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Betriebszeitung

Betriebszeitung der ver.di Betriebsgruppe Stadt Erlangen

verdi-Info Nr. 6/2018

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Info Kopf rh Betriebszeitung

Info Nr. 6/2018 39. Jahrgang (wir haben am 28.6. unseren 116. Geburtstag) vom 26. Juni 2018

 

Inhalt:

  • 19.7. Mitgliederversammlung Ortsverein Erlangen
  • Tarifrunde 2018 – Ergebnis der Mitgliederbefragung
  • Bericht von der Bezirksfachbereichskonferenz Gemeinden
  • Filosofen
  • 17. Juli Betriebsgruppe
  • Bericht vom DGB Bundeskongress
  • Verzichtserklärung
  • Kurz & knackig (Einheitliche Öffnungszeiten,Schilda in Erlangen, Neues von Werner, Preisrätsel Auflösung und Neues, anfordern, surfen 194, Culdur – Bericht vom Comic Salon Erlangen 2018)

 

Ver.di inzwischen seit 116 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

Orga-Wahlen 2018 ver.di Orga-Wahlen 2018

MITMACHEN – MITGESTALTEN

19.Juli 2018 Mitgliederversammlung des Ortsverein Erlangen

Alle vier Jahre werden die gewerkschaftlichen Gremien in Mitgliederversammlungen bzw. in Delegiertenkonferenzen neu bestimmt. Die Mitgliederversammlung des ver.di Ortsverein Erlangen findet am Donnerstag 19. Juli, 17.30 Uhr, in Erlangen, Konferenzraum beim Personalrat,2. OG, Zimmer 217, Nägelsbachstr. 26 statt.

Auf der Tagesordnung stehen der Tätigkeitsbericht des bisherigen Ortsvereinvorstandes, die Neuwahl des OV-Vorstandes, die Wahl der Delegierten zur Bezirkskonferenz und Anträge. Teilnahmeberechtigt sind alle ver.di-Mitglieder die in Erlangen und im Landkreis arbeiten oder bei Nichterwerbstätigkeit wohnen.

Claim zur Tarifrunde öD 2018 ver.di Tarifrunde TR öD 2018

Mitgliederbefragung: 80,52 Prozent für die Annahme der Tarifeinigung

In guter demokratischer Tradition hatten die ver.di-Mitglieder beim Bund und den kommunalen Arbeitgebern in den letzten Wochen die Möglichkeit, über das in der dritten Verhandlungsrunde am 17. April 2018 erreichte Ergebnis in der Tarifunde zu entscheiden.

Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst folgte dem Votum der Mitglieder und nahm am 11. Juni 2018 die Tarifeinigung bei einer Gegenstimme endgültig an. Damit kann die Tarifrunde offiziell beendet werden.

Es folgen noch die Redaktionsverhandlungen mit den Arbeitgebern, bei denen die Tarifeinigung in konkrete Tarifvertragstexte umgesetzt wird. Dieser Abschluss konnte nur durch die beeindruckende Beteiligung an den Warnstreiks, insbesondere vor dem letzten Verhandlungstermin, erreicht werden. Etwa 230.000 ver.di-Mitglieder waren dabei und haben so Druck auf die Arbeitgeber gemacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und zeigt, dass Solidarität sich lohnt! Vermutlich im August werden die Erhöhungsbeträge rückwirkend zumm 1.3.2018 ausgezahlt.

Die Ergebnisse:

Die Tabellenentgelte werden in drei Schritten erhöht, und zwar ab 1. März 2018, zum 1. April 2019 und zum 1. März 2020. Die Tabellenerhöhungen fallen für alle Entgeltgruppen und Stufen unterschiedlich aus. Kein Tabellenwert wird insgesamt um weniger als 175 Euro erhöht, das Gesamtvolumen über alle Entgeltgruppen beträgt rund 7,5 Prozent bei einer Mindestlaufzeit bis zum 31. August 2020.

Die Beschäftigten in den Entgeltgruppen 1 bis 6 und S 2 bis S 4 erhalten zusätzlich eine Einmalzahlung von 250 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig).

Die Entgelte für Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten werden zum 1. März 2018 um 50 Euro und zum 1. März 2019 um weitere 50 Euro erhöht.

Kampagnenlogo Mach mit Bert Stach Mach mit

Weitere Details zum Abschluss:

Auszubildende

Die bisherige Übernahmeregelung wird bis zum 31. Oktober 2020 wieder in Kraft gesetzt. Der Urlaubsanspruch erhöht sich ab dem Urlaubsjahr 2018 um 1 Tag auf 30 Urlaubstage. Die Auszubildenden in praxisintegrierten Ausbildungsgängen zur Erzieherin/zum Erzieher nach landesrechtlicher Regelung werden ab dem 1. März 2018 in den Geltungsbereich des TVAöD einbezogen. Für die Auszubildenden in dualen Studiengängen werden entsprechende Verhandlungen nach dem Abschluss der Tarifverhandlungen aufgenommen.

Angleichung Jahressonderzahlung

Die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost der VKA wird ab 2019 in vier Schritten auf 100 Prozent der Bemessungssätze West angehoben.

Altersteilzeit

Die Regelungen zur Altersteilzeitarbeit werden bis zum 31. August 2020 verlängert.

Leistungsminderung

Nach Abschluss der Tarifrunde 2018 werden auf Spitzenebene Tarifverhandlungen zu den Regelungen bei Leistungsminderung aufgenommen.

Orga-Wahlen 2018 ver.di Orga-Wahlen 2018

Bericht von der Bezirksfachbereichskonferenz Gemeinden am 5.6.2018

Für diese turnusmäßige Konferenz im Rahmen der Organisationswahlen von ver.di wurden in Mitgliederversammlungen bei den mittelfränkischen Kommunen und Landratsämter die Delegierten gewählt. In Erlangen geschah dies am 10. April 2018. Der Geschäftsbericht wurde von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Neben den Tarif- und Besoldungsrunden wurden die Ergebnisse der Personalratswahlen 2016 bewertet, die Situation bei der Feuerwehr vorgestellt und die Aktion „Ausbildung kommt fett“ anhand eines Filmes gezeigt. Da neben Erlangen auch Nürnberg betroffen ist wurden die nach wie vor extrem langen Bearbeitungszeiten der Erlanger Beihilfestelle sehr kritisch angesprochen und aufgezeigt, welche Bemühungen sowohl in Nürnberg als auch in Erlangen unternommen wurden, damit wenigstens ab 1.1.2018 über Abschlagszahlungen die Situation abgemildert wurde. Die Wahlen brachten aus Erlanger Sicht folgende Ergebnisse: Im neuen Fachbereichsvorstand sind Silvia Beyer, Iris Schubert und Roland Hornauer. Iris vertritt auch den Fachbereich im Bezirksvorstand. Roland wurde für den bayerischen Landesfachbereichsvorstand vorgeschlagen. Dietmar Radde soll Mittelfranken im bayrischen Fachgruppenvorstand Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe vertreten. In Anträgen wurden neben ver.di interne Angelegenheiten auch das Thema Fachkräftemangel behandelt. Im beschlossenen Antrag „Fachkräftemangel bedeutet generelles Umdenken aller Personalverantwortlichen – endlich“ wurde wörtlich gefordert „die Beschäftigungsfreundlichkeit – ähnlich die immer wieder eingeforderte Bürgerfreundlichkeit – muss zentrales Ziel aller im Personalbereich arbeitenden werden“. Nach gut 2 Stunden endete die sehr konzentriert, bei tropischen Temperaturen, arbeitende Konferenz, insbesondere die 21 (!) Wahl- und Nominierungsvorgänge wurden erfreulich zügig durchgeführt.

Im Großen und Ganzen war es dann doch ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch ganz anders hätte ausgehen können.

Eike Immel

2018 wechselnde Tage!

MITMACHEN

17. Juli ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2018 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Dienstag 17. Juli, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Hauptthema sind die sozialen Medien und wie wir sie nutzen können.

DGB DGB DGB

Bericht vom DGB Bundeskongress

Unter dem Motto „Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“ hat der 21. Ordentliche Bundeskongress des DGB  vom 13. Bis 17.5.2018 den Kurs für die kommenden vier Jahre gesetzt. Unter den 400 Delegierten war mit Roland Hornauer erstmals ver.di Erlangen vertreten. Nachstehend sein Bericht.

Wesentliche Inhalte des Kongresses waren:

Die Gewerkschaften wollen den digitalen Kapitalismus zivilisieren und die Arbeitswelt durch mehr Tarifbindung und Mitbestimmung gerechter und fairer machen. Die soziale Sicherung in Deutschland und Europa soll ausgebaut werden. Das sind die zentralen Forderungen aus den Beschlüssen und Diskussionen des „Parlaments der Arbeit“.

Entschieden wandten sich die Delegierten in den Debatten auch gegen Populismus und rechte Parolen. Lösungen seien nicht deren Parolen, sondern eine gestärkte Demokratie und Investitionen in den handlungsfähigen Staat. Auch beim Thema Gleichstellung sendet der DGB-Kongress ein starkes Signal: Für alle Wahlämter im DGB gilt nun endlich eine verbindliche Quote, die den Anteil von Männern und Frauen regelt. Bei ver.di existiert die Quote seit ver.di Gründung.

DGB Bundeskongress dgb DGB Bundeskongress

In seiner Grundsatzrede nach der Wahl hat der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann umrissen, welche Schwerpunkte der DGB in den nächsten Jahren setzen will. Neben dem Einsatz für Gute Arbeit und mehr Tarifbindung stünden die Veränderungen der Arbeits- und Lebensbedingungen durch die Digitalisierung im Fokus der nächsten Jahre. Die Veränderungen böten Chancen, wie neue Arbeitsplätze zu besseren Bedingungen, ebenso wie Risiken durch einen radikalen Arbeitsplatzabbau. Was wir erleben, ist die Entstehung eines digitalen Kapitalismus, den wir zivilisieren werden.

Grußworte von Bundespräsident Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Arbeitsminister Hubertus Heil

Merkel spricht rh Merkel spricht

Insbesondere für die Bundeskanzlerin wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Kongress deutlich verschärft. Neben Taschenkontrollen durften keine Gläser und Getränkeflaschen in den Saal mitgenommen werden. Dies war eigentlich überflüssig, denn Merkel wurde von den Delegierten äußerst wohlwollend empfangen. Mit Spannung wurde das Grußwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Mehrfach hatte sie in der Legislaturperiode öffentlich die Arbeit der Tarifpartner gelobt und sich für eine stärkere Tarifbindung ausgesprochen. Eine Antwort, wie das konkret aussehen soll, blieb Merkel auf dem Kongress allerdings schuldig. Im Westen liegt die Tarifbindung bei den Beschäftigten nach neuesten Zahlen nur noch bei 49 Prozent, in Ostdeutschland sind es 34 Prozent. Der DGB-Vorsitzende Hoffmann erinnerte die Kanzlerin nach ihrer Rede deutlich an ihr Versprechen, die Tarifbindung zu stärken.

Merkel geht rh Merkel geht

Antragsberatung

Die teilweise über 20 Seiten lange Anträge wurden von den Sprechern der Antragskommission ausführlich erläutert. Anschließend stellte ein Mitglied des DGB Bundesvorstandes oder ein Vorstandsmitglied aus den Gewerkschaften den Antrag noch einmal vor. Im Vorfeld wurden bei strittigen Punkten meist zwischen den Gewerkschaften Kompromisse ausgehandelt und damit die meisten Anträge ohne Kontroverse häufig einstimmig beschlossen. Die Antragskommission trug dazu bei, indem sie die ausgehandelten Kompromisse in Form von Änderungsanträgen schnell übernahm.

Beschlossene Inhalte

Soziale Sicherheit im digitalen Zeitalter

Durch digitale Technik sollen ganze Berufsbilder überflüssig werden, warnen einige Studien. Ob es so kommt, ist umstritten. Fakt ist aber, die Digitalisierung verändert unsere Welt. Damit Menschen ihre „berufliche Handlungskompetenz“ erhalten und ausbauen können, braucht es mehr Qualifizierung und mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten. Ganz wichtig ist es zudem, die Sozialversicherungssysteme weiterzuentwickeln. Diese Leitlinien hat der DGB mit dem Antrag B001 beschlossen.

Ein handlungsfähiger Staat

Damit der Staat handlungsfähig bleibt, muss mehr investiert werden. Das fordert der DGB-Kongress mit dem Antrag C001. Es sei wichtig, die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte ein für alle Mal zu beenden, so DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Die Unternehmen müssten wieder zu einer Langfristorientierung finden.

21. DGB-Bundeskongress – 3. Tag – 15. Mai 2018 (aus dem Tagungsprotokoll) Björn Köhler Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, auch ich möchte zum Änderungsantrag der DGB-Jugend sprechen. Ich bin bei uns in der GEW für den Vorstandsbereich Jugendhilfe und Sozialarbeit zuständig, sprich auch für einen großen Teil der Kolleginnen, die in den Sozial- und Erziehungsberufen unterwegs sind.Und man kann den Kolleginnen von ver.di an dieser Stelle nur gratulieren zu ihrem Erfolg in der letzten TvöD Runde. Es ist nämlich gelungen, einen Teil der Erzieherinnen, nämlich die, die in praxisintegrierten Ausbildungen sind, zu tarifieren im TVöD. Liebe Kolleginnen von ver.di, das ist Euch großartig gelungen! Das muss man ganz eindeutig so sagen. (Beifall)

Björn Köhler Vorstandsmitglied der GEW

DGB-Frauen: Starkes Signal

Gleiche Repräsentanz, gleiche Bezahlung, gleiche Rechte und Schutz vor Gewalt – mit diesen Zielen gingen die Gewerkschaftsfrauen ins 21. Parlament der Arbeit – und sie haben sich Gehör verschafft. 17 Anträge stellte der Bundesfrauenausschuss. Gleich am ersten Kongresstag wurde der Satzungsantrag „Repräsentanz von Frauen in Wahlämtern des DGB“ angenommen. Die Satzung des DGB legt nun also fest, dass Frauen in allen hauptamtlichen Ämtern gemäß dem Anteil weiblicher Gewerkschaftsmitglieder auf der jeweiligen Ebene vertreten sein müssen. (S001).

Klare Haltung zeigen

Rechtspopulisten und Nationalisten sitzen in den Parlamenten. Sie wollen die Gesellschaft spalten. Sehr deutlich bekennen sich die Delegierten des DGB-Bundeskongresses zum gewaltfreien und demokratischen Antifaschismus als Grundpfeiler gewerkschaftlicher Arbeit. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schlossen sie aus (Anträge A006 und A007). Melanie Geigenberger vom DGB-Bundesjugendausschuss sagte: „Wir sind ganz klar gegen Nazis und wir sind laut gegen Faschismus“. Der Antrag A006 beinhaltet ein klares Bekenntnis zur Einheitsgewerkschaft: „Aus der Uneinigkeit der Gewerkschaften vor der Machtergreifung Hitlers haben wir unsere Lehren gezogen.“ Zum gewerkschaftlichen Engagement gegen Rechts gehört die Zusammenarbeit mit anderen demokratischen und gewaltfreien Organisationen, die gegen Rechts aktiv sind. Darüber hinaus beschlossen die Delegierten, der AfD keine Räume oder gewerkschaftlich organisierte Podien zur Verfügung zu stellen. Vielmehr will der DGB „über die rechtspopulistischen und gewerkschaftsfeindlichen Ziele und Vorstellungen der AfD in unseren Organisationen und in der Gesellschaft“ aufklären, heißt es im Antrag A007.

ver.di Vorsitzender Frank Bsirske rh ver.di Vorsitzender Frank Bsirske

Gewalt gegen Beschäftigte stoppen

Sie werden beschimpft, bespuckt und bedroht – einfach nur, weil sie ihren Job machen. Auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin berichteten Beschäftigte aus verschiedenen Berufen, wie sie Gewalt im Alltag erleben. Die Brutalität steigt, die Hemmschwelle sinkt: Diese Erfahrung machen viele Berufsgruppen vor allem im öffentlichen Dienst. Dazu gehören unter anderem PolizistInnen, LehrerInnen, Beschäftigte im Ordnungsamt und im Jobcenter, Feuerwehrleute, ZugbegleiterInnen. Stellvertretend für alle sagte Rajko Wengel vom Ordnungsamt Kiel: „Es kann nicht sein, dass wir für unsere Tätigkeit für die Gesellschaft bestraft werden.“ In zwei Anträgen (A013 / A014) stimmten die Delegierten dafür, Beschäftigte stärker vor Beleidigungen und körperlichen Angriffen zu schützen. Gewalt, gleich in welcher Form, erteilten sie eine Absage. Der DGB soll prüfen, wie eine Kampagne den Respekt für Beschäftigte, die für Sicherheit und Ordnung sorgen, stärken kann. Die Politik wird aufgefordert, für gute Ausbildung und ausreichend Personal in diesen Bereichen zu sorgen.

Viel Technik

Erstmals wurden auf dem DGB-Bundeskongress digitale Abstimmungsgeräte eingesetzt. Zudem wurden alle Anträge des Kongresses mit der Software OpenSlides verwaltet. Während der Debatte konnten die Delegierten so auf den großen Monitoren im Saal immer den aktuellen Antrag samt RednerInnenliste verfolgen. Änderungen konnten in Echtzeit übernommen werden.

Aktion der Jugend gegen befristete Arbeitsverträge während der Rede von Arbeitsminister Heil rh Aktion der Jugend gegen befristete Arbeitsverträge während der Rede von Arbeitsminister Heil

Kritisches Fazit

Nach den Reden der Vorstandsmitglieder geht der DGB von Erfolg zu Erfolg. Selbstkritik kam kaum vor. Dass die Einzelgewerkschaften wie IGM und ver.di die Richtung bestimmen, wurde nicht thematisiert. Zwar wird in den Anträgen die bundesdeutsche Arbeitswelt und ihre Auswirkungen für die Menschen sehr real analysiert. Doch bei der Bewältigung der Missstände setzt der Gewerkschaftsbund auf Lobbyismus und hofft auf die Große Koalition. Richtschnur bei den Zukunftsaufgaben bleibt „eine funktionierende Sozialpartnerschaft mit den Arbeitgebern“, so wörtlich im Antrag A001. Eine Kehrtwende, sich wieder auf die ursprünglichen Aufgaben als Organisation der Arbeiter, Angestellten und Beamten zu orientieren und diese für ihre Interessen zu mobilisieren, findet nicht statt. Als Gegenmittel gegen die „Digitalisierung 4.0“ wird beispielsweise der Wunschvorstellung hinterhergejagt, man könne ohne Mobilisierung der Mitglieder an der Basis weitere Arbeitsverdichtungen oder Massenentlassungen verhindern.

Jetzt Mitglied werden! ver.di Mitglied werden

Verzichtserklärung

Lohn und Gehalt fallen nicht vom Himmel. Entgelt, Urlaub, Feierabend oder Beschäftigungssicherung, erfolgreiche Tarifabschlüsse werden uns nicht geschenkt. Sie werden von der Gewerkschaft hart erkämpft. Durch Verhandlungen, öffentliche Aktionen und Streiks.

Gute Tarifabschlüsse gibt es nur dort, wo die Belegschaften auch gut aktiv und vor allem zahlreich organisiert sind. Denn jede Gewerkschaft ist immer nur so stark wie ihre Mitglieder. Sie finanzieren den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen mit ihren Beiträgen. Sie entscheiden über Höhe und Umfang der Tarifforderungen und sie werden aktiv, um die Forderungen beim Arbeitgeber durchzusetzen.

Beitrag kommt von beitragen. Deshalb haben auch nur Mitglieder einen Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Tarifvertrag!

Wer nicht Gewerkschaftsmitglied ist, aber dennoch die Leistungen aus den Tarifabschlüssen in Anspruch nehmen will, verhält sich gegenüber seinen Kolleginnen und Kollegen doppelt unfair. Unorganisierte schwächen die Verhandlungsposition der Beschäftigten – und streichen am Ende Verbesserungen ein, zu denen sie selbst nicht beigetragen haben.

Jetzt können endlich alle, die nicht Mitglied bei ver.di sind, Konsequenz beweisen. Und mit einer Verzichtserklärung das Personalamt darüber informieren, dass sie nicht haben wollen, was ihnen nicht zusteht. Oder eben die bessere Entscheidung treffen und jetzt Mitglied bei ver.di werden.

www.mitgliedwerden.verdi.de

Runter vom Trittbrett, rein in ver.di! Tarifliche Leistungen rechtmäßig und ohne schlechtes Gewissen genießen. Persönlichen Rechtsschutz in allen arbeitsrechtlichen Fragen erhalten. Von vielen exklusiven Leistungen nur für Mitglieder profitieren. Und auch in Zukunft sicher sein, dass für uns alle mehr rausspringt. Beitragen eben, mit nur 1 % vom Brutto.

Für alle Nichtmitglieder nachstehende Verzichtserklärung als Muster an das Personalamt:

„Hiermit verzichte ich auf die von der Gewerkschaft ver.di erkämpften Lohn- und Gehaltserhöhungen. Mir ist bekannt, dass nur Gewerkschaftsmitglieder einen Rechtsanspruch auf tarifvertragliche Leistungen haben.

Ich bin aber kein ver.di Mitglied. Deshalb will ich Konsequenz beweisen und mache mit meinem Verzicht deutlich, dass ich mich nicht an Erfolgen bereichern will, die von anderen bezahlt, erkämpft und verhandelt wurden.

Mein monatliches Einkommen, die Höhe von Sonderzahlungen, die Länge meiner Arbeitszeit und die Dauer meines Urlaubs lege ich in Ihr freies Ermessen. Sonderurlaub und Zuschläge jeder Art verlange ich nicht. Auch verzichte ich auf Altersvorsorge und Vermögenswirksame Leistungen. Sie werden schon wissen, was für mich gut ist.

Mir ist bewusst, dass Sie aus Gründen des innerbetrieblichen Friedens und zur Stärkung der Arbeitgeberposition in Tarifkonflikten ein Interesse daran haben, mich dennoch an den von ver.di erkämpften Verbesserungen zu beteiligen. Das aber lehne ich ausdrücklich ab.

Meinen Anteil lassen sie deshalb bitte meinen in ver.di organisierten Kolleginnen und Kollegen zukommen.

Sie haben es sich verdient, ich nicht.

Name, Vorname      ……………………………

Straße                        …………………………….

Postleitzahl               …………………………….

 

Cool

Einheitliche Öffnungszeiten

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die Stadt eine Pressemeldung. Aus dieser war zu entnehmen, dass die Stadt alles andere als einheitliche Öffnungszeiten hat. Der letzte Satz lautete beispielsweise: “Für die Kultureinrichtungen der Stadt und das Jobcenter gelten weiterhin eigene Öffnungszeiten“.

Klimagerät ohne Zugang zum Freien rh Klimagerät ohne Zugang zum Freien

Schilda in Erlangen

Die Vertrauensperson der Schwerbehinderten Silvia Beyer hat im Gebäude Nägelsbachstr. 26 ein sehr schönes Büro. Einziges Manko, mangels Fenstergriff lässt sich kein einziges Fenster öffnen. Als kürzlich auch noch die Klima-/Lüftungsanlage ausfiel, wurde dieser Mangel zum wiederholten Male den zuständigen Stellen gemeldet (diese sind nicht untätig, schaffen es aber nicht die öfters wechselnden Vermieter zum Handeln zu bewegen). Erfreuliches Ergebnis, Silvia Beyer bekam eine mobile Klimaanlage. Dumm nur, dass diese wie alle Klimaanlagen eine Verbindung nach außen benötigt und dafür braucht es ein Fenster, dass sich öffnen lässt.

 

 

 

Neues von Werner

Flaggen

Wahr ist, daß ein Verbrennen von Flaggen kein Beitrag zur Konfliktlösung ist. Unwahr ist, daß die Verbrenner von Flaggen die Brandstifter der Konflikte sind.

Reichsbürger

Wahr ist, daß es immer mehr Reichsbürger gibt, die den Staat nicht anerkennen. Unwahr ist, daß man heutzutage nicht erst Reichsbürger werden muß, um mit diesem Staat nicht einverstanden zu sein.

Sicherheit

Die CSU setzt sich vehement dafür ein, daß die Bayerische Polizei mehr Rechte erhält. Nach genauer Prüfung reduziert sich das Vorhaben allerdings auf mehr Telefonüberwachung und elektronische Fußfesseln. Genügend Reichsbürger dagegen gibt es in den Reihen der Polizei schon.

Werner Lutz ad Werner Lutz

Und nun wie immer unsere Meinungsumfrage:

Wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären, würden die Bürger wie folgt wählen: 12,6 Prozent Pizza Salami, davon 11,8 Prozent ohne Salat, 23,4 Prozent die Quattro Stagioni, 18,1 Prozent eine Calzone, 27,6 Prozent Chinesisch (das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vormonat um 3,4 Prozent) 5,7 Prozent Sushi (aus uns unverständlichen Gründen) sowie 23,5 Prozent Döner extra scharf mit alles.

Außerdem würden dazu wählen: 44,5 Prozent den Tatort statt 2,3 Prozent die Rosamunde Pilcher – und weil beides am Sonntag nicht kommt, sondern nur irgend-welche langweiligen Hochrechnungen von irgendeiner Wahl, würden 74,5 Prozent vor 22 Uhr ins Bett gehen oder sich betrinken.

Gute Nacht.

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Kein Streikrecht für Beamte

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat am 12.6.2018 die Entscheidung über das Streikrecht von Beamten und Beamtinnen gefällt. Die Pressemeldung von ver.di und des BVerfG einschließlich der Begründung (= 69 Seiten) können elektronisch angefordert werden.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 09 / 2018 – Mehr Investitionen wagen!

Trotz eines riesigen Investitionsstaus hält Finanzminister Scholz an der Politik der „schwarzen Null“ fest und will auch zusätzliche Finanzspielräume nicht für eine Investitionsoffensive nutzen. ver.di fordert: mehr Investitionen wagen!

  • Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim 21. Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am 15. Mai 2018 in Berlin
  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 10 / 2018 – Abrüsten statt aufrüsten!

Mehr als 43 Milliarden Euro hat Deutschland 2017 für Rüstung ausgegeben, und die Aufrüstung geht weiter. Das Geld könnte anders viel sinnvoller ausgegeben werden, und auch international sind friedliche Konfliktlösungen und Abrüsten das Gebot der Stunde!

  • Ver.di Wirtschaftspolitische Informationen 02 / 2018 – Vom Schuldenbremsen zum Investitionsstau 

Deutschland hat einen großen Bedarf an zusätzlichen Investitionen und an Ausgaben für öffentliche Dienstleistungen – etwa in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Bildung, Wohnen, Verkehr und Energie. Vor diesem Hintergrund an der „schwarzen Null“, an Schuldenbremse und Fiskalpakt festzuhalten, ist ökonomisch unvernünftig und sozial verantwortungslos.

 

Surfen Nr. 194

Alle Beiträge, Videos, Fotos, Beschlüsse und Protokolle des DGB Bundeskongresses gibt es unter: www.bundeskongress.dgb.de

Kunst mit Satzzeichen(XIV)

 
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(Welle)

Rätsel 6/2018 db Rätsel 6/2018

Rätsel –Auflösung und neues Rätsel

Wir wollten wissen, wo steht dieses Rathaus? Es ist das neue Rathaus in Leimen. Genau das Leimen aus dem Boris „Bobbele“ Becker, der Neudiplomat herkommt. Leider ist niemand auf Leimen gekommen. Stattdessen erhielten wir Antworten wie „ich hab keine Ahnung, wo sich der aalglatte Kasten befindet – allerdings vermute ich, dass sich die Gemeinde Möhrendorf gerne so was in der Art geschnitzt hätte“. Das Bild wurde übrigens kurz bevor der Clubb seinen Aufstieg in Sandhausen fest machte, aufgenommen. Beim neuen Rätsel wollen wir wissen, was zeigt das Bild und wo findet dies statt?

 

Der Kommentar für jede Gelegenheit

Hä!

 

Deutsch        Boarisch Frängisch

Der Ehemann  da Mö        der Moo

CSE 18 cse CSE 18

CSE18

Bericht vom diesjährigen Comic Salon. Es war wieder ein wunderbarer Salon. Bedingt durch die Renovierungsarbeiten in der Heinrich-Lades-Halle kehrte das Geschehen wieder in die Innenstadt zurück. Wie bei den ersten Salons war der Schloßplatz Mittelpunkt und im Gegensatz zu 1978 reichte der Redoutensaal natürlich als Messeplatz nicht aus. Die Idee den Salon auf mehrere Orte in der Erlanger Altstadt zu verteilen war genial. Da ist den städtischen Ausstellungsmacherinnen und –macher etwas ganz Tolles gelungen! Die durch die Stadt strömenden fröhlichen und immer freundlichen Comicfans verliehen Erlangen ein außergewöhnliches Flair und etliche Erlanger ließen sich mittreiben und nutzten die teilweise eintrittsfreien Angebote. So müsste es in Erlangen immer sein. Zum CSE selbst. Wichtiger Bestandteil ist die Messe. In der Messe reichte das Angebot zahlreicher Comicverlage in den Zelten am Schloß- und Hugenottenplatz vom Manga bis zum Avantgardecomic, dazu kamen Händler mit alten und neuen Comics, samt dazu gehörigen mehr oder weniger künstlerischen Comicfiguren bis zu einschlägigen Spielzeug. Viele nutzten die Chance sich eine Zeichnung der ausgiebig signierenden Künstler zu holen. Wie bei den letzten Malen konnten Sticker für ein Comicsalonpaninialbum gesammelt werden. Nicht wenige hetzten deshalb von Stickerauslegestelle zur Nächsten, ohne einen Blick auf das Umfeld oder die dazu gehörenden Ausstellungen zu werfen. Neben der Messe wurden wie immer etliche Ausstellungen gezeigt. Dadurch konnten etliche leerstehende Ladenlokale in der Altstadtmarktpassage und in der nördlichen Altstadt zumindest für 4 Tage sinnvoll genutzt werden. Im Kunstmuseum wurden die beißenden Zeichnungen, bekannt aus dem Satiremagazin „Titanic“, des unterfränkischen Duos „Greser und Lenz“ gezeigt. Im Museum war die Schau „Zeich(n)en der Zeit – Comic-Reporter unterwegs“, in der der Boom an journalistischen Comic-Arbeiten in den letzten Jahren dokumentiert wird, zu sehen. Diese Ausstellung kann übrigens noch bis 26. August 2018 besucht werden. In der Galerie Black Cube in der Apfelstr. wurde eine kleine aber feine Ausstellung über den 2004 verstorbenen Bernd Pfarr gezeigt. Pfarr malte häufig politisch unkorrekte Bilder voller absurdem Humor. Bekannt wurde er durch seine Figur „Sondermann“.

Internet

Im Redoutensaal wurden Werke von Felix Görmann alias Flix gezeigt. Deutlich wurde dabei die Jahr für Jahr zunehmende Perfektionierung seines Stils vor allem als beharrlicher Strip-Zeichner in etlichen Zeitungen. Die meisten seiner Arbeiten erscheinen zunächst in Zeitungen als Gag- oder Fortsetzungs-Strip und zeichnen sich durch hohes professionelles Niveau aus. Ein weiterer Schwerpunkt im Redoutensaal galt dem Kanadier Jeff Lemire. Die Ausstellung „Die Kunst des Erzählens“ zeigt, dass der einstige kleine unabhängige Künstler, der Erzählungen aus „Essex County“ veröffentlichte sich zum Starautor entwickelt hat. Weitere Ausstellungen widmeten sich Kindercomics und neuen Reihen. In schwarz verkleideten Räumen in einem Ladenlokal in der Hauptstr. wurden gruselige Storys von Edgar Allan Poe, Elfriede Jelinek und Sarah Khan gezeichnet von Isabel Kreitz, Nicolas Mahler und Lukas Jüliger gezeigt. Unter freiem Himmel im Schlossgarten wiederum wurden im Freien stark vergrößerte „Micky-Maus-Hommagen“ europäischer Zeichner der Erlanger Öffentlichkeit präsentiert. Schließlich wurde am Samstagabend noch die begehrten Max-und-Moritz-Preise in neun Kategorien verliehen. Bester deutschsprachiger Künstler wurde 2018 Reinhard Kleist. Den Preis für den besten Comicstrip bekam die sehr nette Sarah Burrini, sie hat für den ver.di-Info Schreiberling eine eigene Zeichnung gefertigt, für ihre sehr witzige Serie „Das Leben ist kein Ponyhof“.

Bild von Sarah Burrini für das ver.di Info rh Bild von Sarah Burrini für das ver.di Info

Bilanz

Mit 30.000 Besuchern wurde ein Rekord erzielt. Auch die anderen Zahlen zeigen die Größe des Salons. Rund 20 über die Innenstadt verteilte Ausstellungen konnten während der vier Salon-Tage besucht werden, 500 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt waren in Erlangen zu Gast und zeichneten in über 800 Signierstunden für ihre Fans. Über 200 Einzelveranstaltungen umfasste das Begleitprogramm mit Gesprächsrunden, Vorträgen, Lesungen, Workshops, Filmen und vielem mehr. Der 19. Internationale Comic-Salon Erlangen wird leider erst vom 11. bis 14. Juni 2020 stattfinden.

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