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verdi-Info Nr. 2/2019

für die Stadtverwaltung Erlangen
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Info Nr. 2/2019 40. Jahrgang (letztes Info vor Aschermittwoch) vom 15. Februar 2019

 

Inhalt:

  • JAV-Wahlen
  • Bundesfachgruppenkonferenz
  • Filosofen
  • Betriebsgruppe am 28.2 – was tun gegen Krankmacher.
  • Termine vormerken
  • Ver.di lohnt sich
  • Trump der Lügner
  • 40 Jahre ver.di-Info
  • Kurz & knackig (u.a. Motivator Leistungsentgelt, beinahe ohne OB, Neues von Werner, Bilderrätsel, Erleichterungen, anfordern, surfen 201, Termine & Veranstaltungen, Culdur mit Konzertbericht The Editors und CD-Tipp New Model Army)

 

Ver.di inzwischen seit 116 Jahren die gewerkschaftliche Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Erlangen!

 

Logo Jav-Wahl ver.di Logo Jav-Wahl

Ergebnis der Wahl zur Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) – super eigentlich sind alle gewählt – Frederike Kolb Vorsitzende der JAV Gesamtpersonalrat, Saskia Zitzmann Vorsitzende der JAV Stammpersonalrat, Stellvertretende Vorsitzende sind Christina Bock und Leona Schumm

Frauen sind stark im Vormarsch, gerade bei der JAV, für die Wahlen am 15.1.2019 hatten nur Kolleginnen kandidiert. Insgesamt waren es 8 Bewerberinnen auf dem gemeinsamen Wahlvorschlag von Beamtenbund und ver.di. Es war ein sehr enges Ergebnis, die Stimmen verteilten sich recht knapp (zwischen 16 und 29 beim Stammpersonalrat und 17 und 27 beim Gesamtpersonalrat). Nachdem „nur“ 8 Kolleginnen kandidierten, sind alle 8 Jugendvertreterinnen. Gewählt wurden jeweils 5 Frauen. Ist eine Person verhindert (z.B. wegen Urlaub, Krankheit, Schulbesuch etc.) rückt automatisch die Frau mit den nächstmeisten Stimmen als Ersatzmitglied nach. Nachrücken heißt, diese Frau ist in diesem Zeitraum reguläre Jugendvertreterin mit allen Rechten und Pflichten. Zurzeit sind von den gewählten JAV Mitgliedern eine krank und zwei sind in der Berufsschule, somit sind alle Nachrückerinnen aktuell Mitglied der JAV.

Anstehende Aufgaben

Angesichts des immer stärker spürbaren Fachkräftemangels wird die Ausbildung bei der Stadt immer wichtiger. Immer wichtiger wird aber auch, dass sich die Auszubildenden und Anwärter bei der Stadt sehr wohl und gut aufgehoben fühlen, damit sie nach der Ausbildung auch möglichst lange bei der Stadt verbleiben. Gerade hier muss in nächster Zeit einiges verändert werden.

JAV Biss muss sein! ver.di Jugend JAV Biss muss sein!

Der Punkt „sich um die Berufsausbildung zu kümmern“ hat bei der Stadt Erlangen stark an Bedeutung gewonnen. Zum einen muss die Unterstützungsfunktion des Bereiches Ausbildung im Personalamt für alle Azubis und AnwärterInnen deutlich ausgebaut werden. Es gilt die Auszubildenden und Anwärter zu unterstützen und ihnen Hilfestellung zu geben und weniger zu versuchen, diese Personen nach seinen eigenen Vorstellungen zu formen.

Zum anderen ist festzustellen, dass die Zahl der BerufspraktikantInnen und Optiprax in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und sie meistens als hochwillkommene zusätzliche Kräfte für die Arbeit am Kind eingesetzt werden. Der Aspekt Ausbildung wird von Seiten der Stadt in diesem Bereich kaum gesehen.

In den Kindertagesstätten, der Verwaltung und den technischen Berufen ist daher verstärkt darauf zu achten, dass die Ausbildung im Mittelpunkt steht und Nachwuchskräfte nicht nur als billige Arbeits– und Hilfskräfte eingesetzt werden. Verbesserungsideen sind u. a. für alle Auszubildenden (nicht nur in den Verwaltungsberufen) regelmäßige gemeinsame Treffen, um sich auszutauschen, gemeinsame Lernnachmittage, sowie die Teilnahme an einem Einführungsseminar zu ermöglichen.

Natürlich dauert es etwas um Veränderungen zu erreichen und die JAV muss sich auch erst finden. Trotzdem gilt es zusammen mit dem Personalrat die günstigen Rahmenbedingungen zu nutzen und dauerhafte Verbesserungen zu erreichen.

 

Tarifrunde der Länder – Beamtenbesoldungsrunde

In den nächsten Tagen wird in Erlangen gestreikt. Wir werden kurzfristig per Mail informieren. Bitte nehmt an der Kundgebung teil und unterstützt solidarisch die streikenden KollegInnen.

 

Vorsicht Trickbetrüger im Internet

In letzter Zeit versuchen Trickbetrüger verstärkt mittels Gewinnspiele oder Umfragen an persönliche Daten zu kommen. Vor der Teilnahme wird gewarnt.

Der arbeitet von morgens bis abends. Das nennt man Alcoholic.

Rudi Völler
BFGrK AKV rh BFGrK AKV

 

 

 

 

 

 

Bericht von den Bundesfachgruppenkonferenzen (Teil 1)

2018/2019 finden bekanntlich die ver.di-Organisationswahlen statt. Auf allen Ebenen werden die gewerkschaftlichen Gremien neu gewählt und über die künftige Arbeit diskutiert. Über die Mitgliederversammlungen bei der Stadt und im Ortsverein Erlangen und über die Konferenz für den Bezirk Mittelfranken und die Landesfachbereichskonferenz Bayern hatten wir im Info schon berichtet. Jetzt finden die Konferenzen auf Bundesebene statt. Am 12. und 13. Februar fanden die Bundesfachgruppenkonferenzen in Berlin statt. Der ver.di Fachbereich Gemeinden teilt sich in fünf Fachgruppen auf: Allgemeine Kommunalverwaltung, Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe, Schulen, Gartenbau, Friedhöfe, Forsten und die Feuerwehr. Diese Aufteilung ist historisch, in der früheren ÖTV so gewachsen und ist alles andere als logisch. In der Fachgruppe Schulen werden die Interessen der SchulhausmeisterInnen und SchulsekräterInnen vertreten. Die weiteren Hausmeister einer Kommunalverwaltung gehören dagegen zur Allgemeinen Kommunalverwaltung. Auch die Größe ist sehr unterschiedlich, die Spanne der Mitglieder geht von 135.000 bis 7.500. Eine Organisationsreform ist überfällig und soll in den nächsten Jahren angegangen werden. Die Stadt Erlangen war mit 2 Delegierten auf den Fachgruppenkonferenzen vertreten. Dietmar Radde war auf der Bundesfachgruppenkonferenz Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe und Roland Hornauer auf der Bundesfachgruppenkonferenz Allgemeine Kommunalverwaltung. Auf allen Fachgruppenkonferenzen wurde der neue Bundesfachgruppenvorstand gewählt und Anträge beraten und beschlossen. Sie bestimmen die Arbeit der jeweiligen Fachgruppe für die nächsten vier Jahre. Nachstehend der Bericht von der Bundesfachgruppenkonferenz Allgemeine Kommunalverwaltung. Im nächsten Info folgt der Bericht von der Bundesfachgruppenkonferenz Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe. Nachdem Erlangen mit Marion Lyga auch auf der Bundesfrauenkonferenz vertreten war, folgt auch von dieser Konferenz ein Bericht.

Bundesfachgruppenkonferenz Allgemeine Kommunalverwaltung (AKV)

Die AKV ist die größte Fachgruppe und damit ist die Konferenz auch die Größte. Insgesamt 65 Delegierte versammelten sich in der ver.di Bundesverwaltung in Berlin. 53,5 % waren Kolleginnen. Die Altersspanne reichte von 22 bis 65 Jahren.

Fleißiger Delegierter rh Fleißiger Delegierter

Am ersten Tag war inhaltlicher Schwerpunkt ein Podiumsgespräch: Kommunalverwaltungen auf dem Weg in die digitale Gesellschaft. Alexander Peschel,  IT-Dienstleistungszentrum Berlin (AöR) Fachbereichsleiter US 1 - Unternehmensstrategie & Architektur, vertrat die These, dass durch die Digitalisierung die Beschäftigten von lästigen Tätigkeiten entlastet werden, die Überlastungssituationen sich entspannen und mehr und besser fachlich gearbeitet werden kann.  Holger Wendel, Direktor der Verwaltungsschule Bremen, entgegnete, mit der künstlichen Intelligenz kommen dramatische Folgen auf die Beschäftigten zu, Prognosen zur Folge müssen 60 % der Beschäftigten in Zukunft mindestens einen weiteren Beruf neu lernen.

Bei den Wahlen wurde Roland Hornauer wieder in den Bundesfachgruppenvorstand AKV gewählt.

Am 2. Tag ging das zuständige Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper auf die Arbeit der letzten vier Jahre ein. Er zeigte die vielen tariflichen Erfolge auf (Erhalt der Zusatzversorgung, neue Entgeltordnung – die erste Überarbeitung der Eingruppierungsregelungen seit 50 Jahren, stufengleiche Höhergruppierung, neue Gehaltstabelle und schulische Ausbildungen wie OptiPrax werden endlich tariflich geregelt. Angesichts der Verweigerung der Arbeitgeber auf Länderebene die Lohngruppenverzeichnisse (Eingruppierungsregelungen) vernünftig neu zu regeln, kann es schnell passieren, dass in einem Bundeslande der Tarifvertrag gekündigt wird und ein Arbeitskampf damit möglich ist. Christine Behle die designierte neue Bereichsleiterin zeigte auf, wie der neue Bereich B bis 2022 transparent und schrittweise gebildet werden soll. Sie machte deutlich, dass die Fachlichkeit natürlich auch im neuen Bereich einen wichtigen Platz haben wird.

Anschließen stellte Prof. Dr. Werner Schmidt von der FATK Universität Tübingen ein neues Forschungsprojekt zum Thema „Strategien in der Personalratsarbeit“ vor. Eine seiner Thesen lautete, die Arbeit von Personalräten ist nicht nur für Beschäftigte relevant, sondern auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In einer Zeit wo Probleme und deren Lösungen eher über ethnische Herkunft erklärt werden - die Migranten sind schuld – sind kollektive Interessenvertretungen sehr wichtig.

Die Antragsberatung war dann der letzte Punkt einer intensiven Konferenz einschließlich einer gelungenen Abendveranstaltung am ersten Konferenztag.

 

Die Ausbildungsvergütung wird im März 2019 um 50 Euro erhöht. Dies ist Ergebnis der letztjährigen Tarifrunde. Ver.di lohnt sich – Mitglied werden!

 

2019 am Dienstag oder Donnerstag!

MITMACHEN

28. Februar ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, jeweils ab 17.00 Uhr, abwechselnd Dienstag und am Donnerstag, bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Donnerstag 28. Januar, 17.00 Uhr, im Sitzungsraum beim Personalrat, Nägelsbachstr. 26, II. OG.

In der Januarsitzung haben wir besprochen in einigen Treffen der Betriebsgruppe einen thematischen Schwerpunkt zu besprechen und alle Kolleginnen und Kollegen dazu einzuladen. Am 28.2.2019 wollen wir gemeinsam beraten,

was tun gegen Krankmacher?

Leider gibt es einige Führungskräfte die nachweislich durch ihr Verhalten Kolleginnen und Kollegen krankmachen. Am 28.2. geht es nicht darum, diese Führungskräfte an den Pranger zu stellen. Wir wollen stattdessen gemeinsam erarbeiten, was können Beschäftigte alleine und gemeinsam in diesen Fällen tun und was muss sich bei der Stadt ändern, damit es keine Krankmacher mehr gibt.

 

 

Termine zum VORMERKEN

Am Mittwoch 10. April findet von 10.00 bis 15.00 Uhr eine Rentenversicherungsberatung beim Personalrat statt. Der Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund und ver.di-Kollege Hans-Georg Weinfurter gibt kostenlos Auskünfte zu Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung und hilft bei Kontenklärung, Rentenanträgen und Formulare. Es können schon jetzt Beratungstermin unter der T. Nr. 86-2420 oder -2997 vereinbart werden. Sollten gesonderte Abendtermine gewünscht werden, bitten wir um entsprechende Mitteilung.

41. Grillfest am Freitag, 10. Mai 2019 – das Grillfest wird 40, nicht verpassen!

USA Pixabay USA

Trump der Lügner

Der 45. Präsident der USA ist nicht der erste, der im Amt lügt. Das haben viele vor ihm getan. Sie logen über Kriege, Bombardements und Waffengeschäfte, über Einbrüche bei der Opposition und über private Geschäfte und Affären. Doch Trump tut es offensichtlicher und ungenierter als jeder seiner Amtsvorgänger.

Die Faktenchecker der Washington Post haben herausgefunden, dass er in seinen ersten zwei Jahren im Amt insgesamt 8.158 „falsche oder irreleitende Angaben“ gemacht hat. Dabei ist der Trend steigend. In seinem ersten Jahr log der Präsident im Durchschnitt 5,9 Mal pro Tag, im zweiten Jahr steigerte er seine Frequenz auf 16,5 Lügen pro Tag. Trump lügt zu jeder Tages- und Nachtzeit, in jeder Textform (Tweet, Gespräch, Rede) und über Themen, die von Immigration über Drogen bis hin zu Kriminalstatistiken reichen. Manche Lügen wiederholt er so häufig, dass sie zu einem Teil des politischen Alltags geworden sind. So hat er 127 Mal wahrheitswidrig gesagt, dass seine Steuersenkung die größte der US-Geschichte sei.

Aushänge

Nicht wundern, wir haben vor regelmäßige Aushänge zu verschicken, um Pin-Wände und Schwarze Bretter mit gewerkschaftlichen Themen zu „verschönern“.

Beilagenhinweis

Die erste Ausgabe der „ver.di News Gemeinden Mittelfranken“ wurde teilweise dem Info beigelegt.

 

Aus 40 Jahren ver.di-Info

Im November 1979 begannen die damals aktiven ÖTV-Kolleginnen und –Kollegen mit einem regelmäßigen Rundschreiben unter dem Titel „Die ÖTV informiert“ die städtischen Beschäftigten über die gewerkschaftlichen Aktivitäten zu informieren. Das Info war geboren und aus einem Rundschreiben wurde nach und nach eine gewerkschaftliche, monatlich erscheinende Betriebszeitung. Natürlich gab es auch Reaktionen auf das ver.di Info. Nicht immer erkannten Führungskräfte oder andere Personen den satirischen Gehalt einiger Beiträge. Als Anfang 1989 die Teilprivatisierung der Stadtverwaltung über ein Privat-Partnership-Projekt mit Siemens Business Service angedacht wurde, fand sich im Info „Siemens Business Service“ in einer veröffentlichten Liste „Liste ekliger Wörter“. Daraufhin beschwerte sich der damalige Vorstandsvorsitzende der Siemens AG bei OB Dr. Balleis über das ver.di Info. Das Info hat es überlebt, ebenso wie das nachstehende Beispiel.

EKV gegen Info 1 rh EKV gegen Info 1
EKV gegen Info 2 rh EKV gegen Info 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfühlsam – Motivator Leistungsentgelt

Bei der Vergabe des Leistungsentgelts haben die städtischen Bereiche die Möglichkeit auf einen Serienbrief zurückgreifen zu können. Verknüpft mit der Tabelle über die Vergaben, kommt so ein Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zustande, der diese über die Höhe des Leistungsentgelts informiert. Wenn aber die Tabelle ungeprüft verknüpft wird, entstehen nachstehende, sehr motivierende Schreiben (uns liegen tatsächlich konkrete, ausgelaufene Briefe vor!):

TVöD-Leistungsentgelt 2018
 

Sehr geehrte Frau XX,

seit 01.10.2007 eröffnet der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst den Kommunen die Möglichkeit, Leistungen ihrer Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter auch zusätzlich monetär anzuerkennen.

Wir freuen uns, dass wir Ihr Engagement im Beurteilungszeitraum mit einer Prämie in Höhe von 0,00 € anerkennen kann.

Bei Ihrer Aufgabenerfüllung wünsche ich Ihnen weiterhin viel Schwung und Freude und danke für Ihren Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen

 

DGB Neujahrsempfang – beinahe ohne OB

Die Eingangstür zum Saal des Gewerkschaftshauses lässt sich von außen nicht öffnen. Recht praktisch, so werden lästige Besucher abgehalten. Beim DGB Neujahrempfang wurde darauf geachtet, dass die Tür offenblieb. Nach Beginn der Veranstaltung war die Tür zu und der etwas später kommende OB Janik kam nicht herein. Er versuchte durch Klopfen an der Fensterscheibe lange Zeit vergeblich die Öffnung der Tür von innen zu erreichen. Bis schließlich die stellvertretende ver.di Ortsvereinsvorsitzende Verena Hofbauer ein Einsehen hatte und ihre Kollegin Ines Meißner (beide beim Uniklinikum beschäftigt) zum Öffnen schickte.

Werner Lutz wl Herr L.

Neues von Werner

Anker-Zentren

Die neuen Anker-Zentren bedeuten für Flüchtlinge nach den ersten Erfahrungen nicht „Ankunft – Entscheidung – Rückführung“, sondern „Ausgezählt – Entwürdigt – Raus“.

Populismus

Nach einer Statistik ist jeder dritte Wähler in Deutschland populistisch eingestellt und hat eine geringe Bildung. Falls das so wäre, müßte jedem AFD-Wähler erst einmal erklärt werden, was eine Statistik ist.

  Das Letzte zum Alten

Aktuellen Meldungen zufolge wurde die Obergrenze für Flüchtlinge im Jahr 2018 nicht erreicht. Zum Ausgleich dafür wurden allerdings die Obergrenzen für Flüchtlings-hetze, Fremdenfeindlichkeit und Dumpfbackentum weit überschritten. – Besonders seit Sommer und aus Bayerischen Regierungskreisen.

Wir Riestern wieder

Richtig ist, daß von Riester-Versicherungen nicht selten eine mehrfache Erhebung von Abschluß- und Vertriebskosten gefordert wird. Das stößt bei manchen Versicherten inzwischen auf Verwunderung. Offenbar wissen noch immer nicht alle Versicherten, daß eine Riester-Versicherung vorwiegend den Profiten der Versicherungsgesellschaften dient.

Rätsel 2/2019 rh Rätsel 2/2019

Rätsel –Auflösung und neues Rätsel

Wir sind überrascht, dass niemand das Rätsel lösen konnte. Das Bild zeigte die Sonnenallee in Berlin, Neukölln. Genauer die Brücke kurz vor dem größten Hotel Deutschlands, dem Estrel. Scheinbar fällt die schöne Skulptur nicht auf. Nachdem wir keine einzige Lösung erhielten, haben wir Berliner gefragt, die nachweislich schon im Estrel waren. Auch diese wie die Vorsitzende des ver.di Fachbereich Gemeinden Andrea Kühnemann  konnten mit dem Bild nichts anfangen. Beim neuen Rätsel machen wir es hoffentlich leichter und fragen, wo findet sich das abgebildete Schild? Unter allen richtigen Einsendungen, die uns bis 28.2. erreichen, verlosen wir das Buch „Die Digitale Treppe“ von Lothar Schröder und einen mehrfach verwendbaren Kaffee To-Go Becher.

Erleichterungen im lästigen Publikumsverkehr

Nachdem die Verwaltung der Entwässerung, das Referat VI und die Koordinationsstelle „Frühe Hilfen“ besonders vom Publikumsverkehr geplagt sind und kaum mehr die eigentlichen Aufgaben wahrnehmen können, wird im neuen Dienstgebäude Werner von Siemens Str. 61 ein Modellversuch durchgeführt. Der bei Erfolg auf die komplette Stadtverwaltung übertragen werden soll. Konkret wurden dort die Stockwerksangaben völlig neu strukturiert. Ref. VI, Herr Weber residiert laut städtischen Telefonbuch im IV. Stock.

Dienstgebäudebeschilderung rh Dienstgebäudebeschilderung
Aufzugsbeschilderung rh Aufzugsbeschilderung

Wer sich dorthin begibt, landet in einer Baustelle. Tatsächlich muss man im Aufzug 6 drücken. Die Koordinationsstelle ist im Erdgeschoss, dieses gibt es aber im Gebäude nicht.

 

 

 

 

 

 

Termine & Veranstaltungen

ver.di praktisch Workshop - „Plötzlich Funktionär*in – und nun?“

Donnerstag, 21. Februar 2019 · 17:30 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, ver.di K.i.B.S., EG

Reihe: Die nationalsozialistischen Krankenmorde in Erlangen

19.02.2019, 19 Uhr, Stadtbibliothek Erlangen - Vortrag von Julius Scharnetzky (mit Gebärdensprachdolmetscherinnen)

Zwischen November 1940 und Juni 1941 werden 908 Patient*innen der Heil- und Pflegeanstalt Erlangen im Rahmen der „Aktion T4“ in die Tötungsanstalten Sonnenstein und Hartheim verlegt. Die Morde, die vor den Augen der deutschen Bevölkerung stattfanden, sind in ein Netz von Verschleierung verwoben, die es bis heute schwierig machen, den Ablauf der Krankenmorde bis ins letzte Detail nachzuvollziehen. Aber auch nach der Einstellung der „Aktion T4“ im Sommer 1941 endet das Sterben in der Psychiatrie nicht. Patient*innen werden nun durch Hunger, überdosierte Beruhigungsmittel und Vernachlässigung getötet.

Julius Scharnetzky ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und arbeitet zur Geschichte der Krankenmorde u.a. in Sonnenstein/Pirna.

ver.di vor Ort “Besuch bei BURDA-Druck“

Mittwoch, 20. März 2019 · 17:30 Uhr, Treffpunkt: Werkseingang BURDA-Druck

 Auch in diesem Jahr bietet sich unseren Mitgliedern die Möglichkeit BURDA-Druck Nürnberg zu besuchen. Die Einladung richtet sich in erster Linie an unsere ver.di-Mitglieder. Bitte meldet Euch zügig per mail an – die Anmeldungen werden nach Eingang verarbeitet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um Anmeldung an: nicole.adelmann@verdi.de

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Doris Blacha, Dietmar Radde oder Iris Schubert, PR, (86 2997, 86 2987, 86 2420 oder 86 1956, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Abschlussbericht „Kohlekommission“

Der Abschlussbericht kann elektronisch angefordert werden. Der Bericht enthält Vorschläge in welchen Zeiträumen aus der Kohleverstromung ausgestiegen werden kann. In der „Kohlekommission“ konnten die Gewerkschaftsvertreter u.a. folgende Punkte durchsetzen: Betriebsbedingte Kündigungen in Kraftwerken und Tagebauen sind ausgeschlossen. Fällt ein Arbeitsplatz weg, werden die Betroffenen in neue gute Arbeit vermittelt –unter Ausgleich etwaiger Gehaltseinbußen. Ältere Beschäftigte können, wenn es zu Personalauswirkungen kommt, in den vorzeitigen Ruhestand wechseln – unter Ausgleich von Rentenabschlägen.

 

  • [Neue Broschüre von ver.di Wirtschaftspolitik erschienen] Gutes Wohnen für alle - Für eine soziale Wohnungspolitik

Die Wohnungsfrage ist zurück auf der Tagesordnung. Vor allem in Groß- und Universitätsstädten wird das Wohnen für Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen immer teurer. Der Grund dafür sind politische Fehlentscheidungen: Schon seit den 1980er Jahren wurden ganze Wohnungsbestände privatisiert und Regulierungen abgebaut. Fördergelder hat man reduziert. Der Neubau ging drastisch zurück. Die Spekulation mit Wohnungen und Grundstücken nahm zu. Die Misere am Wohnungsmarkt zeigt: Wir brauchen eine wohnungspolitische Kehrtwende.

  • Ver.di Wirtschaftspolitik aktuell 01 / 2019 – Die Beschäftigten stärken! 

In den letzten Jahrzehnten kamen die Löhne der Beschäftigten in den Industrieländern kaum vom Fleck. Ursächlich dafür ist einerseits die schwache und krisenhafte Wirtschaftsentwicklung, andererseits die schlechte Durchsetzungsmacht der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften. Die Deregulierung der Arbeitsmärkte, Privatisierungen und der Umbau der sozialen Sicherungssysteme führten zu einem starken Zuwachs prekärer und schlecht bezahlter Jobs. Wenn die Löhne wieder kräftiger steigen sollen, muss die Verhandlungsmacht der Beschäftigten politisch gestärkt werden.  

 

Surfen Nr. 201

Das Smartphone als Teleprompter

Wenn amerikanische Präsidenten eine Rede halten, dann steht vor dem Rednerpult ein Teleprompter (Souffleuse, einflüstern), also eine durchsichtige Scheibe, auf dem der Text der Rede für den Präsidenten sichtbar ist. So ist es möglich, dass er ins Publikum schaut, aber trotzdem jederzeit den Redetext ablesen kann. In vereinfachter Form macht das auch die App »Simple Teleprompter«. Sie zeigt einen Redetext auf einem Bildschirm an und läuft automatisch weiter. Buchstabengröße, Zeilenabstand und die Laufgeschwindigkeit des Textes können festgelegt werden. Die App bietet sich insbesondere dann an, wenn jemand Probleme hat frei zu reden. Gut lesbar ist der Text, wenn ein Tablet benutzt wird. Die kostenlose, einfach zu bedienende App gibt es bei Google Play.

The Editors rh The Editors

Culdur

THE EDITORS

22.11.2018 ERLANGEN, E-WERK

Nach Calexico, Killing Joke und Motorpsycho kam der nächste Kracher in`s Erlanger E-Werk. Statt im Stadion oder in der Nürnberger Arena spielten die Editors im proppenvollen Saal, trotz des für E-Werk Verhältnisse stolzen Eintrittspreis von 41,20 €. Los ging es Punkt 20.00 Uhr mit dem isländischen Trio Vök. Sie spielten 30 Minuten lang poppige Indiesongs mit stark verzerrter Gitarre. Der interessante Gesang von Margrét Rán Magnúsdóttir wurde zusätzlich immer wieder mit Hall und anderen Effekten verfremdet. Danach bastelten Roadies in „Technik“ T-Shirts an den vielen Boxen und Monitoren, damit um 21.00 Uhr die Editors mit dem bekannten „The Boxer“ loslegen konnten.

The Editors rh The Editors

Es war ein toller einfühlsamer Auftakt und Frontmann Tom Smith mit seiner markanten Baritonstimme kommentierte den begeisterten Applaus mit „Danke schön, vielen Dank Erlangen“. Danach stand die Musik im Mittelpunkt, fast ohne Ansagen und Pausen wurden insgesamt 23 Songs angestimmt. Unterstützt und begleitet wurden die Songs von einer sehr guten Lightshow, im letzten Drittel des Konzerts kamen sogar Laser zum Einsatz. Dabei wurde deutlich, welch unterschiedliche Songs die Editors inzwischen im Repertoire haben. Da wurde es rockiger, bei „All Sparks“ kamen sogar 3 Gitarren zum Einsatz, dann sehr psychedelisch im Stil der 70er, abgelöst von sehr elektrischen, fast technomäßigen Songs. Am besten kamen die alten Kracher an, wie „An End Has a Start“ mit heftigen Bass-Drums Intro, bevor die eingängigen und bekannten Gitarrenriffs einsetzen. Zu „Salvation“ setzte sich Smith an`s Piano, leider gab es da heftige Soundprobleme und der Gesang war viel zu laut. Beim sehr schönen „Formaldehyde“ wurde der Titel fast ewig wiederholt, bis auch der letzte im Saal mitsang. Bei „Ocean of Night“ tanzte Smith auf der für 5 Musiker eigentlich viel zu kleinen Bühne wie wild. Nach 80 Minuten verabschiedete sich die Band mit einen knappen „Danke schön Erlangen“. Um kurz darauf für vier ältere Editorskracher bzw. Indiehymnen zurück zu kommen. Nach „Cold“ und „The Racing Rats“ wurde endlich einmal wieder das sehr bekannte „Munich“ von ihrer ersten CD aus dem Jahre 2005 live angestimmt. Dann gab es noch „Smokers Outside the Hospital Doors“ auf die Ohren und das Versprechen von Smith „Thank you, see you again“. Der ganze Saal wird Smith und die Editors beim Wort nehmen.

NMA www NMA

CD-Tipp

INDIE

NEW MODEL ARMY

NIGHT OF THOUSAND VOICES

ATTACK ATTACK RECORDS / BAND ONLINE SHOP

New Model Army sind bekannt für ganz besondere Konzertereignisse. Legendär sind ihre traditionellen Weihnachtskonzerte in Köln. 2018 hatten sie die Idee im April an einem Wochenende in einer Kirche ein Akustik-Set zu spielen und die Fans ganz gezielt zum Mitsingen auf zu fordern. Eigentlich eine tolle Idee, die Vocals bei einem Konzert durch einen riesigen Chor singen zu lassen. Bei NMA führt dies aber zu einem mehr oder minder großen Manko, die prägende Stimme von Frontmann Justin Sullivan geht dabei etwas unter bzw. steht nicht mehr so im Vordergrund. Damit das Mitsingen auch klappt, bekamen die Konzertbesucher ein NMA-Songbook mit Texten von 50 Songs. Natürlich wurden die drei Konzerte dokumentiert und das Ergebnis kann jeder auf 2 CDs mit insgesamt 29 Songs anhören und auf einer Bonus DVD auch ansehen. Es lohnt sich.

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