ver.di Info

Betriebszeitung

verdi-Info Nr. 8/2013

Betriebszeitung
Info von ver.di Erlangen rh ver.di Info Stadt Erlangen

Info Nr. 8/2013 34. Jahrgang (Wahlausgabe) vom 29. August 2013

Inhalt:

  • Neue Nachwuchskräfte
  • Wahlen – gegen miese Jobs wählen – Bsirske kommt – ver.di OV Erlangen kandidiert - Bundeskanzlerin und Ministerpräsident
  • Besoldungsrunde 2013 – 26.9. Betriebsgruppe trifft sich – sAKL gebildet – junger Sechziger
  • Kurz & knackig (u.a. Praktikant für Nachhaltigkeit, Arbeitssuchende, Neues von Herrn L. Bilderrätsel, anfordern, surfen, Fehler, Zeitplaner, Auflösung, Kroko-Conny, Verwaltungslyrik, Jauch, Culdur K37A))

NACHWUCHS

Herzlich Willkommen!

24 junge Frauen und junge Männer beginnen am 1. September eine Ausbildung bei der Stadt Erlangen. Neben den klassischen Verwaltungsberufen sind darunter auch zwei Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, ein Kfz-Mechatroniker und erstmals ein Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik. Zusätzlich beginnen 25 junge Menschen am 1.9.2013 ihr einjähriges Praktikum im Rahmen der ErzieherInnenausbildung bzw. im „Sozialpädagogischen Seminar“ bei der Stadt. Wir wünschen allen neuen Kolleginnen und Kollegen einen guten Start und eine erfolgreiche Ausbildung bei der Stadt. Wichtig und nicht vergessen, bei Fragen, Problemen, Schwierigkeiten wendet Euch rasch an die Jugend- und Auszubildendenvertretung, den Personalrat und an die Gewerkschaft ver.di. Selbstverständlich können bei uns zahlreiche Infos für Berufsanfänger angefordert werden bzw. im Internet unter www.jugend.verdi.de und unter www.jugend-bayern.verdi.de. Dort finden sich Tipps zum Start ins Berufsleben und Hilfestellungen zu den Rechten und Pflichten im Arbeitsverhältnis. Es lohnt sich, schnell ver.di-Mitglied zu werden. Die Jugendsekretärin in Mittelfranken ist Steff Schulze, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Tel.: (0911) 23 55 7 -921 oder 0180 5 837 343 311 30, Fax: (0911) 23 55 7 -923, eMail: stephanie.schulze@verdi.de, Facebook: verdijugendmittelfranken, Internet: www.jugend.mittelfranken.verdi.de.

Wahl DGB verfassungsschutz

Schwerpunktthema

Die Qual der Wahl oder die Wahl der Qual? Am 15. September werden der Landtag und 7 Bezirkstage in Bayern gewählt. Dazu gibt es 5 Volksentscheide zur Verfassungsänderung. Am 22. September findet dann die Bundestagswahl statt. Klar, dass die Wahlen auch optisch der Themenschwerpunkt dieses Infos sind.

 

WAHLEN

Kreuz gegen Lohndumping und miese Jobs machen

Trotz guter Arbeitsmarktzahlen reicht für immer mehr Menschen der Lohn zum Überleben nicht aus. Mini-Stundenlöhne, Minijobs, Leiharbeitsverhältnisse, Scheinwerkverträge, nur befristete Arbeitsverträge und unbezahlte Praktikas sind dafür Stichwörter. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dies ist nicht naturgegeben, sondern die erwähnten Stichwörter für miese Jobs sind direkte Folge falscher politischer Entscheidungen. Vor 2005 erhielten zum Beispiel Langzeitarbeitslose unbefristet Arbeitslosenhilfe. Durch die Hartz IV Gesetze der damaligen rot-grünen Bundesregierung  wurde dies verändert. Jetzt wird das sogenannte Arbeitslosengeld II gezahlt und Leistungsbezieher sind faktisch gezwungen, jede Arbeit zu machen. Reicht der Lohn nicht, dann wird vom Sozialamt aufgestockt. Die öffentlichen Kassen finanzieren und subventionieren damit Minilöhne. Jobs mit Stundenlöhnen von 7 Euro und niedriger sind auch bei uns häufig verbreitet, beispielsweise in der Gastronomie. Ein gesetzlicher Mindestlohn, wie es die Gewerkschaften fordern ist deshalb dringend notwendig.

bär rh Kandidatengrillen

Zahlen für Erlangen

Im Jahr 2003 waren in Erlangen 28 % aller Beschäftigungsverhältnisse atypisch (geringfügig, teilzeit, befristet Beschäftigte oder Leiharbeitnehmer). 2011 waren es 34 % und die Tendenz ist weiter steigend. Im Oktober 2012 (Quelle Bundesagentur für Arbeit) mussten alleine im Gebiet der Stadt Erlangen 774 Menschen, obwohl sie arbeiteten, ihren niedrigen Lohn durch Arbeitslosengeld II aufstocken. 496 Menschen davon arbeiteten sozialversicherungspflichtig. Dies kostete alleine in Erlangen im Oktober 2012 283.811 Euro.

REP Plakat rh Realsatire  – Die Partei REP, am rechten Rand sich bewegend, hat Probleme mit allen Fremden. Dies beweist das in Erlangen gesichtete Plakat. Der Kandidat, dem Namen nach mit Migrationshintergrund, bekommt den doppelten Zusatz „100 % integiert“ und „ein deutscher Patriot“ verpasst, um das tumbe deutschtümmelnde Wählerpotential nicht zu verschrecken.

Viele Informationen

Wie Bundestag und der bayerische Landtag miese Jobs beseitigen können, wurde von den Gewerkschaften wiederholt veröffentlicht. Ein Anklicken von www.verdi.de oder www.dgb.de für die Bundestagswahl am 22.9.2013 oder www.bayern.dgb.de für die Landtagswahl am 15.9.2013 liefert zahlreiche Infos. Auf der Internetseite www.kandidatencheck.de führt der DGB Bayern eine Online-Befragung der Spitzenkandidaten von acht Parteien in den Regierungsbezirken durch: CSU, SPD, Die Grünen, FDP, Freie Wähler, Die Linke, ÖDP und Piraten. Die 56 Kandidaten und Kandidatinnen sollen zwölf Fragen zu den Themen Gute Arbeit, Gute Bildung und Gutes Leben (Regional- und Strukturpolitik) beantworten.

Kanzlerin ps Erlangen - 20.8.2013

Keine Stimme für Verfassungsfeinde

Die bayerischen Gewerkschaften erinnern mit einer plakativen Kampagne daran, dass miese Jobs gegen die bayerische Verfassung verstoßen. Das Motiv „Verfassungsfeinde enttarnen! Vermögenssteuer einführen“ bezieht sich auf Artikel 158 der Bayerischen Verfassung, in dem klar steht, dass mit Besitz auch Pflichten verbunden sind: „Eigentum verpflichtet gegenüber der Gesamtheit. Offenbarer Missbrauch des Eigentums- oder Besitzrechts genießt keinen Rechtsschutz.“

Die Bayerische Verfassung stellt in Artikel 151 fest: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle“

Die Bayerische Verfassung sichert in Artikel 166 zu „jedermann hat das Recht, sich durch Arbeit eine auskömmliche Existenz zu schaffen.“

Rathausplatz rh 20.8.2013 Noch ruhig

Die Entgeltgleichheit schreibt Art. 168 der Bayerischen Verfassung vor, „Männer und Frauen erhalten für gleiche Arbeit den gleichen Lohn.“

Art. 169 eröffnet den Weg zu Mindestlöhnen „Für jeden Berufszweig können Mindestlöhne festgesetzt werden…“.

Bsirske kommt

Am Donnerstag, 5. September, um 17:00 Uhr kommt der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske nach Nürnberg, in das Karl-Bröger-Zentrum, Karl-Bröger-Straße 9 (Eingang Celtisstraße). Ist es wirklich egal, wer die Wahl gewinnt, weil sich nichts ändern wird? Oder können wir im September nicht doch noch einen Politikwechsel hinbekommen? Mit der Reihe "Zeit für Gerechtigkeit", möchte der ver.di Bezirk Mittelfranken Denkanstöße und Antworten geben.

Kanzlerin von hinten rh Kanzlerin von hinten

Dass sich Arbeit wieder lohnt, kann nicht der Markt regeln. Das muss die Politik! Jeden Tag, an dem Menschen „arm trotz Arbeit“ sind, ist eine Schande für ein so reiches Land und ein noch reicheres Bundesland. „Gerecht geht anders.“ Ver.di Mittelfranken freut sich deshalb auf eine spannende Diskussion mit Frank. Es ist ja nicht so, dass Frank jede Woche in Nürnberg ist. Lasst Euch / Lassen Sie sich die Möglichkeit also nicht entgehen. Eingeladen sind alle ver.di-Mitglieder und Interessierte.

Bratwurst mit Ketchup ip und wl Mitgehört

Ver.di Ortsverein Erlangen

Natürlich ist es klar, wenn ein aktiver Gewerkschafter einen Sitz im Erlanger Ortsverein ergattert hat, dann ist er auf den Geschmack gekommen. Deshalb ist es kein Wunder, dass ver.di Erlangen bald im Bundestag, Landtag und Bezirkstag die Politik mitbestimmen wird. Keine Überraschung ist, dass der stellvertretende ver.di Ortsvereinsvorsitzende Hajo Ehnes wieder für den Bundestag (Direktkandidat Die Linke) kandidiert. Überraschend ist es aber, dass er neben dem Bundestagsmandat auch ein Landtagsmandat anstrebt (Platz 6 auf der Zweitstimmenliste Die Linke).

Dauerwahlkämpfer Hajo Ehnes kurz beim Verschnaufen rh Hajo Ehnes  – Dauerwahlkämpfer Hajo Ehnes kurz beim Verschnaufen

Dem langjährigen frühen Personalratsvorsitzenden am Klinikum am Europakanal und Ortsvereinsmitglied Wolfgang Beigel zieht es dagegen in den Bezirkstag. Er kandidiert auf Platz 12 der SPD Liste. Geschickt, so kommt er der ver.di Kollegin Gisela Niclas (SPD) und den ver.di Kollegen Frank Höppel (ÖDP) und Frank Heinze (Piraten), die jeweils um die Erststimme kämpfen, nicht in`s Gehege. Zusätzlich ist er eine gute Alternative zu der von der SPD plakatierten Zweitstimmenempfehlung Konrad Gubo. Dieser ist zwar Personalrat, hat aber für eine gegnerische Liste von ver.di kandidiert.

Als Zapfer beim letzten Grillfest rh Wolfgang Beigel  – Als Zapfer beim letzten Grillfest

Bundeskanzlerin und Ministerpräsident

Am 20.8. 2013 hatten Horst Seehofer und Angela Merkel einen gemeinsamen Wahlkampfauftritt in Erlangen. Merkel hielt eine ziemlich sachliche, in weiten Teilen staatsmännische Wahlrede, Kanzlerwahlkampf eben. Ganz anders Horst Seehofer, der wieder einmal zu überraschen wusste. Er redete nur ca. 10 Minuten und schaffte es, sich in dieser Zeit bei allen zu bedanken, herauszustellen wie toll Deutschland, Bayern und Franken sind, aber brachte keine einzige politische Aussage. Kein Wort zur Maut, zum Länderfinanzausgleich oder zu etwaigen Vorhaben nach der Wahl. Auch so schafft man es, Udes Kampagne „Ein Ministerpräsident der Wort hält“ ins Leere laufen zu lassen.

Seehofer dankt ip Seehofer dankt

Filosofen

Ein Lothar Matthäus lässt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal.

Lothar Matthäus

 

Besoldungsrunde 2013

Die Beamtenbesoldungen wurden für die Bayerischen Beamtinnen und Beamten nach dem Tarifabschluss bei der Tarifrunde der Länder in erster Stufe rückwirkend zum 1. Januar 2013 um 2,65 Prozent erhöht. Weitere 2,95 Prozent folgen ab 1. Januar 2014.

Anders als vor anderen Tarifrunden mussten sich dieses Mal die bayerischen Beamtinnen und Beamten nicht um die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung „kämpfen“. Bereits im Sommer 2012 – weit vor der Tarifrunde der Länder – kündigte der Bayerische Finanzminister Markus Söder diesen Schritt an. Das gab es bisher nicht.

Dagegen ein ganz anders Bild in den übrigen Bundesländern. Traurig, was man Beamtinnen und Beamten dort zumutet. Von den 15 in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder vertretenen Bundesländern hat neben Bayern lediglich Hamburg vor, das Tarifergebnis öffentlicher Dienst Länder 2013 zeit- und inhaltsgleich auf ihre Landes- und Kommunalbeamten zu übertragen.

Auch für Bayern ist das ein Novum. Bei der Tarifrunde 2011 mussten die bayerischen Beamtinnen und Beamten (auch in den Kommunen) noch insgesamt 19 Monate auf die Erhöhung ihrer Bezüge warten (um 1,5 Prozent erst zum 1. November 2012 und nicht zum 1.April 2011).

Warum zeigt sich die Bayerische Staatsregierung plötzlich so beamtenfreundlich?

Wir erinnern u.a. auch an die unsinnige Absenkung der Eingangsbesoldung für die nach der Anwärterzeit übernommenen Beamtinnen und Beamten ab Mai 2011. Sie erhielten für maximal 18 Monate Bezüge nur aus der Besoldungsgruppe unterhalb ihres jeweiligen Eingangsamtes. Diese völlig absurde Sparmaßnahme war bis 31.04.21013 befristet und hat zu Recht zu viel Unmut bei unseren Berufseinsteigern geführt. Oder die Leistungs-bezüge im staatlichen Bereich: Die Mittel für 2011 und 2012 wurden im staatlichen Bereich gleich wieder auf Null reduziert.

Der Bayerische Beamtenbund hat jedenfalls den bayerischen Finanzminister auf seiner jährlichen Sitzung des Hauptausschusses für den Einsatz für die Staatsdiener als „Champion der Beamtinnen und Beamten“ geehrt - für die Übernahme des Tarifergebnisses und die Rücknahme der 42-Stunden-Woche.

Sind die bayerischen Beamtinnen und Beamten wirklich so gut weggekommen aufgrund des Einsatzes des Finanzministers? Oder liegt es vielleicht daran, dass im Herbst 2013 Landtagswahlen stattfinden?

Wir bilden uns selbst eine Meinung und sagen danke Markus! Für den Beamtenchampion reicht’s bei ver.di aber nicht.

OB Dr. Balleis und MdB Stefan Müller im Gespräch mit der Bundeskanzlerin, MdL Joachim Herrmann ist sichtlich verärgert darüber rh Im Gespräch  – OB Dr. Balleis und MdB Stefan Müller im Gespräch mit der Bundeskanzlerin, MdL Joachim Herrmann ist sichtlich verärgert darüber

MITMACHEN

26. September ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2013 an wechselnden Wochentagen jeweils ab 17.00 Uhr bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, Kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Donnerstag 26. September, 17.00 Uhr, Sitzungsraum im Kleinen Rathaus, Schuhstr. 40. Thema am 26.9. ist die Entgeltordnung, das „neue“ Eingruppierungssystem. Seit einigen Monaten finden Gespräche zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband zur Entgeltordnung statt. Inzwischen liegt der Entwurf für ein gemeinsames Papier zu den Grundzügen vor. Ähnlich wie bereits im Länderbereich geschehen sollen im Wesentlichen die alten Tarifmerkmale wieder in Kraft gesetzt werden unter „Einbau“ der früheren Zeit- und Bewährungsaufstiege. Wir wollen in der Sitzung das Papier vorstellen und mögliche Konflikt- und Kritikpunkte sammeln.

 

TARIFRUNDE 2014

Betriebliche Aktions-/Arbeitskampfleitung gebildet

Die Laufzeit der Lohn- und Gehaltstarifverträge geht bis 28.2.2014. Ausgehend von den Erfahrungen der zurückliegenden Tarifrunden setzt sich immer mehr die Position durch, nur wenn ver.di in der Lage ist einen Erzwingungsstreik zu führen, können vernünftige Tarifergebnisse erzielt werden. Die Fähigkeit zum Erzwingungsstreik muss über einen länger angelegten Prozess erreicht werden. Deshalb hat die städtische Betriebsgruppe in der Sitzung am 24.7.2013 die städtische Aktions-/Arbeitskampfleitung (sAKL) gebildet. Ihr gehören Silvia Beyer, Dietmar Radde, Gerald Semlinger, Werner Lutz und Roland Hornauer an. Ihre Aufgabe in den nächsten Wochen ist die Vorbereitung auf die Tarifrunde mit dem Ziel, in der entscheidenden Phase streik“fit“ zu sein. Hierzu können alle Kolleginnen und Kollegen mithelfen. Ein Problem ist beispielsweise Bereiche zu finden, die der Arbeitgeberin Stadt weh tun. Über Vorschläge ist die sAKL dankbar.

Der Beweis, dass Medienvertreter immer durstig sind rh Durstige Presse  – Der Beweis, dass Medienvertreter immer durstig sind

GLÜCKWUNSCH

Junger Sechziger

Am Sonntag dem 4. August wurde unser Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis 60. Deshalb an dieser Stelle nachträglich von der ver.di-Betriebsgruppe Stadtverwaltung: Alles Gute, vor allem Gesundheit und viel Spaß und wenig Ärger im neuen Lebensjahr. Der Geburtstag wurde am gleichen Tag im Kosbacher Stadl gefeiert. Neben zahlreichen Prominenten waren auch der stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Frank Riegler und die Personalratsvorstandsmitglieder Silvia Beyer, Werner Lutz, Gerhard Kreilein und Roland Hornauer unter den Gästen. Zwei Punkte waren am 4.8. bemerkenswert. Einmal das Geschenk aus dem Kreis der berufsmäßigen Stadträte. Es war eine gut ausgedachte kleine Frozelei. Nachdem sich die Chancen auf einen lukrativen Sparkassenposten bekanntlich für OB Dr. Balleis zerschlagen hatten, bekam er eine richtige Bank geschenkt. So kann Dr. Balleis jetzt doch noch Posten auf einer Bank beziehen. Zwar nur auf einer Holzbank, aber immerhin eine Bank. Der zweite Punkt ist eher bezeichnend für unseren OB. Nachdem am Nachmittag Gewitterwolken aufzogen fuhr er doch an seinen Geburtstag in das Rathaus und machte in etlichen Zimmern die Außenjalousien hoch! Eine fast prämienwürdige Leistung, allerdings vergaß der OB nach Abzug der Gewitterwolken die Jalousien wieder runter zu kurbeln.

OB mit Gattin hören Geburtstagsständchen von Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Innenminister Herrmann, Bürgermeisterin Birgitt Aßmus und Stadl Sänger rh Geburtstagsständchen  – OB mit Gattin hören Geburtstagsständchen von Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Innenminister Herrmann, Bürgermeisterin Birgitt Aßmus und Stadl Sänger

GEFUNDEN

Praktikant für Nachhaltigkeit

Die Ausschreibung im letzten Info „Info-Redakteur/in für das neue Sachgebiet Nachhaltigkeit“ hat eine Vielzahl von Bewerbungen ergeben. Im Rahmen eines aufwendigen Assessment-Center Verfahrens wurde vom 29.7. bis einschließlich 4.8.2013 die geeignetste Person gesucht und hoffentlich gefunden. Wie es heute in der Arbeitswelt so üblich ist, haben wir der Siegerin im Auswahlverfahren keine feste Stelle sondern ein unbezahltes Praktikum verbunden mit viel Arbeit gegeben. Zum Ausgleich gab es die Vorgabe Nachhaltigkeit und Fußballbundesliga und Geschichtliches zur Nachhaltigkeit zu Papier zu bringen. Nachstehend die erste Veröffentlichung.

Aktuell ist aus der Bundesliga von Markus Gisdol, Trainer der Traditionsmannschaft aus Hoffenheim zu hören, „Was sich bei uns auf dem Platz abspielt, muss durchdacht sein und von Nachhaltigkeit zeugen“. Der Manager des weiteren Traditionsclub Wolfsburg sagt dagegen, „Wir setzen darauf, nachhaltig erfolgreich zu werden“. Aus Erlangen-Süd ist vom Erfolgspräsidenten Helmut Hack zu hören, „mit dieser Maxime werden wir nachhaltig denken und handeln“ (alle Zitate aus 11Freunde Nr. 141).

Obwohl zurzeit fast das Unwort des Jahres ist Nachhaltigkeit nichts Neues. Nachhaltigkeit gibt es seit über 300 Jahren. In der "Haußwirthlichen Nachricht und Naturmäßigen Anweisung zur Wilden Baum-Zucht" des sächsischen Oberberghauptmanns Carl von Carlowitz von 1713 taucht die Nachhaltigkeit noch nicht als eigener Begriff auf, wird aber in der Formulierung "nachhaltende Nutzung" genannt. "Wird derhalben die größte Kunst hiesiger Lande darinnen beruhen, wie eine sothane (solche) Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen, daß es eine continuierliche und beständige und nachhaltende Nutzung gebe." (Quelle Taz vom 26.7.2013)

 

FREIGESTELLTE PERSONALRÄTE

Auf der Suche nach Arbeit

Nach der Wahl 2011 hat der Personalrat die Freistellungen nur bis 31.7.2013 beschlossen. Zwar wurde rechtzeitig entschieden alle PR-Freistellungen bis zum Ende der Wahlperiode am 31.7.2016 zu verlängern, wir berichteten. Doch mussten korrekterweise die Personalräte die Stadtratssitzung verlassen, als über die Freistellungen entschieden wurde. Nachdem niemand die Betroffenen über die Stadtratsentscheidung unterrichtete, mussten sich ab 1.8.2013 Gisela Strobel, Silvia Beyer, Dietmar Radde, Gerhard Kreilein, Werner Lutz und Roland Hornauer innerhalb der Stadt auf Suche nach Arbeit machen. Ihren verzweifelten Minen war anzumerken, dass die Suche und nach erfolgreichen Fund das Arbeiten gar nicht so angenehm ist. Groß war daher die Erleichterung als am 7.8. – nach vier Arbeitstagen – das Schreiben des OB über die Verlängerung der Freistellungen einging. Die vier Arbeitstage haben gereicht, um den Freigestellten das Angenehme an einer Freistellung von der Arbeit deutlich zu machen.

Erfolgreicher Mauerbau zur Abwehr der Bürger am Rathausplatz, aufgebaut anlässlich des Wahlkampfbesuches von Angela Merkel am 20.8.2013 rh Bürgerabwehr  – Erfolgreicher Mauerbau zur Abwehr der Bürger am Rathausplatz, aufgebaut anlässlich des Wahlkampfbesuches von Angela Merkel am 20.8.2013

Neues von Herrn L.

Verjüngung

Die Bundesregierungen der letzten Jahre haben ihr Ziel der Gesunderhaltung der Bevölkerung endlich erreicht: Wir eine aktuelle Studie feststellt, fühlen sich Ältere deshalb länger fit, weil sie so wenig Rente bekommen, dass sie bis zu ihrem Tod Einkaufswagen zusammenschieben und Flaschen sammeln müssen.

Heimat

Immer mehr Ausländer zieht es nach Bayern. Das stimmt. In diesem Jahr gibt es wieder besonders viele Amigos. – Und so häufig verheiratet, verschwägert, verschwestert oder anders verfilzt mit Mandatsträgern waren sie noch nie.

Leichtfertiges

Immer wieder ermahnen verantwortliche Politiker die Bürger, dass sie mit ungeborenem Leben nicht leichtfertig umgehen dürfen. Dabei handelt es sich oft um die gleichen Politiker, die mit geborenem Leben bei ihren politischen Entscheidungen jeden Tag noch leichtfertiger umgehen.

Herdprämie

Bekanntlich setzt sich die CSU vehement für die Gewährung einer staatlichen Herdprämie zugunsten von Ehefrauen ein, die nichts arbeiten wollen. – Dass sie diese für Bayerische Landtagsabgeordnete schon vor vielen Jahren stillschweigend eingeführt hat, wurde erst jetzt bekannt.

 

GELÖST

Bilderrätsel

Ja in Erlangen kennen sich die ver.di-Info Leserinnen und Leser aus. Uns erreichten zum letzten Bilderrätsel viele richtige Lösungen. Es war natürlich das Gebäude der VHS bzw des Trägervereins Deutsch-Französisches Institut Erlangen in der Südlichen Stadtmauerstraße/Ecke Schuhstraße. Eine kleine Flotte der beliebten ver.di-Kampfenten machte sich Anfang August auf den Weg zu allen richtigen Einsendungen.

 

SCHWERER

Bilderrätsel

Dieses Mal nehmen wir ein Motiv außerhalb Erlangens und fragen einfach, welche Rathausfassade zeigt das Bild? Jede richtige Einsendung erhält einen schwarzen ver.di Bleistift und einen roten ver.di Radiergummi.

Bilderrätsel sb Wo ist diese Fassade

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Gisela Strobel oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell Nr. 10/2013 - Hauptsache keine Schulden?

Die Regierung jubelt: Mit immer neuen Schulden sei es bald vorbei. Doch von der Kehrseite reden sie nicht…

  • ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell Nr. 11/2013 - Betriebsvermögen besteuern?

Das gefährdet Arbeitsplätze und die Existenz von Familienunternehmen – behaupten die Lobbyisten der Unternehmer. Doch tatsächlich geht es um Großunternehmen und Vermögen der Superreichen, die nicht von der Steuer verschont werden dürfen.

  • ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell Nr. 12/2013 - Das Jobwunder-Märchen

Im Wahlkampf wirbt Angela Merkel mit guten Arbeitsmarktzahlen. Doch was steckt dahinter? In den letzten Jahren Vollzeitjobs durch geringfügigee Beschäftigung und Teilzeitjobs ersetzt. Was vom angeblichen Jobwunder bleibt, sind Millionen schlecht bezahlte und unsichere Jobs. Zeit für einen Politikwechsel!

 

Alle Jahre wieder...

 

ist er unermüdlich dabei. Zuverlässig und aufgedreht wie man ihn kennt

opfert er sich auch dieses Jahr für die Party-Löwen der Stadt.

DJ wl DJ Matuschke

Surfen (138)

MAIL

Rätselhaftes Internet

Absender: CBN [ejarr@bk.ru]

Betreffzeile: Heute Ihre Vererbung USD25.5M Veröffentlichung To You Details Antworten

Weiter kein Inhalt

LÖSUNG

Klar Personalamt

Wir fragten im letzten Info welches Amt bei einer so schlechten Wetterprognose, „morgen am Mittwoch ist es wechselnd bewölkt bis bedeckt mit Regenfällen, Schauern und Gewittern“ seinen Betriebsausflug macht. Es war natürlich das Personalamt, welches am 3.7. 2013 ausflog. 2014 wäre es gut, wenn die Kolleginnen und Kollegen vom Amt 11 ihren Ausflugstermin per Mail an zzAlle möglichst frühzeitig bekannt machen, damit für diesen Tag nicht auch Outdoor-Aktivitäten oder Biergartenbesuche geplant werden.

 

NICHT BESSER

Wer im Glashaus sitzt…

Schlechtes Wetter lässt sich nicht nur mittels den Betriebsausflugsterminen des Personalamtes vorher sagen, sondern auch anhand der geplanten Biergartenbesuche der städtischen ver.di-Betriebsgruppe. Der ganze Juli war geprägt vom schönsten Sommer- und Biergartenwetter. Nur am Mittwoch den 24.7.2013 nicht. Gegen 16.00 Uhr gab es ein heftiges Gewitter mit starken lang anhaltenden Regenschauer. Genau an diesen Tag machte sich die Betriebsgruppe gegen 17.30 Uhr zum Biergartenbesuch auf und landete im Bretterhotel. Es war wohl der einzige Tag im Juli wo zu dieser Zeit freie Platzwahl möglich war und die Betriebsgruppe saß schließlich in Regenpfützen im zumindest von oben trockenen Biergarten.

 

FEHLER

Falsche Info-Nummer

Natürlich ist der Tippfehler nicht unbemerkt geblieben. In der Druckausgabe stand im Titel Info Nr. 172013-34. Jahrgang statt Info Nr. 7-2013. Der Schuldige bekam eine Kopfnuss und musste alle Restexemplare per Hand ausbessern.

 

SERVICE

Zeitplaner für ver.di-Mitglieder

Der begehrte „Zeitplaner für das Schuljahr 2013/2014“ vom ver.di-Landesbezirk Bayern für ver.di-Mitglieder in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche wurde am 6. August 2013 verschickt. Für den Fall, dass uns ein Fehler unterlaufen ist und wir ein Mitglied vergessen haben, bitten wir um umgehende Nachricht. Auf den ersten Seiten des Zeitplaners wird über die aktuelle Gewerkschaftsarbeit informiert. Themen sind die Arbeitsbedingungen, die betriebliche Gesundheitsförderung und der Gesundheitsschutz. Alles Themen die auch bei der Stadtverwaltung Erlangen zur Zeit aktuell sind.

Mindestlohn DGB verfassungsschutz 2

CULDUR

Dieses Mal ein CD-Tipp

K37A

POSTMODERN DREAM

K37a sind vier Nürnberger. „Postmodern Dream“ ist ihre Debütscheibe. Kaum zu glauben, denn mit den ersten Takten ist zu hören, da wurde die Musik sehr sorgfältig arrangiert. Da wird nicht einfach munter darauf los geschrammelt, wie es etliche junge Bands tun, sondern jeder Song ist ausgetüpfelt, ausgefüllt und hat jeweils einen eigenen deutlich hörbaren Charakter. Die Töne fügen sich zu wunderbar dichten, vielfältigen und melodiösen Klangteppichen, da lohnt sich eine gute Anlage, schon um die Stereo- und Raumeffekte heraus zu hören. „Busking“ leitet locker schwungvoll mit schönem mehrstimmigem Gesang in fast 45 Minuten sehr gute Indiemucke ein.

CD Cover K37A Postmodern Dream

Bei „Orientation Time“ wird die scheinbar relaxte Harmonie durch jaulende Gitarren durchbrochen. „Indeed“ ist spacig, flippig, der Titelsong dagegen ein richtiger Popsong, „Yolo“ sticht durch jazzige Bläsertöne heraus. Mit dem lockeren Instrumental „Glade“ ist das Album viel zu schnell zu Ende. Das Beste zum Schluss, ab einen Obolus von 5 Euro kann auf der Bandseite „Postmodern Dream“ runtergeladen werden.

 

ENTHÜLLUNG

Hamster-Conny ist in Wirklichkeit Kroko-Conny

Über die Haushaltsprotestgespräche der Ämter beim Kämmerer Konrad Beugel werden richtig schaurige Geschichten erzählt. Da findet ein fürchterliches Hauen und Stechen um jeden Cent statt. Einige Bereiche haben die Hosen gestrichen voll und verzichten seit Jahren freiwillig auf das Protestgespräch und akzeptieren damit die harten Vorgaben des Kämmerers. Warum ist unser Kämmerer so erfolgreich gegen die ansonsten so selbstbewussten und durchsetzungsstarken Amtsleitungen? Dies zeigt ein Blick von Außen auf Beugels Büro. Er führt die Gespräche nicht alleine, sondern er hat zur Unterstützung einen kampfstarken Fleischfresser aus der Gattung der Archosaurier.

Krokodil Beugel rh Kroko-Conny

FÜR FEINSCHMECKER

Verwaltungslyrik (I)

Die Freunde der gepflegten Verwaltungslyrik haben lange Warten müssen. Jetzt endlich hat die Stadt Erlangen einen weiteren Bericht zur Verwaltungsmodernisierung veröffentlicht, er umfasst die Jahre 2008-2012. Er enthält wieder feinste Verwaltungslyrik auf hohem Abstraktionsniveau bei gleichzeitiger sehr geringer Nachvollziehbarkeit. Wir erlauben uns deshalb in loser Folge Beispiele zu veröffentlichen.

Die Zertifizierung des integrierten Managementsystems EQUS erfordert zwingend die Beteiligung einer externen, unabgängigen Stelle mit Akkreditierung für die zugrunde liegenden DIN-Normen.

 

GÜNTER JAUCH

Passender Kommentar zur Sendung

Die am 25.8.2013 ab 21.45 Uhr gesendete Talkshow wurde wie folgt beworben:

Denkzettel statt Stimmzettel - wozu noch wählen?

Wählen als oberste Bürgerpflicht – von wegen! Immer mehr Deutsche bleiben den Wahlurnen fern oder machen ihren Stimmzettel ungültig. Vier Wochen vor der Bundestagswahl trafen bei GÜNTHER JAUCH bekennende Nichtwähler auf Politiker und debattierten über enttäuschte Erwartungen, gebrochene Versprechen, mangelnde Alternativen und ihren Protest.

Wie die Sendung tatsächlich verlief konnten aufmerksame Zuschauer beim Abspann anhand der eingeblendeten Untertitel erkennen.

Kommentar zur Jauch Sendung rh Jauch

ver.di-Info