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verdi-Info Nr. 6/2016

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Info Nr. 6/2016 37. Jahrgang (Berchinfo) vom 12. Mai 2016

Inhalt:

  • Ergebnis Tarifrunde 2016
  • Betriebsgruppe 1. Juni
  • Tag der Arbeit – 1. Mai 2016
  • 30 Jahre Personalratsvorsitzender
  • Ära vorbei
  • Kurz & knackig (Neues von Herrn L, Bilderrätsel, anfordern, surfen 171 zum Comic Salon, Fakten gegen rechte Hetze, Rückmeldung vom Personalamtsleiter, Culdur mit Konzertbericht „The Brew“ und 2 CD-Tipps)

 

Ergebnis Tarifrunde 2016 – Das haben wir erreicht und wir entscheiden, ob das Verhandlungsergebnis angenommen wird

Die ver.di-Mitglieder bei der Stadt entscheiden bis 20.5. über die Annahme des Verhandlungsergebnisses (siehe das Ergebnis im Überblick). Die Abstimmung wird per Mail bzw. im Bauhof für Beschäftigte ohne Mail per schriftliche Abstimmung durchgeführt. Wer kein Mail erhalten hat und nicht im Bauhof beschäftigt ist, kann uns telefonisch oder per Hauspost mitteilen, ob das Ergebnis angenommen werden soll (es genügt ein ja mitzuteilen) oder nicht (einfach nein mitteilen). Natürlich kann auch eine geheime schriftliche Abstimmung beim Personalrat erfolgen.

Tarifrunde 2016 ver.di Tarifrunde 2016

Unser Erfolg

Die Arbeitgeber hatten 1 % ab 1.6.2016 und 2 % ab 1.6.2017 geboten. Pro 1000 € Bruttomonatsgehalt sind dies für 2016 70 Euro und für 2017 280 Euro. Durch den Druck der ganztägigen Warnstreiks gibt es ab 1.3.2016 2,4 % und ab 1.2.2017 weitere 2,35 %. Pro 1000 € Bruttomonatsgehalt sind dies für 2016 240 Euro und für 2017 546,50 Euro. Gewerkschaft lohnt sich und alleine mit der Tarifrunde 2016 ist der 1 % Gewerkschaftsbeitrag mehr als drin!

Sozial- und Erziehungsdienst

Nach der letztjährigen Aufwertungskampagne mit unterschiedlichen Einkommensverbesserungen zum 1.7.2015 profitiert der komplette Bereich auch von den Einkommensverbesserungen zum 1.3.2016 und 1.2.2017. Ein Sozialpädagoge in der S 11 Stufe 6 hat ab 1.2.2017 im Vergleich zum 1.6.2015 ein um 6,41 % erhöhtes Einkommen, bei einer Erzieherin in der neuen S8a Stufe 6 sind es 9,22 %. Bewusst wurden Beispiele mit einer unterdurchschnittlichen bzw. durchschnittlichen Erhöhung gewählt.

Zusatzversorgung

Die Tarifrunde hat die Bedeutung der tariflich geregelten betrieblichen Altersversorgung in das Bewusstsein der Beschäftigten gerückt. Erfreulich, dass es für uns keinerlei Verschlechterungen gibt. Es ist aber zu befürchten, dass die Arbeitgeber in zwei Jahren das Thema Zusatzversorgung wieder zum Gegenstand der Tarifrunde machen.

Neue Entgeltordnung (EGO) - Kompensation

Diese kommt endlich zum 1.1.2017. Wir werden im 2. Halbjahr ausführlich informieren. Verbesserungen bringt die EGO für frühere Angestellte, die nach dem 1.10.2005 Tätigkeiten der Entgeltgruppen 3 bis 9 übertragen bekommen haben. Vor Aufnahme der Verhandlungen zur Entgeltordnung wurde mit den Arbeitgebern im Oktober 2013 vereinbart, dass die Mehrausgaben durch die EGO hälftig jeweils von Arbeitgeber und Beschäftigten zu tragen sind. Ohne diese Festlegung, wären die Arbeitgeber nicht zu Verhandlungen bereit gewesen. Von ver.di wurde eingeschätzt, dass für die EGO nur wenige streiken werden. Deshalb hat die Gewerkschaft dieser Regelung zugestimmt. Die Reduzierung der Jahressonderzahlung ab 2017 um 4 % macht pro 1000 Euro 40 Euro aus. Dies ist eine monatliche Reduzierung um 0,33333 %. Wichtig ist, dass die Tabellenwerte erhöht wurden und die Kostenbeteiligung über die Sonderzahlung erfolgt, so wurde eine dauerhafte Reduzierung verhindert.

Fazit

Unsere Ziele spürbare Einkommensverbesserungen, keine Verschlechterungen in der Zusatzversorgung und Einführung der Entgeltordnung wurden erreicht. Hoffentlich ist das Ergebnis für einige der Anstoß unsere gemeinsame Interessenvertretung zu stärken und ver.di beizutreten.

Die wesentlichen Punkte der Einigung sind:

Entgelterhöhungen

Erhöhung der Tabellenentgelte zum 1. März 2016 um 2,4 Prozent sowie zum 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent; die Entgelte der PraktikantInnen erhöhen sich entsprechend.

Erhöhung Ausbildungsentgelte zum 1.3.2016 um 35 € und 1.2.2017 um weitere 30 €.

Regelungen für Auszubildende

Weitergeltung der bisherigen Übernahmeregelung für zwei Jahre.

Auszubildende erhalten in jedem Ausbildungsjahr 50 Euro Lernmittelzuschuss und Übernahme der Übernachtungs- und Verpflegungskosten bei auswärtigem Berufsschulblockunterricht (beides nur TVAöD BBiG).

Erhöhung des Urlaubsanspruchs auf 29 Tage. (Der Zusatzurlaub für Schichtarbeit in der Pflege und die besonderen Regelungen im Bereich des TV-V und der TV-N bleiben bestehen).

Angleichung der Jahressonderzahlung  für Auszubildende und Praktikantinnen/Praktikanten des Bundes im Tarifgebiet Ost ab 2016 schrittweise an das Niveau im Tarifgebiet West.

Zusatzversorgung

Keine Absenkung der betrieblichen Altersversorgung!

Zusätzliche Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge beim Bund (sowie den kommunalen Arbeitgebern, die an der VBL beteiligt sind) und bei kommunalen Zusatzversorgungskassen, bei denen ein Handlungsbedarf nachweislich festgestellt wurde.  Dies bedeutet für Bayern keine zusätzlichen Beiträge!

Entgeltordnung

Die Entgeltordnung zum TVöD im Bereich der VKA wird zum 1. Januar 2017 in Kraft gesetzt.

Zur hälftigen Kompensation wird die Jahressonderzahlung für die Jahre 2016 bis 2018 auf dem Niveau des Jahres 2015 eingefroren und ab 2017 der Bemessungssatz um 4 Prozentpunkte abgesenkt.

Weiteres

Die Tarifverträge zur Altersteilzeit (TV-FlexAZ/TV FALTER) werden um 2 Jahre verlängert.

Filosofen Eine gefährliche Parabole aufs Tor.

Karl-Heinz Rummenigge

MITMACHEN

1. Juni ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2016 jeweils mittwochs ab 17.00 Uhr bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, Kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Mittwoch 1. Juni, 17.00 Uhr, Sitzungsraum im Kleinen Rathaus, Schuhstr. 40. Themen sind u.a. Vorbereitung des Grillfestes am 10. Juni 2016 und die Personalratswahlen.

Noch hat Roland Hornauer Wolfgang Niclas nicht überzeugt rh Noch hat Roland Hornauer am 1. Mai Wolfgang Niclas nicht überzeugt

Erster Mai 2016

Der Tag der Arbeit lag 2016 leider auf einen Sonntag. Zusammen mit einer späteren Anfangszeit, keinerlei Hinweise auf die Demo zu Beginn und einen neuen Kundgebungsort, Neustädter Kirchenplatz, sorgte dies dafür, dass die Veranstaltung in den vergangenen Jahren besser besucht war. Hauptredner war Robert Günthner vom DGB Bayern.

Neffe und Onkel Christian und Robert Günthner rh Neffe und Onkel Christian und Robert Günthner

OB Janik sprach ein Grußwort (Themen u.a. StUB, Erlangen Pass, Flüchtlingssituation und dass die AfD keinerlei Alternative ist). Bei den Beiträgen aus Erlanger Betrieben informierte Roland Hornauer über den Tarifabschluss und die anstehenden Personalratswahlen.

Traditionelle 1. Mai Besucher: Familie Seitz-Römling rh Traditionelle 1. Mai Besucher: Familie Seitz-Römling

Interview zum Jubiläum

Seit 30 Jahren ist Roland Hornauer Personalratsvorsitzender bei der Stadt. Einige Kolleginnen und Kollegen (aus der Stadtverwaltung, aber auch aus der bayerischen ver.di Fachgruppe Allgemeine Kommunalverwaltung) haben deshalb versucht, Roland spannende Fragen (fett) zu stellen, diese musste er spontan beantworten.

Was ist der Personalrat persönlich für dich?

Meine Aufgabe bei der Stadt.

30 Jahre Personalratstätigkeit, was hat sich verändert?

Positives: Wir haben uns einen guten Status erarbeitet

Negativ: Durch die neuen Techniken ist es stressiger und hektischer geworden.

Hat die Personalratstätigkeit Deiner beruflichen Entwicklung geschadet? - Nein, aber groß bevorzugt wurde ich auch nicht.

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Über 30 Jahre von der Arbeit freigestellt, hast Du nicht den Anschluss an das Arbeitsleben verloren? - Na ja, der Personalrat ist ja Teil der Arbeitswelt und zumindest im Bereich der Verwaltungstätigkeiten habe ich nicht das Gefühl weit abgehängt zu sein.

Hast Du je über Alternativen zum Personalrat nachgedacht? - Klar, aber die Personalratsarbeit hat sich laufend verändert, neue Themen und Anforderungen haben es immer spannend gemacht.

Begriffe – und deine Meinung dazu!

Geschichte – Wichtig, um daraus zu lernen.

Stadtverwaltung – manchmal nett, manchmal ärgerlich.

Rathaus – Arbeit.

Bürgermeister – Person, mit der man umgehen muss.

Visionen – Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Trotzdem wünsche ich eine Stadtverwaltung in der man sich wohl fühlen kann, dies ist meine Vision.

Dein schönster Platz – Bierbank oder Block 11 im Stadion.

Personalräte – sind Kolleginnen und Kollegen.

Als Vorsitzender verschiedener Personalrats- und Gewerkschaftsgremien magst Du besonders? - Es sind durch die Bank nette Kolleginnen und Kollegen und der Ärger über manche Personen bzw. deren Beiträge ist schnell verflogen.

Was ist Gewerkschaft für dich – zwingend notwendig.

Wie unterscheidest Du zwischen Gewerkschafter und Personalrat? Als Personalrat muss ich die Umsetzung der Tarifverträge überwachen, bin die betriebliche Interessensvertretung und habe deshalb zwansläufig engste Berührungspunkte mit der Gewerkschaft als überbetriebliche Interessensvertretung. Natürlich bin ich als Personalrat für alle Beschäftigte da, aber daraus sollte niemand einen künstlichen Gegensatz zwischen Personalrat und Gewerkschaft ableiten.

Volker Aschenbrenner machte am 1.5. auch Bilder rh Volker Aschenbrenner machte am 1.5. auch Bilder

Frauenquote - halte ich für richtig und notwendig, weitere Quoten aber nicht.

Was unterscheidet Frauen von Männern in der Arbeitswelt? Frauen sind viel selbstkritischer, leider, Männer fordern, machen es einfach.

Was fehlt oder was vermisst Du in der Stadtverwaltung? – Noch viele Gewerkschaftsmitglieder.

Welchen Leitspruch hast du oder würdest du weitergeben? – Man trifft sich im Leben öfter!

Was tust du besonders gern als Vorsitzender? – Einen Vorgang erfolgreich abschließen.

Wo hast du zum letzten Mal gemerkt, dass du auf dem Holzweg warst? – Jeden Tag, wenn ich beispielsweise den Beamer vergeblich in Gang bringen will.

Wann hast du dich das letzte Mal mit profanen Dingen befasst? - Permanent, ich habe keinen Stab der mir zu arbeitet.

Was ist das für ein Gefühl, sich für andere einzusetzen, aber selbst nichts davon zu haben und dann öfters dafür auch keine Dankbarkeit zu bekommen? Das Engagement ist Grundvoraussetzung für die Personalratsarbeit und wenn man dafür noch eine Anerkennung oder positive Rückmeldung bekommt, ist dies sehr schön.

Wie entschleunigst du dich gerade in dieser hektischen Zeit? – Ich gehe ins Wasser, fast täglich.

Wie baust Du Frust ab? - Metallica, Toten Hosen, Foo Fighters oder Queen of the Stone Age laut hören.

Seit wann bist du Verdi-Mitglied und warum? – Seit 1980 und abhängig Beschäftigte müssen sich zusammenschließen um was zu erreichen.

Was darf auf keiner Reise und keinem Festival fehlen? – Die Kamera

Wie geht die Europameisterschaft aus  - Am wichtigsten sind mir schöne Spiele, mitfiebern tue ich  beim Clubb und mein Tipp ist Spanien, Italien und dann Deutschland.

 

Ära vorbei – Filzpantoffeln entsorgt

Seit Jahren trägt Roland Hornauer in der Arbeit Filzpantoffeln. Der Anblick dieses wunderbaren Schuhwerks gehörte damit irgendwie zum Kleinen Rathaus. Wie aber der Lauf der Dinge ist wurden die Pantoffeln durchgelaufen und schweren Herzens mussten sie entsorgt werden.

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Neues von Herrn L.

Integrationsschulung

Und hier die wichtigsten Werte in Deutschland:

1. Zuverlässig wie die Bundesbahn

2. Ehrlich wie der Deutsche Fußballbund

3. Vertrauenswürdig wie die Riester-Rente

4. Schöpferisch wie gewählte Diätenschwindler

5. Sauber wie ein Volkswagen

6. Unantastbar wie vermögende Steuerbetrüger

7. Beliebt wie deutsche Rüstungsexporte

8. Bescheiden wie der Mindestlohn

Fränggische Schoulbildung

Mancher hat später mehr in der Mannertstraß’ glernt, als davor in der Schoul.

Dank Werner Lutz sogar mit kulturellen Beitrag rh Dank Werner Lutz sogar mit kulturellen Beitrag

Verunglimpfung

Aus aktuellem Anlaß wird darauf hingewiesen, daß für die öffentliche Beleidigung des Bundespräsidenten fünf Jahre Haft drohen. Allerdings braucht der jetzige Bundespräsident keine Angst zu haben: er ist so langweilig-brav und angepaßt, daß Herrn Böhmermann zu ihm garantiert nichts Sittenwidriges einfällt.

Banknoten

Nach Mitteilung von Hans Werner Sinn sind die meisten deutschen Wirtschaftswissenschafter gegen die Abschaffung des 500-Euro-Scheines. – Allerdings sind das auch fast die einzigen, die wissen, wie so ein Geldschein aussieht.

Sicher

Immer mehr Menschen lagern aus Angst vor Einbrechern ihre Wertsachen in Schließfächern von Banken. Das ist im Hinblick auf die nächste Finanzkrise genauso, wie wenn sie ihre Fleischvorräte zum sicheren Aufbewahren in Löwenkäfige stecken würden.

Wiedergutmachung

Wahr ist, daß sich die ERGO-Versicherung kürzlich bei hunderttausenden von Anlegern verrechnet hat. Unwahr ist, daß der Schadensersatz für die Geschädigten ausschließlich in Form von Herrenausflügen mit Bordellbesuchen in Budapest beglichen wird.

Auflösung und neues Rätsel

Wir fragten im vorletzten Info welcher Kollege auf einen Jugendfoto abgebildet war. Insbesondere Kolleginnen und Kollegen aus der Schuhstr. 40 erkannten sofort, dass dies nur Peter Schmidt, Abfallberater im Umweltamt sein kann. Neben Peter war die Erlanger Punk Legende Mike Neun, Mastermind der „Suicides“, abgebildet. Zusammen mit Harald Donhauser quälten sie als „Saitensprung“ die Instrumente und Zuhörer. Leider schaffte „Saitensprung“ nicht die Aufnahme in das ansonsten wunderbare Buch über die Erlanger Musikgeschichte „Musik in Erlangen“. Kann ja bei der Zweitauflage erfolgen.

Rätsel 6/2016 rh Rätsel 6/2016

Neues Rätsel

Gut gelaunte Spitzenkandidaten präsentieren das ver.di-Wahlplakat von links Werner Lutz von der Entwässerung, Roland Hornauer Personalrat, Heidi Seitz-Römling Theater, Silvia Beyer Schwerbehindertenvertretung und Personalrat, Dietmar Radde Spielplatzbüro und Gerald Semlinger Bauhof. Um die Laune etwas zu trüben, fragen wir deshalb, was ist fototechnisch alles am Gruppenfoto nicht in Ordnung?

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Gisela Strobel oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Ver.di-Wirtschaftspolitik aktuell 7 / 2016 – Griechenland: Schrumpfen auf Vorrat 

Griechenlands Gläubiger verlangen jetzt sogar ein Sparpaket auf Vorrat. Aber in der Krise helfen rücksichtslose Kürzungen nicht weiter. Im Gegenteil: Sie lassen die Wirtschaft einbrechen und die Armut explodieren – wie nicht zuletzt das Beispiel Griechenland zeigt. Dieser Sparpolitik muss endlich ein Ende gesetzt werden!

  • Spielplan der Fußballeuropameisterschaft

Im Internet sind zahlreiche Spielpläne veröffentlicht. Einfach unter „google“ EM Spielplan eigegeben. Wir haben einige wenige in Papierform.

  • Widerstand gegen das geplante Bayrische „Integrations“-Gesetz

Das Gesetz ist eigentlich ein Ausgrenzungsgesetz. Von ver.di-München gibt es wichtige Informationen zu diesem Gesetzesvorhaben der Bayrischen Staatsregierung.

QRCODE PRW 2016 rh QRCODE PRW 2016
  • Plakat zu den Personalratswahlen

Bitte gleich melden, wenn ein Dienstgebäude noch nicht mit unserem farbigen Plakat zu den Wahlen am 21.6. ausgeschmückt ist. Wer für sich daheim ein Plakat möchte bekommt natürlich eines. So ist es nicht notwendig aufgehängte Plakate zu entwenden, wie es in einigen Rathausstockwerken passierte. So verschwand im 14. OG täglich unser Plakat. Nachdem die Kolleginnen und Kollegen des Rechtsamtes damit nichts zu tun haben und wir uns nicht vorstellen können, dass Ref. III so etwas macht, rätseln wir, wer es war? Auf unserer Internetseite zu den Personalratswahlen (siehe QR-Code) kann das Plakat abgerufen werden. Ist vielleicht einfacher als in den 14. OG zu fahren oder zu gehen.

 

Fakten gegen rechte Hetze (Teil 7)

„Und wer soll das alles bezahlen, wenn so viele Flüchtlinge versorgt werden müssen?“

10 Milliarden Euro wird die Bundesregierung von diesem bis zum Ende des kommenden Jahres für Flüchtlinge ausgeben. Rund 317 Milliarden Euro Jahr betragen die Ausgaben 2016 insgesamt. Und der Finanzminister Schäuble hält auch noch an der „Schwarzen Null“, am ausgeglichenen Haushalt, fest. Gleichzeitig entgehen dem Staat jährlich rund 100 Milliarden Euro durch Steuerflucht Von einer Finanzkrise aufgrund der Flüchtlinge kann also gar keine Rede sein. Im Gegenteil: Der Sparkurs wird fortgesetzt – und das ist genau der falsche Weg. Eine Steuer auf Vermögen über 1 Million Euro würde den öffentlichen Kassen 80 Milliarden Euro Einnahmen bringen, damit wäre ein Sofortprogramm in Höhe von 25 Milliarden Euro finanzierbar: für bezahlbare Wohnungen für alle, mehr Geld für Kommunen, um Flüchtlinge anständig unterzubringen, und mehr Mittel für Qualifizierung, Integration und Sprachkurse. Um zu verhindern, dass Flüchtlinge und die restliche Bevölkerung gegeneinander ausgespielt werden.

 

Rückmeldungen, dieses Mal vom Personalamtsleiter

in der ver.di-Info vom 24.6.16 habe ich den humorvollen Artikel „Personalamt hält OB für senil“ gelesen.

  • Wenn Amt 11 wieder öfter Personalrats-Zustimmungen zu seinen vorgeschlagenen Maßnahmen bekommt, kann ich in Aussicht stellen, dass mein Amt bald auch wieder gestrichelte Hilfslinien für den PR-Vorsitzenden bei den Dienstvereinbarungen anbringt, damit der Bleistift und das Lineal wieder in die Schublade geräumt werden können  ;-))
ICS 17 - 2016 ICS ICS 17 - 2016

Surfen 171 und Veranstaltungstipp

17. Internationaler Comic-Salon Erlangen - 26. bis 29. Mai 2016

Mit zahlreichen Ausstellungen, Messe, Max und Moritz-Preis, Vortrags- und Diskussionsprogramm, Comic Film Fest, Lesungen und vielem mehr findet vom 26. bis 29. Mai der 17. Internationalen Comic-Salon Erlangen, das größte und wichtigste Festival für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum statt. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Besonders interessant sind die zahlreichen Ausstellungen, die sich über die Innenstadt verteilen. Weiteres kann unter www.comic-salon.de abgerufen werden.

CULDUR

THE BREW, KAMCHATKA, MARIUS TILLY

5.5.2016, HIRSCH, NÜRNBERG      

Spätestens im Bus 65 zum Hirsch wurde deutlich es ist Vatertag. 5 junge Spacken ließen ein Sixpack mitten im Bus fallen und als der Busfahrer die Personalien feststellen wollte verließen sie laut fluchtend und schwankend den Bus. Weiteres Opfer dieses Sauftages waren offensichtlich die drei Bluesrockbands. „Marius Tilly“, das Trio um den gleichnamigen Gitarristen, hatten die unangenehme Aufgabe im spärlich gefüllten Hirsch den Abend zu eröffnen. Ihr sehr rockiger Auftritt mit vielen Improvisationen und psychedelischen Ausflügen hätte mehr Zuhörer verdient gehabt. Ähnlich erging es den Schweden „Kamchatka“. Sie ließen die 70er Jahre wieder aufleben, mit heftigen Gitarrenwänden, Bluesrockorgien, endlos langen Solis, halt Retrorock pur. Der inzwischen zur Hälfte gefüllte Hirsch nahm es dankbar auf und „Kamchatka“ wurden, mit leider vergeblichen, Zugaberufen belohnt. „The Brew“ legten nach einen Creedence Clearwater Revival-Intro gewohnt energiegeladen los. Ihr Sound setzt da an, wo „Jimmy Hendrix“ oder „The Cream“ aufgehört haben. Dank der heutigen Technik klingt alles viel satter und viel kräftiger. Anders gesagt, so würden die Superstars von vor über 45 Jahren heute klingen.

The Brew im Hirsch rh The Brew im Hirsch

Passend dazu posen sie wie die früheren Helden. Auffällig wie gut „The Brew“ harmonieren. Immer wieder werden in den Songs lange bis ganz lange Solos eingebaut, doch ohne Probleme finden die Drei wieder zum ursprünglichen Song zurück. Kurz vor Schluss gibt es vom Drummer Kurtis Smith, Sohn des Bassisten Tim Smith, ein endlos langes Schlagzeugsolo, wo alle Facetten aus den Fellen, Becken und sonstigen einschlägigen Geräten herausgeprügelt, geklopft und gestreichelt werden. Man denkt Ian Paice von „Deep Purple“ hat sein Solo in „The Mule“ von 1972 grundlegend überarbeitet und aufgefrischt. Mittelpunkt der Band ist aber Sänger und Gitarrist Jason Barwick. Der Höhepunkt war für mich als er mittels Geigenbogen ganz ungewohnte Töne aus seiner Gitarre zauberte. Im Zugabeblock gab es dann noch ein schönes Medley u.a. mit „Child in Time“ und einen neuen Song von der demnächst erscheinenden CD. Allerdings wird spätestens mit der Zugabe deutlich, „The Brew“  sind im Grunde nur eine sehr gute Coverband, der es etwas an eigenen musikalischen Ideen mangelt. Nachdem ich im Oktober 2014 „The Brew“ im Hirsch schon hörte, hatte ich das Gefühl, ich habe eine Wiederholung gesehen und gehört. Nahezu unverändert ist ihr Konzert gewesen und deshalb wiederhole ich hier auch teilweise meine damaligen Eindrücke. Obwohl das Trio aus dem bekannten nordostenglischen Ort Grimsby Stammgast in der Region ist, haben sie es nicht geschafft sich ein Stammpublikum zu erarbeiten, welches den Hirsch wenigstens einigermaßen füllt.

 

CD-Tipp: ROCK JUPITER JONES

BRÜLLENDE FAHNEN

Jupiter Jones sind zurück, aber ganz anders als erwartet. Nach dem gesundheitlichen Ausstieg von Sänger Nicholas Müller 2014 ist „Brüllende Fahnen“ ihr musikalisches Comeback. Mit dem neuen Sänger Sven Lauer gehen sie auch  musikalisch neue Wege. Sie spielen nicht mehr fetzigen Eifelpunk und partytauglichen Indiepop, sondern rocken gepflegt im Stil von Kettcar oder Thes Ullmann. Dazu kommen die deutlich in Richtung Sprechgesang gehende Vocals. In den deutschen Texten beziehen Jupiter Jones deutlich ihre Standpunkte gegen Fremdenfeindlichkeit, wie im Song „Alle türken heißen Ali“, gegen soziale und politische Ungerechtigkeiten oder Missstände. Programmatisch ist die Textzeile im Titelsong, „Wir können mit vollgerotzten Taschentüchern untergehen / um dann mit brüllenden Fahnen wieder aufzustehen“. In Wort und Ton ist deutlich zu hören, da ist eine Band gereift.

CD-Tipp: HARD ROCK MASSIVE WAGONS

WELCOME TO THE WORLD

Massive Wagons spielen ab der ersten Sekunde so richtig dreckigen Hard Rock. Aggresiv und roh, alles andere als klinisch rein, dazu passende und öfters starke Vocals von Baz Mills, schnelle Drums und richtige Gitarrenbretter. Geht einfach gut ab, Kopf und Füße bewegen sich bei der Mucke automatisch mit. Es fehlt zwar ein Highlight, aber solide Arbeit ist doch heute gerade im Metallbereich nicht zu verachten. Das rockt ordentlich und klingt nach einen Mix aus „Wolfmother“, „Sweet“, „Bily Talent“, „Led Zeppelin“, „Gun`s & Roses“, „Black Crowes“, „Rose Tattoo“.

ver.di-Info