde die Wohnungsgemeinnützigkeit abgeschafft, in den 2000er Jahren 900.000 Wohnungen privatisiert. Der Immobilienmarkt entwickelte sich dadurch mehr und mehr zu einem Finanzmarkt. Die börsennotierten Immobilien-AGs haben fast eine Million Wohnungen in ihren Beständen. Mieterinnen und Mieter klagen über steigende Mieten und hohe Sanierungskosten. Leidtragende sind auch die Beschäftigten der Wohnungswirtschaft, da Tarifflucht und Arbeitsverdichtung an der Tagesordnung sind.

Freunde gesucht

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Metallica rh Metallica

METALLICA

23.8.2019, MÜNCHEN, OLYMPIASTADION

Seit Monaten war die “Hardwired…To Self-Destruct “ -Stadiontour der Heavy Metal Legenden aus Kalifornien ausverkauft. Dank vieler Einlassmöglichkeiten kamen die 69.000 zügig in das Stadion. Um 17.45 Uhr starteten Bokassa. Laut, statt Gesang wird nur geshoutet, Breaks werden viel zu schnell überspielt. Zumindest die Vorfreude auf Metallica haben die Norweger in ihrer gut 30-minütigen Spielzeit gesteigert. Um 18.45 Uhr betraten Ghost als 2. Vorband für genau eine Stunde die riesige Bühne. Deutlich melodischer, teilweise durch kleinere Pyro-Einlagen unterstützt, war es ein unterhaltsamer, theatralischer Auftritt. Die maskierten Schweden erinnerten an My Chemical Romance. Dann hieß es Geduld haben. Riesige Schlangen vor den Toiletten und riesiges Gedränge, um aus den Toiletten wieder raus zu kommen, für alle drei Geschlechter. Glücklicherweise war die Umbaupause für Metallica etwas länger und als gegen 20.45 Uhr das übliche Intro “The Ecstasy of God” von Ennio Morricone aus dem Sergio Leone Film “Zwei glorreiche Halunken” angestimmt wurde, war das Stadion wieder voll.

Metallica rh Metallica

“Long Way to the Top” war der Opener. Ab den ersten Tönen toller kräftiger Sound, begleitet von einer gigantischen Lightshow. Dazu wurde das Geschehen auf 5 riesige Videoprojektionsflächen gezeigt. Dazwischen liefen eigens erstellte Filme, um die Songinhalte auch optisch zu vermitteln. Ab dem 2. Song “Ecstasy of Gold” ging das komplette Stadion mit. Das “Hardwired” Intro, als erstes von einigen auch längeren Intros, sorgte für die erste Verschnaufpause für die Band. Anschließend wird, welche Überraschung, der gleichnamige Song gespielt. Dann folgen “The Memory Remains” vom Reload Album und “Ride the Lightning“ von der gleichnamigen Scheibe aus dem Jahr 1984. “The Unforgiven” war dann ein erstes krachendes Highlight, eingeleitet von einem entsprechenden Video. Auch “Here Comes Revenge” fiel sehr heftig aus. Auffällig die gut gelaunten, für Metallica extrem langen Ansagen von James Hetfield, “Munich loves the Music Heavy” oder übersetzt “Ich schreibe für die Eltern eine Entschuldigung, wenn ihr später heimkommt”. Auffällig auch, wie dominant James inzwischen ist und auch, dass er meist weitab von seinen “Friends” auf der Bühne, bzw. auf der Metallica typischen Snakepit-Bühne, spielt und singt. Das sehr ausschweifende Instrumental “The Call of Ktulu” aus dem Jahr 1983 leitete den 2. Teil der Show ein. Wie bei dieser Tour Standard spielten Kirk Hammett und Robert Trujillo einen regionalen Song. Die Wahl fiel auf “Schickeria” von der Spider Murphy Gang. Dank Roberts sehr amerikanisch klingenden Text und der sehr heftigen Gitarrenriffs von Kirk klang es sehr schräg. Dannach nahm Metallica fahrt auf, begleitet von tollen Lasereinsätzen. Die immer wieder massiv einschlagenden Klassiker wie „One“, “Master of Puppets”, “Creeping Death” oder “Seek and Destroy” brachten das Stadion zum kochen. Mit den Zugaben “Nothing Else Matters” und “Enter Sandman” war leider schon um 23.00 Uhr Schluss und ein Feuerwerk setzte noch einen heftigen Schlusspunkt.

PUNK

PASCOW, 24.4.2019, E-Werk Clubbühne

Die vier aus Gimbweiler, einer Metropole an der Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz, haben momentan einen Lauf. Alex, Ollo, Swen und Flo haben vor 12 Jahren Pascow gegründet und sich einen soliden Ruf als gute Punkrockband erarbeitet. Ihre sechste CD „Jade“ wird rauf und runter gelobt. Kritiker unterstellen Pascow einen Genre-Wechsel weg vom Punk. Nach dem Konzert im E-Werk kann man nur sagen, von wegen! Die Clubbühne war ausverkauft und das Vorband-Trio Lysistrata gefiel mit lauten und heftigen Punk. Danach enterten Pascow sofort die Bühne um den Soundcheck und Aufbau selbst vorzunehmen. Als sie mit dem Check fertig waren, kündigte Frontmann Alex Pascow an „in fünf Minuten geht es los“.

Pascow rh Pascow

So war es dann auch und nach dem Intro begann das Konzert mit „Silberblick und Scherenhände“ von der aktuellen CD. Der Song beginnt untypisch mit einem langen heavy Riff. Ebenfalls untypisch für Pascow, der Song hat einen Refrain und der Text ist nicht geheimnisvoll kryptisch, der mühevoll decodiert werden muss, sondern einigermaßen verständlich. Es war übrigens der einzige Song bei der die Band Unterstützung durch eine Sängerin erhielt. Von wegen neues Genre, Pascow spielten anschließend schnellen und harten Punkrock. Ohne Sicherheitsgitter und mit nur einen überfordert wirkenden Security-Burschen wurde unfallfrei stagegedivt und auf der Bühne angekommen, sprangen die Diver gleich wieder in die Menge. Dazu gab es dann noch einen Moshpit. Der ganze Saal wurde glänzend unterhalten und stimmte begeistert den Ruf „Asozial“ mit an. Eine der Höhepunkte im ersten Konzertteil waren „Merkel Jugend“ und „Diene der Party“ aus dem gleichnamigen Album von 2014. Passend zur Party wurde Gitarrist Peter von der Band gefeiert, weil er vor dem Konzert Schnaps gekauft hat und passend zum Schnaps-Song der Band „Castle Rock“ gab es eine Runde leider nur für die Band. Immer wieder blitzte der Humor der Band auf. Im satten und lauten Punk-Rock gingen aber die deutschen Texte, die von unverständlich bis blitzgescheit bewertet werden, leider unter. Ebenso erging es den ruhigeren und musikalisch breiter angelegten Songs der letzten Scheibe. Punk-Fan kann halt nicht alles haben. Bei „Äthiopien die Bombe“ ging die Post ab und ein Diver hängte sich, zum Glück nur kurz, an das wacklige Scheinwerfergestänge. Nach einer Stunde erinnert Alex an die Band Turbostaat und leitete damit den Zugabeblock ein. Mit „Trampen nach Norden – Ihr Ficker“ ging als vierte Zugabe, nach den insgesamt inzwischen üblichen 75 Minuten, ein wunderbar kraftvolles Punk-Rock Konzert einer energiegeladenen Band zu Ende.

ver.di-Info