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verdi-Info Nr. 8/2018

für die Stadtverwaltung Erlangen
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Info Nr. 8/2018 39. Jahrgang (letztes Info vor der Wahl im Freistaat) vom 27. September 2018

 

Inhalt:

  • Instagram
  • Gehaltskärtchen
  • Jahressonderzahlung Stichtag
  • Rechte und Probleme unserer Schwerbehindertenvertretung
  • Filosofen
  • Warum steigen die Mieten?
  • 16.10. Betriebsgruppe
  • Tarifergebnis weitere Verbesserungen EG 2 und EG 9a
  • GuteKita-Gesetz
  • Kurz & knackig (Neue Mailadresse Fachbereich Gemeinden, Aus Hamster Conny wurde Dagobert Duck, Veranstaltungen vom ver.di Mittelfranken, ver.di Servicezentrum, Neues Buch von Werner Lutz, Preisrätsel Auflösung und Neues, anfordern, surfen 196, Nobelpreis für Unsinn, – Bericht vom Pyraser 2018)

 

Ver.di inzwischen seit 116 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

 

Weiterer Social Media Auftritt, jetzt bei Instagram

Nach Facebook, „ver.di bei der Stadtverwaltung Erlangen“ eine bescheidene Gruppe, gibt es jetzt einen zusätzlichen Instagram-Account. Wer uns folgen möchte, einfach nach „verdi erlangen“ suchen und folgen, auch wenn es vielleicht nicht leichtfällt. Wer passende Bilder für unseren Auftritt hat, einfach an Volker Aschenbrenner oder Roland Hornauer mailen.

 

Aktuelle Lohn- und Gehaltskärtchen

Sie sind uns für die nächsten Tage angekündigt. Wir haben vor, sie zusammen mit den Kalendern für 2019 an alle ver.di-Mitglieder zu verschicken. Wir hoffen, dass dies im Laufe des Oktobers passiert. Wer gleich eine Tabelle mit den neuen Werten braucht, einfach bei uns melden. Die Kärtchen waren übrigens längst fertig gedruckt, da sie aber fehlerhaft waren, mussten sie eingestampft werden und der Zweitdruck hat sich leider verzögert.

 

Jahressonderzahlung – Stichtag 1.12.

Wichtig zu wissen, die Jahressonderzahlung, von einigen auch Weihnachtsgeld genannt, nach § 20 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TvöD) erhält nur, wer am 1.12. im Arbeitsverhältnis steht. Im Gegensatz zu den tariflichen Regelungen vor Einführung des TvöD besteht bei einem Ausscheiden nach dem 1.12. keine Rückzahlungspflicht.

 

Befugnisse und Probleme der Schwerbehindertenvertretung

SBV-Logo Marcus Müller SBV-Logo

Anhörungspflicht und Mitwirkungsrecht: In allen Angelegenheiten, die einen Einzelnen oder die schwerbehinderten Menschen als Gruppe berühren, muss der Arbeitgeber die Schwerbehindertenvertretung rechtzeitig und umfassend unterrichten, vor einer Entscheidung anhören und die getroffene Entscheidung unverzüglich mitteilen (§178 Abs. 2 SGB IX).

Diese Anhörungspflicht des Arbeitsgebers beinhaltet zugleich ein Mitwirkungsrecht der Schwerbehindertenvertretung. Dies besagt, dass der Arbeitgeber in allen Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen (z.B. Umsetzung, Versetzung, Beförderung, Eingruppierung, Kündigung, Änderung der Arbeitsbedingungen, behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes mit technischen Arbeitshilfen, berufliche Weiterbildung verpflichtet ist, der Schwerbehindertenvertretung die Gründe für seine Maßnahmen rechtzeitig mitzuteilen und ihr die Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben.

Probleme bei der Stadt

Schwerbehinderte und Leistungsgeminderte werden auf eine volle Planstelle angerechnet  – d.h. das weiterhin die volle Leistung erwartet wird.

Seit Jahren spricht Silvia Beyer, die Vertrauensperson der Schwerbehinderten bei der Stadt, das Thema an. Bereiche, die eine hohe Zahl an Schwerbehinderten haben, sollen mit mehr Personal ausgestattet werden, also mehr zusätzliche Planstellen in diesen Bereichen.

Teilhabe ver.di/Foto: D. Prusseit Teilhabe

Das wäre ein Teil Inklusion.

Da heißt: die langjährigen Beschäftigten unterstützen und auf ihre Gesundheit achten und die Arbeit auf mehreren verteilen. Damit jeder, auch der Gesunde lange dem Arbeitgeber seine Dienste zur Verfügung stellen kann.

Bei Neueinstellungen wird mit Inklusion geworben, es werden Menschen mit Behinderung eingestellt, und dann?

In der Praxis braucht es sehr lange bis der Arbeitsplatz behindertengerecht ausgestattet wird.

Und bei Beschäftigten die während des Berufsleben behindert und/oder leistungsgemindert werden?

Sie müssen sich einem Auswahlverfahren stellen, es fehlen Planstellen, oder die vorhandene Stelle passt nicht. Wir haben für ihre Ausbildung/Weiterqualifikation keine Stelle zur Verfügung.

Inklusion ist wünschenswert, notwendig und das vor allem bei den langjährigen Beschäftigten. Dies bedeutet ihnen Möglichkeiten zu erschließen.

Bei den vielen Projekten gilt es die Schwerbehinderten mit einbinden, bzw. sie nicht vergessen. Wie jetzt, zum Beispiel mit Beginn des Projektes Stadtteilbezogene Hausmeister. Es wird berechnet und berechnet, jeder Quadratmeter der Fläche und der Mensch? Hier muss mehr Zeit und Raum gegeben werden, damit alles in Einklang kommt. Schulgebäude, Schulleitung, Lehrer, Schüler, Reinigungskräfte, das ist von der Auflistung allein schon eine Herausforderung an die Hausmeister. Wenn alles harmonisch läuft, ist das den Hausmeistern anzurechnen, und die Verwaltung kann sich weiteren Themen widmen. Eine gute Ausgewogenheit ist für die Gesunderhaltung sehr wichtig, nicht das genaue Bemessen, Berechnen  aller Fakten.

 

Es gibt natürlich Bereiche, das klappt es gut. Das liegt an dem Willen und des Wollens der jeweiligen Vorgesetzten.

Wir waren in der Szene in Unterzahl, zwei gegen zwei.

Frank Rost

2018 wechselnde Tage!

MITMACHEN

16. Oktober ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2018 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Dienstag 16. Oktober, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG.

 

Tarifergebnis 2018

Weitere Verbesserungen im früheren Arbeiterbereich in der EG 2 und EG 9a

In diesen beiden Entgeltgruppen wurde bei Einführung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst 2005 festgelegt, dass in der EG 2 die Stufe 5 die Endstufe ist und in der EG 9 die Stufe 4 Endstufe ist und diese erst nach sieben Jahren in der Stufe 3 erreicht wird. Der Hintergrund dieser Regelung war, dass damit 2005 die Einkommensverbesserungen durch die neue Tabelle in diesen Entgeltgruppen begrenzt werden sollte. Bei den Betroffenen hat diese Regelung in den letzten Jahren immer wieder Verärgerung und Unverständnis ausgelöst. Diese Sonderregelungen sind jetzt mit Wirkung zum 1.3.2018 durch das Tarifergebnis weggefallen, es gelten auch in diesen Entgeltgruppen die normalen Stufenlaufzeiten. Bisherige Wartezeiten werden wie folgt angerechnet: Wer mindestens fünf Jahre in der EG 2 Stufe 5 gearbeitet hat, kommt zum 1.3.2018 in die Stufe 6. Wer in der EG 9a mindestens 3 Jahre in der Stufe 4 gearbeitet hat kommt zum 1.3.2018 in die Stufe 4 und wer mindestens 4 Jahre in dieser EG in der Stufe 4 gearbeitet hat kommt zum 1.3.2018 in die Stufe 5 und nach weiteren 5 Jahren zum 1.3.2023 in die Stufe 6. Für die Betroffenen bringt dieser ver.di Tarifabschluss deshalb weitere zusätzliche spürbare Einkommensverbesserungen. Einziger Wermutstropfen, die weitere Anrechnung schon geleistet Zeiten auf die Stufenlaufzeit in der EG 9a von Stufe 5 nach Stufe 6 ist an der Haltung der Arbeitgeber gescheitert.

 

Endlich ver.di-Beitrittserklärung in A4

Die ver.di-Beitrittserklärung ist nicht sonderlich übersichtlich und durch die Datenschutzhinweise gemäß der Datenschutzgrundverordnung noch komplizierter geworden. Eine Verbesserung gibt es jetzt durch eine Beitrittserklärung in Format A4. Wer davon Gebrauch machen möchte einfach melden.

 

Es sind wieder ein paar Plätze frei...
https://mitgliedwerden.verdi.de/beitritt/verdi

Mieten in Deutschland DGB Wohnkosten

Wohnungsnot oder das dicke Geschäft mit Wohnungen.

Die Mieten- und Wohnungssituation ist inzwischen mit das größte soziale Problem, zumindest in den großen Städten. Zahlreichen Mietern frisst die Miete mittlerweile 50 Prozent und mehr des verfügbaren Einkommens. 30 Prozent gelten als noch verträglich. Die steigenden Mieten sind ein Armutstreiber, ein Zeit­räuber. Obwohl die Anforderungen an berufliche Mobilität steigen – Stichwort befristete Arbeitsverträge – verzichten immer mehr Beschäftigte auf einen Wohnungswechsel: Die Mieten gerade in den Ballungs­gebieten stiegen in den letzten Jahren ungleich schneller als die Einkommen. Hohe Mieten, lange Wohnungssuche und Umzugskosten, da sagen sich viele: Lieber in der alten Wohnung bleiben! Auch wenn das teuer und aufwändig wird. Da kaufen sich Beschäftigte in Nürnberg eine DB-­Jahreskarte für 4.270 Euro, pendeln damit täglich nach München – weil das immer noch billiger ist als ein Umzug. Was für eine Verschleuderung von Geld, Zeit und Lebensqualität!

Warum steigen die Mieten – ein Beispiel wie inzwischen die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben funktioniert

Über Jahre hinweg lag in vielen Kommunen der öffentliche Wohnungsbau brach. Es gibt damit immer weniger Wohnungen mit Sozialbindung, weil gleichzeitig immer mehr Wohnungen aus der sozialen Bindung herausfallen (z.B. weil die öffentlich geförderten Darlehen zurückgezahlt sind). Verschärfend kommt hinzu, schleichend haben in der Vergangenheit internationale Finanzkonzerne öffentliche Wohnungsbestände, auch in Erlangen, übernommen. In Erlangen wurden bekanntlich die Wohnungen der GBW (im Besitz des Freistaates) an die Gruppe Patrizia Immobilien verkauft. Die umsatzstärkste Branche in Deutschland ist inzwischen nicht die Autoindustrie, auch nicht der Einzelhandel, sondern der Wohnungsmarkt: Etwa ein Fünftel aller Wertschöpfung entfällt auf dieses Segment. Die steigenden Mieten in nahezu allen Großstädten sind dabei kein Zufall, keine gottgegebene Naturgewalt, sondern zu großen Teilen Resultat einer investorInnenfreundlichen Politik.

Beispiel Vonovia

Vonovia. Schon mal gehört? So heißt der größte Eigentümer von Mietwohnungen in Deutschland. Vonovia gehören 355.000 Wohnungen in den größeren deutschen Städten, zum Beispiel 32.500 in Berlin. Zusätzlich verwaltet der Konzern 65.000 Wohnungen anderer Eigentümer. Anfang Mai dieses Jahres feierte Vonovia-Chef Rolf Buch bei der Aktionärsversammlung im RuhrCongress-Centrum Bochum die Erfolge: Für das Jahr 2017 beträgt der Reingewinn 2,567 Milliarden Euro. Die Dividende für die Aktionäre wird um 15 Prozent erhöht. Und wer sind die Aktionäre, bei denen die Dividenden aus den 2,567 Mrd. Euro Reingewinn landen? Es sind die ­Finanzkonzerne Blackrock, Norges, Barclays Capital, Lansdowne Partners, Invesco, Wellcome Trust, Wellington, Terra Firma, Cicap und Citigroup. Sie haben ihren operativen Sitz vor allem in New York und London und ihren Steuersitz in den bekannten Finanzoasen wie Delaware / USA und den Niederlanden.

Wie kann mit Wohnungen 2,567 Milliarden Euro Reingewinn erzielt werden?

Der Gewinn von rund 7230 Euro pro Wohnung ist Ergebnis einiger Faktoren, die sich mit einer anderen Politik leicht verändern ließe. Das Geschäftsmodell: Die Investoren konzentrieren ihren Wohnungsbestand auf die 30 „Schwarmstädte“ in Deutschland, wo die Einwohnerzahlen und die Wohnungs-Nachfrage am schnellsten wachsen. Schön fürs Geschäft auch dieses: Der Staat verkauft weit unter Marktwert. So zahlte Fortress in Dresden pro Wohnung 36.765 Euro, und der damalige Berliner ­Finanzsenator Thilo Sarrazin, SPD, der als Banker doch so gut rechnen konnte, ließ dem US-Investor Cerberus, zu Deutsch Höllenhund, die 65.000 Wohnungen der landeseigenen GSW pro Stück für 32.040 Euro. Die Investoren setzen dann weitere „Wert­hebel“ ein. Sie umfassen ein breites Spektrum. Dazu gehören Luxussanierungen und Modernisierungen, nach denen die Kosten auf die Mieter umgewälzt werden. Da werden einzelne Wohnungen gezielt als Eigentumswohnungen verkauft. Da werden neue Wohnungen gebaut, für die sowieso keine Mietpreisbremse gilt. Da werden die Nebenkosten neu berechnet, nicht immer korrekt. Die noch preiswerten Mietwohnungsbestände werden systematisch vom Markt saniert. Bei günstigen Altbauten können mit Abriss und Neubau oder mit neubaugleicher Modernisierung Neubaumieten durchgesetzt werden. Erst wird Instandhaltung Jahre, wenn nicht Jahrzehnte lang vernachlässigt, um dann mit Modernisierungen die Mieten massiv in die Höhe zu treiben. Denn deren Kosten dürfen nicht nur bis zur Amortisierung der Investitionskosten auf Mieter umgelegt werden, sondern erhöhen dauerhaft die Miete. Wie mieterInnenfeindlich die geltenden Gesetze gegenwärtig sind, verdeutlicht etwa die sogenannte Modernisierungsumlage. Diese eröffnet EigentümerInnen die Möglichkeit, kostenfrei den Wert ihrer Immobilie zu steigern. Bezahlen dürfen das die MieterInnen. Das Prinzip hat gewisse Ähnlichkeiten zum Ratenkauf, allerdings mit einer Eigenheit. Stellen Sie sich vor, Sie bestellen ein Paket, und zahlen zunächst den vollen Kaufpreis. Dann aber lassen Sie die Kosten häppchenweise jemand anderes abstottern, während Ihr Eigentum Ihr Eigentum bleibt. So funktioniert es am Wohnungsmarkt. Wenn sich eine HausbesitzerIn dazu entscheidet, eine Modernisierung vorzunehmen, darf sie pro Jahr elf Prozent der Gesamtkosten auf die Kaltmiete aufschlagen. Heißt also: Nach gut neun Jahren ist die Investition – etwa für eine bessere Wärmedämmung, einen zusätzlichen Balkon oder einen neuen Aufzug – zu 100 Prozent durch den Mieter abbezahlt, der anschließend weiterhin die höhere Miete bezahlen darf. Der Eigentümer vermehrt also auf Kosten des Mieters sowohl Vermögen als auch sein Einkommen. Das zementiert eine Umverteilung von unten nach oben. Mit Abbruch und Neubau wird das Mietenniveau nach oben getrieben und beschönigend soziale Durchmischung propagiert, was letztlich nichts anderes ist als Mieter*innen-Austausch. Dazu kommt wirksame und nachhaltige Konzepte gegen Bodenspekulation und Mietpreistreiberei fehlen. Bei Vonovia betrugen die durchschnittlichen Mietsteigerungen im Jahre 2016 neun Prozent. Das lag weit über dem deutschen Mietindex. Nach deutschem Recht kann ein Vermieter die Miete erhöhen, wenn er drei passende Vergleichswohnungen benennt. Und die neun Prozent waren nur der Durchschnitt. Einige Mieterhöhungen lagen bei über 30 Prozent. Die Verwaltungskosten pro Wohnung hat Vonovia allein im Jahr 2017 von 570 auf 526 Euro gesenkt, also um fast 10 Prozent. Die Beschwerden der Mieter landen in den Warteschleifen von fernen Call Centern, Hausmeister- und Reparaturdienste werden ausgelagert zu Billigheimern. Nur einem Fünftel der verbliebenen Ange­stellten wird Tariflohn gezahlt. Die neuen Eigentümer gründeten Vonovia aus einer deutschen Aktiengesellschaft in eine ­europarechtliche SE (Societas Europea) um: Da  besteht keine Rechtsvorschrift für ­einen Betriebsrat. Die Finanzoperationen wurden in die Tochtergesellschaft Vonovia Finance B. V. mit Sitz in der Finanzoase Amsterdam / Niederlande ausgelagert.

Was tun?

Die bisherige Politik der Markt – sprich: die Immobilienwirtschaft – soll es richten. Was ähnlich zielführend ist, wie Graf Dracula zum Organisator der Blutbank zu berufen. Immobilienunternehmen bauen und handeln mit der Ware Wohnraum, wie Porsche mit Autos, um aus investiertem Kapital mehr Kapital zu machen. Nicht um für alle leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Deshalb muss ein Instrumentarium entwickeln und angewendet werden, das Bodenpreis- und Wohnungsspekulation gezielt behindert statt wie bisher befeuert, ein Instrumentarium, das Mieter*innen schützt. Von Mietobergrenzen über Genehmigungspflichten für Verkäufe und Modernisierungen bis zu Vorkaufsrechten für die Städte. Eine Leerstandsatzung mit schärferen Sanktionen könnte, angewandt und durchgesetzt werden. Öffentliche Wohnungsbestände dürfen nicht verkauft werden. Der öffentliche Wohnungsbau muss drastisch ausgebaut werden. Die neuen Wohnungs-Finanzinvestoren lässt die GroKo, die Bundesregierung kommentarlos gewähren. Sie bastelt ein bisschen am Gesetz zur wirklichkeitsfernen Mietpreisbremse. Eine tatsächlich greifende Mietpreisbremse will die GroKo aber nicht.

(verwendetes Material Artikel Ausgepresst von Minh Schredle und Die Investoren-Party beenden von Tom Adler jeweils aus kontext Nr. 375 vom 6.6.2018 und Beitrag Der große Ausverkauf von Werner Rügemer aus der ver.di Publik Nr. 4-2018)

Aufstehn für die Kita-Logo verdi Aufstehn_fuer_die_Kita-Logo_gruen

Gute-KiTa-Gesetz

Familiengeld kein Ersatz für Qualität

Am 19. September wurde unter dem Kurzbegriff „Gute KiTas“ ein Gesetzentwurf zur Verbesserung der Bedingungen an Kindertagesstätten vom Bundeskabinett verabschiedet. Damit sollen 5,5, Milliarden Euro in vier Jahren vom Bund an die Länder zur Unterstützung der frühkindlichen Bildung in Deutschland fließen. Steigerung der Qualität – das klinge zunächst einmal gut, aber was bedeutet Qualität in Kindertageseinrichtungen? Eine gute KiTa verfüge über ausreichend qualifiziertes Personal, das auch tatsächlich in den Einrichtungen täglich zur Verfügung stehe. Gute pädagogische Arbeit in den KiTas gelinge nur bei ausreichender Zeit für Vor- und Nachbereitung, die im Alltag sehr häufig wegen Personalmangel ausfalle. Gutes qualifiziertes Personal erfordere wiederum eine gute Ausbildung, gute Weiterqualifizierungsangebote bei guter Bezahlung und guten Rahmenbedingungen. Das Geld muss deshalb in die KiTas und deren personelle Ausstattung fließen, ist die Position von ver.di. Kindertageseinrichtungen seien Bildungseinrichtungen und stünden vor allem auch für Chancengleichheit in der frühkindlichen Bildung. Diese müsse in ganz Bayern gewährleistet werden und die Teilhabe an guter Kinderbetreuung sicherstellen, nicht nur in finanzstarken Kommunen und Regionen. Deshalb sei die finanzielle Unterstützung seitens des Bundes und auch des Freistaates Bayern richtig. Die Beitragsfreiheit sei insbesondere für einkommensschwachen Familien kein ausreichender Anreiz, weil sie bereits heute befreit seien oder sie von sozial gestaffelten Gebühren profitierten. Vielmehr müssten Familien die Gewissheit besitzen, dass das Kind bei einem KiTa-Besuch eine für das Kind optimale Betreuung erfahre.

 

Neue Mailadresse vom ver.di Fachbereich Gemeinden

Allgemeine Anliegen und Anfragen können und sollen künftig an die Mailadresse fb07.mfr@verdi.de gerichtet werden.

 

Servicezentrum für Mitgliederangelegenheiten

Ver.di hat für Fragen um die Mitgliedschaft wie Änderungen (u.a. Adressänderung, Arbeitgeberwechsel); Beitragsquittung oder Beitragsänderung ein Servicezentrum eingerichtet. Dieses ist telefonisch unter der 0911/23 557 0 erreichbar, per Mail service.bayern@verdi.de.

Termine und Veranstaltungen von ver.di Mittelfranken

Arbeitsrecht aktuell „Wie arbeitet das Bundesarbeitsgericht?“

Donnerstag, 11. Oktober 2018 · 18:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum Burgblick, 7. OG

Besuch des Stadtarchivs Nürnberg

Mittwoch, 17. Oktober 2018 · 17:00 Uhr

Vermögenswirksame Leistungen Pixabay Geld

Aus Hamster Conny wurde Dagobert Duck

Ungewohnte Töne bei der Einbringung des Haushaltes 2019

Die Haushaltseinbringung in der September-Sitzung des Stadtrates ist alleinige Sache des Kämmerers. Nur er informiert zu diesem Tagesordnungspunkt die Stadträte und die Öffentlichkeit über den kommenden Haushalt. Jahrzehntelang, gleich wer aktuell Kämmerer war, wurde auf die sehr schwierige Situation hingewiesen und selbst wenn die Zahlen viel besser waren, versuchte der Kämmerer deutlich zu machen, dass keine Handlungsspielräume für Mehrausgaben bestehen. Nicht so dieses Jahr. Kämmerer Konrad Beugel berichtete von Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer in diesem Jahr, statt geplanten 82,2 Mio. € werden wohl über 123 Mio. € vereinnahmt. Dies wird zu einem sehr guten Jahresergebnis führen und auch für 2019 werden 115 Mio. € Gewerbesteuereinnahmen erwartet. Klasse werden jetzt viele denken, der Investitionsstau kann weiter abgearbeitet werden und für mehr Beschäftigte und für Annehmlichkeiten für Kolleginnen und Kollegen wird ja auch der eine oder andere Euro drin sein. Erwartungen, die sich wohl nur teilweise erfüllen lassen. Noch mehr investieren, wird wohl am fehlenden Fachpersonal in den technischen Ämtern scheitern. Auch wenn Private beauftragt werden, braucht es für die Vergabe Personal. Mehr Stellen zu schaffen und damit das dringend benötigte Personal einzustellen, wird wohl wieder Hauptstreitpunkt zwischen den Stadtratsfraktionen werden. Die Bereitschaft die Arbeitsbedingungen zu verbessern ist nur dann ausgeprägt, wenn an bestehende Strukturen und Führungskräfte nichts verändert werden muss.

Neues Buch von Werner Lutz wl Neues Buch von Werner Lutz

Neues von Werner

Dieses Mal der Hinweis dass Werner ein Buch veröffentlicht hat. Die Erzählung „in der Warteschleife“ ist im Geest-Verlag erschienen und kann über ihn zum Preis von 10,80 Euro + Porto bestellt werden. Natürlich ist es auch möglich das Buch über uns ohne Porto zu erwerben. Kontaktdaten für Bestellungen: Mail einheiztext@t-online.de – Tel. 09131/404671

Zur Erzählung, es ist die Zeit der ersten großen Flüchtlingswelle in Deutschland. In vielen Städten gibt es im Sommer 2014 Notaufnahmelager. Flüchtlinge werden provisorisch in Zeltstädten untergebracht oder sie schlafen in den heißen Sommerwochen sogar ungeschützt im Freien, wie in München. Das Wort ‚Willkommenskultur‘ gibt es bereits, und eine humanistische Haltung, die diese Willkommenskultur vor allem im darauffolgenden Jahr in ganz Deutschland prägen wird, zeigt sich auch schon in diesen Sommerwochen. Erzählt wird die Geschichte von Hans, der zusammen mit einer Kollegin für einige Zeit zum Leiter eines Notaufnahmelagers ernannt wird, mit ihr gemeinsam Problemstellungen in der kurzen Zeit des Bestehens des Lagers erkennt und zugunsten der Flüchtlinge zu meistern versucht…

Auflösung Rätsel 7/2018 sb Auflösung Rätsel 7/2018

Rätsel –Auflösung und neues Rätsel

Die Frage, wer managt den Nietenverkauf bei der Eltersdorfer Kirchweih war zu einfach. Etliche wussten, dass dies ein ehrenamtlicher Nebenjob von Silvia Beyer ist. Als Beweis siehe auch das Foto von der diesjährigen Kirchweih. Beim aktuellen Rätsel gehen wir nach Nürnberg und wollen wissen, wann und wo das ungewöhnliche Rednerpodium für den Nürnberger OB Maly zum Einsatz kam.

Rätsel 8/2018 rh Rätsel 8/2018

Hä?

Im Mitarbeiterportal wurde unter der Überschrift „Erfolgreich kommunizieren“ eine Handreichung für die Stadtverwaltung, Erarbeitet von der Projektgruppe Kommunikation, Stand: 3. September 2018 veröffentlicht. Dort steht auf der Seite 34 von 35 unter der Überschrift 5. Barrierearme technische Gestaltung von Dokumenten wörtlich:

Schreiben sie rechtsbündig

Wir sind sehr gespannt, wann die erste Stadtratsvorlage rechtsbündig formatiert wird.

 

Stadtratsvorlagen – Hurra der lange Donnerstag ist weg

Da wir schon beim Thema sind, manchmal ist es interessant Stadtratsvorlagen im Ratsinformationssystem zu lesen und das Lesen bringt Erkenntnisgewinne. Im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss wurde am 19.9.2018 eine Vorlage „Öffnungszeiten bei der Stadtverwaltung Erlangen; Abweichende Regelungen für die Verwaltungsbereiche von EB77 und des Friedhofs- und Bestattungswesens in Amt 34 sowie Amt 50“ behandelt und einstimmig beschlossen. In der Vorlage steht:

Seit 06.06.2018 gelten innerhalb der Stadtverwaltung Erlangen folgende einheitliche Öffnungs-zeiten (siehe Beschluss vom 18.04.2018, Vorlagennummer 11/140/2018):

Montag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Dienstag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Mittwoch: geschlossen (nur Termine nach Vereinbarung)

Donnerstag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Freitag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Leider sind die Aushänge in den Dienststellen zu den Öffnungszeiten noch nicht aktualisiert und es wird noch kommuniziert, dass am Donnerstag bis 14.00 Uhr geöffnet ist.

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 15 / 2018 – Wohnraum statt Rendite!

In Großstädten fehlen immer mehr bezahlbare Wohnungen. Auch der Beirat des Wirtschaftsministeriums hat sich jüngst dazu geäußert. Wieder einmal soll es „der Markt“ richten. Den sozialen Wohnungsbau wollen diese Wissenschaftler ebenso abschaffen wie die Mietpreisbremse.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 16 / 2018 – Mangel an Fachkräften? 

Unternehmerverbände beklagen regelmäßig einen Fachkräftemangel. Das Problem ist aber hausgemacht. Wer höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen bietet, findet auch die benötigten Arbeitskräfte.

 

Surfen Nr. 196

DGB, Atlas der Arbeit: Daten und Fakten über Jobs, Einkommen und Beschäftigung  http://www.dgb.de/atlas-der-arbeit
Dieser Atlas der Arbeit vermittelt facettenreich, wie unsere Arbeitswelt heute gestaltet ist, wie sie sich ständig wandelt und welche Möglichkeiten wir – besonders Politik, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft – haben, sie zu verändern. Er liefert damit eine solide Grundlage, um über die Arbeit der Zukunft zu diskutieren.

 

Spanier ohne Auto?

CARLOS

 

Deutsch  Boarisch       Frängisch

Der BH  da Busnhoita der Be´haa

 

Kunst mit Satzzeichen (XV)

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   (Strich)

Parfümflaschen: in rosa für die Frau und in blau für den Mann Foto: Urric / Shutterstock.com Der kleine (Preis-)Unterschied: Außen anders, innen gleich

Sei leis! (odder: Nämbercher Drichder)

In dä Kerch mussd schdill sei,
wenn dä Bfarrer schbrichd.
Dahamm mussd schdill sei,
wenn dä Baba schbrichd.
In dä Schull mussd schdill sei,
wenn dä Lehrer schbrichd.
Aff dä Ärberd mussd schdill sei,
wenn dä Scheff schbrichd.

Wenns dann danooch
schdadd anner Beförderung hassd,
dassd dein Mund ned aufbringsd,
fälld dä nix mehr ei.

Mathias Kröner

 

Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommt man auch für bestürzenden Unsinn.

Von Ulrike Hermann, aus der TAZ vom 19.8.2017, Teil II

Anleger sind rational

Eugene Fama, 78, hat sich sein Leben lang mit Aktienmärkten befasst, die er für „effizient“ hält. Drei Annahmen sollten belegen, dass die Finanzmärkte immer recht haben und jederzeit quasi den wahren Wert von Aktien und Anleihen abbilden. Erstens: Die Anleger sind rational. Zweitens: Sollten die Anleger nicht rational sein, macht das auch nichts. Denn ihre irrationalen Entscheidungen würden sich gegenseitig aufheben, sodass der Markt als Ganzes wieder rational wäre. Drittens: Sollte der Markt tatsächlich irrational sein, dann gäbe es garantiert Spekulanten, die sofort erkennen, dass die Aktien und Anleihen von ihrem echten Wert abweichen – und entsprechende Wetten mit Derivaten abschließen. Prompt würde sich der Markt wieder im Gleichgewicht einpendeln. In Famas schöner Plastikwelt folgen Spekulanten nie der Herde, und es ist auch nicht denkbar, dass sich eine Spekulationsblase aufpumpt, weil ständig neue Kredite ins System fließen. Eine Finanzkrise war in Famas Modell komplett ausgeschlossen – leider hat sie sich trotzdem ereignet. Durch den Crash ab 2007 wurde seine gesamte Theorie empirisch widerlegt. Einen Nobelpreis bekam Fama für seine Fiktionen trotzdem: 2013.

MR. BIG rh MR. BIG

CULDUR

PYRASER CLASSIC ROCK NIGHT MIT SAXON, ICED EARTH, MR. BIG, BACKYARD BABIES U.A.

28.7.2018, BRAUEREIGUTSHOF PYRAS

Zuerst die gute Nachricht, im Vergleich zum letzten Jahr sind die Halbe mit 3,00 Euro und die nichtalkoholischen 0,5 Liter Getränke mit 2,50 Euro nicht teurer geworden. Dies zusammen mit der Biergartenatmosphäre, den vielen schattigenSitzgelegenheiten, kostenloses Parken und Campen, Bands aus den Anfangsjahren des Metals, lässt inzwischen viele Hartwurstveteranen jährlich nach Pyras pilgern. Die diesjährige Classic Rock Night war deshalb recht früh ausverkauft. Im Gegensatz zu den Vorjahren fehlten unter den Top Acts deutschen Urgesteine wie Doro, Axel Rudi Pell, U.D.O. oder Bonfire. 2018 war mehr international ausgelegt. Los ging es mit einer meiner Lieblingsbands den schwedischen Punk-Rockern Backyard Babies. Schon optisch sind sie zweigeteilt. Basser Johan Blomquist, das ganze Set eisern in einer schwarzen Lederjacke, trotz saunahaften Temperaturen im Pyraser Rocktempel, der Scheune und Drumer Peder Carlsson waren optisch Hard Rocker. Sänger und Gitarrist Nicke Borg und Gitarrist Andreas „Dregen“ Tyrone Svensson waren die Punker. Letzterer spuckte wild um sich und jedes zweite Wort von ihm war „Fuck“. Das war es aber leider auch schon, denn der grottenschlechte Sound ließ die tollen alten Kracher der Babies wie „Brand New Hate“ oder „A Song For The Outcast“ im lauten Soundbrei untergehen. Als nächstes enterten die Amis von Mr. Big die Bühne. Bekannt sind sie durch den Riesenhit „To Be With You“ aus dem Jahr 1991 und dem Cat Stevens Cover „Wild World“ von 1993. Danach verschwand die Band in der Versenkung. Jetzt sind sie wieder aktiv, mit Eric Martin als Sänger. Seine satte kraftstrotzende Bluesrockstimme tut der Band gut. Satter abgezockter Stadionrock mit vielen langen Solos war vom Quartett zu hören. Dazu einige Gags wie das bearbeiten der Saiten mittels Akkuschrauber. Natürlich brachten sie ihre beiden Riesenhits. Allerdings fehlt es dem Quartett doch an genügen guten Songs um einen 75 Minuten Auftritt zu bestehen. Danach wurde es trashig, laut und heftig mit Iced Earth aus Florida. Angetrieben von zwei Gitarren shoutete Sänger Stu Block die Songs und die Metall Fraktion bekam endlich die gewünschte Dosis auf die Ohren. Angesichts der beiden Bands zuvor war die Erleichterung und Begeisterung der Meute deutlich spürbar. Von der Dramaturgie war der Auftritt perfekt, 20 Minuten vor Ablauf ihrer Spielzeit, nachdem einige langsamere Nummern gespielt wurden, ließen sich zu einen Zugabeblock rufen und zogen noch einmal deutlich das Tempo an. Mit „Clear the Way (December 13th, 1862)“ von ihrer letzten Scheibe Incorruptible und „Watching over me“ aus dem Jahr 1998 ging ein starker Auftritt zu ende.

Peter "Biff" Byford von Saxon rh Peter "Biff" Byford von Saxon

Damit war der Weg für British Steal frei. Saxon seit 1979 auf der Bühne um Sänger Peter „Biff“ Byford waren zu recht der Top Act. „Biff“ trägt seit mindestens 15 Jahre seine graue Mähne und macht damit immer wieder ein wenig  Head Banging. Respekt, viele aus dem Publikum können da nicht mehr mithalten. Musikalisch ließen sie nichts anbrennen. Einfach schnörkelloser vitaler Rock pur, perfekt gespielt. Es war eine bunte und passende Mischung aus sehr alten Songs, Klassikern und Stücken der jüngeren Bandgeschichte, sowie von der aktuellen CD Thunderbolt. Mit dem gleichnamigen Song ging es los und es folgte das Titelstück der 2013 erschienen CD Sacrifice. Mit den Titelstücken der 1980 erschienen Scheibe Wheels of Steel und Denim and Leather endete übrigens auch das Konzert.  Dazu gab es mit „They Played Rock and Roll“ eine sehr emotionale  Verbeugung vor ihren früheren befreundeten Kollegen Lemmy und Motörhead. Eine perfekte Show und ein gut gelaunter Mastermind waren dann noch das Sahnehäubchen oben drauf. „Biff“ zog sich sogar eine auf die Bühne geworfene Saxon-Kutte für einige Songs über. Kein Wunder, dass die inzwischen proppenvolle Scheune und der Platz davor kochte und die Meute „Saxon, Saxon“-Sprechchöre anstimmte. Da ist es dann auch kein Problem, dass „Biff“ zu Beginn mit „Fuckin`Germany, fuckin`Nürnberg“ grüßte. Als ob es keinen Unterschied zwischen Pyras und Nürnberg gibt.

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