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Betriebszeitung

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verdi-Info Nr. 6/2020

für die Stadtverwaltung Erlangen
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Info Nr. 6/2020 41. Jahrgang (am 28.6.2020 hat ver.di Erlangen seinen 118. Geburtstag!) vom 22. Juni 2020

 

Inhalt:

  • Tarifrunde 2020
  • Filosofen
  • beratungstermine für Arbeiter*innen  und Betriebsgruppe am 16.7.
  • Coronavirus macht vieles deutlich - Mitglied werden, Gewerkschaftsarbeiten
  • Neue Reihe über die Personalvertretung
  • Blase Gold
  • Kurz & knackig (u.a. Lyrik, Neues von Werner, Bilderrätsel, aus dem Bayerischen Ministerrat vom 20.6.1950, Altersnachweis mit 60, anfordern, surfen 213, Veranstaltung zum Rechtspopulismus, Guldur mit Konzertbericht Tanzwut, Biergartenführer)

 

Tarifrunde 2020 – Arbeitgeber wollen Konflikt

Wir hatten im letzten Info eine Umfrage gestartet, wie mit der zum 1.9.2020 anstehenden tarifrunde verfahren soll. Macht es Sinn Einmalzahlungen mit einer kurzen Laufzeit des Tarifvertrages zu fordern? Wäre es besser den bestehenden Tarifvertrag nur zu verlängern, um nach Corona zu verhandeln? Oder sollten die Tarifverträge erst gekündigt werden, wenn sich die Rahmenbedingungen verbessert haben? Rund 60 % der Rückmeldungen waren für eine Einmalzahlung mit einer kurzen Laufzeit des Tarifvertrages. Wir haben dieses Ergebnis an die Mitglieder der Tarifkommission weitergeleitet. Die Kommission hat am 3. Juni 2020 beschlossen ein Sondierungsgespräch mit den Arbeitgebern zu führen und auszuloten, ob eine Einmalzahlung ein möglicher Weg ist. Das Gespräch fand am 16. Juni statt. Das Ergebnis ist ernüchternd.

 

Tarifrunde ÖD 2020: Tarifrebell*innen ver.di Tarifrunde ÖD 2020: Tarifrebell*innen

Arbeitgeber auf Konfrontationskurs

Mit Beifall und Lob gab es, wenn es nach den kommunalen Arbeitgebern (VKA) geht, schon ausreichend Anerkennung für die Beschäftigten. Sie gingen sogar soweit und führten den Tarifvertrag zur Kurzarbeit im öffentlichen Dienst (TV-Covid) ins Feld, der ja auch schon ein Zeichen von Wertschätzung für die Beschäftigt en gewesen sei. Dabei kam dieser Tarifvertrag auf Initiative der Arbeitgeber zustande! Keine Frage: Der TV-Covid sichert Beschäftigung in vielen von der Pandemie besonders betroffenen Bereichen, zum Beispiel Theater, Museen, Bäder oder Sporteinrichtungen. Das hat vielen unserer Kolleginnen und Kollegen geholfen. Davon haben aber auch die kommunalen Arbeitgeber profitiert. Sie konnten qualifizierte Beschäftigte halten und wurden von Personalausgaben entlastet, die als Kurzarbeitergeld von der Solidargemeinschaft aus der Arbeitslosenversicherung getragen werden. Positiv an der Sondierung war lediglich, dass wir nun wissen, woran wir sind: Die VKA geht offensichtlich davon aus, dass die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften infolge der Krise nicht imstande sind, ihre berechtigten Interessen durchzusetzen. Das ist respektlos gegenüber den Leistungen der Beschäftigten gerade in der Krise und eine Kampfansage.

 

Wir machen Tarif ver.di Wir machen Tarif

Einkommenssteigerungen für gute Arbeit und attraktive Jobs

Krisenfolgen auf Kosten der Beschäftigten abfedern wollen, funktioniert nicht. Erst Recht nicht in Zeiten von Fachkräftemangel. Auch wenn aktuell Beschäftigte in vielen Branchen in Kurzarbeit sind oder gar um ihren Job bangen: Wenn die Konjunktur wieder Tritt fasst, wird die Konkurrenz um Fachkräfte zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft schnell wieder härter. Um qualifizierte und motivierte Beschäftigte zu halten und Nachwuchs zu gewinnen braucht es attraktive Arbeitsbedingungen und gutes Geld. Deswegen muss es auch unser Ziel sein, spürbare Einkommensverbesserungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst durchzusetzen. Außerdem betonen alle Wirtschaftsforschungsinstitute, dass steigende Einkommen die Kaufkraftstärken und maßgeblich für die stabile Entwicklung der Wirt schaft vor Corona verantwortlich waren. Unverantwortlich wäre es deshalb, gerade in der Krise diesen Stabilitätsanker nicht ausreichend zu nutzen. Rettungsschirme sollen die wirtschaftliche Entwicklung stabilisieren, und dies gilt genauso für steigende Einkommen der Beschäftigten.

Frank Werneke ver.di Frank Werneke

Tarifkommission fehlt jegliches Verständnis – Klare Kampfansage formuliert!

Selbst unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung ist die von der Arbeitgeberseite an den Tag gelegte Haltung nicht akzeptabel. Nach all den Bekundungen und den vielen Worten des Lobes in der Öffentlichkeit ist dies ein Signal der Missachtung der kommunalen Arbeitgeber. Das werden wir uns nicht bieten lassen und stattdessen im Herbst ein starkes und mächtiges Signal setzen!

Kündigung der Entgelttabellen beschlossen

Unter Berücksichtigung dieser aktuellen Situation hat die Tarifkommission beschlossen, die Entgelttabellen zum TVöD, zum TV-V, TVSöD und zu den Tarifverträgen für Auszubildende und für Praktikantinnen und Praktikanten zum 31. August 2020 zu kündigen und die Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen aufzufordern.

Einkommenssteigerungen durchsetzen!

Ziel ist, gemeinsam mit und für die ver.di-Mitglieder Einkommenserhöhungen im öffentlichen Dienst von Bund und kommunalen Arbeitgebern ab dem 1. September 2020 durchzusetzen.

Auch nach dieser Krise wird ein gut funktionierender öffentlicher Dienst dringend benötigt. Und der kann nur von motivierten Beschäftigten erbracht werden.

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der Überalterung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist es wichtiger denn je, motiviertes und gut qualifiziertes Personal zu halten und Nachwuchskräfte zu gewinnen. Das war schon vor der Corona-Krise so und hat sich durch die Krise auch nicht geändert.

Wenn der öffentliche Dienst mit der Privatwirtschaft mithalten will, muss er sich bewegen. Fachkräfte zu halten und zu gewinnen ist in der heutigen Zeit auch im öffentlichen Dienst kein Selbstläufer mehr. Dazu gehören attraktive Arbeitsbedingungen mit konkurrenzfähigen Einkommen und modernen Arbeitszeiten, aber auch verlässliche Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Altersteilzeit.

 

Danke war gestern ver.di Danke war gestern

Wie geht es weiter?

Alle ver.di-Mitglieder in den Dienststellen und Betrieben beim Bund und den kommunalen Arbeitgebern sind nun aufgerufen, in den nächsten Wochen ihre Forderungen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren. Es geht darum, den berechtigten Forderungen eine Stimme und Gesicht zu geben.

Am 25. August 2020 wird die Tarifkommission dann auf dieser Basis die gemeinsamen Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2020 beschließen.

Filosofen Ich bin körperlich und physisch topfit.

Thomas Häßler

 

 

 

 

 

ver.di Betriebsgruppe trifft sich wieder. Nächster Termin ist der 16.7.. Teilnahme nur mit vorheriger Anmeldung an roland.hornauer@stadt.erlangen.de

Tarifrunde 2020 – gut gerüstet

Im Jahr 2019 konnte ver.di aus den Beitragseinnahmen über 55 Mio. Euro dem Streikfond zuführen. Für Streikunterstützung und Streiknebenkosten erhielten ver.di Mitglieder 2019 über 18 Millionen Euro.

Dienstag 14. Juli 2020 erster Beratungstag zum neuen Entgeltgruppenverzeichnis für handwerkliche Tätigkeiten

Wie angekündigt bieten wir für ver.di Mitglieder eine erste Beratung an. Notwendig ist eine konkrete Terminvereinbarung unter der Tel. Nr. 86 2714. Die Beratung findet in der Nägelsbachstr. 26 in den Räumen des Personalrats statt. Mitzubringen sind alle Infos zur derzeitigen Eingruppierung, wenn vorhanden Arbeitsplatzbeschreibungen und Stellenbewertungen.

Geht in die Gewerkschaft!
Die Corona Krise hat es an den Tag gebracht. Mit Gewerkschaft und Tarifvertrag haben die Kolleginnen und Kollegen mehr Schutz und Sicherheit.

Darauf können unsere ver.di Mitglieder sehr stolz sein. Sie bilden das starke Fundament für unsere ver.di Aktiven und Tarifkommissionen. Sie retten vielen Nichtorganisierten aktuell den Allerwertesten, obwohl rechtlich gesehen, wenn es hart auf hart kommt, Tarifverträge nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten.

Es ist ein Irrweg zu denken, na prima, ver.di setzt jetzt gute Tarifregelungen durch um mich zu schützen, das nehme ich gerne mit und warte auf die nächsten Wundertaten. So funktioniert eine starke Gewerkschaft aber nicht. Mitnahmementalität ist gefährlich und schwächt auf Dauer. Arbeitgeber nehmen nur starke Gewerkschaften ernst, die einen guten Organisationsgrad im Rücken haben.

Also, geht in die Gewerkschaft! Jetzt!

https://mitgliedwerden.verdi.de

Ver.di, Gewerkschaftsarbeit in Zeiten von Corona

Die Arbeit der Gesamtorganisation von ver.di stand ab Mitte März im Wesentlichen im Zeichen der Covid-19-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf Beschäftigte. Dabei standen der Schutz und die Absicherung der Arbeitnehmer*innen und Soloselbständigen in dieser schwierigen Situation im Zentrum. Zum einen musste in den Bezirken und ver.di-Zentren sowie mit einer neu eingerichteten Corona-Hotline in der Bundesverwaltung, aber auch mit online-Angeboten wie bspw. der Platzierung von FAQs auf verdi.de und der Einrichtung der neuen Webseite „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona – Gute Online-Tools“, die Erreichbarkeit der Organisation für die stark zunehmenden Mitgliederanfragen sichergestellt werden. Zum anderen richtete sich ein Großteil der Anstrengungen auf die Wahrung der Interessen der Mitglieder in den zahlreichen Gesetzespaketen zur Abfederung der Krise, so bspw. auf die Unterstützung von Soloselbständigen und Freiberufler*innen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz von Arbeitnehmer*innen, die bessere Anerkennung der Arbeit in systemrelevanten Berufen sowie darauf, die Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes und der Personaluntergrenzen im Gesundheitswesen möglichst zu begrenzen. Hierzu wurde in den politischen Raum hineingewirkt und umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Mit der gesetzlichen Aufstockung des Kurzarbeitsgelds sowie der bundesweiten Einführung einer Corona-Prämie für Altenpfleger*innen gelangen wichtige politische Erfolge; zudem konnte ver.di zahlreiche Aufstockungen des Kurzarbeitsgeldes tariflich vereinbaren.

 

 

PR Reihe rh PR Reihe

Neue Reihe

Wissenswerter über die Personalvertretung

Der Personalrat ist für die Beschäftigten eine wichtige Einrichtung, gerade wenn es Probleme gibt. Wir wollen deshalb über die Arbeit des Personalrates, seine Aufgaben, Pflichten, seine Möglichkeiten und so weiter in den nächsten Infos informieren. Wir fangen mit ein paar sehr allgemeine Informationen an.

Gewählt

Die Personalvertretungen werden für 5 Jahre gewählt. Die letzte Wahl fand 2016 statt. 2021 finden die Neuwahlen statt, der Wahltermin wird voraussichtlich im Juni 2021 liegen.

Gruppenvertreter

Gewählt werden von den jeweiligen Beschäftigtengruppen Arbeitnehmer- und Beamtenvertreter.

Verschieden Personalratsgremien

An den drei städtischen Schulen, bei der Feuerwehr und im Eigenbetrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung sind örtliche Personalräte für den jeweiligen Bereich zuständig. Für alle anderen städtischen Dienststellen ist der Stammpersonalrat zuständig. Für Fragen aller Beschäftigten wird der Gesamtpersonalrat gewählt.

JAV und SBV

Zeitgleich finden die Wahlen für die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) statt. Die Schwerbehindertenvertretung wird dagegen gesondert gewählt.

Gesetzliche Grundlage

Aufgaben, Pflichten, Möglichkeiten sind durch das Bayerische Personalvertretungsgesetz (BayPVG) festgelegt. Danach kann der Personalrat nicht selbst etwas regeln, selbst in krassen, gesetzeswidrigen Fällen. Er muss immer an die Stadtspitze herantreten und dort Veränderungen erreichen.

Mit Gold für Europa Bernd Mann München 19052019

Die perfekte Blase

Die Deutschen stehen auf Gold. In den letzten drei Jahren haben sie nochmals 246 Tonnen angeschafft, weil sie fürchten, es könnte eine Inflation oder eine neue Finanzkrise ausbrechen. Dieses Kalkül klingt vielleicht schlau – ist es aber nicht

Von Ulrike Herrmann, aus der TAZ

Erstaunlich viele Deutsche glauben noch immer, dass Gold nicht nur glänzt, sondern auch reich machen würde. Die Bundesbürger haben inzwischen die Rekordmenge von 8.918 Tonnen gehortet, wie eine Umfrage der Steinbeis-Hochschule ergab.

Allein in den letzten drei Jahren haben die Deutschen nochmals 246 Tonnen Gold angeschafft, weil sie fürchten, es könnte eine Inflation oder eine neue Finanzkrise ausbrechen. Dieses Kalkül klingt vielleicht schlau, ist aber irrational.

Gold wirft bekanntlich keine Zinsen oder Dividenden ab, sondern verstaubt nur im Tresor. Der stolze Besitzer muss also hoffen, dass das Gold seinen Wert behält – und am besten gar steigert. Doch ein Blick in die jüngste Geschichte zeigt, dass der Wert des Goldes keineswegs stabil ist. Im Jahr 2011 lag die Feinunze bei 1.921 Dollar; jetzt sind diese 31 Gramm Gold nur noch 1.283 Dollar wert. Da hätte jede Aktie mehr gebracht.

Zudem hat Gold nur Wert, weil es künstlich knappgehalten wird. Ein relevanter Teil lagert nämlich gar nicht bei Privatleuten, sondern bei den staatlichen Notenbanken. Allein die Bundesbank besitzt derzeit 3.370 Tonnen; die USA verfügen über 8.133 Tonnen.

Kasse mit Bargeld Freie Menschen Freie Arbeit, pixabay.com Kasse mit Bargeld  – Kasse mit Bargeld

Offiziell ist das Bundesbank-Gold 121,45 Milliarden Euro wert, was nach einem reichen Schatz aussieht. Doch ist der Bilanzwert geschönt: Auf dem Papier würden die Reserven zwar Milliarden bringen, doch faktisch ist das Gold unverkäuflich. Sobald die Bundesbank anfinge, ihre Bestände aufzulösen, würde der Markt kollabieren und der Goldpreis in die Tiefe rauschen. Daher haben sich zwanzig europäische Notenbanken in einem „Goldabkommen“ verpflichtet, gemeinsam höchstens 400 Tonnen Gold pro Jahr zu veräußern.

Obwohl das Bundesbank-Gold fast nutzlos ist, erregt es die Gemüter. Durchs Internet geistern Verschwörungstheorien, dass das staatliche Gold in Wahrheit längst verschwunden sei oder für windige Finanzmarktgeschäfte genutzt würde. Deswegen hat die Bundesbank kürzlich eine „Transparenzinitiative“ gestartet. Goldfetischisten können jetzt online eine Liste einsehen, in der jeder einzelne Goldbarren mit Nummer verzeichnet ist: Es sind monotone 2.394 Seiten.

Aber am Grundwiderspruch ändert auch diese Liste nichts: Gold hat nur Wert, solange es nicht verkauft wird. Denn einen echten Nutzen gibt es nicht. Früher wurde wenigstens Zahngold benötigt, doch inzwischen ist die Dentaltechnik längst auf andere Füllungen umgestiegen. Auch die Elektroindustrie behilft sich meist mit Ersatzstoffen, und selbst Eheringe werden jetzt oft aus anderen Metallen hergestellt.

Gold neigt zur perfekten Blase. Sein Preis steigt genau so lange, wie panische Anleger glauben, dass sein Preis steigt. Leider ist dieser Unsinn nicht folgenlos, denn noch immer wird neues Gold gefördert. Fast alle Minen hinterlassen Giftmüll wie Zyanid, Quecksilber und Schwermetalle; viele zerstören Naturreservate oder vertreiben Ureinwohner. Gold glänzt nicht, es sieht nur so aus.

Mehr Geld mit Tarif ver.di Mehr Geld mit Tarif

 

 

 

 

Symptomlose Lyrik

Chancenlos, heut was zu schreiben,

Ohne auch es zu erwähnen.

Rastlos will man Zeit vertreiben,

Ohne über Quarantänen,

 

Notfallpläne, das Maskieren,

Ausgangssperren nachzudenken,

Verse dichten, die verführen,

Irgendwie sich abzulenken …

 

Richtig mag das nicht gelingen,

Und trotz allem Rumprobieren

Scheint’s am Rande mitzuschwingen.

Jürgen Miedl

dobblgängä
des schbieglbild
in derä scheim dou
kaud mein kaugummi:
wos mach iich?

Fitzgerald Kusz

Griller II - Werner Lutz rh Griller - Werner Lutz

Neues von Werner Lutz

Angekommen

Nach vier Jahrzehnten sehen sich die Grünen endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist sicher richtig, und entsprechend dem, wie sie sich entwickelt haben, wäre es allerhöchste Zeit wenn sie an die Börse gehen und die Partei in eine Aktiengesellschaft umwandeln

Plastikmüll

Nachdem die Recyclingfirmen immer mehr Schwierigkeiten bekommen wegen des Plastikmülls in den Weltmeeren, haben sie jetzt die Wale als attraktive Müllschlucker entdeckt. – Sie dürfen nur nicht so schnell sterben, damit es nicht auffällt.

Neue Integration

Das Bundesinnenministerium hat nach Einführung des Geordnete-Rückkehr-Gesetzes die Integrationskurse für Flüchtlinge leicht modifiziert. Statt Sprachschulen gibt es nur noch Orientierungshilfen, wo es zum Flug-hafenterminal für den Abschiebeflug geht, in welchem Knast der Flüchtling seine letzten Wochen in Deutschland verbringt, und wie der Schließer im Gefängnis heißt.

Grundrente

Wahr ist, daß CDU/CSU bei der Grundrente eine Bedürftigkeitsprüfung fordern.

Unwahr ist, daß das wichtigste Wählerklientel der Union, also die Vermögenden, dann nicht doch Bedürftigkeitsansprüche anmelden, um eine Grundrente zu erhalten.

Rätsel – neues „Rätsel“

Da haben wir uns doch so viel Mühe gemacht und mittels Bildbearbeitung das Schild „Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Happurg“ geschwärzt und trotzdem gab es einige richtige Lösungen. Dafür gehen wir dieses Mal in das Ausland und fragen, wo stehen diese formschönen Abfallbehälter.

Rätsel 6/2020 rh Rätsel 6/2020

Aus dem Bayerischer Ministerrat vor 70 Jahren

Am 20.6.1950 wurde in der 110. Sitzung folgender Punkt behandelt:

Finanzhilfe für Schleswig-Holstein
Ministerialrat Wagenhöfer berichtet über den Entwurf eines Gesetzes über eine vorläufige Finanzhilfe für Schleswig-Holstein. Es sei in diesem Gesetz vorgesehen, daß die Aufbringung der Finanzhilfe durch die Länder erfolge, deren Steuerkraft höher liege als Schleswig-Holstein. Infolgedessen werde auch Bayern herangezogen werden, das bekanntlich dem Steueraufkommen nach unter dem Durchschnitt der Länder, aber höher als Schleswig-Holstein liege. Das sei weder schlüssig noch billig. Die überdurchschnittliche Steuerkraft im Bundesgebiet allein könne die Grundlage für die Aufbringung der Mittel bilden. Der Ministerrat gibt Weisung, diesen Standpunkt einzunehmen.

Altersnachweis mit 60

Eigentlich ist es sehr bequem im Internet Wein zu bestellen. Keine Flaschen oder Kisten schleppen mehr, einfach nur vom Sofa aus. Seit kurzem gibt es aber eine Hürde. Der Paketdienst der Post gibt ohne konkrete Altersprüfung des Empfängers keinen Wein heraus. Auch Nachbarn dürfen den Wein nicht entgegennehmen. Sie könnten ihn ja an Minderjährige weitergeben. Da Berufstätig musste ich mein letztes Weinpaket an der Poststation holen. Als 60-Jähriger denkt man natürlich, alles easy, bei der Altersprüfung kann es keine Probleme geben. Von wegen, natürlich reicht das Aussehen nicht, der Ausweis muss vorgelegt werden. Die Ausweisdaten werden eingetippt, Ergebnis kein Wein, das Alter stimmt nicht. Nach mehrmaligen Eintippen durch die Poststationskraft und längerer Diskussion kam heraus, durch meine Postleitzahl bestehe ich die Altersprüfung nicht, mit meinem Geburtsdatum aber schon.

 

 

Anfordern rh

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden

  • Wachstum – Beschäftigung – Zusammenhalt

Ist der Titel der Vorstellungen der ver.di Bundesverwaltung an ein Konjunktur- und Investitionsprogramm vom 18.5.2020.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 11 / 2020 – Prekär und systemrelevant

Die Beschäftigten vieler Dienstleistungsbranchen hielten während der Corona-Einschränkungen den Laden am Laufen. Viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Und gerade diese Beschäftigten müssen überdurchschnittlich oft zu Niedriglöhnen arbeiten. „Applaus reicht nicht“ – das gilt deshalb auch hier.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 10 / 2020 – Schulden sind kein Teufelszeug

Durch die Maßnahmen gegen die Coronakrise wird die Staatsverschuldung deutlich ansteigen. Das ist aber kein Problem: Wir verdienen praktisch an den Schulden noch und können aus ihnen herauswachsen. Unvernünftig wäre hingegen, wenn notwendige Investitionen in den Klimaschutz unterblieben. Kürzungen bei Investitionen, Personal und Sozialleistungen würden verhindern, dass sich die Wirtschaft schnell erholt. Das würde wirklich schaden!

  • Soli Aktion der GUV Fakulta

Immer wieder kommt es zu Vorfällen, bei denen man feststellen kann, dass es für die/den Betroffenen besser wäre, sie/er wäre GUV/Fakulta Mitglied – darum: Wer es noch nicht ist, kann noch den aktuellen Flyer zum Beitritt nutzen. GUV steht übrigens für gewerkschaftsunterstützende Vereinigung, somit ist klar, dass ausschließlich Gewerkschaftsmitglieder unterstützt werden können…Mitglied sein zahlt sich aus!!!

 

Veranstaltungen von ver.di Mittelfranken

unsere erste „Indoor-Bildungsveranstaltung“ kann endlich stattfinden. Zum Thema „Herausforderungen an Gewerkschaften durch Rechtspopulismus“ konnten wir Prof. Dr. Dieser Sauer vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. als Referenten gewinnen. Er wird sich gerne nach seinem Referat noch Zeit nehmen für Rückfragen und Diskussion.

„Herausforderungen an Gewerkschaften durch Rechtspopulismus“

Donnerstag, 9. Juli 2020 · 18:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum Burgblick, 7. OG

-          Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Nicht angemeldete Personen können nur nachrücken, wenn die Höchstteilnehmerzahl nicht erreicht ist. Sollte jemand kurzfristig verhindert sein – bitte unbedingt absagen, damit evtl. Nachrücker kontaktiert werden können.

-          Bitte eigenen Mundnasenschutz mitbringen

-          Bitte Abstandsempfehlungen unbedingt einhalten

Wir bitten um Anmeldung an: nicole.adelmann@verdi.de

 

 

 

Surfen rh

Surfen Nr. 213

Die bisher nur im so genannten Bundesanzeiger veröffentlichten Gesetze sind nun frei zugänglich unter https://offenegesetze.de.

 

„Ich möchte, dass du mich wertschätzt.“

„Tja, lass mal schauen – die Uhr, die Schuhe, Kette, so alles in allem 800 Euro.“

 

Vegan arbeiten – ohne Bock!

Vegan lästern – ohne Abledern!

Vegan argumentieren – ohne Hand und Fuß!

Vegan schwimmen – ohne Brust!

Guldur rh

MITTELALTERROCK

TANZWUT, SUPPORT NULL POSITIVE

3.11.2019, HIRSCH, NÜRNBERG

Der Abend im halb gefüllten Hirsch begann sehr heftig. Null Positive heizten mit ihren sehr düsteren Nu Metal und mit ihrer Frontfrau Elli Berlin, eine junge Ausgabe von Metal Queen Doro, ganz schön ein. Genau richtig für Tanzwut, die mit dem „Herrenlos und frei“, dem Abschlusstrack der aktuellen Scheibe gleich hitzig mit viel Bläsern und Pfeifen einstiegen. Wie immer wurde der Beginn der Show richtig zelebriert. Besonders Keyboarder Alexius macht hinter einem Schiffsbug aus Metall einiges her. Auffällig, im Vergleich zu früheren Auftritten, verzichtet Frontmann Teufel auf die eher großkotzigen Ansagen, sondern er leitet mit kurzen Geschichten thematisch das nächste Stück ein. Gleich als 2. Stück gab es ein Highlight, ein sehr heftiges, rockiges „Galgenvögel“.

Tanzwut rh Tanzwut

Beim folgenden Titelsong der aktuellen CD „Schreib es mit Blut“, auch optisch dank dem Einsatz von Masken ein weiterer Höhepunkt ging das typische Mittelalterrock Publikum voll mit. Kein Wunder bei dem kräftigen und guten Sound. Das dunkle, düstere „Ich bin der Nachtwind“ und das sehr melodische, ruhige „Der Puppenspieler“ sorgten für eine ganz kurze Atempause. Wirklich nur kurz, denn dann heizte „Freitag der 13.“ richtig heavy ein. Auffällig Frontmann Teufel singt auch sehr gefühlvoll, wie bei „Ich bin der Nachtwind“ oder „Seemannsgarn“. „Gib` mir noch ein Glas“ leitet Teufel mit den Worten „auf Freunde, die nicht mehr unter uns weilen“ ein. Es irritiert dann doch, dass es ein reines Mitklatsch-Stück ist. Mit „Die letzte Schlacht“ beenden Tanzwut passend das reguläre Set, kommen aber nach wenigen Augenblicken wieder zurück. Alexius darf den Zugabenblock mit einem Solo eröffnen, das in „Toccata“ vom „Schattenreiter“-Album übergeht. Mit dem einzig wahren Liebeslied „Bitte bitte“ von den Ärzten und „Der Wächter“ endet ein schöner und unterhaltsamer Abend.

Tanzwut rh Tanzwut

111 FRÄNKISCHE BIERGÄRTEN DIE MAN GESEHEN HABEN MUSS

MARTIN DROSCHKE

RATGEBER

EMONS VERLAG, BROSCHUR, 234 SEITEN, ISBN: 978-3-7408-0851-8

Der frühere freie Kulturjournalist der Nürnberger Nachrichten Martin Droschke ist nicht nur ein Experte des Frankenlandes und des fränkischen Hopfenkaltgetränks, sondern auch ein gewiefter Verwerter dieses Wissens. Nach „111 Deutsche Craft Biere die man getrunken haben muss“, „111 fränkischen Biere die man getrunken haben muss“ und „Von Hundefressern und Zwiebeltretern: Wie die Franken ihre Nachbarn nennen und warum“ ein Buch über fränkische Nachbarschaftsfrotzeleien erscheint jetzt der Biergartenführer. Nachdem die Biergärten seit 18.5. wieder geöffnet haben, ein sehr geschicktes, aber vermutlich ungewolltes Timing. Die 111 Biergärten werden jeweils auf einer Doppelseite vorgestellt. Man erfährt einiges über die Örtlichkeit, den Biergärtenbetreibern und Geschichten und Anekdoten über den Biergarten. Auf der zweiten Seite findet sich neben einen appetit- oder durstmachenden Foto vom Biergarten, sehr nützliche Infos wie die Adresse, Öffnungszeiten, die ausgeschänkten Biere, das Speiseangebot, die Besonderheiten und spezielle Tipps auf weitere Biergärten in der Nähe. Letztere nicht immer fehlerfrei. Beim Erlanger Entla`s-Keller wird auf einen Biergarten im „Erlanger Stadtteil Dachsbach“ verwiesen. Einen Stadtteil den ich als gebürtiger Erlangen bis heute nicht gesehen habe. Kenner der fränkischen Bierszene werden natürlich trefflich über die Auswahl der Biergärten diskutieren und streiten können. Fürth ist mit der Kofferfabrik, Nürnberg mit dem Gutmann, dem Landbierparadies, dem Tucherhof und dem Bieramt des Café Wanderer vertreten. Der Schwerpunkt liegt auf die vielen Biergärten links und rechts der Regnitz zwischen Erlangen und Bamberg. Hier können etliche bislang weniger bekannte Ausschankstellen entdeckt werden. Sehr hilfreich sind die zum Schluss abgedruckten Landkarten damit eine Wanderung, ein Spaziergang mit Speis und Trank vollendet werden kann. Übrigens der Autor nimmt Kritik an, beim Buch „111 fränkische Biere“ hatten wir kritisiert, dass die Brauerei Roppelt aus Stierlimbach fehlt, jetzt ist der „Roppelt Keller“ im Biergartenführer drin.

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