ver.di Info

Betriebszeitung

Betriebszeitung

verdi-Info Nr. 6/2019

für die Stadtverwaltung Erlangen
Info Kopf rh Betriebszeitung

Info Nr. 6/2019 40. Jahrgang (letztes Info vor dem Betriebsfest) vom 18. Juli 2019

 

Inhalt:

  • Betriebsgruppe entscheidet
  • Informationen zum Urlaub
  • Ines Meissner bleibt im PR
  • Filosofen
  • 19.9. Betriebsgruppe
  • Zeitplaner
  • Tarifvertrag Digitalisierung
  • Serviceadressen
  • 40 Jahre Info
  • Tatsächliche Arbeitslosigkeit
  • Kurz & knackig (u.a. Neues von Werner, Rätsel, Bayerischer Ministerrat im Julii 1949, das Beste, sichere Passwörter, Sudoku anfordern, surfen 205, Veranstaltungsreihe „Mehr Zeit für mich“, Culdur mit Konzertbericht Enter Shikari und CD-Tipp – Supersonic Blues Machine)

 

 

Ver.di inzwischen seit 117 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

Geschafft, unser Info hat den 40. Jahrgang erreicht!

 

Betriebsgruppe stellt Weichen

Zukunft des Grillfestes

Angesichts des schlechten Besuchs beim diesjährigen Grillfest hatten wir im letzten Info nach den Gründen gefragt. Die wenigen Antworten, meist „ich hatte einen anderen Termin“, kann am Freitag nie, macht es halt am Samstag, bis hin zu anderen Getränke-, Speisen- und Musikvorschläge („Stern des Südens“ statt der „Legende“) halfen der Betriebsgruppe in der Sitzung am 2.7.2019 wenig weiter. Diskutiert wurde das Einstellen des Grillfestes, Einführung eines Anmeldeverfahrens (nur bei genügend Ameldungen findet das Grillfest statt) oder eine Umfrage unter allen ver.di Mitglieder, ob das Grillfest fortgeführt werden soll. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, 2020 findet ein Grillfest statt. Im Vorfeld wird deutlich gemacht, wenn dieses Grillfest wieder schlecht besucht ist, wird es das Letzte sein. Zum Vormerken, am Freitag, 15. Mai 2020 findet im Garten der Erba-Villa das nächste/letzte Grillfest statt.

Kommunalwahlen 2020

Am 15. März finden im nächsten Jahr die Kommunalwahlen statt. Hierzu sollen die Oberbürgermeisterkandidatinnen und –kandidaten befragt und die Antworten im Info veröffentlicht werden.

40. Geburtstag des ver.di-Infos – 41. Jahrgang

Den runden Geburtstag unserer Betriebszeitung wollen wir im November angemessen angehen. 40. Geburtstag und 41. Jahrgang stimmen übrigens. Nach einem Jahre feiert man den 1. Geburtstag, ab dem ersten Erscheinungstag befindet sich eine Zeitung im ersten Jahrgang.

Masterplan Personalmanagement

Seit 2015 wird an dem Masterplan gearbeitet. In unserer Jahresplanung war vorgesehen, dass sich eine Betriebsgruppensitzung ausschließlich mit dem Thema befasst, um eine gewerkschaftliche Position zu erarbeiten. Um diese Sitzung vorzubereiten, befasste sich die Betriebsgruppe mit dem aktuellen Stand der laufenden Projekte. Ergebnis war, die Sitzung zum Masterplan in das nächste Jahr zu verschieben. Entweder sind die Projekte für eine vertiefende gewerkschaftliche Diskussion eher weniger von Interesse (wie „Analyse bestehender Gesundheitsvorsorge“, „Kennzahlen und Steuerungsgrößen“, „Wissenmanagement“ oder „Führung in Teilzeit“) oder es liegen noch keine konkreten Ergebnisse vor („Umgang mit leistungsveränderten Beschäftigten). Da für dieses Projekt erhebliche Personal- und Geldressourcen eingesetzt werden, bleibt zu hoffen, dass sich letzter Punkt bald ändert.

 

Ob im Urlaub oder zwischendurch: Entspannung ist wichtig. Tina Fritsche | verdi Hamburg Sommerpause  – nachts, Pool, buntes Licht, Schwimmringe

Damit der Start in den Urlaub klappt

Ob die großen Ferien oder ein paar Tage Erholung zwischendurch: Wer, wie, wann und wie viel Urlaub nehmen darf, ist im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) und in den jeweiligen Tarifverträgen geregelt. Damit die Erholung perfekt wird, sollten Sie einige Punkte beachten:

Rechtsanspruch: Urlaub

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Urlaub wird im Duden als „Erlaubnis, vom Dienst fernzubleiben“ beschrieben. Inzwischen hat die gewerkschaftliche Sozial- und Tarifpolitik längst einen Rechtsanspruch auf bezahlten Urlaub durchgesetzt.

Mindestanspruch: Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) garantiert jeder Arbeitnehmerin und jedem Arbeitnehmer jährlich mindestens 24 Tage oder vier Wochen bezahlten Urlaub. Die 24 Tage ergeben umgerechnet nur vier Wochen, weil das BUrlG von einer Sechs-Tage-Woche ausgeht. Die Werktage zählen also von Montag bis Samstag.

Tarifvertraglicher Anspruch: Besser sind die von den Gewerkschaften per Tarifvertrag durchgesetzten Anspruchsregelungen. Hier liegt meist eine Fünf-Tage-Woche zugrunde. Beschäftigte im Öffentlichen Dienst Beispiel haben einen Urlaubsanspruch von 30 bezahlten Urlaubstagen im Jahr, also sechs Wochen. Das gilt seit 2018 auch für die Auszubildenden.

Kofferanhänger mit Aufschrift: Urlaub kommt nicht von ungefähr ver.di Aktionswoche Urlaub 2019

Tabu: Urlaubsgestaltung

Wie Ihr Urlaub aussieht, ist allein Ihre Entscheidung. Ob Abenteuer- oder Sporturlaub, Trecking-Tour oder Wohnungsrenovierung – der Arbeitgeber hat hier nicht mitzureden. Es gibt allerdings eine Ausnahme, festgeschrieben im § 8 des BUrlG: „Der Arbeitnehmer darf keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten.“ Das heißt: Sie dürfen während Ihres Urlaubs keine andere bezahlte Arbeit annehmen. Tun Sie es trotzdem, müssen Sie zumindest mit einer Abmahnung rechnen.

Knackpunkt: Urlaubszeitpunkt

Bei der Festlegung des Urlaubszeitpunkts und der Urlaubslänge hat der Arbeitgeber zwar das letzte Wort. Er muss aber gleichzeitig die zeitliche Urlaubsplanung der Beschäftigten, also Ihre Wünsche, berücksichtigen.

Zusammenhängender Urlaub

Außerdem hat der Gesetzgeber zur Sicherstellung des Zwecks der Urlaubsfreistellung festgelegt: Bei Anspruch auf mehr als 12 Werktage Urlaub, muss einer der Urlaubsteile mindestens 12 aufeinanderfolgende Werktage umfassen, §7 des BUrlG Abs. (2). Sie haben also Anspruch auf zwei Wochen Urlaub „am Stück“.

Die Möglichkeiten des Arbeitgebers, Ihre Urlaubswünsche einzuschränken, sind im Folgenden erklärt:

Dringende betriebliche Belange: Darunter kann zum Beispiel ein kurzfristig und unvorhersehbar eingetroffener Auftrag fallen. Der hat dann Vorrang vor Ihrem Urlaubswunsch, wenn Sie für dessen Abwicklung tatsächlich unbedingt gebraucht werden. Auch wenn kurzfristig eine Krankenvertretung notwendig ist, kann Ihr beantragter Urlaub abgelehnt werden. Voraussetzung ist, dass keine andere Kollegin bzw. kein anderer Kollege einspringen kann. Wichtig ist: Der Arbeitgeber darf in Konfliktfällen nur nach gründlicher Abwägung zwischen den begründeten Wünschen des Arbeitnehmers - Schulferien der Kinder, Betriebsferien des Lebensgefährten, angeschlagene Gesundheit - und der nachgewiesenen Dringlichkeit betrieblicher Belange entscheiden.

Urlaub ver.di Urlaub

Sozial vorrangige Urlaubswünsche: Wenn zwei Beschäftigte zur gleichen Zeit Urlaub nehmen wollen, aber nicht beide gleichzeitig entbehrt werden können, muss der Arbeitgeber nach sozialen Gesichtspunkten entscheiden. Beurteilungskriterien sind zum Beispiel Alter, Gesundheitszustand, familiäre Situation, Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Widerruf

Wurde Ihnen der Urlaub genehmigt, kann er vom Arbeitgeber nur wegen „unvorhergesehener betrieblicher Ereignisse“ widerrufen werden. Dabei muss es sich um betriebliche Notfälle handeln. Kosten, die durch den Widerruf entstehen – etwa eine bereits gebuchte Reise, die storniert werden muss – trägt der Arbeitgeber. Will der Arbeitgeber Beschäftigte aus einem bereits angetretenen Urlaub zurückholen, muss er schon sehr dringende betriebliche Gründe anführen. Das kann zum Beispiel eine defekte Maschine sein, die den Betriebsablauf unterbricht und nur von Ihnen repariert werden kann. Auch hier sind die Kosten, die Ihnen dadurch entstehen, voll vom Arbeitgeber zu übernehmen.

Sonderfall: Betriebsferien, verbindlicher Urlaubsplan

Betriebsferien oder ein verbindlicher Urlaubsplan sind nur mit Zustimmung des Personalrats möglich. In diesem Fall müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu diesem Zeitpunkt Urlaub nehmen. Individuelle Wünsche können nicht berücksichtigt werden.

Der Urlaub garantiert noch keine Gesundheit. Auch wenn sich das niemand wünscht, kann es auch im Urlaub zum Krankheitsfall kommen. In diesem Fall gilt der Grundsatz: Können Sie die Erkrankung/Arbeitsunfähigkeit mit einem ärztlichen Attest belegen, werden Ihnen die Krankheitstage nicht auf den Urlaubsanspruch angerechnet. Wenn es ganz dicke kommt: Leider kann es auch passieren, dass ein Unfall oder eine Krankheit während des Urlaubs den Rücktransport in die Heimat vorerst nicht möglich macht. Auch in diesem Fall werden die Krankheitstage nicht auf den Urlaub angerechnet. Aber es ist genauso wichtig, dass Sie den Arbeitgeber bis spätestens zum Ende des Urlaubs schriftlich von der Arbeitsunfähigkeit unterrichten. Die nicht genutzten Urlaubstage können deshalb innerhalb der gesetzlichen oder tariflichen Fristen nachgeholt werden.

Weitere Infos unter www.urlaub.verdi.de

Wenn ein Tor fällt, können noch mehr fallen. Aber es muss erst mal eins fallen!

Erich Ribbeck

2019 am Dienstag oder Donnerstag!

MITMACHEN

19. September ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag und am Donnerstag, bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Donnerstag 19. September, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG.

Zeitplaner rh Zeitplaner

Zeitplaner für das Schuljahr 2019/2020

Alle verdi-Mitglieder aus dem Sozial- und Erziehungsdienst, die in Erziehungs-, Bildungs- oder Betreuungseinrichtungen arbeiten, haben den beliebten Zeitplaner zwischenzeitlich zugeschickt bekommen. Alle Mitglieder, die keinen bekommen haben und diesen gerne hätten, bitten wir um kurze Rückmeldung. Auf den ersten Seiten des Zeitplaners wird über unsere Gewerkschaftsarbeit informiert. Themen sind dieses Mal die Tarifrunden, was passiert dazu 2019 und 2020 und als Highlight ein Bild der bayerischen Teilnehmer der Kassler Konferenz 2018 mit einem Erlanger Kollegen.

Ines Meissner am 1. Mai 2019 rh Ines Meissner am 1. Mai 2019

Ines bleibt

Am 2.7.2019 fand das Verwaltungsgerichtsverfahren zum beantragten Ausschluss von Ines Meissner aus dem Personalrat des Uniklinikums statt, siehe letztes Info. Der Vorsitzende Richter machte sehr deutlich, dass für einen PR-Ausschluss gewichtige Gründe vorliegen müssen und diese bei dem ver.di-Mitglied Ines Meissner nicht vorliegen. Er empfahl den Antrag auf Ausschluss zurückzunehmen.

 

DIGITALISIERUNG

ver.di bereitet Tarifverhandlungen vor

Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben zunehmend mit digitalen Arbeitsabläufen und Geräten zu tun. Die Art der Arbeit und die dadurch entstehenden Anforderungen und Belastungen wandeln sich dadurch zum Teil stark. Elektronische Aktenführung, flexible Arbeitszeiten und -orte, ständige Erreichbarkeit, vernetzte Dienstleistungserbringung, der Einsatz von „Künstlicher Intelligenz (KI)“, Veränderungen in der Organisationsstruktur – all dies sind Themen, die mit Veränderungen verbunden sind. Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst findet: Beschäftigte müssen beteiligt werden. Von Vorteilen und Möglichkeiten der Digitalisierung sollen Beschäftigte profitieren, vor Risiken und Gefahren müssen sie geschützt werden. Im Interesse der Beschäftigten sollen die Veränderungen durch einen

Tarifvertrag gestaltet werden.

Digitalisierung Coloures-Pic, Bild-ID #162245876, Fotolia.com Digitalisierung  – Bild ist in der Seminar-Suche eingebunden

Neue digitale Arbeitsabläufe werden so gut wie überall in den Verwaltungen eingeführt. Im Bund, in den Ländern und den Kommunen ähneln sich die damit verbundenen Schwierigkeiten für Beschäftigte und für die Interessenvertretungen. Auch der Neubau von Verwaltungsgebäuden ist digitalisierungsrelevant und mit neuen Arbeitsplatzkonzepten verbunden.

Vernünftige Regeln für Beschäftigte werden gebraucht, damit sie an der Digitalisierung teilhaben können und nicht von ihr überrollt werden. In einem Tarifvertrag „Digitalisierung“ müssen Vereinbarungen zu den Themen Arbeitsformen, Qualifizierung und Beschäftigungssicherung, Gesundheitsschutz, Arbeitnehmerdatenschutz und Wahrung der Persönlichkeitsrechte getroffen werden.

Gute Arbeit in digitalen Zeiten entsteht nur, wenn die entstehenden Freiräume auch von Beschäftigten genutzt werden können. Hier sind klare tarifvertragliche Regelungen erforderlich. Arbeitsformen, die vermehrt auf Eigenverantwortung setzen, wie z. B. Telearbeit oder mobile Tätigkeit, dürfen nicht zu einer Gefährdung der Gesundheit oder gar Selbstausbeutung führen. Technik und weitere Arbeitsplatzausstattung müssen auf der Höhe der Zeit sein und zur Verfügung gestellt werden.

Qualifizierung

Beschäftigte müssen einen Rechtsanspruch haben, durch Qualifizierungen in die Lage versetzt zu werden, mit der fortschreitenden Digitalisierung und dem sich daraus ergebenden Wandel Schritt zu halten. Der Arbeitgeber ist zu verpflichten, geeignete und erforderliche Maßnahmen anzubieten und zu finanzieren.

Digitalisierung ver.di Digitalisierung

Beschäftigungssicherung

Im Zuge von Digitalisierung fallen Tätigkeiten und zum Teil auch Arbeitsplätze weg. Diese Veränderungen müssen begleitet und die Interessen der Beschäftigten geschützt werden. Die Sicherung der Arbeitsplätze und der Entgelte haben Priorität. Bevor geplante Veränderungen durchgeführt werden können, sind Arbeitgeber zu verpflichten, nachhaltige Personalkonzepte vorzulegen.

Gesundheitsschutz

Strukturen für einen effektiven Arbeits- und Gesundheitsschutz sind zu schaffen, denn die individuelle Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist die Voraussetzung für jegliche Form von Tätigkeit im Arbeitsleben. Gefährdungsbeurteilungen unter Berücksichtigung der psychischen Belastungen müssen bei jeder Digitalisierungsmaßnahme verpflichtend sein.

Datenschutz

Der Ausbau digitaler Arbeitsweisen in der öffentlichen Verwaltung birgt die Gefahr der gläsernen Beschäftigten. Überwachungs-, Leistungs- und Verhaltenskontrollen sind in jedem Fall auszuschließen, die Persönlichkeitsrechte sind zu wahren und der Schutz personenbezogener Daten der Beschäftigten ist zu regeln.

Neue Mailadresse vom ver.di Fachbereich Gemeinden

Allgemeine Anliegen und Anfragen können und sollen künftig an die Mailadresse fb07.mfr@verdi.de gerichtet werden.

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail service.bayern@verdi.de.

Aus 40 Jahren ver.di-Info

Im November 1979 begannen die damals aktiven ÖTV-Kolleginnen und –Kollegen mit einem regelmäßigen Rundschreiben unter dem Titel „Die ÖTV informiert“ die städtischen Beschäftigten über die gewerkschaftlichen Aktivitäten zu informieren. Das Info war geboren und aus einem Rundschreiben wurde nach und nach eine gewerkschaftliche, monatlich erscheinende Betriebszeitung. Ein Schwerpunkt war schon immer die Begleitung der städtischen Reformbemühungen. Im Info Nr. 5/2000 vom 15.5.2000 wurde hierzu sogar Kurt Tucholsky zitiert:

Aus 40 Jahren ver.di-Info rh Aus 40 Jahren ver.di-Info

Statistik

Offizielle Arbeitslosigkeit im Mai 2019: 2.235.969

Nicht gezählte Arbeitslose verbergen sich u.a. hinter:

Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II: 169.928
Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 77.103
Förderung von Arbeitsverhältnissen: 5.438
Fremdförderung: 202.854
Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II): 14.267
berufliche Weiterbildung: 171.681
Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 221.398
Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 1.802
Kranke Arbeitslose (§146 SGB III): 67.846
Nicht gezählte Arbeitslose gesamt: 932.3178

Tatsächliche Arbeitslosigkeit im April 2019: 3.168.286

Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Mai 2019, Tab. 6.7.

Sichere Passwörter (Teil 2)

  • Erlangen
  • Bergkirchweih
Werner Lutz ad Werner Lutz

Neues von Werner Lutz

Konsequenzen

Angesichts des zunehmenden Terrors von rechts fordern immer mehr, daß der Verfassungsschutz endlich aktiv wird. – Und zwar durch sofortige Selbstauflösung.

Zeitumstellung

Die Einigung auf eine gemeinsame europäische Sommer-, Winter- und Mahlzeit ist endgültig gescheitert. Um den Ausbruch eines europäischen Krieges zu verhindern, soll die Zeit ganz abgeschafft werden.

Legislative

Innenminister Seehofer hat kürzlich aus dem Nähkästchen geplaudert, daß er Gesetze deshalb so kompliziert macht, damit der Koalitionspartner nicht gleich merkt, daß er ihn über den Tisch zieht. Beim „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ ist es anders: da klingt allein der Titel im Unterschied zur gesetzlichen Praxis, wie mit Flüchtlingen künftig umgegangen wird, richtig liebevoll.

Hemdchentüten

Die deutschen Discounter teilen mit, daß die sogenannten Hemdchentüten in Supermärkten künftig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Dafür müssen die Kunden allerdings auch fünf Cent bezahlen. - Im Gegenzug erhalten Sie dafür eine Urkunde, aus welchem Fischmagen der Plastikmüll stammt, der als Rohstoff für ihre Hemdchentüten dient.

Aus dem Bayerischer Ministerrat vor 70 Jahren

Am Mittwoch, 20. Juli 1949 fand eine außerordentliche Ministerratssitzung anläßlich des Ablebens des Herrn Staatsministers Dr. Ludwig Hagenauer statt. Dem Protokoll ist zu entnehmen: Ministerpräsident Dr. Ehard schildert zunächst den Lebenslauf des verstorbenen Herrn Staatsministers Dr. Hagenauer und würdigt sodann in längeren Ausführungen die Verdienste des Verstorbenen als hoher Justizbeamter und als Minister für politische Befreiung. Es sei im wesentlichen sein Verdienst, daß die Entnazifizierung aus einer politisch vergifteten Atmosphäre in das Stadium der sachlichen Arbeit übergeführt worden sei.

Anschließend werden die Einzelheiten über die Beisetzungsfeierlichkeiten besprochen und beschlossen, daß in der Aussegnungshalle des Waldfriedhofs eine feierliche Trauerkundgebung abgehalten werden solle, auf der der Herr Ministerpräsident und die Herren Ministerialdirektoren Dr. Konrad und Sachs das Wort ergreifen sollen. Ferner wird beschlossen, daß an der Beisetzung in der Heimat des verstorbenen Herrn Staatsministers, Retzbach bei Würzburg, die Herren Staatsminister Dr. Müller und Dr. Ankermüller teilnehmen sollen. Anschließend wird dann die Programmgestaltung im einzelnen, die Abfassung der Todesanzeigen usw. besprochen.

 

Rätsel 6/2019 rh Rätsel 6/2019

Rätsel –Neues „Rätsel“

Beim neuen „Rätsel“ wollen wir wissen, welcher Bauhof abgebildet ist?

Deutsch   Boarisch Frängisch

Schreiben schreim    schraim

 

MAN = Murks aus Nürnberg

 

Sudoku für Fortgeschrittene

1      3

2      1   2

3          1

Ergänze die fehlenden Ziffern!

 

Was ist der Unterschied zwischen Nürnberg, Fürth und Erlangen? Fürth hat schöne Nachbarstädte.

Das Beste „Weil die Zukunft unserer Gesellschaft in der Kita entschieden wird, muss es auch heute heißen ,Die Besten für die Kleinsten’, und das geht nur mit den besten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für Erzieher und Erzieherinnen!“

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden

  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 11 / 2019 – Mieten deckeln! 
    In vielen Städten explodieren die Mieten. Ein Mietendeckel, wie ihn jüngst der Berliner Senat beschlossen hat, ist ein erster wichtiger Schritt dagegen. Damit das Wohnen in der Stadt auch für Gering- und Normalverdienende bezahlbar bleibt.
  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 12/2019 - Soziale Sicherheit ohne Hürden!
    Viele Berechtigte beantragen die Sozialleistungen nicht, die ihnen zustehen. Es gilt deshalb, Leistungen möglichst niedrigschwellig und ohne Stigmatisierung zugänglich zu machen.

Surfen Nr. 205

Mittlerweile gibt es eine große Zahl von Tools, um Hetze und Propaganda zu entlarven. Die Analyse-Plattform http://political-dashboard.com gibt einen Überblick, welche politischen Themen auf Twitter und Co. im Trend liegen. Das ist nicht nur in Wahlkampfzeiten interessant. Auch Facebook versucht Transparenz herzustellen. Im Facebook Ads Archive kann man auch ohne Account recherchieren, welche Personen, Unternehmen oder Parteien Werbung geschaltet haben.

Termine & Veranstaltungen

Mehr Zeit für mich

INFORMATIONS- und MITMACH-REIHE des ver.di Bezirks Mittelfranken

Lebenszeit, Arbeitszeit, Auszeit, Freizeit, Urlaubszeit, Zeitverschwendung, Familienzeit, Ruhezeit: Nichts nimmt dermaßen großen Einfluss auf unser Leben wie der Faktor Zeit. Aber wer bestimmt, wofür ich meine Zeit verwenden darf und muss? Diese Frage erfordert eine intensive gesellschafts- und tarifpolitische sowie betriebliche Auseinandersetzung.                                                                                  

In jüngster Zeit drängen Arbeitgeber darauf, dass aufgrund technologischer Veränderungen (Stichwort: Digitalisierung) die Beschäftigten immer flexibler fürs Unternehmen arbeiten sollen. Dem stehen unsere sozialen und gesellschaftlichen Bedürfnisse als Arbeitnehmer*innen gegenüber: Wir brauchen Zeit, um verlässlich unsere Interessen und Verpflichtungen außerhalb der Erwerbsarbeit verfolgen zu können.

Zunehmende Debatten um die Lebensqualität sind untrennbar mit dieser Diskussion verbunden: work-life-balance, Gute Arbeit, Humanisierung der Arbeitswelt oder schlicht „Zeitwohlstand“ sind Stichworte hierfür.

Blick auf eine bunte im Grünen aufgespannte Hängematte. Ch. Schelmat Mehr Zeit für mich

Wie gelingt es, eine Arbeitszeitgestaltung voranzubringen, die mehr zeitliche Spielräume außerhalb der Arbeit und gleichzeitig mehr Handlungsspielräume schafft, Arbeitszeiten mitzugestalten? Das Thema bestimmt in ver.di aktuell die gewerkschaftspolitische Diskussion.  Deshalb laden wir gezielt zu Veranstaltungen ein.

Die nächste findet am 26.07.2019, von 14:00 – 18:15 Uhr statt. Thema ist Du bist gefragt! Arbeitszeit heute und morgen. Referentin ist Astrid Schmidt, Fachreferentin Innovation und Gute Arbeit, ver.di Bundesverwaltun. Ort ist Nürnberg, Gewerkschaftshaus, Korn´s (großer Saal, 1. OG).

Arbeitszeitinitiative ver.di Nimm dir die Zeit

Wie möchtest Du in naher und mittlerer Zukunft Deine (Arbeits-)Zeit gestalten? Welche Schwerpunkte wollen wir als Gewerkschafter*innen in Tarifverhandlungen und im Betrieb bei unserer Arbeitszeit setzen? In unserem World-Café tauschen wir uns darüber aus und werden die Ergebnisse in weitere Veranstaltungen einfließen lassen.

mallorca-haiku

ä windschdoß – und es meer
houd si mein schrouhhoud ghulld
edz dreibdä in di welln hii und heä
Fitzgerald Kusz

Culdur

INDIE

ENTER SHIKARI, 12.4.2019, E-Werk Saal

Wahnsinn, einen Tag nach Kakkmaddafakka spielt eine weitere Lieblingsband von mir im E-Werk und dann auch noch Enter Shikari. Normalerweise spielen sie in deutlich größeren Hallen oder Stadien, aber zum Ende ihrer seit November gehenden Stop the Clocks-Clubtour war den Briten das E-Werk recht. Seit Monaten ausverkauft, machten sich fast nur Kartenbesitzer auf dem Weg und so  standen viele Ticketverkäufer am Eingang vergeblich und schließlich wurden viele überzählige Tickets verschenkt. „As it Is“ durften als 2. Vorband ran. Nicht schlecht, laut und schräg, nur der Sänger post, bangt und hüpft etwas zu viel herum. Sie erinnern etwas an „My Chemical Romance“. Um 21.15 Uhr enterten Enter Shikari endlich die Bühne. Alle im Hemd gekleidet, ein richtig seriöser Anblick, bis die Show began. Sänger Roughton „Rou“ Reynolds macht es der Vorband nach und post und hüpft noch viel wilder herum. Vier verschiedenfarbig angestrahlte Türme auf der Bühne und zahllose unterschiedliche Strahler drum herum sorgten für eine wie gewohnt eindrucks- und stimmungsvolle Lichtshow, selbst im relativ kleinen E-Werk Saal. Ab dem ersten Song „The Sights“ geht sprichwörtlich die Post ab und ein ständiges Crowsurfing hält die Security auf Trap. Zu den rockigen Klängen wird mittels eines Samplekeyboards getarnt als Radargerät oder Oszillators immer wieder elektronisch oder sphärische Töne eingestreut. Das Gerät wird wie ein Wanderpokal immer wieder an verschiedenen Stellen der Bühne plaziert. Bei „Rabble Rouser“ gibt es zum erstenmal den für Enter Shikari typischen Wechsel zwischen sehr lauten und ruhigen Passagen. Dann kommt ein Disco/Electric Abschnitt und der Saal verwandelt sich in eine wild hüpfende und schwitzende Disco. Rou spielt dann auch mal Trompete zu einen dumpfen Electro-Beat.

Enter Shikari rh Enter Shikari

Ein wunderbares Faithlesws Cover „Insomnia“ wird von harten Techno abgelöst. Fast alle Songs wurden neu arrangiert, sie klingen teilweise stark an „The Prodigy“. Electric, Bass, Drums überwiegen bzw. dominieren, die Gitarren gehen etwas unter. Reynolds, Chris Batten, Rory C. und Rob Rolfe legten den Fokus in Sachen Setlist vor allem auf ihr aktuelles Album The Spark und – zum Jubiläum – das nunmehr zehn Jahre alte Common Dreads. Stücke wie Step Up, Gap In The Fence oder Havoc B gab es schon länger nicht mehr live zu hören. Damit fehlten aber auch einige der bekannten Kracher von Enter Shikari. Mit „Germany we go faster“ wird zum Schluss das Tempo noch weiter angezogen. Nach leider nur 2 Zugaben „Juggernauts“ und „Live Outside“ ist nach knapp 95 Minuten ein bemerkenswertes Konzert zu Ende, bei dem Enter Shikari ihre Songs in einer fast völlig neuen Version vorstellten.

 

BLUES ROCK

SUPERSONIC BLUES MACHINE

ROAD CHRONICLES: LIVE!

MASCOT / ROUGH TRADE

VÖ: 16.06.2019

Supersonic Blues Machine ist ein 2015 gegründetes kalifornisches Trio. Wie der Name schon sagt spielen sie Bluesrock. 2018 spielten sie ihre erste Headliner Tour und auf der CD werden jetzt 16 Stücke dieser Tour veröffentlicht. Was diese Tour so Bemerkens- und Anhörens-Wert macht, die Band wurde auf jeder Station vom Bluesgitarristen und ZZ Top Frontmann Billy F Gibbons unterstützt. Das Ergebnis ist feiner, groovender Blues Rock der richtig abgeht. Häufig gibt es harmonischen mehrstimmigen Gesang. Bei „Elevate“ einen Song mit vielen Funkelementen kommen Sängerinnen zum Einsatz, es klingt nach Tina Turner oder Beth Hart. Natürlich sind immer wieder ausgedehnte Gitarrensolis in den langen Stücken eingebaut und ein Drumsolo fehlt natürlich auch nicht. Dazu gibt es 6 ZZ Top Stücke, meist etwas luftiger, lockerer als beim Superhelden Trio. Bei „Broken Heart“ ist der Gesang zu hoch und Backgroundsängerinnen sind bei diesem Song sehr gewöhnungsbedürftig. Absolutes Highlight ist der Song der immer funktioniert „La Grange“. 1973 als Hommage an ein Bordell aufgenommen trägt die Leadgitarre die Melodie, während Drums und Rhythmusgitarre für den treibenden Schwung sorgen. In der aktuellen Version kommt dazu ein endloses Gitarrensolo, nach knapp 5 Minuten hört die Band auf und nach ein paar Sekunden Pause geht es noch heftiger weiter, einfach klasse.

ver.di-Info