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verdi-Info Nr. 5/2017

für die Stadtverwaltung Erlangen
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Info Nr. 5/2017 38. Jahrgang (im Internet ohne Rückseite) vom 11. Mai 2017

Inhalt:

  • 19.5.2017 Grillfest
  • Kommt ÖPP?
  • Bundesautobahngesellschaft – weitere Umverteilung
  • Filosofen
  • EGO Beratungstermine
  • 17. Mai betriebsgruppe
  • Für uns im Personalrat aktiv (VIII)
  • Erleichterung bei hohen Raumtemperaturen
  • Preisrätsel
  • Riesen schreck
  • Neue CD von Herrn L.
  • Kurz & knackig (So ist es Recht, schöne Vorgesetztenbeschreibung, anfordern, surfen 182, Otto ist weg, Culdur – Disco Ensemble, Buch „Als ich aufwachte, war so sehr Montag, dass es wehtat“ von Mikko Rimminen, Royal Republik)

 

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

hiermit ergeht die herzliche Einladung

zum 39. Grillfest der Gewerkschaft ver.di für alle Kolleginnen und Kollegen, ihren Angehörigen und Bekannten am Freitag, den 19. Mai 2017

wieder im Garten der Erba-Villa ab 15.30 Uhr.

 

Die Einladung kann nachstehend als Datei runtergeladen werden.

ÖPP – Teufelszeug – Privatisierung – nur ein Beschaffungsmodell?

Seit Jahren wird über ÖPP (Öffentliche private Partnerschaft), früher hieß dies PPP (Public private Partnership), diskutiert. Im Kern geht es darum, dass ein Privater öffentliche Aufgaben wie Planung, Bau, Finanzierung, Unterhalt, und Betrieb einer Liegenschaft in der Regel über einen Zeitraum von 25 Jahren erledigt. Natürlich will der Private Gewinn machen und deshalb ist es naheliegend, dass ÖPP teurer ist als die Selbsterledigung.

Bei der Stadt Erlangen wurden bislang nur die Bauhofwerkstätten über PPP neu gebaut. Aktuell wird für das „Campus berufliche Bildung“ (Berufsschulsanierung, Sanierung Technikerschule und Neubau Wirtschaftsschule) ein ÖPP überlegt.

Um sich zu informieren hat der Stadtrat am 27.4.2017 den Nürnberger Kämmerer Harald Riedel eingeladen. Nürnberg führt seit 10 Jahren ÖPP Projekte durch. Laut Riedel ist es keine Privatisierung, sondern lediglich ein Beschaffungsmodell. In Nürnberg werden die meisten Bauvorhaben durch die Stadt selbst durchgeführt, lediglich bei drei Schulneubauten hat man ÖPP gewählt. Auch wegen fehlender Kapazitäten in der Hochbauverwaltung. Die Stadt Nürnberg erreicht dabei einen Wirtschaftlichkeitsvorteil von 10 – 20 % in der Bauphase. Weitergehende Aussagen, insbesondere Vergleichszahlen präsentierte Riedel in seinem Vortrag aber nicht. ÖPP geht in Nürnberg nicht ohne externe Berater. Im Hochbauamt und in der Kämmerei gibt es eigene ÖPP-Abteilungen/-Stellen. Hinsichtlich der 25 jährigen Betriebsphase sind die ÖPP Schulen Insellösungen im Vergleich zu den restlichen Schulen. Bei städtischen Bauvorhaben wird das Projekt in 2-3 Haushaltsjahren komplett finanziert, bei ÖPP muss über 25 Jahre gezahlt werden. ÖPP macht nur Sinn, wenn alle Kosten bei Vertragsschluss bekannt sind, deshalb sind Sanierungsmaßnahmen weniger geeignet. Alle Nachforderungen, Änderungen nach Vertragsschluss führen zu Kostensteigerungen. Soweit die wesentlichen Punkte aus dem Vortrag von Riedel.

Fragen – Anmerkungen

Nicht doch eine Privatisierung?

Formal bleibt die Stadt Eigentümerin des Objektes, aber über 25 Jahre hinweg macht Bau und Betrieb ein Privater. ÖPP ist deshalb zumindest eine befristete Privatisierung.

Privater will Gewinn erzielen und trotzdem billiger?

Dies ist die spannende Frage, zahlreiche Untersuchungen, insbesondere der Rechnungshöfe belegen, ÖPP ist teurer.

Lange Bindung

Damit der Private an günstige Kredite kommt, muss die Stadt über 25 Jahre die Zahlungen garantieren und an die Bank abtreten. Somit zahlt die Stadt in allen Fällen, unabhängig was passiert (ob der private Partner pleite geht, die Schule nicht mehr gebraucht wird, der Betrieb deutlich billiger geworden ist …).

Wirkung für den städtischen Haushalt

Durch ÖPP können Projekte vorgezogen werden, die im aktuellen Haushalt nicht finanziert werden können. Wenn aber damit alle denkbare Projekte vorgezogen werden, ist der finanzielle Spielraum für die nächsten 25 Jahre ausgeschöpft und keine Investitionen sind mehr möglich.

Aus Haushaltssicht

Entscheidend ist, ob im Ergebnishaushalt ein Überschuss erzielt wird. Kein Überschuss bedeutet, keine Kreditaufnahme und damit auch kein ÖPP (die Ratenzahlungen über 25 Jahre sind Schulden). Ein hoher Überschuss bedeutet, die Stadt kann hohe Kredite aufnehmen und viel investieren.

Wie weiter

Die Stadtratsfraktionen wollen sich erst noch eine Meinung bilden. Die Vertreter der Ampelkoalition (SPD, Grüne Liste und FDP) wollen ÖPP „vorurteilsfrei“ prüfen. Die Erlanger Linke lehnt ÖPP eindeutig ab, CSU, FWG und ÖDP äußerten sich sehr skeptisch bis kritisch ablehnend.

Weitere Umverteilung von unten nach oben droht über die Bundesautobahngesellschaft

Wieso ist es problematisch, wenn statt des Staats nun Konzerne die Infrastruktur der Autobahnen für dreißig Jahre übernehmen? Weil dies um ein Vielfaches teurer wird – gestückelt über Jahrzehnte, vorbeigeschummelt am Haushalt und versteckt hinter komplizierten Regelwerken, die parlamentarisch nicht mehr kontrollierbar sind, weil sie unters Geschäftsgeheimnis fallen. Um dies zu erreichen, ließ der damalige Bundeswirtschaftsminister Gabriel die Infrastrukturgesellschaft designen. Verschleiert wird dieses Unterfangen vom zähen Dunst ministerialer Nebelmaschinen, die seit drei Jahren auf Hochtouren laufen. Es soll für die Öffentlichkeit nicht offensichtlich werden, wie die Bundesregierung für Investoren aus Infrastruktur Anlageprodukte fabriziert. Die Trickserei versteckt sich in Details. Durch den Trick, keine Staatsgarantien zu gewährleisten, wird die Gesellschaft als nicht staatlich „fingiert“, wie ein Experte sagt. Die Bonität sinkt und die Preise für die Kapitalbeschaffung steigen. Ein Finanztrick. „Auf diese Weise entstehen höhere Renditen für private Kapitalgeber“, sagt Holger Mühlenkamp, Verwaltungswissenschaftler der Uni Speyer. Der Preis wird also künstlich in die Höhe getrieben, bezahlt aus Steuergeldern.

Ein Geschäftsmodell – von der Bundesregierung für Konzerne maßgeschneidert. Und auch praktisch für Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Denn ohne Staatsgarantien werden die Kosten der Infrastrukturgesellschaft außerhalb des Haushalts verbucht. „Ein Ziel ist es, die Schuldenbremse zu umgehen“, sagt Mühlenkamp. Der Verwaltungswissenschaftler äußert sich in der Regel vorsichtig. Dennoch: „Offenbar haben sich hier Lobbies auf Kosten der Steuerzahler und Autofahrer durchgesetzt. Das führt höchstwahrscheinlich zu weiterer Vermögens- und Einkommensungleichheit. Das ist dann Umverteilung von unten nach oben.“ Offensichtlich vertreten die Bundesminister Schäuble und Dobrindt nichtmehr die Bevölkerung , sondern die Interessen der Banken und Versicherungen (Quelle taz vom 9.12.2016).

Filosofen Die Holländer sind vorne vom Feinsten bestückt.

Oliver Kahn

Neue Entgeltordnung (EGO) – Beratungstermine für ver.di-Mitglieder

Durch die Einführung der neuen EGO zum 1.1.2017 ändert sich für die Beschäftigten mit Ausnahme der Beschäftigten in EG 9 und EG 13 mit Zulage nichts. Sie bleiben so eingruppiert wie bisher. Voraussetzung für eine Höhergruppierung durch die EGO ist ein Antrag durch den Beschäftigten. Die Beschäftigten können bis 31.12.2017 einen entsprechenden Antrag stellen. Das heißt es bleibt genügend Zeit für eine eingehende Beratung durch die Gewerkschaft, ob sich eine neue Eingruppierung durch die EGO lohnt oder eher eine Verschlechterung durch den Wegfall von Besitzständen ist. Wird innerhalb 2017 ein Antrag auf Eingruppierung nach der neuen EGO gestellt, wird in allen Fällen rückwirkend zum 1.1.2017 höhergruppiert. Das heißt nicht stufengleich.

Beratungstermine in Erlangen

Die ver.di Sekretäre Christian Kleefeld und Frank Bess kommen an mehreren Tagen nach Erlangen, damit sich ver.di Mitglieder vor Ort beraten lassen können. An folgenden weiteren Tagen finden Beratungen in den Räumen des Personalrates, Nägelsbach Str. 26, II. OG statt:

1. Juni. und 13. Juli 2017 von 9:00 – 16:00 Uhr.

Wichtig, für die Beratung muss ein genauer Termin vereinbart werden. Die Koordination bzw. Terminvergabe macht Dietmar Radde (telefonisch 86 2420 oder per Mail dietmar.radde@stadt.erlangen.de). Wir bitten um rasche Anmeldung. Bei der Anmeldung teilen wir mit, welche Angaben für eine qualifizierte Beratung unbedingt erforderlich sind.

Beratungsgutschein für ver.di Mitglieder rk Beratungsgutschein für ver.di Mitglieder

Impressum:

V.i.S.d.P.: C. Kleefeld, ver.di-Fachbereich Gemeinden, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Tel. 091123557107, Auflage 875 Stück, Redaktionsschluß, 11.5.2017. Die Kosten für den Druck wurden durch ver.di-Beiträge finanziert. Vielen Dank an alle ver.di-Mitglieder in der Stadtverwaltung. Nachdruck nur mit Genehmigung! Kontakt: roland.hornauer@stadt.erlangen.de

 

MITMACHEN

17. Mai ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2017 jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag, Mittwoch und am Donnerstag bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Mittwoch 17. Mail, 17.00 Uhr, Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG. Themen sind u.a. das Grillfest am 19. Mai 2017 und zum Schluss Fragen zur EGO.

Daniel Drechsler, Theater, Nr. 31 GPR und Nr. 11 StPR rh Daniel Drechsler, Theater

Für uns im Personalrat aktiv (VIII)

Wie angekündigt stellen wir in jeder Infoausgabe unsere Personalräte vor. Dieses Mal ist Daniel Drechsler vom Theater dran. Daniel ist erstes Ersatzmitglied im Stammpersonalrat für die Arbeitnehmervertreter von ver.di. Ersatzmitglied heißt, immer wenn ein Personalrat verhindert ist rückt das Ersatzmitglied in den Personalrat nach und ist dann volles Personalratsmitglied mit allen Rechten. Bei insgesamt 10 ver.di Arbeitnehmervertreter ist Daniel eigentlich laufend ein normales Personalratsmitglied. Daniel arbeitete in der Theatertechnik und ist unter der Tel. Nr. 86 2374 erreichbar.

1. Seit wann bist Du bei der Stadt Erlangen beschäftigt, und in welchem Bereich arbeitest Du?

Ich bin seit September 2003 bei der Stadt Erlangen beschäftigt im Theater.

2. Welche Ausbildung hast Du? – Hast Du bei der Stadt Erlangen gelernt?

Ich habe den Ausbildungsberuf „Fachkraft für Veranstaltungstechnik“ bei der Stadt erlernt. Und mich später nebenbei zum Meister für Veranstaltungstechnik Fachrichtung Bühne/ Studio fortgebildet.

3. Was hat Dich bewegt, für den Personalrat zu kandidieren?

Der Anstoß zu Kandidatur kam durch ver.di-KollegInnen, die mich von meiner Arbeit im Theater kannten. - Ich denke aber auch, die Zeit war für mich reif war, daß ich mich für eine solche Kandidatur bewerbe.

4. Hast Du damit gerechnet, daß Du gewählt wirst? Wie haben Deine KollegInnen reagiert?

Nein, ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet. - Sowohl ich wie auch meine KollegInnen vom Theater haben sich natürlich gefreut, daß ich als Ersatzmitglied für den Stammpersonalrat gewählt wurde. Gut ist, daß seit meiner Wahl durch mich ein ständiger Draht und ein guter Kontakt von Beschäftigten des Erlanger Theaters zum Personalrat besteht. Die Zusammenarbeit mit Personalräten hat sich auch bewährt in dem Kampf um die Überleitung von Beschäftigten aus dem Technischen Bereich, die nach dem (schlechteren) Tarif „NV-Bühne“ bezahlt wurden, zum TVÖD.

Daniel in Aktion dd Daniel in Aktion

5. Welche Kritikpunkte gibt es von Dir, wo sich für Beschäftigte bei der Stadtverwaltung dringend etwas ändern müßte?

Spontan fällt mir dazu ein, die „Haushaltslose Zeit“, wie wir sie zurzeit erleben, für uns Beschäftigte am Erlanger Theater alles andere als vorteilhaft ist. Dringende Ersatzbeschaffungen oder Investitionen dauern so eben etwas länger.
Außerdem die vergleichsweise schlechte Bezahlung z. B. von Schauspielerinnen und Schauspielern und anderen Künstlern im städtischen Vergleich.

6. Was nervt Dich bei Deiner Arbeit manchmal?

Kurzfristige Dienstplanungen aber sind im Theaterbetrieb unumgänglich. Aber im Großen und Ganzen gehe ich sehr gerne Arbeiten im Erlanger Theater

7. Liest Du regelmäßig? Welches Buch zurzeit?

Zurzeit nichts Bestimmtes.

8. Machst Du Sport? – Hast Du Hobbys? – Wenn ja welche?

Ich bin schon lange bei der Wasserwacht aktiv. Das bedeutet in meiner ehrenamtlichen Funktion als Einsatzleiter Dienste und Engagement bei allen möglichen Einsätzen. Es macht mir Spaß und es ist ein Ausgleich für meine berufliche Tätigkeit.

9. Warum bist Du ver.di-Mitglied geworden?

Weil Tarifverträge nicht vom Himmel fallen. – Diese banale Antwort ist für mich immer noch die richtige und entscheidende. Das sagte auch mein Vater damals zu mir, als ich bei der Stadt Erlangen begonnen hatte zu arbeiten. Er meinte: „Jetzt bist Du bei der Stadt. Da geht man in die Gewerkschaft.“

10. Wie könnte das ver.di-Info verbessert werden? Was fehlt?

Wir sollten nicht mehr so viele Exemplare auf Papier ausdrucken.

Endlich: Stadt hat wirksame Erleichterung bei hohen Raumtemperaturen im Rathaus geschaffen, aber mit gravierendem Planungsfehler.

Seit der Rathaussanierung herrschen bei Sonnenschein in vielen Rathausbüros viel zu hohe Temperaturen. Insbesondere wenn es am Wochenende durchgehend sonnig ist, wäre am Montag ein Saunabetrieb möglich. Die zahlreichen Klagen und Beschwerden haben jetzt zu einer Erleichterung für die betroffenen Beschäftigten geführt. Die Stadt hat keine Kosten und Mühen gescheut und eine schattige Liegewiese für die Hitzegeschädigten im Rathausfoyer aufgebaut (siehe Bild).

Rathausliegewiese rh Rathausliegewiese

Bei Hitze im Zimmer können jetzt die Beschäftigten einfach ein Handtuch nehmen und sich auf der Liegewiese abkühlen. Dank der genialen räumlichen Anordnung ist die Liegewiese absolut sonnenstrahlenfrei und garantiert somit einen optimalen Abkühlungseffekt. Sollte sich die Lösung bewähren ist geplant auch in anderen hitzegeplagten Gebäuden wie Museumswinkel Liegenwiesen zu errichten.

So schön die Liegewiese ist, ein Problem ist nach zweitägigen Betrieb deutlich geworden. Die Wiese wurde gegossen. Schön und gut, ein nasser Rasen ohne Sonnenlicht, dazu braucht man keine Ausbildung zur Gärtnerin, zum Gärtner, fault und stinkt damit gewaltig. Nachdem ein stinkender Eingangsbereich des Rathauses und die Willkommenskultur nicht zusammen passen, sind die Tage der Liegewiese gezählt. Schade, einmal wenn was für das belastete Personal gemacht wird.

Neues Rätsel – Auflösung

Beim Rätsel wollten wir wissen, wer ist die beste Maiplakettenverkäuferin? Einige Hinweise gaben wir, es ist eine Kollegin in einer Außenstelle, die innerhalb von 2 Tagen 55 Maiplaketten verkaufte. Dank der Hinweise gab es natürlich richtige Lösungen neben etlichen falschen Einsendungen.

Beste Verkäuferin rh Beste Verkäuferin

Alle Einsendungen wurden mit einer Maiplakette aus den Vorjahren „belohnt“. Unsere beste Plakettenverkäuferin war übrigens Kollegin Uschi Rossmann aus der Kämmerei (Gebäude Nägelsbachstr. 38 und 40). Beim neuen Rätsel wollen wir wissen, wo steht genau die schöne Skulptur?

Rätsel 5-2017 rh Rätsel 5-2017

Schreck lass nach

Am 26. April hatten die Personalrätinnen Iris Schubert und Silvia Beyer vor der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Personalausschuss des Stadtrates noch etwas Zeit und schauten sich eine Ausstellung im Eingangsbereich des Rathauses an. Zu sehen war „Unbezahlbar“, ein interaktives Projekt des Künstlers Johannes Volkmann. Dieser hatte während des Nachhaltigkeitstag am 24.9.2016 in Erlangeneine lange Tischtafel mit Tellern und Besteck, alles in Papier verpackt aufgebaut. Auf dieser Tischtafel konnten die Besucher notieren, was für sie unbezahlbar ist. Die Ausstellung dokumentierte diese Aktion. Interessiert schauten sich die beiden Personalrätinnen die Bilder der Ausstellung an. Bis sie das nachstehende Bild sahen und erschreckt aufschrien.

Ausstellungsmotiv sb Ausstellungsmotiv

Der Spätnachmittag war damit für beide damit gelaufen. Nicht einmal bei einer Ausstellung zum Nachhaltigkeitstag werden Personalrätinnen vom Personalratsvorsitzenden verschont. Ach ja, was der Personalratsvorsitzende notiert hat, wurde natürlich bildlich festgehalten.

Unbezahlbar rh Unbezahlbar

Neues von Herrn L.

Neue CD von Werner Lutz - „Fremde in der Stadt“

Unser Werner schreibt nicht nur kleine satirische Texte, sondern ist auch als Musiker aktiv. Viele kennen ihn als Begleiter von Streikkundgebungen, Aktionen gegen Rechts oder Kundgebungen für Frieden und Abrüstung. Nach einer längeren Pause hat er jetzt endlich wieder 10 Songs auf CD pressen lassen.

Im Zentrum des soeben erschienenen Albums von Werner Lutz „Fremde in der Stadt“ (eingespielt mit den Begleitmusikern Mario Bock (Saxophon) und Rüdiger Miller (Keyboards) steht der Kampf gegen die Rechtsentwicklung in unserer Gesellschaft.

Die gesellschaftliche Herausforderung, die sich seit Jahren mit der Aufnahme von vielen zehntausend Flüchtlingen für unser Land stellt, wird im Lied „Fremde in der Stadt“ skizziert. Flüchtlinge und Fremde bereichern unser Land, unsere Städte und Straßen, unser Leben. Flüchtlinge gehören zu uns, haben bei uns ihren Platz.

Dank Werner Lutz sogar mit kulturellen Beitrag rh Dank Werner Lutz sogar mit kulturellen Beitrag

Die Lieder „Der Sündenbock“ oder „Pegida“ thematisieren den immer lauter werdenden Rechtspopulismus. So singt Werner in „Der Sündenbock“:

Seitdem mein Nachbar wieder wählen geht, ist seine Welt für ihn okay,
er hat jetzt endlich einen Tunnelblick, dank seinem Kreuz bei der AFD.
und wenn man ihm nun Strom und Miete erhöht, dann lächelt er ziemlich entspannt,
denn er weiß von seinem Wahlprospekt, schuld ist nur der Asylant.
            Tja, in Zeiten, wo sie einem das Fell über die Ohren ziehn,
            Ist, um Ärger zu meiden – ein Sündenbock zum draufhau’n,
            statt selber ändern sau-bequem.

Bei anderen Liedern gegen rechts geht es um das Alltagsgeschäft, sie sind entstanden als Beiträge für Auftritte von Werner Lutz (häufig mit Mario Bock) bei Aktionen gegen Nazis. Das im Stil eines bayerischen Volksliedes interpretierte „Unser Landrat“ - Skizzierung eines gestandenen Kommunalpolitikers, der mit seinem Dorf gegen Flüchtlinge ins Feld zieht - gehört dazu. Das von einigen bekannten deutschen Liedermachern (Wecker, Wader, Höhner) in letzter Zeit populär gewordene Volkslied-Revival ist an Werner Lutz nicht vorübergegangen. Sein persönlicher Beitrag dazu ist eine textliche Neufassung des Liedes „Im Krug zum grünen Kranze“.

Neue CD wl Neue CD

Den Schluß des Albums bildet ein ruhigeres Lied, mit dem geschichtlich daran erinnert wird, daß es auch andere faschistische Diktaturen gab als die deutsche. Der Titel ist „Argentinien 1976“. Unter den zehn Liedern des Albums gibt es seit langer Zeit wieder mehr in fränkischer Mundart zu hören. Das ist hörbar bereits beim ersten Stück, dem „Flaschensammelblues“, einem Song über den „Flaschensammelking“ eines Viertels, der Flaschensammelreviere einteilt und das Flaschensammeln zur Chefsache macht….

Ich lang‘ weger jeder Flaschn in verschissne Windeln `nei,
ziech klirrend meinen Kinderwagn in dunkle Gassn `nei.
Manchmal sind nu` Nagerl drin, und wals mir vor gar nix graust,
kann’s passiern, daß mir hernach die Därmer recht zerzaust.
Des is‘ mei‘ Welt, des is‘ mei‘ Reich,
bei mir sind alle Flaschen doch ganz gleich,
denn beim Pfand vom Glashals- bis zum –fuß
gibt’s kaan Unterschied ned beim Flaschensammelblues.

Insgesamt sind es auch dank der beiden Begleitmusiker knapp über 40 kurzweilige Minuten. Die CD kann bestellt werden für 10 Euro + Porto unter einheiztext@t-online.de, bei uns und kann natürlich auch während des Grillfestauftritts erworben werden.

 

So ist es Recht

Der vertragliche Umfang der Arbeitspflicht

Im Rahmen des Arbeitsvertragsrechts ist der Arbeitnehmer im Regelfall verpflichtet, im Rahmen seines individuellen Leistungsvermögens tätig zu werden. Wer zu einer überdurchschnittlichen Leistung in der Lage ist, hat diese zu erbringen. Wer dagegen nur über unterdurchschnittliche Möglichkeiten verfügt, begeht keine Pflichtverletzung, wenn er nur in diesem Rahmen tätig wird. Die Rechtsprechung verlangt eine „angemessene Ausschöpfung der persönlichen Leistungsfähigkeit“. Eine Gefährdung der Gesundheit muss nicht in Kauf genommen werden.

 

Schöne Beschreibung einer Vorgesetzten im öffentlichen Dienst (Sozialbehörde in Dänemark)

„Null Charme, null Engagement und flächendeckende Unkenntnis. Kurz gesagt, sie war mit Abstand die Entbehrlichste in der Abteilung – und gleichzeitig die, die man am schwersten loswurde.“

Quelle Jussi Adler-Olsen, Selfies, S. 229

Otto Vierheilig rh Otto Vierheilig

Schade Otto ist weg

Am 12.4.2017 lud unser Kollege Otto Vierheilig zur Abschiedsfeier in das BSC Sportheim unter der Überschrift „Freizeit First! Freiheit First!“. Nach 33 arbeits- und erlebnisreichen Jahren in der Stadtverwaltung, zuletzt als Leiter des Sozialamtes kamen etliche Weggefährten und natürlich nahezu vollständig die KollegInnen des Sozialamtes. Seine Nachfolgerin Frau Werner zeigte auf, wie viele kreative Ideen und Lösungen Otto für die Stadtverwaltung entwickelt hat, von der Budgetierung bis hin zu Leistungen für Bildung und Teilhabe. Für den Personalrat bedankte sich Roland Hornauer ausdrücklich für Ottos Engagement für die Beschäftigten. „Als Führungskraft, aber auch als Personalrat (von 1998 bis 2002) hat Otto hartnäckig und erfolgreich die Interessen vertreten. Otto Vierheilig war kein Ja-Sager, sondern einer der wenigen Menschen, die immer konsequent ihre Position vertreten haben. Von diesen Menschen gibt es viel zu wenige innerhalb der Stadtverwaltung, deshalb ist Ottos Abschied auch ein großer Verlust“.

Abschiedsgeschenk sa Abschiedsgeschenk

Als Erinnerung bekam Otto Vierheilig ein Bild, welches den gemeinsamen Höhepunkt des Verwaltungshandelns dokumentiert, das gemeinsame, über etliche Minuten, Viertelstunden hinziehende Luftablassen bei der Grillfest-Hupfburg im Jahr 2001, überreicht. Mittels einiger bekannter Musikstücke versehen mit neuen Texten machten seine SozialamtskollegInnen deutlich, was sie an ihren Amtsleiter hatten.

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Die Afd, ihr Programm und unsere ver.di Positionen

Der AK Antirassismus im ver.di Bezirk Mittelfranken hat "Rausreißblöcke" mit Argumentationskarten in Postkartengröße für die Auseinandersetzung mit der AfD (mit Blick auf die Bundestagswahl) entworfen und drucken lassen. Jeder Block besteht aus 27 Karten - auf jeder Karte findet sich ein Punkt aus dem Wahlprogramm der AfD und auf der Rückseite eine ver.di Position dazu. Damit sind die Blöcke gut für den Straßeneinsatz im Umfeld von AfD Ständen, aber auch für betriebliche Aktionen geeignet. Wer sich den Block im Internet anschauen möchte: https://mittelfranken.verdi.de/++file++58f7254a7713b85b1dd5d233/download/AfD-Karten 2auf1.pdf

 

Surfen 182

Am 1. Mai war ver.di bei den RednerInnen sehr präsent. Neben dem Grußwort vom Oberbürgermeister Dr. Janik, informierte unser ver.di Sekretär Christian Kleefeld über die Tarifsituation beim Bayerischen Rotenkreuz und Verena Hofbauer vom Uniklinikum über die schlechte Stellensituation in Krankenhäusern. Der ver.di Landesfachbereichsleiter Handel, Hubert Thiermeyer hielt die Mairede und berichtete u.a. vom kürzlich stattgefundenen Streik bei Wöhrl in Nürnberg. Dort versuchte der ehemalige Wöhrl-Chef Hans-Rudolf Wöhrl die Streikenden einzuschüchtern. Bilder vom 1. Mai in Erlangen finden sich unter:

https://erlangen.verdi.de/bilder

Disco Ensemble rh Disco Ensemble

CULDUR

DISCO ENSEMBLE

8.4.2017, E-WERK CLUBBÜHNE, ERLANGEN

Vor 12 Jahren waren Disco Ensemble das letzte Mal in Erlangen. Im Vergleich zu 2005 hat sich wenig geändert. Klar die Finnen und auch ihre Besucher sind älter geworden. Aber noch immer spielen die Vier Musik die abgeht. Sägende Gitarrenriffs, treibende Drums und Bässe, gepaart mit Synthesizerklängen und eingängigen Samples plus gute Vocals von Frontmann Miikka. Die Masse tanzt und bewegt sich gleich wie vor 12 Jahren. Los ging es mit dem wunderbaren „This is my Head“ von der 2005er Erfolgsscheibe „First Aid Kid“. Natürlich wurde die Gelegenheit genutzt, die Songs der neuen CD „Afterlife“ vorzustellen. Die fünf präsentierten Stücke fügten sich nahtlos in die Setlist ein. Sie sind eine Fortsetzung der bisherigen Nummern, also eine wilde Mischung aus Punk, Metal, New Wave, etwas Pop und Elektro. Anders ausgedrückt Disco Ensemble bleiben sich treu, negativer formuliert, es ist wenig Entwicklung erkennbar. Warum aber auch, wenn die gut gefüllte Clubbühne gut unterhalten wird. Ohne Vorband war es leider nur ein kurzer Abend, nach knapp 90 Minuten gingen nach den Klängen von „Stun Gun“ um 21.30 Uhr wieder die Lichter an und die Samstagabendparty musste woanders fortgesetzt werden.

 

ALS ICH AUFWACHTE, WAR SO SEHR MONTAG, DASS ES WEHTAT

MIKKO RIMMINEN

FINNISCHE ROAD NOVEL

DTV, 224 SEITEN, ISBN: 978-3-423-26128-9

Der schräge Titel ist tatsächlich eine Zeile im aktuellen Roman des 1975 geborenen Finnen Mikko Rimminen. Die ungleichen Halbbrüder Petteri und Lefa leben als Umzugshelfer mit einen klapprigen Transporter mehr schlecht als recht in den Tag hinein. Meist zugedröhnt mit Drogen, Alk oder Restalkohol haben sie die Arbeit nicht erfunden. Die Geschichten der beiden Chaoten werden aus Sicht von Petteri erzählt, spielt in Helsinki und Umgebung und umfasst insgesamt 5 Tage.

Buchtipp ww Buchtipp

Am Sonntag müssen sie die Wohnung einer alten Frau ausräumen und haben laufend unvorhergesehene Probleme, vor allen mit der senilen Bewohnerin. Am besagten Montag müssen sie einen Schrank ausliefern. Einen Tag später sollen sie Lefas Freundin Suvi mit ihrem Transporter helfen. Suvi, die in einem Pflegeheim arbeitet, will mit einer Handvoll Behinderter  auf ein Behinderten-Musikfestival gehen. Doch die grölenden, ständig türmenden, Insassen sorgen für allerlei Trubel. Wie gut, dass Suvis Kollegin und Namensschwester, die sofort Peterris Interesse erweckt. Auf der Rückfahrt übernachten alle in einer Hütte auf einer Insel und Suvi und Petteri kommen sich näher. Die Geschichte bietet viel Raum für chaotische und skurrile Szenen. Rimminen versucht dies durch schräge Metaphern und Wortneuschöpfungen zu verstärken. Anfangs sind „schwachen Sportübertragungsmoment“, „putzkopftuchbehaubte Oma“, „Geschichtsgesättigten Augen“, „ich verklosettierte mich“ oder „Huptadel“ noch lustig zu lesen. Mit zunehmender Lesedauer nervt es aber und unterbricht immer wieder den Lesefluss. Die handelnden Personen werden leider nur sehr dürftig skizziert. Hier wäre mir mehr Story und weniger finnische Literatur lieb gewesen.

ROYAL REPUBLIK

23.2.2017, STADTHALLE, FÜRTH

Ganz schön mutig waren die königlichen Schweden, als sie ausgerechnet an Weiberfastnacht in Anzug und Schlips die Bühne enterten. Aber Fürth ist halt nicht Düsseldorf oder Köln und das Outfit samt Kravatte blieb unangetastet.

Royal Republik rh Royal Republik

Dafür erklärte Frontmann Adam Grahn gleich zu Beginn den Donnertagabend zum Samstagabend, passend zur Weekend Man Tour und die Party konnte abgehen. Nachdem der hintere Teil der Fürther Stadthalle abgeteilt war, war der Saal fast voll und die Temperaturen stiegen dank der tanzenden Meute schon beim Opener „When I See You Dance with Another“. Einige waren sogar passend kostümiert und hatten die Pappkronen einer Burgerkette auf. Auffällig wie Frontman Grahn mit viel Mimik und Gestik versucht sein Publikum zu dirigieren. Dazu flirtet er mit sichtbarer Freude zwischen den Songs mit Girls in der ersten Reihe. Ein erster Stimmungshöhepunkt ist „Astronaut“, während das anschließende sehr psychedelisch angehauchte „Any Given Sunday“ die feierwütige Masse etwas beruhigt. Der inzwischen bei Konzerten obligatorische Acoustik Song wurde mit „Addicted“, ein Countrysong (!), gebracht. Mit „Full Steam Spacemachine“ endete dann die Party viel zu früh. Auffällig wie sich die Königlichen geändert haben. Wurden früher die Songs kurz und knackig runtergerotzt, werden sie heute mittels Solis viel ausgedehnter gespielt oder enden schon mal in endlosen Gitarrengewitter. Vermutlich fühlen sich Royal Republik und / oder Grahn als Rockstars und meinen so handeln zu müssen, aus meiner Sicht ist dies schade.

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