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verdi-Info Nr. 3/2015

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Info Nr. 3/2015 36. Jahrgang (nach dem ersten Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst) vom 24. März 2015

Inhalt:

  • #Sozial- und Erziehungsdienst #aufwerten – Warnstreik am 20.3.2015
  • Beamtenbesoldungsrunde 2015
  • ver.di Landesbezirkskonferenz
  • Betriebsgruppe und weitere Termine
  • Maiplakettenverkauf gestratet
  • Kurz & knackig (u.a. Mindestlohn, So ist es RECHT, Betriebsfest, Bilderrätsel, Verwaltungslyrik, Neues von Herrn L., Nachlese StUB, unser neuer 3D Drucker kann mitgenutzt werden, anfordern, surfen 157, Dialegtbeaufdragdn Nord, Kunst mit Satzzeichen, tolle Mailantwort, Culdur mit Konzertbericht The Subways und CD-Tipp)

 

Sozial- und Erziehungsberufe: Mehr als 3.500 im Ausstand

Kraftvoller Warnstreikauftakt in Bayern

Im Rahmen der Aufwertungskampagne für Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst hatte die Gewerkschaft ver.di am Freitag den 20.3.2015 Beschäftigte u.a. in München, Münchener Umlandgemeinden, im Großraum Nürnberg mit Ansbach, Erlangen und Fürth und in Augsburg zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Dem Aufruf sind mehr als 3.500 Beschäftigte gefolgt – das ist weit, weit mehr als geplant und erwartet wurde. In Nürnberg waren 118 der 145 Kitas betroffen, in Augsburg waren 22 der 30 Kitas geschlossen. Weit über 2.000 TeilnehmerInnen in der Streikversammlung in München, deutlich über 1000 in der Streikversammlung in Nürnberg – das ist ein starkes Signal an die Arbeitgeber.

Die kommunalen Arbeitgeber sind gut beraten, sich bei der Fortsetzung der Tarifverhandlungen am 23.3. zu bewegen. Es kommen weitere Arbeitsniederlegungen, wenn die Arbeitgeber weiterhin nur in hohlen Phrasen die Arbeit der Beschäftigten würdigen, aber die dringend notwendige Aufwertung hintertreiben.

Die Beschäftigten wollen die Eltern nicht über Gebühr strapazieren, aber die Verantwortung für weitere Streiks liegt ganz eindeutig bei den Arbeitgebern.

Zufriedener Streikleiter Dietmar Radde db Zufriedener Streikleiter Dietmar Radde

SOZIALE BERUFE:
 RICHTIG WICHTIG.
RICHTIG GUT. RICHTIG WAS WERT

Bericht vom 1. (Warn)Streiktag

Ab 7:30 trafen sich die ersten Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienst am Hintereingang des Hauptbahnhofs. Mit etwa 30 Kolleginnen und Kollegen ging es dann mit einem VAG-Bus nach Nürnberg. Zusammen mit vielen hundert Kolleginnen und Kollegen aus Nürnberg ging es bei schönem Frühlingswetter in einem beeindruckenden Demonstrationszug vom Maffeiplatz zum Kornmarkt. Auffallend war, dass nach und nach die zunächst kleine Erlanger Delegation durch Kolleginnen und Kollegen deutlich verstärkt wurde, die direkt zur Demonstration oder zur Kundgebung kamen. Neben den Erzieherinnen und Erziehern aus den Kindertagesstätten waren auch die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen aus der Jugendsozialarbeit, dem ASD und BSD sowie dem Sozialamt und dem Amt für Soziokultur stark vertreten. Während des Bühnenprogramms mit Musik und Redebeiträgen sorgte auch die Sonne für Abwechslung. Unter den Kolleginnen und Kollegen wurden die wenigen Sofi-Brillen rege getauscht und sorgten für angenehmeren Gesprächsstoff. Nach der Kundgebung ging‘s gegen Mittag in bester Stimmung mit dem Bus wieder nach Erlangen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dies ein guter und gelungener Auftakt war.

Mein Fazit:

Ca. 100 streikende Kolleginnen und Kollegen der Stadt Erlangen, mehrere geschlossene Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen sowie Einschränkungen in diversen Bereichen des Sozial- und Erziehungsdienstes sind zum Streikauftakt auch aus Erlangen ein deutliches Signal der Unzufriedenheit an den Kommunalen Arbeitgeberverband.

Dietmar Radde

Tarifrunde Länder und Beamtenbesoldungsrunde

Die Verhandlungen kommen überhaupt nicht voran. Die Arbeitgebervertreter fordern von ver.di die Forderungen (u.a. plus 5,5 % Lohn- und Gehalt) „deutlich abzurüsten“. Sie haben bis heute noch kein Angebot vorgelegt und wollen die Zusatzversorgung um rund 20 % kürzen. Die Sicherung der betrieblichen Altersversorgung ist für ver.di der beste Schutz vor Altersarmut. Leistungskürzungen werden daher entschieden abgelehnt. Für den 28. März wurde ein zusätzlicher Verhandlungstermin angesetzt. Die erste Warnstreikaktion in Erlangen fand am 13.3.2015 statt. Für den 26.3.2015 sind Warnstreiks und eine zentrale Kundgebung in München geplant. Mindestens 6 Busse fahren ab Erlangen. Abfahrt ist 8.00 Uhr Parkplatz West. Wer mitfahren möchte, sollte sich rasch bei uns melden.

Roland Hornauer bei der Streikkundgebung am 13.3.2015 wl Roland Hornauer bei der Streikkundgebung am 13.3.2015

Organisationswahlen ver.di Landesbezirkskonferenz Bayern

Am 19. und 20.3.2015 fand die 4. Landesbezirkskonferenz von ver.di Bayern in Fürth statt. Eingeladen waren 149 Delegierte. Die ehrenamtliche Landesvorsitzende Renate Birkel, die Landesbezirksleiterin Luise Klemens sowie die beiden stellvertretenden Landesbezirksleiter/in Linda Schneider und Norbert Flach berichteten in ihren Vorträgen sehr akzentuiert von der Arbeit der letzten Jahre und gaben unter starkem Applaus einen kämpferischen Ausblick. „Wir senden starke Signale an die Politik, um deutlich verstanden zu werden“, erklärte Luise Klemens. Norbert Flach machte deutlich, „es waren die ver.di Beamtinnen und Beamte, die die 42 Stunden-Woche in Bayern abgeschafft haben, andere Organisationen haben dagegen nur einen finanziellen Ausgleich für die Arbeitszeitverlängerung gefordert“. Ver.di Bayern hatte in den vergangenen vier Jahren stabil rund 235.000 Mitglieder. Die Beitragseinnahmen stiegen von 46,6 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 50,889 Mio. Euro im Jahr 2014.

ver.di Landesbezirksleiterin Luise Klemens rh ver.di Landesbezirksleiterin Luise Klemens

Wiedergewählt

Die Landesbezirksleiterin Luise Klemens wurde mit 94,17 Prozent der abgegebenen Stimmen in ihrem Amt bestätigt. Ihre Stellvertreterin Linda Schneider erhielt 93,75 Prozent der abgegebenen Stimmen, Stellvertreter Norbert Flach erhielt 92,91 Prozent.

Zwei vom Ortsverein Erlangen im Landesbezirksvorstand

Die Mitglieder des Landesbezirksvorstands wurden neu gewählt. Das höchste ehrenamtliche Führungsgremium von ver.di Bayern umfasst 42 Personen aus den Fachbereichen, Bezirken und Personengruppen von ver.di. Für die Gruppe der Freien und Selbstständigen wurde Ursula Walther aus Herzogenaurach wieder und für den Fachbereich Gemeinden Roland Hornauer erstmals in dieses Gremium gewählt.

Färdder Stadthalle rh Färdder Stadthalle

Rede des Bundesvorsitzenden Frank Bsirske

In fast 90 Minuten ging Bsirke auf fast alle aktuellen gewerkschaftlichen Themen ein. Er machte deutlich, dass der Mindestlohn unser Erfolg ist, auf den wir stolz sein dürfen. Zu den momentanen Angriffen auf den Mindestlohn unter dem Stichwort „bürokratisches Monster“ sagte er wörtlich „das ist Bullshit und nichts anderes, die Erfassung der Arbeitszeit ist keine Bürokratie sondern seit über 20 Jahre eine Pflicht nach dem Arbeitszeitgesetz. Nichts ist blöd genug, um nicht gegen den Mindestlohn präsentiert zu werden.“ Zu der Diskussion den Sanierungsstau durch ÖPP (Öffentliche Private Partnerschaft) zu lösen bemerkte er, „dies ist Verschwendung zu Lasten der Allgemeinheit.“ Statt ÖPP ist eine andere Steuerpolitik notwendig, Deutschland darf keine Steueroase für Vermögensmillionäre sein. Zu den laufenden Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst sagte er, „die Arbeit hat in diesen Bereichen einen deutlichen Qualitätsschub erfahren, ohne dass sich dies am Gehalt niedergeschlagen hat.

Frank Bsirske rh Frank Bsirske

Da wird richtig gute Arbeit geleistet, die wie pädagogische Facharbeit bezahlt werden muss, darum geht es. Die Arbeitgeber sehen dagegen überhaupt keinen Handlungsbedarf. Wir liegen weiter auseinander wie 2009. Wenn dies so bleibt kommt ein Erzwingungsstreik“.

Antragsberatung

Ver.di Bayern fordert für Bayern endlich ein Bildungsfreistellungsgesetz. Sachsen und Bayern sind die einzigen Bundesländer ohne ein derartiges Gesetz. Eine lange Debatte gab es über die Mitgliederwerbung. Nach einem Beschluss auf Bundesebene sollen neue Formen wie Straßenwerbung erprobt werden. Mehrheitlich wurde ein Antrag angenommen, der sich dagegen ausspricht. In einen längeren Antrag wird kritisch Position gegen die Tafeln bezogen. Dies sind nur ein paar wenige Auszüge aus der knapp 6 stündigen Antragsberatung.

 

MITMACHEN

15. April ver.di Betriebsgruppe trifft sich

Die Arbeit von ver.di bei der Stadt Erlangen wird in monatlichen Treffen der Betriebsgruppe, im Jahr 2015 jeweils mittwochs ab 17.00 Uhr bestimmt. Jedes ver.di-Mitglied bei der Stadt kann gerne mitmachen, Kommen und seine Ideen und Anregungen einbringen. Wer künftig eingeladen werden möchte, einfach bei uns melden, telefonisch oder per Mail an roland.hornauer@stadt.erlangen.de. Die interne Einladung enthält zusätzlich immer lesenswerte Tagesordnungspunkte. Das nächste Treffen ist am Mittwoch 15. April, 17.00 Uhr, Sitzungsraum im Kleinen Rathaus, Schuhstr. 40. Auf der Tagesordnung stehen die Vorbereitung des Grillfests und die aktuelle Tarifsituation.

 

Veranstaltungen ver.di Mittelfranken – Termine

  • In unserer Reihe Arbeitsrecht aktuell zeigt uns Kollegin Irena Schauer, was wirklich im Zeugnis steht. Bei „…er bemühte sich redlich…“, am Mittwoch, 01.04.2015 um 18.00 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt 5-7, 07. Stock, Raum Burgblick, erfahren wir, wie ein Zeugnis notwendigerweise aufgebaut und auf was geachtet werden muss.
  • „Tue Gutes und rede darüber“ oder „Klappern gehört zum Handwerk“ sind geflügelte Worte für Public Relations. Zur Optimierung unserer PR-Arbeit im Betrieb und auch außerhalb bieten wir im Rahmen unserer ver.di praktisch Reihe einen Intensiv-Workshop mit Ulli Schneeweiß und Charly Fischer –beide Öffentlichkeitsarbeit erfahrene Kollegen- an. „Marketing“  für unsere gewerkschaftliche Arbeit  am Donnerstag, 16. April 2015, 17:30 bis 20:30 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt 5 – 7, K.i.B.S. im EG.

  • Unser Besuch des Nürnberger Memoriums im letzten Jahr hatte so großen Anklang gefunden, dass wir diese Stippvisite auch in unserem diesjährigen Bildungsprogramm anbieten können. Auch konnten wir in diesem Jahr wieder den nun ehemaligen Wissenschaftlichen Mitarbeiter des Nürnberger Reichsparteitagsgeländes, Dr. Eckart Dietzfelbinger gewinnen, uns durch die Ausstellung und Räumlichkeiten rund um den Saal 600 und die Nürnberger Prozesse zu führen. Aus der Geschichte lernen „Die Nürnberger Prozesse – 1945 bis 1947“, Besuch des Nürnberger Memorials, am Mittwoch, 22. April 2015 von 15:00 bis 17:00 Uhr Eingang Memorium, Bärenschanzstraße 72, Nürnberg. Verbindliche Anmeldung ist dringend erforderlich, da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist! Bald läuft der bundesweit größte und längste Prozess gegen RechtsterroristInnen zwei Jahre – noch ist kein Urteil in Sicht. Über den Prozessverlauf und seine Einschätzung hierzu berichtet und diskutiert Rechtsanwalt Alexander Hoffmann aus Kiel, Vertreter der NebenklägerInnen im Kölner Nagelbombenprozess am Donnerstag, 23. April 2015 um 19:30 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, 7. OG, Raum „Burgblick“

 Bitte jeweils bei nicole.adelmann@verdi.de anmelden.

Filosofen Ja gut, der Rehhagel ist ein erstklassiger Trainer - zumindest in der zweiten Liga.

Franz Beckenbauer

Mindestlohn: Bürokratie-Gejammer nicht auf den Leim gehen

Der Mindestlohn gilt. Er darf nicht löchrig wie ein Schweizer Käse gemacht werden. Wenn Frau Merkel jetzt erneut von unzumutbarer Bürokratie wegen der Dokumentationspflichten spricht, geht sie denen auf den Leim, die das Gesetz am liebsten zum zahnlosen Tiger machen wollen. Bisher hatte sie zugesagt, das Gesetz und seine Wirkungen wenigstens sechs Monate lang zu beobachten. Die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten ist das Kernstück der Kontrolle; und ohne Kontrolle kann das Gesetz nicht wirken. Anfang und Ende der Arbeitszeit aufzuschreiben ist keine Bürokratie. Dieses Argument ist einfach lächerlich. Seit Jahrzehnten werden Stundenzettel geführt; sie sind seit langem vorgeschrieben für jene Branchen, die jetzt das Bürokratiemonster an die Wand malen. Diese Branchen, darunter das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie der Bau, sind im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannt, weil es dort regelmäßig Verstöße gab und gibt. Der Hintergrund des Bürokratie-Gejammers ist so banal wie bedenklich:  Die Pflichten zur Arbeitszeiterfassung, die es schon vor dem Mindestlohn gegeben hatte, wurden offenbar von den wenigsten eingehalten. Doch nun, wo mit dem neuen Gesetz Kontrollen, drohen’, greift die Sorge um sich, dabei erwischt zu werden.  Also wird der Mindestlohn schlecht gemacht auf 'Teufel komm raus'. Andersrum wird ein Schuh draus: Das Mindestlohngesetz versucht Recht und Ordnung in einen Bereich zu bringen, in dem bis dato Regeln missachtet wurden. Das sollte auch im Interesse der Bundeskanzlerin sein.

Tolle Maiplakette 2015 dgb Tolle Maiplakette 2015

Gestartet!

Maiplakettenverkauf 2015

Wer noch ohne Maiplakette 2015 ist, ab sofort werden die begehrten kleinen Stücke verkauft, sollte sich jetzt aber beeilen und sich rasch an uns wenden. Schließlich ist wie immer der Plakettenverkauf zeitlich begrenzt. Wir haben im Moment noch genügend Exemplare. Natürlich ist der Preis stabil geblieben. Einfach 1 Euro pro gewünschter Plakette an uns mit der Hauspost schicken, den Absender nicht vergessen und hauspostwendend kommt – ohne Versandkosten - die attraktive Plakette. Unsere Top-Seller und Vertriebs-Manager sind auch schon in vielen Bereichen unterwegs. Wir weisen darauf hin, dass die Stückzahlen der beliebten Sammlerstücke limitiert sind. Zusätzlich sind die Plaketten 2015 mit einer wiederverwendbare (weil statt geheftet geklebt) Plastiktüte versehen. Optisch gefällt der diesjährige Pin durch seine längliche und schmale Form. Wie immer wird mit den Einnahmen die Veranstaltung des DGB zum 1. Mai finanziert.

 

Reaktion auf Beitrag zur Stadt-Umland-Bahn (StUB)

Die Eisenbahnfreunde Erlangen-Bruck Bürgerinitiative Stadtbahn-West – Initiative zur Erhaltung der Bahnstrecke nach Herzogenaurach – haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass bis 29.9.1984 die Vorläuferin der StUB verkehrte, nämlich die Aurachtalbahn. Sie könnte schnell wieder in Betrieb genommen werden, da die Strecke im Stadtgebiet Erlangen intakt ist, einschließlich der Brücken. Für die Wiederinbetriebnahme der Strecke Frauenaurach – Herzogenaurach wurden 1995 Kosten von ca. 9 Mio. DM vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt angenommen. Die Eisenbahnfreunde weisen auch darauf hin, dass die Stadt Herzogenaurach riesige kostenfreie Parkplätze z.B. bei der Herzo-Base genehmigt hat und stellen deshalb die Frage, wer nutzt da die StUB zum Einkaufen?

 

Lohn- und Gehaltskärtchen

Dank ver.di gibt es seit 1.3.2015 2,4 Prozent mehr Entgelt. Die Auszubildenden erhalten 20 Euro mehr! Dies ist das Ergebnis der letztjährigen Tarifrunde. Weil sich hunderttausende ver.di Mitglieder in mehreren ganztägigen Warnstreiks engagierten, erhalten jetzt alle mehr Geld. Die ver.di-Mitglieder erhielten die aktuellen Gehaltskärtchen zugeschickt. Dank der S-Klasse mit eigener Tabelle ist dies ein ganz schöner Aufwand. Sollten wir Mitglieder vergessen haben oder die falsche Gehaltskarte zugeschickt haben, bitten wir um Meldung. „Noch“ Nichtmitglieder können die Gehaltskarte bei uns ebenfalls anfordern.

Einlösbar? rh Einlösbar?

Betriebsfest wieder jährlich

Auf Initiative des Personalrates hat der Stadtrat im Februar einstimmig beschlossen, dass das Betriebsfest wieder jährlich stattfindet. Am 24.7.2015 findet das diesjährige Betriebsfest statt. Der nachstehende Gutschein kann am 24.7. beim Oberbürgermeister oder den Bürgermeisterinnen eingelöst werden.

 

NEU

Wir haben keine Ausgaben gescheut und uns einen 3D-Drucker angeschafft

Natürlich können den neuen Drucker die Kolleginnen und Kollegen kostenlos mitnutzen! Nachstehend unser erstes Arbeitsergebnis:

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SO IST ES RECHT

Aufwendungen für Burnout-Behandlung können Werbungskosten sein

Die Kosten für eine Behandlung einer psychosomatischen Erkrankung ("Burnout") können ausnahmsweise als Werbungskosten statt als außergewöhnliche Belastung vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden. Bedingung: Das Leiden wurde durch Mobbing am Arbeitsplatz verursacht. So entschieden vom Finanzgericht Rheinland-Pfalz, das feststellte, dass die gesundheitlichen Störungen erst durch die berufliche Konfliktsituation mit dem Vorgesetzten des Arbeitnehmers entstanden waren. Vorteil dieses Urteils: Werbungskosten können unbegrenzt steuerlich berücksichtigt werden, für außergewöhnliche Belastungen gilt regelmäßig ein "zumutbarer Eigenanteil".

Aktenzeichen: 2 K 1152/12

 

Schlechtleistung“ muss sehr konkret dargelegt werden

Ein Arbeitnehmer genügt seiner Vertragspflicht, wenn er entsprechend seiner persönlichen Leistungsfähigkeit arbeitet. Ist sein Arbeitgeber der Auffassung, dass das Arbeitspensum des Beschäftigten weit hinter dem seiner Kollegen zurückbleibt, so muss er nach Auffassung des Hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) konkret nachweisen, dass das nicht nur einmal vorgekommen ist. Dabei genügen schlagwortartige Angaben wie "Schlechtleistung" oder "Schlussfolgerungen" allein nicht, um die Leistung eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitnehmerin schlecht zu bewerten. Das vertragswidrige Verhalten ist im Einzelnen nach Ort, Zeit und näheren Umständen so konkret darzulegen, dass eine gerichtliche Prüfung möglich ist und der Arbeitnehmer seinerseits das Vorbringen der vermeintlichen Schlechtleistung durch den Arbeitgeber in einem solchen Fall auch bestreiten kann.

Aktenzeichen: 20 Sa 1071/11

Tolle Skulptur rh Tolle Skulptur

Auflösung und neues Rätsel

Wir fragten, wo ist der abgebildete Sack Reis denn umgefallen? Wir wollten die Stadt wissen, jede richtige Einsendung wird mit einen edlen schwarzen ver.di Bleistift honoriert, wer sogar die Straße weiß bekommt einen ver.di USB-Stick. Die Stadt wussten noch einige, aber bei der Straße haben alle gepasst. Es war die Pingle Yuan Strasse im Chaoyang Bezirk in Peking. Beim neuen Rätsel machen wir es hoffentlich leichter, wo entstand diese schöne Winterskulptur?

 

Tolle Mailantwort

Mit dem Betreff „Unzustellbar“ erhielten wir folgendes, hier in Auszügen wieder gegebenes Mail:

格浴㹬格慥㹤਍洼瑥⁡瑨灴攭畱癩∽潃瑮湥⵴祔数•潣瑮湥㵴琢硥⽴瑨汭※档牡敳㵴獩ⵯ㠸㤵ㄭ㸢⼼敨摡㰾潢祤ാ㰊㹰戼㰾潦瑮挠汯牯∽〣〰㘰∶猠穩㵥㌢•慦散∽牁慩≬䘾桥敬⁲敢⁩敤⁲慎档楲档整穮獵整汬湵⁧湡映汯敧摮⁥浅晰滤敧⁲摯牥䜠畲灰湥㰺是湯㹴⼼㹢⼼㹰਍昼湯⁴潣潬㵲⌢〰〰〰•楳敺∽∲映捡㵥吢桡浯≡㰾㹰愼栠敲㵦洢楡瑬㩯牥慮搮敯敬敫杀硭搮≥放湲⹡潤汥步䁥浧⹸敤⼼㹡戼㹲਍楄獥⁥慎档楲档⁴畷摲⁥潶ⵅ慍汩匭獹整敤⁳浅晰滤敧獲稠牵揼杫睥敩敳⹮敢灲ﱲ敦楓⁥楤

 

FÜR FEINSCHMECKER

Verwaltungslyrik (XII)

Wir erhielten mehrfach den Hinweise, aus dem Infomail OS/DMS - Wiedervorlage jetzt mit Erinnerungsmail zu zitieren. Das Mail ging am 20.3.2015 an die städtischen Dokumentenmanagementnutzer und enthielt unter anderen folgende wunderbaren Zeilen:

„Wir haben die Funktionalität des Wiedervorlageobjekts im Standardschrank „Allgemeine Schriftgutverwaltung“ erweitert, adäquat gilt dies für das Hinweis-Objekt im Schrank „EBE-Technik“.“

Wer dies nicht versteht kann bei der Anstalt über die IT-Koordinatoren ein Übersetzungsprogramm beantragen.

 

Surfen 157

Erlanger Streikbilder

Bilder vom Warnstreik Ländertarifrunde und Besoldungsrunde am 13.3.2015 sind unter

http://erlangen.verdi.de/bilder

zu finden. Für die Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst haben wir eine gesonderte Seite eingerichtet. Die Bilder vom Warnstreik am 20.3.2015 stehen dort ganz „frisch“, https://erlangen.verdi.de/bg-stadt/2015-aufwertung-sozial-und-erziehungsdienst

Unser Dialegtbeaufdragdn Nord rv Unser Dialegtbeaufdragdn Nord

Neues vom Dialegtbeaufdragdn Nord

Wer jo nich schwierig west, wer alens im Konsens. Ik heff grod överlecht, ob ik bie "alens" noch´n "h" rinnsett, denn eegntlich seggt man dat lang.

 

Kunst mit Satzzeichen (V)

\O/

„Der Schrei“ nach Edvard Munch

 

Alle nachstehenden Informationen und Materialien etc. können bei Silvia Beyer, Gisela Strobel oder Werner Lutz, PR,  (86 2420, 86 1685 oder 86 2384, Fax 86 2878, Mail roland.hornauer@stadt.erlangen.de) angefordert werden!

  • Neuer Newsletter "Nachhaltigkeit aktuell"

Das Bundespresseamt bringt ab sofort in regelmäßigen Abständen einen neuen Newsletter zum Thema "Nachhaltigkeit" heraus. Dieser Newsletter wird über Ansätze und Projekte berichten, die sich dem Gedanken der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Das erste Exemplar des Newsletter können wir zu mailen, darin steht ein Link um die künftigen Ausgaben zu abonnieren.

  • ver.di Wirtschaftspolitik aktuell Nr. 4/2015 - Armutsquote auf Rekordstand

Nie war das Risiko arm zu sein so hoch wie heute – und das trotz gesunkener Arbeitslosigkeit. Die Politik muss endlich handeln und Armut und zunehmende Ungleichheit gezielt bekämpfen.

Werner Lutz ad Werner Lutz

Neues von Herrn L.

Verweigerung

Wer als entlassener Arbeitnehmer die Arbeit verweigert, bekommt kein Hartz IV. Aber wer als Unternehmer mit einer Kündigung dem gleichen Arbeitnehmer vorher die Arbeit verweigert hat, bekommt Steuer-Subventionen.

 

Aufarbeitung

Einundachtzig Prozent der Bevölkerung wollen die deutsche Teilung gründlich aufarbeiten. - Das ist lobenswert. Schließlich wird es für die Überwindung der Teilung Deutschlands in Reiche und Arme höchste Zeit.

Vermögensverteilung

Die Tatsache, daß die fünfundachtzig reichsten Menschen der Welt ebenso viel Vermögen besitzen wie die 3,5 Milliarden Ärmsten, ist wohl nur für Reiche interessant. Allein diese nehmen nämlich mit Begehrlichkeit und wässerigem Mund zur Kenntnis, daß diese Ärmsten offenbar noch ein „Vermögen“ besitzen, daß es für sie zu holen gibt.

The Subways rh The Subways

Culdur

THE SUBWAYS

22.2.2015, HIRSCH, NÜRNBERG    

Hätte ich nicht gedacht, dass der Hirsch, wenn The Subways rufen an einem Sonntagabend ausverkauft ist. So kann man sich täuschen, aber das Trio aus Hertfordshire, England hat einen hervorragenden Ruf als Liveband. Pünktlich um 20.00 Uhr begannen Purple aus Jefferson Country Texas. Sie spielten sehr laut und recht kurz, so dass mehr die Neonfarbenen Bassseiten und die blonde Schlagzeugerin und Sängerin im Bikinioberteil in Erinnerung blieben. Nach ganz kurzer Umbaupause kamen die Briten Kill It Kid. Ebenfalls recht laut, aber passend zu ihren psychedelischen Grunge.

The Subways rh The Subways

Manche Songs klangen auch nach Led Zeppelin light. Für mich natürlich bemerkenswert, die Keyboarderin war 10 Monate auf einer Erlanger Grundschule. Es war fast dreiviertel Zehn als links und rechts der Bühne Blaulichter angingen und das Intro für The Subways angestimmt wurde. Endlich kamen sie, strahlend und hüpfend rein und signalisierten damit ab der ersten Sekunde dass sie sichtbar Freude auf die Show haben. Dies war dann auch ab den ersten Tönen voll hörbar. Der Sound war selbstverständlich deutlich besser, zum Glück leiden halt meistens nur die Vorbands an Soundproblemen. The Subways begannen mit „We Don`t Need Money to Have a Good Time“, kraftvoll, mit viel Schwung präsentiert und wie immer der Refrain auf Deutsch gesungen. Nach dem 2. Song war der Hirsch an diesen Abend der größte fränkische Saunaclub. Die neuen Songs vom vor einigen Tagen veröffentlichten vierten Album mit dem überraschenden Titel „The Subways“ waren natürlich noch nicht so bekannt wie die alten Kracher, ließen aber ihr Potential erkennen. Dies gilt besonders für „Good Time“ oder für die vorletzte Zugabe “Just Like Jude“.  Im Mittelpunkt der Show stand natürlich die Bassistin Charlotte Cooper mit wohl extra für die Tour rotgetönten Haaren. Sie ist ein wahres Energiebündel und fegt, rockt und hüpft ständig über die Bühne und reißt damit natürlich die komplette Halle mit. Zu Recht ihre Ansage “Du bist so cool, Nürnberg ist Rock`n Roll“.

The Subways rh The Subways

Fast ruhig agierte dagegen Billy Lunn an der Gitarre. Allerdings ließ er sich zum Schluss bei „It`s a Party“ nach einem Stagedive durch den Hirsch tragen. Hätte Billy es nicht gesagt, viele hätten gar nicht mitbekommen, dass sein Bruder Josh Morgan krankheitsbedingt, er hat starke Bühnenangst, an den Drums durch einen Ersatzmann vertreten wurde. Einziger Negativpunkt eines sehr guten Konzertes, das schlechte Gedächtnis der Band, behauptete doch Charlotte Cooper, dass sie zum ersten Mal in Nürnberg spielen. Dabei hatten sie doch schon 2009 und 2012 bei Rock im Park tolle Auftritte!

 

CD_TIPP -ROCK

VON HERTZEN BROTHERS

NEW DAY RISING

SPINEFARMS RECORDS / CAROLINE

Da passt doch endlich einmal der Bandname. Schließlich spielen im finnischen Quintett drei von Hertzen Brüder. „New Day Rising“ ist ihre sechste CD. Sie enthält richtig guten Rock, kraftvoll schnell und schmissig gespielt. Gekonnt werden melodische Passagen mit harmonischen Gesang, mit Progrock- und Stonerrock-Teilen vermischt. Häufig werden längere Instrumental Parts eingestreut, wie beim spacig beginnenden und dann immer psychedelisch werdenden „You Don`t Know My Name“. Bei „Trouble“ dominieren die schweren verzerrten Gitarrenwände im Stil der 70er Jahre à la Led Zeppelin. Apropos 70er Jahre, manchmal erinnert der Gesang an Rick Wakeman oder an Yes. Glücklicherweise nur manches Mal, sonst wäre die Harmonie zu zuckersüß klebrig. Einige Songs, wie „Dreams“ streifen stark die Grenze zum Pop. Fast hätte ich es vergessen, in den zehn Songs steckt natürlich viel Herzblut.

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