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Betriebszeitung

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verdi-Info Nr. 3/2021

für die Stadtverwaltung Erlangen
ver.di-Info Stadtverwaltung ER rh ver.di-Info Stadtverwaltung ER

Info Nr. 3/2021 42. Jahrgang (Shopping ist mindestens bis 13.3.möglich) vom 15. März 2021

 

Inhalt:

  • Infokopf aktualisiert
  • Scheinheilige Kirche
  • 20 Jahre ver.di
  • Job-Rad ist für Arbeitgeber wichtiger als Lohnerhöhung
  • Filosofen
  • Folgt Meghan
  • Betriebsgruppe
  • Erste Mitgliederversammlung als Videokonferenz
  • Wissenswertes über die Personalvertreteung
  • Ver.di Anforderungen zur Bundestagswahl
  • Champions League Erlangen
  • Telegram Kanal
  • Kurz & knackig (u.a. Neues von Werner, Bilderrätsel, aus dem Bayerischen Ministerrat, anfordern, surfen 221, Verlosung, Big Pharma,Videostar,  Culdur mit Blick hinter die Kulissen, Rock meets Classic, Teil 3)

 

Infokopf wurde aktualisiert

Bis einschließlich Info 1/2021 stand im Titel „40 Jahre Betriebszeit“. Sehr vielen KollegInnen ist dies aufgefallen und stadtweit wurde gerätselt, wie lange unser Info 40 Jahre jung bleibt? Seit dem letzten Info steht richtigerweise „42 Jahre Betriebszeit“. Wir sind schließlich stolz auf unser Alter!

Kirche Diakonie Caritas Arnold Rekittke Kirche Diakonie Caritas

Von wegen Nächstenliebe – Hinsehen. Handeln. Herzlichkeit. gilt nur als Botschaft für die Einwerbung von Spenden für die Caritas!

Es ist wohl kaum anders als scheinheilig zu bezeichnen, dass Verhalten der kirchlichen Wohlfahrtsverbände zum Vorhaben eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrages für die Altenpflege. Damit wurde eine von der Bundesregierung eigens eröffnete Möglichkeit, die Arbeits- und Einkommensbedingungen in der Altenpflege zu verbessern, mit kirchlichem Segen eine Absage erteilt. Das Thema geht uns alle an! Es ist ein weiterer Schlag für das Image der katholischen Kirche, die schon als heimeliger Hort von Missbrauchern und als knallharte Blockiererin einer humanen Sterbehilfe dasteht, um nur einiges an selbstverursachter Rufschädigung zu nennen. Jetzt verhindert die katholische Caritas auch noch die Einführung eines allgemeinverbindlichen Branchentarifvertrags für die Pflege.

Kurz zum Sachverhalt:

Gemäß der konzertierten Aktion Pflege der Bundesregierung, wurde beschlossen, dass verbindliche Lohnuntergrenzen für die Altenpflege tariflich erstreckt werden sollen. Ein flächendeckender Tarifvertrag zu Mindestbedingungen in der Altenpflege hätte für abertausende Kolleg*innen bis zu 25% höhere Löhne gebracht. Die Dienstgeberseite der arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas hat den Antrag auf Erstreckung abgelehnt, die ARK der Diakonie hat daraufhin gar nicht mehr abgestimmt und damit dem wichtigen Projekt ebenfalls die Unterstützung verweigert.

Bemerkenswert ist das Auseinanderfallen von öffentlichen Verlautbarungen und faktischem Tun auf Arbeitgeberseite schon lange – zumal im kirchlich-wohlfahrtsverbandlichen Bereich. Mit der Eröffnung des Arbeitnehmerentsendegesetzes für die Verallgemeinerung von Mindestnormen in der Altenpflege und des eingeräumten Beteiligungsrechtes der Kirchen wurde zum einen das Verfahren deutlich vereinfacht und der Sondersituation der Kirchen (Dritter Weg) Rechnung getragen. Dennoch blockieren ausgerechnet die Kirchen eine Verbesserung der Entgelt- und Arbeitsbedingungen. Damit wird es Dumpinganbietern in der Pflege, nunmehr mit dem vermeindlichen Segen der Kirchen, weiter ermöglicht, den Wettbewerb in der Pflegebranche auf Kosten der Beschäftigten und den ihnen anvertrauten Pflegebedürftigen fortzusetzen. Die Kirchen haben einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag, es wäre wünschenswert, sie kämen diesem gemäß ihren Verlautbarungen auch wirksam nach.

 

20 Jahre ver.di ver.di #vereint  – 20 Jahre ver.di
Geburtstag ver.di Geburtstag
Wir sind unverzichtbar. Jetzt seid ihr dran. ver.di Wir sind unverzichtbar. Jetzt seid ihr dran. (370px Breite)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Job-Rad wichtiger als Tariferhöhung zum 1.4.2021 – Prioritäten der Arbeitgeber klar – Wertschätzung sieht anders aus

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) hat ver.di Anfang März informiert, dass die Auszahlung der vereinbarten Tariferhöhung von 1,4 Prozent ab 1. April 2021 zunächst nicht erfolgen soll.

Keine Tariferhöhung zum April!

Eine größere Missachtung der Leistungen der Beschäftigten gerade in Zeiten einer Pandemie ist kaum vorstellbar. Schon in der Tarifrunde hatten die Arbeitgeber ganz offensichtlich versucht, die Situation auszunutzen in der Erwartung, dass die Beschäftigten nicht in der Lage sind, ihre berechtigten Interessen wegen der Corona-bedingten Einschränkungen durchzusetzen. Jetzt kommt die nächste Provokation. So sieht Sozialpartnerschaft in einer Ausnahmesituation aus!

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Zähe Umsetzung der Tarifeinigung

Die Tarifeinigung vom 25. Oktober 2020 hat neben den Tariferhöhungen eine ganze Reihe von Punkten. Üblich ist, dass es einige Zeit dauert, bis diese Punkte in konkrete Tarifvertragstexte umgesetzt sind. Dies findet in sogenannten Redaktionsverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft statt. In mehreren ganztägigen Treffen wurden Details in 20 einzelnen Änderungstarifverträge geklärt. Von den Arbeitgebern erhielten wir ständig neue Entwürfe der Tarifverträge, zuletzt am 10. Februar. Immer wieder musste über einzelne Punkte nachverhandelt werden, so über den Zeitpunkt der Erhöhung des Samstagszuschlags in der Pflege oder die Umsetzung der Änderungen bei der leistungsorientierten Bezahlung (sogenannte „Gießkanne“).

Beim bisher letzten Treffen am Dienstag dieser Woche waren alle Punkte soweit geklärt und einzig und allein noch die Umsetzung von Punkt 5. a) des Einigungspapiers strittig: die Umwandlung von Teilen des Entgelts zum Zwecke des Leasings von Fahrrädern.

Fahrradleasing wichtiger als die Beschäftigten

Es hat seinen Grund, warum gerade über diesen Punkt der Tarifeinigung zuletzt verhandelt wurde. Ende Dezember hat der Gesetzgeber ein größeres Gesetzespaket verabschiedet, das auch eine Änderung bei steuerrechtlichen Fragen zum Thema Entgeltumwandlung enthält. Die Auslegung dieser Änderung war nicht eindeutig. Das sah auch die VKA so. Daher haben wir uns in einem gemeinsamen Schreiben mit der VKA an den Bundesminister der Finanzen mit der Bitte um Aufklärung gewendet. Verabredet war, dass wir die tarifvertragliche Umsetzung des Fahrradleasings zurückstellen, bis die steuerrechtlichen Fragen geklärt sind. Die Antwort aus dem Bundesfinanzministerium ging bei uns am 24. Februar ein.

Klärungsbedarf um mögliche Nachzahlungen zu vermeiden

Die Antwort lässt weiterhin Fragen offen, auch die VKA räumte ein, dass die Antwort eher kryptisch sei – etwas unklar und nicht leicht zu deuten. Es geht um die Frage, ob der Teil des Entgelts, der für die Leasingrate verwendet wird, tatsächlich steuer- und sozialversicherungsfrei ist und wie dazu die Bedingungen für die Entgeltumwandlung genau aussehen müssen. Denn die Ersparnis von Steuern und Sozialversicherungsabgaben ist genau der Aspekt, der den Fahrradkauf für Beschäftigte günstiger machen soll – und attraktiv für Arbeitgeber, die ihren Teil der Sozialversicherungsabgaben ebenso einsparen.

Immer wieder gibt es Urteile zu Modellen der Entgeltumwandlung, bei denen Sozialversicherungsträger bei der Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträgen Recht bekommen – zuletzt ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 23. Februar 2021. Im Interesse der Beschäftigten wie der kommunalen Arbeitgeber ist es daher wichtig, Rechtssicherheit zu haben.

Trotz des weiterhin bestehenden Klärungsbedarfs waren und sind wir bereit zur tarifvertraglichen Umsetzung der Entgeltumwandlung für Fahrradleasing, um die Umsetzung der Tarifeinigung insgesamt nicht zu gefährden. Jetzt benutzt die VKA genau die Umsetzung als Druckmittel, um die Entgeltumwandlung für Fahrradleasing ganz in ihrem Interesse zu regeln!

Geklärt – Tariferhöhung kommt

Am 11.3. konnte die strittige Frage zwischen den kommunalen Arbeitgebern und ver.di geklärt werden, die AUSGEHANDELTE und VEREINBARTE Tariferhöhung von 1.4 % kommt zum 1.4.2021.

 

 

1. Runde ver.di 1. Runde

ver.di Betriebsgruppe trifft sich derzeit nur digital. Wer teilnehmen möchte Anmeldung an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die nächste Videokonferenz ist am Dienstag, 23.3.2021, ab 17.00 Uhr.

Krisenmanager Hubsie (stellvertretender Ministerpräsident Bayern Hubert Aiwanger), Teil 3

Aiwanger erklärt am 15.12.2020 die Kontaktregeln: „Vier Familienmitglieder, aber keine Kumpels“.

Meghan folgen fb Meghan folgen

Premiere – Erste ver.di Mitgliederversammlung als Videokonferenz

Die Spannung war im Vorfeld zum Greifen nah. Wir hatten für den 25.2.2021 zu einer Versammlung/Treffen zur Vorbereitung der Personalratswahlen eingeladen. In der Versammlung sollte offen über die zurückliegende Personalratsarbeit geredet, Ziele und Vorstellungen für die nächsten fünf Jahre diskutiert und über die vorderen Listenplätze entschieden werden. Wegen Corona fand die Versammlung als Videokonferenz statt. Alle ver.di Mitglieder mit einer uns bekannten Mailadresse erhielten am 18.2. den Zugangslink für die Versammlung. Wegen diesem neuen Format waren die Ängste vor technischen Problemen groß. Vor 5 Jahren, am 9.3.2016 fand zum gleichen Thema eine Mitgliederversammlung statt, die von zahlreichen technischen Problemen geprägt war. Wer dies Nachlesen möchte, im Info Nr. 3/2016 wurde darüber berichtet. Roland Hornauer kämpfte verzweifelt mit Beamern und der Darstellung der Präsentationen. Wir zitieren aus dem damaligen Bericht.“ Höhepunkt war dann der Wechsel von Powerpoint zu Excel. Die Personalratswahllisten waren eine Exceldatei. Als endlich der Wechsel geschafft war, versuchte Roland verzweifelt die Darstellung zu vergrößern. Nachdem er vergeblich auf der Suche nach einem Vollbildmodus war, wurde er von allen Seiten gruppendynamisch unterstützt. Besonders hilfreich erwies sich der zufällig anwesende Softwarespezialist, unser ver.di Sekretär Christian Kleefeld. Sein lauter Zuruf F 11 setzte Roland prompt um und es entstand“ ein Bild, auf dem die Kandidatinnen und Kandidaten als unterschiedlich hohe Balken dargestellt wurden.

Für alle, die sich noch an die Versammlung vor 5 Jahren erinnern konnten war deshalb die Überraschung groß. Über 30 Kolleginnen und Kollegen nahmen an der Videokonferenz teil, diskutierten und entschieden, ohne dass es zu einer einzigen technischen Panne kam. Selbst die vorbereitete Powerpoint-Präsentation lief geschmeidig ab und die Darstellung war gut für alle erkennbar. Die Vorstellungen und Ziele wurden einvernehmlich in mehreren Punkten ergänzt und der Vorschlag für die vorderen Listenplätze wurde einstimmig so beschlossen. Der Ablauf war so erfreulich, dass wir künftig wohl öfters Videokonferenzen durchführen wollen. Der Vorteil für alle Teilnehmenden ist, die An- und Abfahrtszeiten zu einer klassischen Versammlung entfallen und ich muss mich so nicht mehr nach einem Arbeitstag „aufraffen“.

Mitgliederversammlung am 25.2.2021 va Mitgliederversammlung am 25.2.2021

 

Zentrale Anforderungen an die Parteien zur Bundestagswahl 2021

Die Anforderungen an die Parteien zur Bundestagswahl mit den zentralen ver.di Forderungen zu den Themen Arbeit der Zukunft, Moderner Sozialstaat, Sozial-ökologischer Umbau, Staatsschulden und eine gerechte Steuerpolitik, die Demokratie stärken und den Frieden bewahren. Die Themen sind sehr übersichtlich auf einer Seite aufgelistet, siehe nachstehende Schlagwörter und werden auf nur 6 Seiten erläutert. Das Papier kann bei uns angefordert werden.

Arbeit der Zukunft

• Stärkung des Tarifvertragssytems

• Mitbestimmungsrechte ausbauen

• Den Gender Pay Gap überwinden

Moderner Sozialstaat

• Gesetzliche Rente stärken

• Solidarische Pflegegarantie

• Daseinsvorsorge ausbauen

Sozial-ökologischer Umbau

• Ökologische Verkehrswende

• Ökologische Energiewende

Staatsschulden und eine gerechte Steuerpolitik

• Schuldenbremse überwinden

• Vermögenssteuer einführen

Die Demokratie stärken und den Frieden bewahren

• Antidemokratischen Tendenzen entgegentreten

• Pressefreiheit und Meinungsvielfalt fortentwickeln

• Humanere Flüchtlingspolitik

Filosofen Ich habe schon als Kind Borussia-Mönchengladbach-Bettwäsche getragen.

Mario Basler

 

 Wissenswertes über die Personalvertretung, Teil IX

Der Personalrat ist für die Beschäftigten eine wichtige Einrichtung, gerade wenn es Probleme gibt. Wir wollen deshalb über die Arbeit des Personalrates, seine Aufgaben, Pflichten, seine Möglichkeiten und so weiter in den nächsten Infos informieren. Dieses Mal informieren wir über die Mitbestimmungsrechte. Mitbestimmungsrecht heißt, die Stadt kann eine Maßnahme erst durchführen, wenn der Personalrat ausdrücklich der Maßnahme zugestimmt hat.

Personalrat rh Personalrat

 Klar, da gibt es das Erlanger Hausmittel, in der Facebook Gruppe „Du kommst aus Erlangen, wen …“ das Problem, den Änderungswunsch und dazu die Frage „Was sagt unser Oberbürgermeister Janik dazu“ posten. Im ist dieser Weg allerdings (noch) nicht vorgesehen. Nach Art. 70a Bayerischen Personalvertretungsrecht hat der Personalrat ein Initiativrecht. Konkret bedeutet dies, beantragt der Personalrat eine Maßnahme, die seiner Mitbestimmung oder Mitwirkung unterliegt, so hat er sie schriftlich (auf einem dauerhaften Datenträger) dem Leiter der Dienststelle vorzuschlagen. Entspricht der Leiter der Dienststelle dem Antrag nicht oder nicht in vollem Umfang, so teilt er dem Personalrat seine unverzüglich zu treffende Entscheidung unter Angabe der Gründe mit. Klingt gut, nur was passiert, wenn der Leiter der Dienstelle die Initiative ignoriert? Erstmal nichts! Der Personalrat könnte vor das Verwaltungsgericht wegen Missachtung seiner Rechte gehen. Allerdings dauert dieser Weg bis zu einer Entscheidung lange und der Dienststellenleiter kann jederzeit durch eine Beantwortung der Initiative das Verwaltungsgerichtsverfahren beenden. Leider hat der Personalrat nur in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein Unterlassungsansprüche, um die Dienststelle zum Handeln „zwingen“ zu können. In Erlangen heißt dies, der Personalrat muss viel stärker argumentieren und die Dienststelle von der Notwendigkeit zum Handeln zu überzeugen. Aktuell konnte der Personalrat beim Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz im Zusammenhang mit Corona einiges erreichen.

Wir haben einen Telegram Kanal

Da Telegram eine deutlich bessere Variante als WhatsApp ist (für größere Gruppen geeignet, anonym, ich sehe nicht, wer alles dabei ist – auch Vorgesetzte nicht) haben wir einen Telegram-Kanal unter Verdi_erlangen eröffnet. Einfach beitreten, kostet nichts, auch das Telegram-App.

Aus der Stadtverwaltung

Märzausgabe - Rathausplatz 1 - die Stadtzeitung aus dem Erlanger Rathaus

„Mit dem „Zukunftsplan Fahrradstadt“ in die Champions League“

Im Fußball bestenfalls Bayernliga - auch bei den Fahrradstädten in Deutschland nicht mehr an der Spitze. Jetzt also getrieben von einem drohenden Bürger*innenentscheid neue Zielsetzung im Erlanger Rathaus. Erlangen in Zukunft auf Augenhöhe z. B. mit der aktuell wohl „weltbesten“ Fahrradstadt Kopenhagen? Leider wurde nicht erklärt, wann das Ziel erreicht werden soll. Vermutlich frühestens dann, wenn eine der Bahnunterführungen wieder für den Radverkehr frei gegeben wird.

Griller II - Werner Lutz rh Griller - Werner Lutz

Neues von Werner Lutz

Das Letzte zur Organspende

Der Bundesgesundheitsminister hat einen neuen Vorschlag zur Organspende gemacht: wer nicht ausdrücklich widerspricht, ist ab jetzt potentieller Spender. – Auch wenn er noch nicht geboren ist.

Rechnungsstellung

Nach neuesten Statistiken können über 380.000 Rentner ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Die Bundesregierung hat darauf sofort reagiert: Sie empfiehlt allen Bestattungsinstituten, Rentnern sicherheitshalber die Rechnungen für ihre Beerdigung schon nach der Geburt auszustellen.

Kurzmitteilung

Sehr geehrte unzivilisierte Menschheit!

Da Sie trotz meiner wiederholten Mahnungen weiterhin mit meinen Ressourcen so umgehen, als wenn es Sonderangebote wären, meine Energie verschwenden, mich mit Plastikmüll und anderen Giften besudeln – kündige ich Ihnen hiermit an, daß Ihr Black Friday in diesem Jahr der letzte war und verabschiede mich von Ihnen in Kürze als lebensmöglicher Planet. 

Rätsel – neues „Rätsel“

 Statt einer Verlosung dieses Mal wieder eines unserer berüchtigten Rätsel. Am Rosenmontag hat der ver.di Landesfachbereich Gemeinden in einer Videokonferenz getagt. Zwei Teilnehmer hatten sich jahreszeitlich angemessen kostümiert. Wir wollen wissen, wer sind die Personen? Wir bitten um Verständnis, dass die Teilnahme auf Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen beschränkt ist.

Rätsel 3/2021 rh Rätsel 3/2021
Rätsel 3/2021 rh Rätsel 3/2021

 

 

 

 

 

Aus dem Bayerischen Ministerrat vor 70 Jahren oder auch es hat sich wenig geändert

 Am 13. März 1951 wurde folgender Punkt behandelt:

Arbeitsgemeinschaft Dachau
Stv. Ministerpräsident Dr. Hoegner gibt bekannt, die Arbeitsgemeinschaft der ehemaligen KZ-Häftlinge in Dachau wolle am 14. und 15.4. 1951 Gedenkfeiern in Dachau abhalten. Eine für den 11.3. angesetzte Kundgebung in München sei von der Münchner Polizei verboten worden, weil die Arbeitsgemeinschaft nichts anderes als eine getarnte VVN sei. Wie solle man sich nun gegenüber den Feiern in Dachau verhalten? Staatsminister Dr. Müller berichtet, die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft seien bei ihm gewesen, worauf er empfohlen habe, nachzuweisen, daß sie schon vor dem Verbot der VVN bestanden hätten. Derartige Nachweise könnten wohl erbracht werden, zumal er selbst wisse, daß in Dachau eine solche Organisation schon seit Jahren bestehe. Man sollte nicht so rasch mit Verboten arbeiten, deshalb schlage er vor, die Unterlagen anzufordern und dann vielleicht die Leute anzuhören. Anfang dieser Woche werde er überdies mit einem Kreis von politisch Verfolgten Zusammenkommen und die Gründung einer Interessengemeinschaft anregen, in der jede Politik vermieden werde. Der Landesrat für Freiheit und Recht vertrete zu wenig politisch Verfolgte und könne deshalb nicht rückhaltlos anerkannt werden. Stv. Ministerpräsident Dr. Hoegner betont, es handle sich hier um eine hochpolitische Angelegenheit, bei der er einen Beschluß des Ministerrats für erforderlich halte. Er selbst sei der Meinung, man solle die Kundgebung in Dachau gestatten, da die rechtliche Grundlage für ein Verbot äußerst zweifelhaft sei. Allerdings könne man die Bedingung stellen, daß bei der Vorführung des Films, der angeblich ein päpstlicher Film sei, keine politischen Reden gehalten werden. Der Ministerrat beschließt, die Feiern in Dachau unter diesen Bedingungen zuzulassen. Auf Frage der Herrn Staatssekretärs Dr. Brenner erwidert Ministerpräsident Dr. Ehard, selbstverständlich könne sich an den Feiern dieser Arbeitsgemeinschaft in Dachau kein Mitglied der Regierung beteiligen.

Anfordern rh

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden

  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 03 / 2021 – Mehr für kleine Geldbeutel! 

Gerade Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen trifft die Krise besonders hart. Maßnahmen wie Hartz-IV-Zuschläge und Kinderboni und auch das von ver.di geforderte Mindest-Kurzarbeitergeld so.

  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 04 / 2021 – Corona-Kosten fair verteilen!

Die Pandemie trifft die gesetzlichen Krankenkassen mit voller Wucht. Schrumpfende Beitragseinnahmen und pandemiebedingte Ausgaben könnten dieses Jahr ein Defizit von 16 Mrd. Euro verursachen. Ohne ausreichende Steuerzuschüsse müssten allein die gesetzlich Versicherten für die zusätzlichen Gesundheitsausgaben aufkommen. Das ist ungerecht!

  • Ergänzende Unterlagen/Informationen zu den ver.di Anforderungen zu der Bundestageswahl

Die Anforderungen sind kurz und knackig formuliert, siehe Beitrag in diesem Info. Wer mehr wissen möchte kann zu den einzelnen Themenfeldern die Infos anfordern.

Gewinnversand rh Gewinnversand

Verlosung

Glückliche Gewinner der ver.di Wintersets sind Stefan Kummert, Johannes Wahl und Peter Schmidt. Es war gar nicht so einfach, die ver.di-Wintersets mit der Hauspost zu verschicken. Erstaunlich war, dass sich nur Kollegen an der Verlosung beteiligt hatten, da das Winterset auch für Kolleginnen geeignet ist, siehe Bild, verlosen wir 2 Sets nur unter Kolleginnen, liebe Kolleginnen traut Euch!

Model is Model
Surfen rh

Surfen Nr. 221

Von ver.di gibt es Informationen zu den Themen Covid als Arbeitsunfall bzw. Covid als Berufskrankheit. Und das ist der Link auf die Ver.di Seiten:

https://arbeitsmarkt-und-sozialpolitik.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++d4376c26-7cf2-11eb-8801-001a4a160119

 

Kapitalversprechen

Weshalb ein Mensch von Sittlichkeit
An diesen Staat nicht glaubt?
Die KPD, die ist verboten,
Die AfD erlaubt.

Der Nazi nämlich tut zwar dies
Und jenes, wenn er kann,
Doch rührt dabei die Frage nach dem
Eigentum nie an,

 

Marco Tschirpke

Big Pharma in der ZDF-„Anstalt“

Die Februar-Sendung von „Die Anstalt“ (ZDF) hatte das Thema Corona. Ein Schwerpunkt dabei war die Pharma-Industrie. Im Folgenden Auszüge (veröffentlicht in ZeroCovid Zeitung Nr. 1 Februar 2021)

Claus von Wagner (CW): Wo wären wir heute ohne die Pharmabranche?

Max Uthoff (MU): Wir wären vielleicht alle längst geimpft. […] Die EU-Kommission hatte schon 2017 nach Sars und Mers die Pharmabranche dazu aufgefordert, Muster-Impfstoffe gegen neue Coronaviren zu entwickeln. Aber: Wollte die Pharmabranche nicht, obwohl die EU ihnen alles bezahlt hätte. […]

MU: Alle ihre „Innovationen“ lässt sich die Pharmabranche grundsätzlich immer zur Hälfte staatlich finanzieren. Kein einziger Konzern war von Beginn an bei der Corona-Impfstoffforschung aktiv. Das überlassen sie lieber kleinen Startups […] Biontec hat vom Staat 375 Mio. bekommen, CureVac 252 Mio. Alles staatliche Gelder. Kurz vor der Zulassung steigen dann die großen Firmen ein. […]

CW: Sie müssen doch zugeben, wir brauchen die private Pharmabranche, um die Impfdosen in ausreichenden Mengen überhaupt produzieren zu können.

MU: Für den sie vom Staat beim Verkauf nochmal rund 3 Mrd. bekommen. […] Wir wissen doch überhaupt nicht, was das Zeug kostet, das sind doch alles Geheimverträge!

CW: Das ist doch alles öffentlich: Biontec 12 Euro, Curevac 14 Euro, Astra-Zeneca kostet 1,78 Euro und die von Moderna 18 Dollar… [jeweils pro Dosis; d. Red.] [Das hat] eine belgische Staatssekretärin für Verbraucherschutz aus Versehen getwittert. […]

Guldur rh

ROCK MEETS CLASSIC 2020, Teil III – Blick hinter die Kulissen
MIT U.A. ALICE COOPER, JOYCE KENNEDY (MOTHER`S FINEST) ROBERT HART (MANFRED MANN`S EARTHBAND U.A. MIT DER MAT SINNER BAND UND DEM RCM SYMPHONY ORCHESTRA

07.03.2020, NÜRNBERG, ARENA,

Unser Kollege Jonas Hack aus dem Amt für Soziokultur hat zu dieser Veranstaltung seine Projektarbeit für den Meister für Veranstaltungstechnik geschrieben. Die Arbeit gibt einen guten Einblick, welcher Aufwand bei diesen Veranstaltungen betrieben wird. Zur Verdeutlichung einige Auszüge. Im nächsten Info berichtet Jonas dann von seinen persönlichen Eindrücken.

Strikter Zeitplan

Technischer Aufbau am 7.3. um 09:00 Uhr bis 15:30 Uhr.
15.30 Uhr eintreffen der Künstler, 16:00 -  18:00 Soundcheck und Proben.

Kurz vor Einlass: Sicherheitsbesprechung aller Verantwortlichen.
Einlass 19:00 Uhr, Show 20.00- 22:30 Uhr, danach Abbau

Technik

Deckenraster für Lasten bis 32t u.a. für Lautsprecher mit jeweils 450kg. Bühne 20m breit und 14m tief.

RmC jh RmC

Bis zu 60 Personen gleichzeitig auf der Bühne. Pyrotechnik und Spezialeffekte (Luftschlangenkanone) inclusive Schutzmaßnahmen (deutliche Markierung der einzuhaltenden Sicherheitsabstände, Überwachung durch einen technischen Mitarbeiter) nach einer Gefährdungsbeurteilung, Abstimmung mit der Brandsicherheitswache.

Aufbau

Tribunenahnliche Podestlandschaft für das Orchester, vorher produktionsbezogene Sicherheitseinweisung für alle beteiligten Kräfte. Ausgabe verschiedenfarbiger Warnwesten (Blau = Ton, Grün = Video, Gelb = Licht, etc.), Entladen der drei LKW, Technik ist in Rollcontainer, möglichst viel ist schon komplett installiert/vorverkabelt.

Ablauf Show

Gegen 19:45 Uhr wurden die Besucherinnen und Besucher akustisch in Form einer Audio-Datei, die über die Beschallungsanlage der Produktion abgespielt wurde, freundlich dazu aufgefordert, ihre Plätze einzunehmen. Nachdem gegen 19:55 Uhr das Saallicht schrittweise heruntergefahren wurde und den Gästen ein weiteres Audio-File mit Sicherheitshinweisen und zu beachtenden Verhaltensregeln vorgespielt wurde, begann das Konzert pünktlich um 20:00 Uhr und erstreckte sich ohne Pause und ohne Zwischenfalle über die Dauer von 2,5 Stunden bis zu seinem planmäßigen Ende um 22:30 Uhr.

Abbau

Sofort nach dem Ende, da am nächsten Tag die Ice Tigers ein Spiel hatten, um 12.00 Uhr musste die Ice Hockey Arena bereit sein.

Falls es von Interesse ist: Auf YouTube findet sich ein kurzes Zeitraffer-Video, die den Umbau von der Eishockey-Arena in einen Konzertsaal und wieder zurück in ca. 1,5min zeigt; lustiger weise ebenfalls von einer RockMeetsClassic-Produktion aus dem Jahr 2014.

Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=-TywxQRRs9g

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